Diplomatie
Koranverbrennung in Schweden – Iran verschärft diplomatischen Protest
Nach einer Koranverbrennung in Schweden will der Iran vorerst keinen neuen Botschafter in das Land entsenden. Das kündigte der Außenminister der Islamischen Republik, Hussein Amirabdollahian, am Sonntag an.
Irak, Bagdad: Anhänger des schiitischen Geistlichen Moqtada Sadr verbrennen eine Regenbogenfahne während einer Demonstration vor der schwedischen Botschaft. Nach der Verbrennung eines Korans in Schweden haben im Irak Hunderte Menschen demonstriert. Foto: Hadi Mizban/AP/dpa
Trotz Abschluss aller administrativen Prozesse sei die Entsendung des neu ernannten Botschafters nun gestoppt, so der Minister auf Twitter. Vor einigen Tagen hatte der Iran auf die Verbrennung bereits mit der Einbestellung des schwedischen Geschäftsträgers in Abwesenheit des Botschafters reagiert – eine scharfe Form des diplomatischen Protests.