Rechtsextremist und Israels Sicherheitsminister

Ben-Gvir und der Hass auf Palästinenser

Er baute eine Karriere auf Provokationen und Hassbotschaften auf, heute ist Itamar Ben-Gvir Israels Sicherheitsminister und bildet die vorderste Front der rechtsextremen Koalitionspartner Netanjahus. Ein Weg vom Schlägertypen zum Ideologen.

Israels Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir (Mitte) bei einem Besuch auf dem Jerusalemer Tempelberg mit der Al-Aksa-Moschee im Juli

Israels Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir (Mitte) bei einem Besuch auf dem Jerusalemer Tempelberg mit der Al-Aksa-Moschee im Juli Foto: AFP

Itamar Ben-Gvir galt schon als politischer Brandstifter, bevor Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu den Rechtsextremisten zu seinem Sicherheitsminister machte. Seitdem löst er mit seinem Hass auf Palästinenser und gezielten Provokationen immer wieder internationale Empörung aus. Zuletzt war es ein Aufruf, jede Nacht dutzende Menschen im Gazastreifen zu töten.

Es gebe dort Menschen, die es nicht verdienten, zu leben – so sagte es Ben-Gvir vor einigen Tagen in einem Podcast. Er forderte „jede Nacht gezielte Eliminierungen“ von 30 oder 40 Menschen in dem Palästinensergebiet. Ben-Gvir sprach dabei nicht nur von Menschen, die eine unmittelbare Gefahr für Israel darstellten. Die EU will nun erneut über Sanktionen gegen den Rechtsextremisten beraten.

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