Demokratische Republik Kongo

Behörden melden Ebola-Ausbruch – vier Todesfälle bestätigt

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo breitet sich erneut die Krankheit Ebola aus. Behörden meldeten vier Todesfälle und hunderte Verdachtsfälle in der Krisenregion Ituri.

Medizinische Fachkraft zieht persönliche Schutzausrüstung an vor Ebola-Behandlungszentrum für Infektionsschutz

Eine medizinische Fachkraft zieht ihre persönliche Schutzausrüstung an, bevor sie ein Ebola-Behandlungszentrum betritt Foto: John Wessels/AFP

Aus dem Osten der Demokratischen Republik Kongo haben die Gesundheitsbehörden einen tödlichen Ebola-Ausbruch gemeldet. In der von bewaffneten Konflikten betroffenen Provinz Ituri seien vier mit dem Virus in Verbindung stehende Todesfälle durch Labortests bestätigt worden, erklärte die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union (CDC) am Freitag. Zudem seien 246 Verdachtsfälle festgestellt worden.

Die ersten Ergebnisse deuteten laut CDC darauf hin, dass der Ausbruch nicht auf die Zaire-Variante des Ebola-Virus zurückgeht, gegen die es mittlerweile einen Impfstoff gibt. Die Sequenzierung der Proben sei jedoch noch nicht abgeschlossen, erklärte die CDC.

Die Gesundheitsbehörde erklärte, sie verfolge „die Lage aufmerksam“. Sie setzte eine Dringlichkeitssitzung zur Koordinierung mit der DR Kongo, Uganda, dem Südsudan und Partnern weltweit an.

15.000 Tote in 50 Jahren

Ebola verläuft häufig tödlich. Bei den Epidemien der vergangenen Jahre waren zwischen 25 und 90 Prozent der Erkrankten an der Virusinfektion gestorben. Ebola-Kranke leiden an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie an inneren Blutungen und schließlich Organversagen. Die Übertragung geschieht durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten.

Trotz Fortschritten bei Impfstoffen und Behandlungsmethoden hat das hochansteckende hämorrhagische Fieber in Afrika in den vergangenen 50 Jahren schätzungsweise 15.000 Menschen das Leben gekostet. Der bislang folgenschwerste Ebola-Ausbruch in der DR Kongo ereignete sich zwischen 2018 und 2020, damals starben rund 2300 Menschen.

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