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„Man muss verstehen, was er durchgemacht hat“: Wikileaks-Gründer Julian Assange zurück in Australien
Touchdown am Abend: Um 19.40 Uhr (Ortszeit) ist Julian Assange als freier Mann in Canberra gelandet. Sein Empfang in der australischen Hauptstadt war ausgesprochen herzlich, bei der Pressekonferenz war seine Frau den Tränen nahe.
Vor einem Gericht in den Nördlichen Marianen bekannte sich Julian Assange für teilschuldig Foto: AFP/Yuichi Yamazaki
Es sind emotionale Bilder, die aus Canberra kommen. Ein sichtlich bewegter Julian Assange klettert kurz vor 20 Uhr am Abend aus seinem Flieger, zum ersten Mal seit weit mehr als zehn Jahren ist er wieder auf heimatlichem Boden: Sieben Jahre saß der Wikileaks-Gründer im selbstgewählten Exil in der ecuadorianischen Botschaft, weitere fünf Jahre im Gefängnis in London fest. Als er bei nur acht Grad im australischen Winter wieder heimatlichen Boden betritt, fangen die dutzenden Medienteams und Unterstützer, die bis kurz vor das Rollfeld gekommen sind, laut an zu jubeln und zu klatschen. Assange reckt die Faust in die Luft, später winkt er, bevor er seine Frau Stella in die Arme schließt, sie hochhebt und innig küsst. Auch seinen Vater John Shipton schließt er in die Arme. Es sei ein surrealer, aber glücklicher Moment gewesen, soll er gesagt haben.