Spanien
Kanaren wollen Immobilienkauf für Ausländer stoppen
Wer auf Teneriffa von einem Häuschen mit Meerblick träumt oder sich auf Gran Canaria eine Ferienwohnung für den Ruhestand zulegen möchte, könnte es künftig schwer haben. Denn auf den zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln soll nach dem Willen der Regionalregierung bald Schluss sein mit dem weitgehend freien Immobilienkauf. Wer dort eine Wohnung oder ein Haus erwerben will, soll mindestens zehn Jahre auf dem Archipel gelebt haben.
Auch auf der Baleareninsel Mallorca wird über eine Einschränkung des Immobilienverkaufs nachgedacht Foto: Jaime Reina/AFP
„Es ist eine Frage des politischen Willens“, zeigt sich der konservative Regionalpräsident Fernando Clavijo entschlossen. „Wenn man will, kann man es machen.“ Das wäre eine ziemlich drastische Maßnahme in einem Ferienparadies, das seit Jahrzehnten Residenten aus ganz Europa anlockt.
Die Botschaft des Gesetzentwurfs der konservativen Regionalregierung ist unmissverständlich: Die Wohnungen auf den Inseln sollen in erster Linie den Menschen zur Verfügung stehen, die dort ständig leben. Nicht auswärtigen Investoren oder Spekulanten und auch nicht Ferienhauskäufern, die dann nur ein paar Wochen oder Monate ihr Eigenheim bewohnen.