Iran
NGO: Mindestens 648 Demonstranten seit Beginn der Proteste getötet
Dieser Ausschnitt aus Aufnahmen, die in den sozialen Medien kursieren, zeigt Demonstranten, die um ein Lagerfeuer herum tanzen und jubeln, während sie trotz der zunehmenden Razzien in der Islamischen Republik auf die Straße gehen Foto: Uncredited/VALIDATED UGC/AP/dpa
Bei der Niederschlagung von Protesten im Iran sind nach den jüngsten Angaben einer Menschenrechtsorganisation mindestens 648 Demonstranten getötet worden, darunter neun Minderjährige. Einigen Schätzungen zufolge gebe es sogar mehr als 6.000 Todesopfer, teilte die in Norwegen ansässige Menschenrechtsgruppe Iran Human Rights (IHR) am Montag mit. Aufgrund der anhaltenden Internetsperre im Iran sei es aber „äußerst schwierig, diese Berichte unabhängig zu überprüfen“.
IHR-Chef Mahmood Amiry-Moghaddam rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, „die zivilen Demonstranten vor den Massentötungen durch die Islamische Republik zu schützen“.
Die Proteste im Iran hatten vor zwei Wochen begonnen und richteten sich zunächst gegen die wirtschaftliche Lage. Inzwischen weiteten sie sich zu Massendemonstrationen gegen die Führung in Teheran aus.