Migration
Italiens neue Aufnahme- und Abschiebelager in Albanien stoßen auf Skepsis
In dieser Woche sollen in Albanien zwei italienische Asylzentren in Betrieb genommen werden. Rom sieht in der erstmaligen Auslagerung der Asylprozedur in einen Drittstaat ein „Modell“ für die gesamte EU, doch dies stößt wegen der ungelösten praktischen und rechtlichen Fragen auf Skepsis.
Im italienischen Ankunftslager für Flüchtlinge in der Hafenstadt Shengjin im nördlichen Albanien stehen hohe Zäune. Italien baut derzeit in Gjader ein weiteres großes Aufnahmelager für Mittelmeerflüchtlinge. Foto: Alketa Misja/dpa
Eine Eröffnungsfeier für die beiden umzäunten Containerlager in Albanien haben deren italienische Betreiber nicht geplant. Doch bereits in dieser Woche könnten in den in wenigen Monaten aus dem Boden gestampften Asylzentren in dem Hafenstädtchen Shengjin und auf dem früheren Militärflughafen Gjader die ersten Bewohner einziehen. Die beiden „Migrationszentren“ seien „bereit, ein erstes Kontigent aufzunehmen“, bestätigte am Wochenende Fabrizio Bucci, der italienische Botschafter in Albaniens Hauptstadt Tirana: Die Lager seien „funktionsfähig“.