Krieg gegen Iran
Iran weist US-Plan für Ende des Krieges zurück
Die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs sind für die Welt gravierend. Hohe Spritpreise setzen auch US-Präsident Trump unter Druck. Die Entwicklungen im Tageblatt-Liveticker.
Der Flugzeugträger der Nimitz-Klasse USS Abraham Lincoln Foto: AFP PHOTO / US NAVY / NAVCENT PUBLIC AFFAIRS
- Die US-Regierung hat den Machthabern in Teheran Medienberichten zufolge einen 15 Punkte umfassenden Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs unterbreitet. Pakistan habe den Vorschlag an den Iran weitergereicht, berichteten US-Medien wie das Portal „Axios“ und die „New York Times“. Der Plan verlangt der Führung in Teheran demnach große Zugeständnisse ab. Gleichzeitig ordnete die US-Regierung Medienberichten zufolge die Verlegung Tausender Soldaten einer Luftlandedivision in den Nahen Osten an.
- Eine schnelle Einigung auf eine Waffenruhe scheint eher unrealistisch: Der Iran ist keineswegs besiegt, sondern weiter imstande, Israel wie auch die Staaten im Persischen Golf anzugreifen und die Straße von Hormus zu blockieren. Teheran dürfte daher Washingtons Wunschzettel kaum erfüllen wollen.
- Das „Wall Street Journal“ berichtete zudem über eine Antwort der Iranischen Revolutionsgarden auf den US-Vorstoß, die wiederum zahlreiche Forderungen umfassen soll, denen Washington kaum nachkommen dürfte - darunter etwa die Räumung aller US-Militärstützpunkte rund um den Persischen Golf sowie ein neues System, das es dem Iran erlauben würde, von Schiffen für die Fahrt durch die Straße von Hormus eine Mautgebühr zu kassieren.
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18:33 Uhr 25.03.2026
Staatsfernsehen: Iran weist US-Plan für Ende des Krieges zurück
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13:28 Uhr 25.03.2026
Türkei bemüht sich um Vermittlung im Iran-Krieg
Im Ringen um eine Lösung im Iran-Krieg spielt die Türkei nach Angaben der Regierungspartei eine Vermittlerrolle. Man stehe seit längerem in Kontakt mit dem Iran und den USA und übermittle Botschaften zwischen beiden Parteien, sagte Harun Armagan, stellvertretender Vorsitzender für Außenbeziehungen der regierenden AK-Partei in der Türkei der Deutschen Presse-Agentur. Ziel sei, Spannungen abzubauen und einen Boden für Gespräche zu bereiten.
Noch sei man aber nicht so weit, dass man einen Ort für ein solches Treffen festlegen könne. Auch Pakistan vermittelt örtlichen Sicherheitskreisen zufolge zwischen den Kriegsparteien. Das Außenministerium in Ankara wollte zunächst nicht kommentieren. (dpa)
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12:51 Uhr 25.03.2026
Libanon: Mehr als 40 Sanitäter bei Israels Angriffen getötet
Bei israelischen Angriffen im Libanon sind nach Behördenangaben seit Ausbruch der jüngsten Eskalation Anfang März 42 Sanitäter getötet worden. Bei einem jüngsten Vorfall am Montag seien zwei Sanitäter bei einem israelischen Angriff auf ihr Motorrad getroffen worden und umgekommen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die beiden Männer seien auf dem Weg zu einem Einsatz und in Uniform gekleidet gewesen. Ihr Motorrad sei mit Warnleuchten ausgestattet gewesen.
Sowohl die Hisbollah als auch die mit ihr verbündete Amal-Bewegung haben eigene Gesundheitsdienste. Insbesondere deren Mitarbeiter werden bei den Angriffen getroffen.
Auf Nachfrage teilte das israelische Militär mit, die Angelegenheit zu prüfen. Das israelische Militär wirft der Hisbollah vor, Krankenwagen und andere medizinische Einrichtungen für militärische Zwecke zu nutzen.
