Deutscher Kanzler nach der Sommerpause
Jetzt wird es ernst – fünf Stolperfallen für Friedrich Merz
Friedrich Merz hat neue Vertraute installiert und will nach dem Ende seines Urlaubs als Reformkanzler überzeugen. Doch Wahlen, Streit in der Union und offene Personalfragen erhöhen den Druck. Im September wird es ernst.
Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) steht auch nach der Sommerpause unter Druck Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Klar, er ist immer im Dienst. Aber wann ist er wieder da? Noch urlaubt der Kanzler augenscheinlich – für manchen im politischen Berlin schon ziemlich lange. Sein letzter öffentlicher Auftritt war am 29. Juli bei der Entlassung und Ernennung von Ministern sowie nach der Sondersitzung der Unionsfraktion, in der Thorsten Frei zum neuen Fraktionschef gewählt wurde.
Weder als der Rheinpegel auf Rekordtief sank, noch als in Nordrhein-Westfalen, seinem Heimatland, wegen der Dürre die Wälder brannten, ließ sich Friedrich Merz blicken. „Ungeschickt“, heißt es selbst in der Union. Am Mittwoch fiel auch die Kabinettssitzung aus. In der kommenden Woche kehrt Merz aber zu CDU-Präsidium und Kabinettsklausur zurück. Und zwar so, wie er in den Urlaub gegangen ist – unter massivem Druck. Im Herbst geht es um seine Macht und Autorität.