Kriselnde Wirtschaft

Millionen Italiener protestieren gegen steigende Kosten

Gewerkschafter, Arbeiter und Studenten, junge Wissenschaftler – Italiens Plätze und Straßen sind gefüllt mit Menschen, die gegen steigende Lebenshaltungskosten und eine verfehlte Wirtschaftspolitik der rechtspopulistischen Regierung unter Giorgia Meloni protestieren.

In Rom gingen nicht nur Schüler und Studenten auf die Straße, auch die Gewerkschaft USB hatte zu einem Generalstreik und Protesten aufgerufen

In Rom gingen nicht nur Schüler und Studenten auf die Straße, auch die Gewerkschaft USB hatte zu einem Generalstreik und Protesten aufgerufen Foto: Andreas Solaro/AFP

In mehr als 60 italienischen Städten und Gemeinden fanden am Freitag Demonstrationen statt. Es ist die dritte Welle des Protests nach denen vom 17. und 24. Oktober. Nach Angaben der Gewerkschaft USB, die für diesen Freitag zum Generalstreik aufgerufen hatte, sind etwa eine Million Menschen dieser Aufforderung nachgekommen. Mehr als 50.000 zogen protestierend durch Turin, Landwirte hatten vor dem Rathaus Mist ausgekippt.

Auch in der Hauptstadt Rom beteiligten sich Bauern an den Demonstrationszügen. Mit Traktoren blockierten sie nicht nur die Zufahrtsstraßen Roms, sondern auch den Verkehr in der Innenstadt. Das dritte Wochenende in Folge protestieren Schüler, Studenten, aber auch junge Arbeiter, Angestellte und Wissenschaftler gegen die enorm steigenden Lebenshaltungskosten. Dabei werfen die Demonstrierenden der amtierenden Regierung nicht nur Versagen beim Lösen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme vor. Sie sehen einen wesentlichen Grund auch in steigenden Rüstungsausgaben und der politischen Unterstützung des Krieges der USA und Israels gegen den Iran sowie in der Militärunterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland.

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