Die libanesische Regierung wirft Israels Armee vor, vorsätzlich Rettungsmaßnahmen zu behindern und gegen das Völkerrecht zu verstoßen. (dpa)
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12:35 Uhr 25.03.2026
Iranisches Militär: Raketen in Richtung von US-Flugzeugträger abgefeuert
Der Iran hat nach Militärangaben Raketen in Richtung des US-Flugzeugträgers „USS Abraham Lincoln" abgefeuert. Der Flugzeugträger sei dadurch gezwungen worden, seine Position zu ändern, zitierte das Staatsfernsehen aus einer Erklärung des Militärs. Marinekommandant Schahram Irani drohte mit weiteren Angriffen, sollten sich feindliche Schiffe in Reichweite der iranischen Streitkräfte befinden. (AFP) -
10:47 Uhr 25.03.2026
Irak: Sieben Soldaten bei Luftangriff getötet
Bei einem Luftangriff im Westen des Irak sind staatlichen Angaben zufolge sieben Soldaten getötet worden. 13 weitere seien verletzt worden, teilte das irakische Verteidigungsministerium mit. Der Angriff traf demnach eine Militärklinik und eine technische Abteilung eines Armeestützpunkts in der Provinz Anbar. Es gab keine Angaben dazu, von wem der Angriff stammen könnte.
Es handle sich um „einen eklatanten und schwerwiegender Verstoß gegen alle internationalen Gesetze und Normen, die Angriffe auf medizinische Einrichtungen verbieten“, erklärte das Ministerium.
Auf dem Gelände befinden sich Einrichtungen der sogenannten Volksmobilisierungskräfte (PMF). Die proiranische Gruppe spielte zwischen 2014 und 2017 eine zentrale Rolle im Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ und operiert weiterhin gemeinsam mit den irakischen Sicherheitskräften.
Die PMF meldeten im Zuge des Iran-Kriegs in den vergangenen Wochen wiederholt Angriffe auf ihre Einrichtungen. Sie pflegen enge Beziehungen zu Teheran. Am Dienstag berichtete die Miliz, bei US-Luftangriffen in Anbar seien mindestens 14 ihrer Mitglieder, darunter ein regionaler Kommandeur, getötet worden. Bei früheren Vorfällen hatten die PMF auch von US-israelischen Angriffen gesprochen. Die USA oder Israel äußerten sich nicht dazu. (dpa)
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10:46 Uhr 25.03.2026
Irans Botschafter in Pakistan: Keine Verhandlungen mit den USA
Irans Botschafter in Pakistan hat US-Angaben zurückgewiesen, wonach es Gespräche zwischen Teheran und Washington zur Beendigung des Krieges gebe. Anders als von US-Präsident Donald Trump angedeutet, hätten nach seinen Informationen „bislang keine direkten oder indirekten Verhandlungen zwischen den beiden Ländern stattgefunden", erklärte Irans Botschafter in Pakistan, Resa Amiri Moghadam, am Mittwoch.
„Auch wir haben solche Details aus den Medien erfahren", erklärte Amiri Moghadam. Er fügte hinzu, es sei „selbstverständlich, dass befreundete Länder stets Konsultationen mit beiden Seiten führen, um diese unrechtmäßige Aggression zu beenden".
Pakistan hatte sich zuvor als Vermittler im Iran-Krieg angeboten. Regierungschef Shehbaz Sharif erklärte am Dienstag im Onlinedienst X, er habe mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian gesprochen und die Hilfe seiner Regierung zugesagt, Frieden in der Region zu erreichen. Pakistan und der Iran sind langjährige Verbündete.
Das Außenministerium in Teheran hatte am Montag laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna erklärt, es habe Nachrichten von „befreundeten Ländern" erhalten, die auf eine Bitte der USA um Verhandlungen zur Beendigung des Krieges hindeuteten. US-Präsident Trump hatte am Montag überraschend erfolgreiche Verhandlungen mit Teheran erwähnt; die iranische Führung dementierte, dass es Gespräche gegeben habe. (AFP)
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09:13 Uhr 25.03.2026
Golfstaaten melden neue Drohnenangriffe aus dem Iran
Mehrere Golfstaaten haben am Mittwoch neue Drohnenangriffe aus dem Iran auf ihre Territorien gemeldet. Bei einem Angriff auf den internationalen Flughafen von Kuwait wurde ein Treibstofftank getroffen, wie die kuwaitische Zivilluftfahrtbehörde mitteilte. Bei dem Angriff wurde demnach ein Feuer ausgelöst, aber nur „begrenzter" Schaden verursacht, niemand sei verletzt worden. Saudi-Arabien erklärte unterdessen, mindestens vier Drohnen im Osten des Landes abgefangen zu haben.
