Afghanistan

LSAP-Minister Franz Fayot: Luxemburger Entwicklungshilfe wird nicht sofort eingestellt

Der Rückeroberung Afghanistans durch die Taliban stürzt das Land ins Chaos. Aus diesem könnte schon bald eine humanitäre Krise erwachsen, warnt Michael Feit von Caritas Luxembourg. Franz Fayot, Luxemburgs Minister für Entwicklungszusammenarbeit, kündigt gegenüber dem Tageblatt Folgendes an: Die Entwicklungshilfe für Afghanistan wird vorerst nicht eingestellt. 

Caritas Luxemburg ist seit 20 Jahren in Afghanistan aktiv

Caritas Luxemburg ist seit 20 Jahren in Afghanistan aktiv Symbolfoto: Pixabay

Die Ereignisse überschlagen sich, seitdem die Taliban Afghanistan unter ihre Kontrolle gebracht haben. Lediglich der Flughafen in Kabul wird noch von US-Soldaten gesichert, um Botschaftspersonal auszufliegen und Ortskräften sowie Teilen der lokalen Bevölkerung die Flucht vor dem islamistischen Regime zu ermöglichen, das die Taliban etablieren wollen. Mit der Machtübernahme der Extremisten bahnt sich neben einer prekären Menschenrechtslage auch eine humanitäre Katastrophe an. Aus der Machtübernahme der Taliban will Entwicklungshilfeminister Franz Fayot (LSAP) jedoch keine voreiligen Schlüsse ziehen – und erst mal abwarten. „Wir werden unsere Entwicklungsarbeit vorerst nicht einstellen“, sagt er am Mittwoch auf Tageblatt-Anfrage. „Wir werden aber darauf achten, ob und inwiefern sich die Taliban an all den Menschen vor Ort rächen wollen, die in den vergangenen Jahren mit dem Westen kooperiert haben.“

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