Iran-Krieg

Israel hat Irans Geheimdienstminister getötet

Israel hat im Iran-Krieg bereits Dutzende führende Persönlichkeiten des iranischen Machtapparats getötet. Nun wurde der Tod eines weiteren einflussreichen Mannes verkündet.

Rauchwolken nach Explosion auf belebter Straße in Teheran, Iran, mit zerstörten Fahrzeugen und beschädigten Gebäuden

Eine Straße voller Rauch nach einer Explosion in Teheran Foto: Mohsen Ganji/AP/dpa

Der iranische Geheimdienstminister ist nach israelischen Angaben bei einem Luftangriff getötet worden. Ismail Chatib sei in der Nacht bei einem gezielten Angriff ums Leben gekommen, teilte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz mit. Aus dem Iran gab es dazu zunächst keine Bestätigung. Katz sagte nach Angaben seines Büros, Chatib sei für Unterdrückung im eigenen Land sowie „Bedrohungen nach außen“ verantwortlich gewesen.

Israel hat im Iran-Krieg bereits Dutzende führende Persönlichkeiten des iranischen Machtapparats getötet, darunter Irans obersten Führer Ali Chamenei. Am Montag wurde zudem der einflussreiche Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Laridschani, gezielt getötet. Auch Laridschanis Sohn wurde bei dem Angriff in Teheran tödlich verletzt.

Wegen Cyberangriffen mit US-Sanktionen belegt

Chatib ist Anfang der Sechzigerjahre in der südwestlichen Provinz Chusestan geboren worden. Seit fünf Jahren war der schiitische Geistliche Minister für die Nachrichtendienste der Islamischen Republik. Zuvor ist er in verschiedenen Funktionen im iranischen Sicherheitsapparat tätig gewesen.

Chatib galt als hervorragend vernetzt und behielt seinen Ministerposten auch nach dem Regierungswechsel 2024, als die ultrakonservative Regierung nach dem Tod von Präsident Ebrahim Raisi vom Reformisten Massud Peseschkian abgelöst wurde.

Im Herbst 2022 belegten die USA Chatib mit Sanktionen. Hintergrund waren Cyberangriffe, die das iranische Geheimdienstministerium in Auftrag gegeben haben soll.

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