Putins Krieg

NATO-Ausbildungslager nahe polnischer Grenze bombardiert

Die russischen Aggressoren haben sich am Wochenende wohl den letzten verbleibenden Goodwill in der Ostukraine verspielt. In der Nacht zum Sonntag fielen Bomben auf das orthodoxe Kloster Swiatlohirsk im Norden des Donbass.

Ukrainische Soldaten in der Region von Lugansk 

Ukrainische Soldaten in der Region von Lugansk  Foto: Anatolii Stepanov/AFP

In die mittelalterliche Klosteranlage 20 Kilometer nördlich von Slowjansk hatten sich laut Angaben der Mönche 520 Flüchtlinge in Sicherheit gebracht. Getötet wurde bei den Bombardierungen niemand. Doch bei dem Kloster des Moskauer Patriarchats handelt es sich um eines seiner fünf größten Heiligtümer. Auch erfreute sich das Heiligtum der besonderen Unterstützung des pro-russischen ehemaligen Präsidenten Wiktor Janukowitsch, den der Kreml am liebsten wieder in Kiew installieren möchte. Janukowitsch war im Februar 2014 nach der Maidan-Revolution nach Russland geflohen. Der Kreml stellt die demokratisch gewählte ukrainische Regierung seither als mittels Staatsstreichs an die Macht gekommene, angeblich faschistische Junta dar. „In der Nähe des Klosters gab es keinerlei militärische Anlagen“, kommentierten die Mönche empört. Noch ist unklar, ob es sich bei der Bombardierung um eine russische Provokation handelt, mit dem Ziel, den Angriff auf eine derart wichtige Kultstätte der ukrainischen Armee in die Schuhe zu schieben.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

France

Le projet pré-électoral du PS propose de tourner la page de la social-démocratie

;