Ein Mann mit einer Mission
Mit dem Krankenwagen an die Front: Von Luxemburg ins ukrainische Kriegsgebiet
Mark Kitchell hat Geld gesammelt, um einen Krankenwagen für die Ukraine zu kaufen. Nun will er ihn dorthin bringen, wo er am dringlichsten gebraucht wird: an die Front. Über einen Mann und eine Mission mit historischen Vorbildern.
Marc Kitchell ist US-Amerikaner, er lebt seit mehr als zehn Jahren in Luxemburg Foto: Editpress/Julien Garroy
Mark Kitchell blickt die sanft geschwungene Linie weißer Marmorkreuze hinab. Vor ihm erstreckt sich ein frisch gemähter Rasen. Die Sonne hat den höchsten Punkt am Himmel erreicht. Die Farben strahlen trennscharf: blau, grün, weiß. Italienischer Marmor, Grabsteine in perfekter Symmetrie, ein Kreuz scheint ins nächste zu fließen, aufgelockert von vereinzelten Davidsternen. Kitchell steht auf dem US-amerikanischen Militärfriedhof in Hamm, vor den Toren der Stadt. Hier liegen 5.076 amerikanische Soldaten begraben. Die meisten von ihnen sind im Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet des Großherzogtums gefallen. „Ich komme hierher, wenn ich innere Ruhe finden will“, sagt Mark Kitchell.