Deutschland

Neuer Unions-Fraktionsvorsitzender: Warum Thorsten Frei eine gute Wahl ist

Es ist eine gute Wahl: Der bisherige Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) soll Nachfolger von Jens Spahn (CDU) an der Spitze der Unionsbundestagsfraktion werden. Darauf verständigten sich die Chefs von CDU und CSU, Friedrich Merz und Markus Söder, wie am Mittwoch bekannt wurde.

Der bisherige Kanzleramtsminister Thorsten Frei soll Fraktionsvorsitzender der Unionsparteien werden

Der bisherige Kanzleramtsminister Thorsten Frei soll Fraktionsvorsitzender der Unionsparteien werden Foto: Tobias Schwarz/AFP

Vorangegangen waren Gespräche in den Parteigremien der Union und in der Bundestagsfraktion. Merz hatte nach dem Rücktritt von Jens Spahn, der über eine Leihmutterschaft in den USA gestolpert war, angekündigt, in Abstimmung mit der Schwesterpartei „relativ bald“ einen Personalvorschlag zu machen. Das ist nun geschehen und befriedet zumindest einen Teil der Personaldebatte. Wer Frei aber im Kanzleramt nachfolgt und ob es weitere Umbildungen im Kabinett gibt, blieb zunächst offen.

Frei war in der vergangenen Legislaturperiode Parlamentarischer Geschäftsführer, ist immer noch recht beliebt in der Fraktion, und sucht gerne das Licht der Öffentlichkeit. Er kennt das Parlament, die Abläufe und ist auch in den anderen Fraktionen verdrahtet. Gleichzeitig verfolgt er einen strengen Kurs, etwa in Sachen Migrations- oder Sicherheitspolitik. Und er ist einer derjenigen, die als Erste am Schreibtisch sitzen und als Letzte gehen. Er gilt als akribisch.

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