EU-Mercosur-Abkommen

Massiver Einsatz von Pestiziden in Südamerika: Wissenschaftler und NGOs warnen vor dem „toxischen Deal“

In Südamerika werden in der Landwirtschaft massenweise Pestizide eingesetzt, die in der Europäischen Union verboten sind. Wissenschaftler warnen vor den Gefahren des Freihandelsabkommens von EU und Mercosur. Während in Montevideo ein Gipfeltreffen dazu stattfindet, verlangen Nichtregierungsorganisationen wie Greenpeace, Mouvement écologique und ASTM, dem Abkommen eine Absage zu erteilen.

Über einem Sojafeld bei Palmeiras de Goiás in Brasilien werden Pestizide versprüht

Über einem Sojafeld bei Palmeiras de Goiás in Brasilien werden Pestizide versprüht Foto: Caio Paganotti/Greenpeace

Es gab Menschen, die Argentinien für ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten hielten. Bis es von einer Krise zur nächsten schlitterte und vor dem Ruin stand. Selbst die große Umwälzung der Landwirtschaft konnte Argentinien nicht retten. Wo einst auf den Weidelandschaften der Pampa unendlich scheinende Viehweiden dominierten, begann Mitte der 1990er Jahre der Soja-Boom. Seit damals ist die Anbaufläche um ein Vielfaches gestiegen. Der Großteil der Ernte wurde vor allem als Futtermittel exportiert. Aus Wäldern und Weiden wurden riesige Felder von Soja.

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