Die iranischen Revolutionsgarden erklärten am Mittwoch, dass sie Raketen und Drohnen auf den Norden und das Zentrum Israels abgefeuert hätten, darunter auf die israelische Küstenmetropole Tel Aviv. Zudem seien Raketen und Drohnen zwei von den USA genutzte Militärstützpunkte in Kuwait, einen in Bahrain und einen weiteren in Jordanien gestartet worden, berichtet der iranische Staatssender Irib unter Berufung auf die Revolutionsgarden.Die kuwaitische Nationalgarde teilte mit, sie habe sechs Drohen abgefangen. Die kuwaitische Armee erklärte, die Flugabwehr „reagiert auf feindliche Raketen- und Drohnenangriffe".
Bahrains Innenministerium erklärte, die Luftschutzsirenen seien aktiviert worden. Die jordanische Behörde für öffentliche Sicherheit meldete, in der Nähe der Hauptstadt Amman seien Trümmerteile niedergegangen. Das habe jedoch weder Verletzte noch Schäden zur Folge gehabt.Die israelische Armee erklärte, die Luftabwehr des Landes habe auf neue iranische Raketensalven reagiert. Im weiten Teilen des Zentrums des Landes seien Luftschutzsirenen aktiviert worden.
Später teilte die israelische Armee mit, dass sie zwei Produktionsstätten für Marschflugkörper in Teheran angegriffen habe, die dem iranischen Verteidigungsministerium unterstehen. Die Anlagen seien zur „Entwicklung und Herstellung von Marschflugkörpern großer Reichweite genutzt worden, die in der Lage sind, Ziele auf See und an Land rasch zu zerstören".Israel und die USA hatten am 28. Februar mit Luftangriffen auf den Iran begonnen. Teheran reagiert seither mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Region. (AFP)
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08:07 Uhr 25.03.2026
Irans Militärführung weist Verhandlungen mit Trump zurück
Irans Militärführung hat Berichte über Verhandlungen für ein Ende des Krieges zurückgewiesen und scharf gegen die US-Regierung ausgeteilt. „Eure (eigenen) Konflikte haben die Stufe erreicht, dass ihr mit euch selbst verhandelt“, sagte der Sprecher des zentralen Hauptquartiers Chatam al-Anbija, das im Kriegsfall die operative Führung der iranischen Streitkräfte bündelt.
Medienberichten zufolge hat die US-Regierung der Führung in Teheran einen 15 Punkte umfassenden Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs unterbreitet. Pakistan habe den Vorschlag an den Iran weitergereicht, berichteten US-Medien wie das Portal „Axios“ und die „New York Times“. Der Plan verlangt der Führung in Teheran demnach große Zugeständnisse ab.
„Weder werdet ihr in der Region investieren können, noch werdet ihr die früheren Preise für Energie und Öl wiedersehen“, sagte der Militärsprecher. Die USA müssten akzeptieren, dass Irans Streitkräfte die Stabilität in der Region garantierten. Das „Vorgehen gegen das iranische Volk“ müsse aus den „verdorbenen Köpfen“ der Amerikaner verschwinden, sagte er. Man werde sich nicht mit der US-Regierung arrangieren. „Weder jetzt noch irgendwann sonst.“ (dpa)
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07:53 Uhr 25.03.2026
USA legen dem Iran Plan für Kriegsende vor – Teheran kontert
Die US-Regierung hat den Machthabern in Teheran Medienberichten zufolge einen 15 Punkte umfassenden Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs unterbreitet. Pakistan habe den Vorschlag an den Iran weitergereicht, berichteten US-Medien wie das Portal „Axios“ und die „New York Times“. Der Plan verlangt der Führung in Teheran demnach große Zugeständnisse ab. Gleichzeitig ordnete die US-Regierung Medienberichten zufolge die Verlegung Tausender Soldaten einer Luftlandedivision in den Nahen Osten an.
Das „Wall Street Journal“ berichtete zudem über eine Antwort der Iranischen Revolutionsgarden auf den US-Vorstoß, die wiederum zahlreiche Forderungen umfassen soll, denen Washington kaum nachkommen dürfte - darunter etwa die Räumung aller US-Militärstützpunkte rund um den Persischen Golf sowie ein neues System, das es dem Iran erlauben würde, von Schiffen für die Fahrt durch die Straße von Hormus eine Mautgebühr zu kassieren.
