Münchner Sicherheitskonferenz

Merz und die Antwort auf das Spiel der Großmächte

Grönland-Krise, Zollstreit, Kontroversen über Meinungsfreiheit: Europa und die USA sind in der Ära Trump dramatisch auseinandergedriftet. Kanzler Friedrich Merz glaubt aber weiter an das Bündnis. Doch er vertritt in München eine neues, selbstbewusstes Europa.

Friedrich Merz in München spricht über den Epochenwandel in US-Europa-Beziehungen seit Donald Trump

Der deutsche Kanzler Friedrich Merz ging in seiner Rede in München auf den Epochenwandel ein, den US-Präsident Donald Trump im Verhältnis der USA mit Europa seit vergangenem Jahr eingeläutet hat Foto: Alexandra Beier/AFP

München, Februar 2025: Friedrich Merz sitzt am zweiten Tag auf der Münchner Sicherheitskonferenz bei einer Diskussion auf dem Podium. Ob er im Falle seiner Wahl Führung in Europa übernehmen wolle, wird er gefragt. Merz bejaht das.

Ein Jahr später muss er sich als deutscher Kanzler nun bewähren. Der CDU-Regierungschef eröffnet die Münchner Sicherheitskonferenz in diesem Jahr, ein Novum: Seine Rede wird mit viel Spannung erwartet. Geht es doch um nichts weniger als um die Rolle von Deutschland und Europa in einer Welt der Großmächte, die im vergangenen Jahr unter der Regierung des US-Präsidenten Donald Trump entstanden ist. Und es geht um eine Antwort auf den US-Vize J.D. Vance, der im vergangenen Jahr die Gastgeber und die Europäer brüskierte und eine Abkehr von gemeinsamen Werten einläutete.

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