Großbritannien

London erwägt ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige

Großbritannien ist einen Schritt näher, das erste Land in Europa zu werden, das ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren einführt.

Tory-Chefin Kemi Badenoch kritisiert Keir Starmer Regierung mit Social-Media-Verbot für Jugendliche

Die Tory-Vorsitzende Kemi Badenoch setzt die Regierung von Keir Starmer mit einem Social-Media-Verbot für Jugendliche unter Druck Foto: House of Commons/AFP

Nachdem das Oberhaus des Parlaments für einen entsprechenden Änderungsantrag zur „Children’s Wellbeing Bill“ gestimmt hat, wächst der Druck auf Premierminister Keir Starmer, das Kinder-Wohlfahrtsgesetz im Unterhaus passieren zu lassen. In der Bevölkerung wäre ein Social-Media-Verbot hochwillkommen. 74 Prozent, also fast drei Viertel der Briten, würden dies laut einer Erhebung von YouGov begrüßen.

Die Lords und Ladys der oberen Kammer stimmten mit der deutlichen Mehrheit von 111 Stimmen dafür, dass Plattformbetreiber wie YouTube, TikTok, Instagram oder WhatsApp innerhalb von zwölf Monaten nach Inkrafttreten des Gestzes „hochwirksame Altersüberprüfungen“ einführen müssen. Im gleichen Zeitraum muss die Regierung entscheiden, welche Social Media im Einzelnen für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren gesperrt werden sollen. Der Gesetzesentwurf folgt dem australischen Modell, wo im Dezember ein Verbot sozialer Medien für diese Altersgruppe in Kraft trat.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Venezuela

Mütter suchen nach schwerem Erdbeben nach ihren Kindern

Analyse von Mark Leonard

Jenseits des Brexits – und zurück nach Europa?

Regierung ruft Notstand aus

Mindestens 164 Tote nach Doppel-Erdbeben in Venezuela