Mehr dazu: https://www.tageblatt.lu/International/USA-legen-dem-Iran-Plan-fuer-Kriegsende-vor-Teheran-kontert-62961.html
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07:45 Uhr 25.03.2026
Staatsmedien melden neun Tote bei israelischen Angriffen im Südlibanon
Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA zufolge mindestens neun Menschen getötet worden. Vier Menschen seien bei einem Angriff auf das Dorf Adlun getötet worden, berichtete NNA am Mittwoch unter Berufung auf das libanesische Gesundheitsministerium. Weitere zwei Menschen seien bei einem Angriff auf eine Wohnung im Flüchtlingslager Mieh Mieh getötet worden, bei dem vier weitere Menschen verletzt worden seien.
NNA berichtete zudem über einen israelischen Angriff auf das Dorf Habbusch im Südlibanon. Dabei seien mindestens drei Menschen getötet und 18 weitere verletzt worden.Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen. Zuvor hatte sie die Bewohner der südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut zur Evakuierung aufgerufen und vor bevorstehenden Angriffen gewarnt. Die Armee greife dort „Infrastruktur der terroristischen Hisbollah" an, erklärte der arabischsprachige israelische Armeesprecher Avichay Adraee im Onlinedienst Telegram.
Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar eskalierte der Konflikt zwischen Israel und der vom Iran finanzierten Hisbollah wieder massiv. Die libanesische Miliz feuert seither immer wieder Raketen und Drohnen auf israelisches Staatsgebiet. Israel beschießt Hisbollah-Ziele im Libanon und rückte inzwischen auch mit Bodentruppen auf libanesisches Territorium im Grenzgebiet vor.
Israels Verteidigungsminister Israel Katz kündigte am Dienstag an, die Armee wolle im Südlibanon die Kontrolle über das Gebiet bis zum Fluss Litani übernehmen. Der Fluss spielt seit Jahren eine wichtige Rolle bei den israelischen Bemühungen, die Hisbollah-Miliz zurückzudrängen.
Die Regierung in Beirut hatte im vergangenen Jahr die Armee angewiesen, bis Ende 2025 die militärische Infrastruktur der Hisbollah südlich des Litani zu zerstören und die pro-iranische Miliz anschließend auch im Rest des Landes zu entwaffnen. Aus Israels Sicht setzte die libanesische Armee dieses Vorhaben jedoch nur unzureichend um. (AFP)
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07:44 Uhr 25.03.2026
Behörden: Drohnenangriffe am Flughafen von Kuwait lösen Feuer aus
Drohnenangriffe am internationalen Flughafen von Kuwait haben der kuwaitischen Zivilluftfahrtbehörde zufolge einen Treibstofftank getroffen und ein Feuer ausgelöst. Bei dem Angriff seien nur „begrenzte" Schäden verursacht und niemand verletzt worden, teilte die Behörde des Golfstaats am Mittwoch mit. Die Feuerwehr arbeite daran, den Brand unter Kontrolle zu bringen.
Die iranischen Revolutionsgarden gaben derweil in einer vom iranischen Staatssender Irib veröffentlichten Erklärung bekannt, Raketen und Drohnen auf Armeestützpunkte in Kuwait, Jordanien und Bahrain, an denen US-Truppen stationiert sind, sowie auf Ziele in Israel gefeuert zu haben.Die kuwaitische Nationalgarde teilte mit, sie habe sechs Drohen abgefangen. Die kuwaitische Armee erklärte, die Flugabwehr „reagiert auf feindliche Raketen- und Drohnenangriffe".
Das bahrainische Innenministerium erklärte, die Luftschutzsirenen seien aktiviert worden. Die jordanische Behörde für öffentliche Sicherheit meldete, in der Nähe der Hauptstadt Amman seien Schrapnelle niedergegangen. Das habe jedoch weder Verletzte noch Schäden zur Folge gehabt. Die saudiarabischen Behörden teilten mit, mindestens vier Drohnen im Osten des Landes abgefangen zu haben.
Die israelische Armee erklärte, die Luftabwehr habe auf iranische Raketen reagiert. Im weiten Teilen des Zentrums des Landes seien Luftschutzsirenen aktiviert worden.
