Korruptionsaffäre im EU-Parlament

Luxemburger Europa-Abgeordnete zeigen sich schockiert

Das Europäische Parlament (EP) will die jüngst aufgeflogene Korruptionsaffäre untersuchen. Beim Auftakt der dieswöchigen Plenarsitzung am Montag zeigten sich die EU-Parlamentarier schockiert über den Fall, der das Vertrauen in die europäische Volksvertretung erschüttert.

Die EP-Präsidentin Roberta Metsola (M.) gab zu Beginn der dieswöchigen Plenarsitzung eine Erklärung zur jüngst aufgeflogenen Korruptionsaffäre im Parlament ab

Die EP-Präsidentin Roberta Metsola (M.) gab zu Beginn der dieswöchigen Plenarsitzung eine Erklärung zur jüngst aufgeflogenen Korruptionsaffäre im Parlament ab Foto: AFP/Frederick Florin

Ungewöhnliche viele EP-Abgeordnete wohnten der Auftaktsitzung am späten Nachmittag im Straßburger Plenarsaal bei. Mit ernsten Mienen verfolgten sie die Worte der Parlamentspräsidentin Roberta Metsola, die eine Erklärung zum Korruptionsskandal abgab, mit dem das Europa-Parlament seit vergangenem Freitag konfrontiert ist. Die Malteserin zeigte sich „sehr besorgt“. „Die europäische Demokratie wird angegriffen“, erklärte sie und „die Feinde der Demokratie, für die die bloße Existenz dieses Parlaments eine Bedrohung darstellt, werden vor nichts zurückschrecken“. Bereits am Samstag hatte Metsola die griechische EP-Abgeordnete und EP-Vizepräsidentin Eva Kaili aller Verpflichtungen und Verantwortungen enthoben. Am Sonntag dann wurde Kaili mit drei weiteren Verdächtigen in Untersuchungshaft genommen. Ihnen wird Korruption und Geldwäsche vorgeworfen.

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