Nahost-Konflikt
Nach Kritik von Botschafterin: Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn bezieht Stellung
Aussagen der israelischen Botschafterin für Luxemburg, Idit Rosenzweig-Abu, in einem Interview mit einer luxemburgischen Tageszeitung veranlassten den luxemburgischen Außenminister Jean Asselborn gestern zu einer „Klarstellung“.
Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn reagierte in einer Stellungnahme auf Kritik von der israelischen Botschafterin Idit Rosenzweig-Abu Foto: Editpress/Hervé Montaigu
In einem am Donnerstag im Luxemburger Wort erschienen Interview mit der auch für Luxemburg zuständigen Botschafterin Idit Rosenzweig-Abu, greift diese den luxemburgischen Außenminister ungewöhnlich scharf und sogar persönlich an und wirft dem luxemburgischen Außenministerium vor, nicht in ausreichendem Maße auf die terroristischen Angriffe auf Israel reagiert zu haben. „Von allen Ländern in der EU ist die Erklärung des luxemburgischen Außenministeriums die schwächste“, wird Idit Rosenzweig-Abu zitiert. In der vorangegangenen Frage wurde darauf hingewiesen, dass Jean Asselborn „sich wiederholt für die Belange der Palästinenser eingesetzt“ habe und „ein Verfechter der Zwei-Staaten-Lösung“ sei, also einer Lösung des sogenannten Nahost-Konflikts, die international nach wie vor als die gangbarste Möglichkeit angesehen wird, Frieden zwischen Israelis und Palästinensern herbeizuführen. Ob „diese Haltung die Menschen in Israel“ „enttäuscht“, war dann die eigentliche Frage.