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07:42 Uhr 25.03.2026
Medien: US-Regierung legt Teheran Plan für Beendigung des Iran-Krieges vor
Die US-Regierung hat der iranischen Regierung Medienberichten zufolge einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Iran-Krieges vorgelegt. Der Vorschlag sei Teheran über die pakistanische Regierung übermittelt worden, die sich als Vermittler angeboten hatte, berichtete die „New York Times" am Dienstag unter Berufung auf zwei anonyme Beamte. Der Plan sieht demnach strikte Beschränkungen für Teherans Atomprogramm und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus vor. (AFP)
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16:59 Uhr 24.03.2026
CDU und CSU kritisieren Bundespräsident Steinmeier, der den Krieg "völkerrechtswidrig" nennt
Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in einer Rede im Auswärtigen Amt gesagt: "Unsere Außenpolitik wird nicht überzeugender dadurch, dass wir Völkerrechtsbruch nicht Völkerrechtsbruch nennen." Mit Blick auf den Krieg im Iran sagte er: "Dieser Krieg ist völkerrechtswidrig - daran gibt es wenig Zweifel." Damit schlug er einen anderen Ton an als die Bundesregierung, die bisher vermieden hat, den Krieg als völkerrechtswidrig einzustufen.
Mit Unverständnis und Kritik haben führende Unionspolitiker auf Äußerungen von Steinmeier reagiert, der den Iran-Krieg der USA und Israels als völkerrechtswidrig bezeichnet hatte. Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) warf dem Bundespräsidenten am Dienstag vor, damit seine Befugnisse überschritten zu haben.
"Die völkerrechtliche Prüfung obliegt in diesem wie in anderen Fällen der Bundesregierung", sagte Spahn. "Ich erwarte von Amts- und Würdenträgern der Bundesrepublik, dass sie diese Prüfung abwarten und sie auch respektieren." Der Fraktionschef äußerte Unverständnis über Steinmeiers Äußerungen: "Im Übrigen frage ich mich: Was folgt jetzt aus dieser Feststellung?"
Auch CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann bewertete die Äußerungen des Bundespräsidenten distanziert: "Für uns hat das Völkerrecht allerhöchste Priorität, aber Völkerrecht darf eben auch nicht zur Schutzklausel terroristischer Regime werden", sagte Hoffmann. -
16:56 Uhr 24.03.2026
Katar: Vermitteln nicht zwischen USA und Iran
Katar vermittelt nach eigener Darstellung nicht zwischen den USA und dem Iran. Der Pressesprecher des katarischen Außenministeriums, Madschid al-Ansari, sagte dazu vor Journalisten: „Wir waren nicht in diese Gespräche involviert.“
Al-Ansari antwortete dabei auf Nachfragen zu Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der angedrohte Angriffe auf iranische Energieanlagen vorerst verschoben und von „produktiven Gesprächen“ mit Iran gesprochen hatte. „Unser Hauptanliegen und unser Fokus liegt derzeit darauf, unser Land zu schützen und diplomatische Schritte zu unternehmen, damit das passiert“, sagte Al-Ansari.
Eine komplette Zerstörung Irans sei keine Option, sagte der Sprecher. „Wir in der Golfregion glauben an gemeinsames Nebeneinander. Wir glauben daran, auf den Iran zuzugehen.“ -
13:55 Uhr 24.03.2026
Zehntausende zivile Einrichtungen Irans im Krieg beschädigt
Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran sind nach Angaben des Roten Halbmonds mehr als 82.000 zivile Einrichtungen beschädigt oder zerstört worden. Darunter seien etwa 62.000 Wohnungen sowie 281 medizinische Zentren, Krankenhäuser und Apotheken, sagte der Leiter der iranischen Rothalbmond-Gesellschaft, Pirhussein Koliwand.
Koliwand zufolge wurden insgesamt 498 Schulen beschädigt - bei direkten Angriffen oder bei Angriffen, die Zielen in der Nähe galten. Der Rote Halbmond ist nach seiner Darstellung auch Ziel von Angriffen geworden. Neben 17 Rettungswachen seien zwölf Rettungswagen direkt von Raketen getroffen worden. Er verwies auf einen Vorfall in der Stadt Lar. „Während sie Verletzte transportierten, ist vom Krankenwagen überhaupt nichts mehr übriggeblieben“, sagte Koliwand in einem Video, das der Rote Halbmond auf Telegram veröffentlichte. (dpa) -
13:43 Uhr 24.03.2026
Schiitische Milizen melden US-Angriffe auf eigene Stellungen im Irak
Mit dem Iran verbündete Milizen haben im Irak erneut einen US-Angriff auf eine ihrer Stellungen im Westen des Landes gemeldet. Dabei seien 14 ihrer Mitglieder getötet worden, teilten die sogenannten Volksmobilisierungskräfte (PMF) mit. Unter den Opfern sei auch der Einsatzkommandeur der Provinz Anbar im Westen des Landes gewesen.
