Rote Zone Kalabrien
Mafia-Misswirtschaft zwingt Region trotz weniger Corona-Fälle in die Knie
Kalabrien gehört zu den Regionen mit den geringsten Corona-Infektionszahlen Italiens – und ist dennoch eine „rote Zone“. Weil das Gesundheitswesen auch wegen der mächtigen ’Ndrangheta am Boden liegt. Lokalpolitiker protestieren gegen die Auflagen aus Rom, doch die Realität ist bedrohlich.
Kalabriens Bürgermeister können die Entscheidung aus Rom nicht nachvollziehen Foto: dpa/Roberto Monaldo
Italienweit infizieren sich zuletzt täglich mehr als 20.000 Menschen neu mit dem Coronavirus. In der südwestlichen Region Kalabrien jedoch lediglich nur wenige Hundert. Von den 51.306 im Zusammenhang mit Covid-19 Verstorbenen entfielen auf die Region nur 243. Die Pandemie – das zeigten die dramatischen Bilder des Frühjahrs – wütete vor allem im italienischen Norden.