Bericht vorgelegt

Laut Sipri sind die USA weiterhin Europas größter Waffenlieferant

Die USA sind mit einem Anteil von 43 Prozent nach wie vor weltweit der größte Waffenexporteur, die Ukraine war in den vergangenen Jahren der größte Waffenimporteur. Das geht aus jüngsten Zahlen des Internationalen Stockholmer Friedensforschungsinstituts (Sipri) hervor, die am Montag veröffentlicht wurden.

Eine mit dem Soldatensystem Gladius 2.0 ausgestattete Puppe steht am Stand von Rheinmetall auf der Fachmesse für Sicherheitstechnologie Enforce Tac

Eine mit dem Soldatensystem Gladius 2.0 ausgestattete Puppe steht am Stand von Rheinmetall auf der Fachmesse für Sicherheitstechnologie Enforce Tac Foto: Daniel Karmann/dpa

Erst vergangene Wochen einigten sich die EU-Staaten auf einen Finanzierungsplan für eine umfassende Wiederaufrüstung. Bis zu 800 Milliarden Euro könnten laut den Vorschlägen der EU-Kommission in den kommenden vier Jahren in die Verteidigungsausgaben der Mitgliedstaaten fließen. Aus dem Sipri-Bericht geht jedoch hervor, dass Europa in den vergangenen vier Jahren ohnehin sein militärisches Arsenal bereits kräftig aufgestockt hat. So seien die Waffenimporte nach Europa – gemeint sind schwere Waffen wie Kampfflugzeuge und -hubschrauber, Kriegsschiffe, Panzer, Panzerfahrzeuge, Luftabwehrraketen und dergleichen – in den Jahren 2020 bis 2024 um 155 Prozent gegenüber dem Zeitraum 2015 bis 2019 gestiegen, halten die Sipri-Forscher in ihrem Bericht fest. Grund dafür ist allerdings der Krieg in der Ukraine, denn das von Russland im Februar 2022 überfallene Land ist mittlerweile der größte Importeur schwerer Waffen mit einem Anteil von 8,8 Prozent an den weltweiten Waffenimporten.

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