Krieg im Gazastreifen

Israel greift Rafah trotz US-Drohung mit Waffen-Lieferstopp weiter an

Trotz der Waffenstopp-Drohung der USA hat die israelische Armee ihren Militäreinsatz in Rafah im südlichen Gazastreifen fortgesetzt. AFP-Journalisten vor Ort berichteten am Freitag von Artilleriebeschuss. In den stockenden Verhandlungen über eine Feuerpause forderte Ägypten „Flexibilität“ von beiden Seiten.

Rauchschwaden nach israelischem Angriff auf Rafah am Freitag

Rauchschwaden nach israelischem Angriff auf Rafah am Freitag Foto: AFP

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hält trotz angedrohtem Waffenstopp der USA am militärischen Einsatz in Rafah, im südlichen Gazastreifen fest. Sein Land werde notfalls auch allein weiterkämpfen, so Netanjahu. Auch die Stadt Gaza im Norden des Palästinensergebiets wurde nach Angaben von Augenzeugen am Freitag erneut angegriffen. Aus Rafah im Süden sind nach Angaben der UNO in den vergangenen vier Tagen rund 110.000 Menschen geflohen. In der Stadt nahe der ägyptischen Grenze halten sich rund 1,4 Millionen Menschen auf – viele von ihnen sind vor den Kämpfen im Norden des Gazastreifens geflüchtet. Trotz internationaler Kritik plant Israel eine großangelegte Militäraktion in der Stadt.

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