Präsidentenwahl in Italien

Mattarella wiedergewählt: „Ich hatte andere Pläne“

Nach tagelangem politischen Patt ist der amtierende Präsident Sergio Mattarella in eine zweite Amtszeit wiedergewählt worden. Alle bis dahin nominierten Kandidaten fielen in den ersten sieben Wahlgängen durch. Die europäischen Partner werden beruhigt sein, Italien kann den Weg der Konsolidierung fortschreiten.

Die persönlichen Pläne müssen warten: Sergio Mattarella stellt sich der Verantwortung und nimmt eine zweite Amtszeit als Präsident an

Die persönlichen Pläne müssen warten: Sergio Mattarella stellt sich der Verantwortung und nimmt eine zweite Amtszeit als Präsident an Foto: AFP

Er fühle sich von der Wiederwahl sehr geehrt und nehme die Wahl aus Verantwortung vor dem Amt und dem Land an, erklärte Sergio Mattarella am Samstagabend nach Auszählung des achten Urnengangs. Mehr als 75 Prozent der 1.009 Abgeordneten, Senatoren und Delegierten aus den Regionen hatten für eine Wiederwahl des amtierenden Präsidenten gestimmt, nur die postfaschistischen Fratelli d’Italia und einige weitere rechtspopulistische Abgeordnete hatten gegen eine Wiederwahl gestimmt. Mit 759 Stimmen erreichte Mattarella das zweitbeste Ergebnis je bei einer italienischen Präsidentenwahl. Nur Sandro Pertini konnte im Juli 1978 mit 832 Stimmen ein deutlicheres Ergebnis verzeichnen.

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