Besuch in Deutschland?

Netanjahu: Merz hat mich trotz Haftbefehls eingeladen  

Merz hatte bereits in einem Interview angekündigt, als Kanzler werde er Mittel und Wege finden, um Netanjahu unbehelligt einreisen zu lassen.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Mitte Februar bei seinem Prozess wegen Korruption vor dem Bezirksgericht in Tel Aviv.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Mitte Februar bei seinem Prozess wegen Korruption vor dem Bezirksgericht in Tel Aviv. Foto: Yair Sagi/Pool Yedioth Ahronoth/AP/dpa

Der CDU-Chef und Wahlsieger Friedrich Merz will den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu nach dessen Angaben zu einem offiziellen Besuch nach Deutschland einladen. 

Netanjahu habe am Sonntagabend ein „herzliches Gespräch“ mit dem wahrscheinlich künftigen Kanzler geführt und ihm zu seinem Erfolg gratuliert, teilte Netanjahus Büro mit. 

Dabei habe Merz eine offizielle Einladung Netanjahus angekündigt, „als offene Herausforderung gegen die skandalöse Entscheidung des Internationalen Strafgerichtshofs, den Ministerpräsidenten als Kriegsverbrecher zu bezeichnen“, so Netanjahus Büro. Die CDU bestätigte das Telefonat, äußerte sich aber nicht zu dem Inhalt.

Haftbefehle wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen

Gegen Netanjahu sowie gegen den damaligen israelischen Verteidigungsminister Joav Galant waren vergangenes Jahr wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen im Gaza-Krieg internationale Haftbefehle erlassen worden.

Merz hatte der „Jüdischen Allgemeinen“ dazu vor knapp zwei Wochen gesagt: „Unter meiner Führung wird der israelische Ministerpräsident unbehelligt nach Deutschland reisen können. Ich werde Mittel und Wege finden, das zu ermöglichen.“

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