Deutschland
Kein Extra-Geld für Langzeitarbeitslose: Heftige Kritik an geplanter 1.000-Euro-Prämie
Sie war als Anreiz für Langzeitarbeitslose gedacht, einen neuen Job anzunehmen und zu halten. Doch nun wollen die Regierungsparteien die geplante 1.000-Euro-Prämie schon wieder fallen lassen.
Ein „ausdrücklicher Wunsch von Robert Habeck“? Die 1.000-Euro-Prämie für Langzeitarbeitslose. Foto: Joerg Carstensen/dpa
Eine von der Regierung geplante 1.000-Euro-Prämie für Langzeitarbeitslose, die einen Job annehmen und mindestens ein Jahr lang behalten, stößt quer durch die Parteien auf Kritik. Die SPD-Fraktion im Bundestag sprach sich am Sonntag dafür aus, den Plan fallenzulassen. Auch Politiker von Grünen und FDP sowie der Union äußerten sich ablehnend. Die Änderung des Gesetzes zur Modernisierung der Arbeitslosenversicherung und Arbeitsförderung hatte das Kabinett am Mittwoch beschlossen. Gleichzeitig waren auch härtere Sanktionen gegen Menschen im Bürgergeldbezug auf den Weg gebracht worden, etwa sofortige Kürzungen bei der Ablehnung einer als zumutbar eingestuften Arbeit.