Italien
Meloni verursacht politische Dissoziation – ausgerechnet Rechte warnen vor der Postfaschistin
Giorgia Meloni verursacht politische Dissoziation: Ungeachtet der ideologischen Nähe warnen ausgerechnet Rechte vor Italiens postfaschistischer Ministerpräsidentin. Der Grund dafür ist Südtirol.
Die Südtiroler FPÖ hasst sie, die österreichische FPÖ feiert Giorgia Meloni Foto: dpa/Andrew Medichini
Die Südtiroler Volkspartei (SVP) machte sich die Entscheidung nicht leicht: Sollten ihre Abgeordneten im Römer Parlament gegen die neue Regierung von Giorgia Meloni votieren oder sollte die Besorgnis wegen autonomiefeindlicher Tendenzen der Postfaschistin lediglich sanft per Stimmenthaltung ausgedrückt werden? Die SVP-Jugend etwa drängte auf ein Nein. Nachdem der neue Außenminister Antonio Tajani seinem österreichischen Amtskollegen Alexander Schallenberg (ÖVP) ein Bekenntnis zum Autonomiestatus übermittelt hatte, rang sich der SVP-Vorstand fast einstimmig zu freundlicher Distanz gegenüber der Rechtsregierung durch: Die zwei SVP-Senatoren und drei -Kammerabgeordneten enthielten sich vorige Woche bei der Vertrauensabstimmung über die neue Regierung aus Melonis postfaschistischen Fratelli d’Italia (FDI, Brüder Italiens), der rechtsextremen Lega und der rechtskonservativen Forza Italia.