Tunesien

Najla Bouden Romdhane wird die erste Regierungschefin ihres Landes

In Tunesien hat Präsident Kais Saied zwei Monate nach der Entmachtung der Regierung die kaum bekannte Universitäts-Mitarbeiterin Najla Bouden Romdhane zur Regierungschefin ernannt.

Die Geologin Najla Bouden Romdhane soll eine neue Regierung in Tunesien bilden

Die Geologin Najla Bouden Romdhane soll eine neue Regierung in Tunesien bilden Foto: AFP/Tunisian Presidency

In einer Video-Botschaft hatte Saied am Mittwoch erklärt, er wolle mit seiner Wahl die Frauen in Tunesien ehren. Er habe Romdhane aufgefordert, in den kommenden Stunden oder Tagen ein Kabinett vorzuschlagen, denn es sei bereits viel Zeit verloren worden. Die neue Regierung solle Reformen etwa im Gesundheits-, Bildungs- und Transportsektor anstoßen. Die Geologin Romdhane war im Bildungsministerium zuständig für die Umsetzung von Projekten der Weltbank. Sie wäre die erste Frau an der Spitze einer Regierung in Tunesien. Der Staatschef bezeichnete die Nominierung Boudens als „Ehre für Tunesien und Anerkennung für die tunesischen Frauen“. Obwohl Saied wiederholt betonte, wie „historisch“ die Ernennung einer Frau sei, kam in dem Video nur er zu Wort.

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