Luxemburger Verbrecher

Nach Kiesch-Freilassung – Tochter des Opfers verliert Glaube an Justiz

Gabrielle Celine Merschs Glaube an Justiz, Gerechtigkeit und EU-Prinzipien ist tief erschüttert. Diese Woche hat ein spanisches Gericht entschieden, den in Luxemburg verurteilten und nach Spanien geflüchteten Mörder ihrer Mutter freizulassen und die von der Kriminalkammer Diekirch verhangene Strafe nicht anzuwenden. Die Tat liegt 22 Jahre zurück. Für die Tochter des Opfers währt der Alptraum bis heute. „Der Tod meiner Mutter hat mein Leben zerstört“, sagt die Frau resigniert im Tageblatt-Gespräch: „Was kann ich nun tun?“

Gabrielle Celine Mersch: „Der Mörder meiner Mutter hat mich vor über 20 Jahren ins Gefängnis gesetzt“, sagt sie im Tageblatt-Telefongespräch

Gabrielle Celine Mersch: „Der Mörder meiner Mutter hat mich vor über 20 Jahren ins Gefängnis gesetzt“, sagt sie im Tageblatt-Telefongespräch Foto: GCM

Gabrielle Celine Mersch ist entsetzt. Anfang dieser Woche hat sie die Nachricht erhalten, dass der in Luxemburg verurteilte Mörder ihrer Mutter nun auf freiem Fuß sei – und voraussichtlich auch bleibe, seine verbleibende zehnjährige Haftstrafe also nicht wird antreten müssen, zumindest nicht in Spanien, wohin er vor Jahren geflüchtet ist und ein neues Leben begonnen hat.

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