USA

Neue Anschuldigungen gegen Rapper „Diddy“: 120 mutmaßliche Opfer erheben schwere Vorwürfe

Missbrauch, Drohungen, Sex-Partys: Sean „Diddy“ Combs ist mit schweren Anschuldigungen konfrontiert und sitzt in Untersuchungshaft. Jetzt gibt es Dutzende weitere mutmaßliche Opfer.

Eine Skizze aus dem Gerichtssaal

Eine Skizze aus dem Gerichtssaal Bild: Elizabeth Williams/AP/dpa

Gegen den bereits wegen zahlreicher Sexualverbrechen angeklagten und in Untersuchungshaft sitzenden US-Rapper Sean „Diddy“ Combs (54) gibt es Dutzende neue Anschuldigungen. Man vertrete 120 Menschen - 60 Frauen und 60 Männer – mit Vorwürfen gegen Combs, teilte eine Anwaltskanzlei in Houston im US-Bundesstaat Texas bei einer Pressekonferenz mit. 

Zu den Anschuldigungen gehörten unter anderem sexuelle Übergriffe und sexuelle Misshandlungen, auch von Minderjährigen. Die Taten hätten den Angaben zufolge seit 1991 meist auf Partys oder Veranstaltungen in New York und Los Angeles stattgefunden. „Eines der größten Geheimnisse der Entertainment-Industrie, das eigentlich schon gar kein Geheimnis mehr war, ist jetzt ans Licht gekommen“, sagte der Chef der Anwaltskanzlei, Tony Buzbee. „Ich erwarte, dass wir in den kommenden 30 Tagen damit beginnen werden, die Klagen einzureichen.“

Die Anschuldigungen seien „falsch“ und „verleumderisch“, sagte Erica Wolff aus dem Anwaltsteam von Combs auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Combs freue sich darauf, vor Gericht seine Unschuld zu beweisen. 

Der Musiker, der mit Hits wie „I'll Be Missing You“ oder „Bad Boy For Life“ in den vergangenen Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Rappern der Welt gehörte, sitzt seit rund zwei Wochen in Untersuchungshaft. Dem Rapper werden unter anderem Sexhandel, organisierte Kriminalität und andere Vergehen vorgeworfen. Combs plädierte auf nicht schuldig. Zudem gibt es bereits mehrere Zivilklagen wegen sexuellen Missbrauchs. 

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