Nach Parlamentswahl
Können arabische Parteien die Blockade in Israel auflösen?
Das Land hat gewählt, aber unklar ist, wie eine Mehrheit zustande kommen soll. Die Opposition könnte jedoch mit arabischen Parteien zusammenarbeiten. Ist das möglich?
Die arabischen Parteien werden zum Zünglein an der Waage: Jussef Dschabarin (l.), Chef der Vereinten Liste, zeigt sich offen für eine Zusammenarbeit mit dem Wandel-Bündnis Foto: Ahmad Gharabli/AFP
Die Wahl in Israel hat keinen klaren Sieger hervorgebracht. Nach Auszählung von knapp 90 Prozent der Stimmen zeichnet sich für keines der beiden großen Lager eine ausreichende Mehrheit ab, um eine Regierung zu bilden.
Die Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu liegt zwar vorn, sein rechtsreligiöses Bündnis verfehlt aber wohl die erforderliche Mehrheit. Das gilt auch für den Block von Ex-Militärchef Gadi Eisenkot. Beide wollen regieren. So wird Mitte November Präsident Jitzchak Herzog entscheiden, wen er mit der Regierungsbildung beauftragen wird.