Spanien

Katalonienwahl: Niederlage Puigdemonts ist eine Chance für Entspannung

Am Tag nach der Schicksalswahl in der eigenwilligen Region Katalonien ging ein Aufatmen durch Spanien: Der katalanische Separatistenchef Carles Puigdemont und mit ihm die gesamte Unabhängigkeitsbewegung erlitten in der spannenden Regionalwahl am Sonntag eine historische Niederlage. Damit erteilte die Mehrheit der Katalanen Puigdemonts oberstem Ziel, Katalonien von Spanien abzuspalten, eine klare Absage.

Der katalanische Separatistenführer Carles Puigdemont will nicht einsehen, dass er und seine Bewegung verloren haben

Der katalanische Separatistenführer Carles Puigdemont will nicht einsehen, dass er und seine Bewegung verloren haben Foto: AFP/Matthieu Rondel

Erstmals seit 40 Jahren Vorherrschaft verlor das separatistische Lager die Mehrheit im katalanischen Parlament, das in der Regionalhauptstadt Barcelona angesiedelt ist. Nur noch 43 Prozent der Bürger stimmten für die aus mehreren Parteien bestehende Unabhängigkeitsbewegung. Diese wird von Puigdemonts radikaler Separatistenpartei Junts angeführt, die knapp 22 Prozent holte und damit ihr lautstark erklärtes Ziel, die Wahl zu gewinnen, deutlich verfehlte. Damit dürfte die Gefahr eines Abdriftens Kataloniens vorerst gebannt sein.

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