Balkan
Neue, oft linksalternative Kräfte erobern die Rathäuser in Südosteuropa
Istanbul, Budapest, Bukarest, Sarajevo und nun Zagreb: Obwohl die jahrelang dominierenden Rechtsregierungen in Südosteuropa weiter fest im Sattel zu sitzen scheinen, erobern immer mehr neue, oft linksalternative Kräfte die Rathäuser. Mausern sich die Balkan-Großstädte zu Keimzellen des Wandels?
Der Bürgerrechtsaktivist Tomislav Tomasevic konnte sich in der Stichwahl am Sonntag durchsetzen und wird neuer Bürgermeister der kroatischen Hauptstadt Foto: Denis Lovrovic/AFP
Selbst eine in den sozialen Medien lancierte Fake-News-Kampagne vermochte den vermeintlichen Auslandssöldner nicht zu stoppen. Mit über 65 Prozent der Stimmen konnte Tomislav Tomasevic auch die Stichwahl um den Bürgermeisterposten in Kroatiens Hauptstadt Zagreb am Sonntag klar für sich entscheiden. Er danke für das „klare Mandat für echte Veränderung“, so der 39-jährige Hoffnungsträger des alternativen „Mozemo“-Bündnisses: „Hinter uns stehen keine großen Sponsoren, sondern die Bürger. Mit Stolz werde ich diese Stadt in eine bessere Zukunft führen.“