Ungarn
Mit geeinten Kräften hofft die Opposition, den Machtwechsel zu erzwingen
Überschattet von merkwürdigen Cyberattacken sind in Ungarn die Vorwahlen der Opposition angelaufen. Mit der Bündelung ihrer Kräfte hofft sie, Premier Viktor Orban bei der Parlamentswahl im Frühjahr aus dem Sattel zu hebeln. Doch der Schulterschluss mit der rechtsnationalen Jobbik birgt auch Risiken.
In Budapest beteiligen sich viele Menschen an der Vorwahl der Opposition Foto: AFP/Attila Kisbenedek
Selbst eine zweitägige Zwangswahlpause nach einem mysteriösen Cyberangriff kann die Aufbruchstimmung in den Reihen von Ungarns Opposition kaum trüben. Einen unerwartet starken Andrang vermeldet sie bei ihren am Wochenende angelaufenen Vorwahlen. Von der sozialistischen MSZP bis hin zu der rechtsnationalen Jobbik reicht das wenig homogene Sechsparteien-Bündnis, das Dauerregent Viktor Orban mithilfe gemeinsamer Kandidaten bei der Parlamentswahl im Frühjahr aus dem Sattel hebeln will.