Die PMF teilten mit, ihre Kämpfer seien „bei einem hinterhältigen US-Luftangriff“ getötet worden, der ihr Hauptquartier getroffen habe, während sie „ihre nationale Pflicht“ erfüllt hätten. Die schiitischen Milizen pflegen enge Verbindungen zu Teheran.
Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig geprüft werden. Die irakische Regierung in Bagdad sowie die USA äußerten sich nicht dazu.
Zusätzlich meldeten lokale Quellen einen Raketen- und Drohnenangriff auf eine Basis kurdischer Kämpfer nördlich von Erbil im Norden des Landes. Dabei seien sechs Mitglieder der Peschmerga-Einheiten getötet worden, teilte ein Vertreter der örtlichen Behörde der Region Kurdistan mit. 30 weitere wurden nach Angaben des Ministerpräsidenten der Kurdenregion, Masrur Barsani, verletzt. Er verurteilte den „verräterischen Angriff aufs Schärfste“.
Zuletzt hatten sowohl der Iran als auch proiranische Milizen im Irak Angriffe auf die Kurdenregion für sich reklamiert. In Erbil befindet sich ein multinational genutzter Stützpunkt, auf dem Soldaten der USA und auch der Bundeswehr stationiert sind. (dpa) -
13:17 Uhr 24.03.2026
Irans Militärführung: Verteidigung bis zum finalen Sieg
Irans Militärführung hat im Krieg gegen Israel und die USA Kompromisse und eine Kapitulation kategorisch ausgeschlossen. „Die schlagkräftigen iranischen Streitkräfte werden die Souveränität des Landes standhaft verteidigen und diesen Weg bis zum finalen Sieg fortsetzen“, sagte der Kommandeur der zentralen Militärführung, Ali Abdollahi Aliabadi, laut dem staatlichen Rundfunk. Aliabadi ist der faktische Generalstabschef. Er leitet das Hauptquartier Chatam al-Anbija, das im Kriegsfall die operative Führung der iranischen Streitkräfte bündelt. (dpa)
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12:40 Uhr 24.03.2026
Libanon weist iranischen Botschafter aus
Libanon hat den iranischen Botschafter im Land zur Persona non grata erklärt. Mohammed Resa Scheibani sei aufgefordert worden, das Land bis kommenden Sonntag (29. März) zu verlassen, teilte das Außenministerium in Beirut mit. Gleichzeitig wurde der libanesische Botschafter im Iran, Ahmad Sweidan, für Beratungen in den Libanon berufen.
Der libanesische Staat steht unter Druck, die Entwaffnung der vom Iran unterstützen Hisbollah im Land durchzusetzen. Im Zuge des Iran-Kriegs ist auch der Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel wieder eskaliert. Lange Zeit agierte die Hisbollah im Land wie ein Staat im Staate. Israel wirft der libanesischen Regierung Versagen beim Prozess der Entwaffnung vor. (dpa) -
12:40 Uhr 24.03.2026
Nach Tötung von Laridschani: Iran ernennt neuen Chef des Sicherheitsrates
Nach dem Tod seines mächtigen Sicherheitschefs Ali Laridschani bei einem israelischen Luftangriff hat der Iran einen Nachfolger ernannt. Mohammad Bagher Solghadr solle künftig dem Obersten Nationalen Sicherheitsrat vorstehen, meldete das Staatsfernsehen am Dienstag mit. Bei ihm handelt es sich um einen früheren Kommandeur der Revolutionsgarden und jahrelangen Vertrauten von Laridschani.
Laridschani war Anfang vergangener Woche bei einem israelischen Luftangriff getötet worden. Rund zweieinhalb Wochen nach Beginn des Iran-Kriegs bedeutete dies nach Ansicht von Experten den schwersten Schlag für die Führung in Teheran seit der Tötung des obersten Führers Ali Chamenei gleich am ersten Kriegstag. Das israelische Militär bezeichnete Laridschani nach der Verkündung seiner Tötung als „faktischen Anführer des Regimes" in Teheran - vor allem seit Kriegsbeginn. (AFP)
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12:39 Uhr 24.03.2026
Israel: Angriffe in Isfahan und anderen Teilen des Irans
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele in der Stadt Isfahan und anderen Teilen des Irans angegriffen. Einwohner der iranischen Hauptstadt Teheran berichteten von Explosionsgeräuschen. In der Mitteilung des Militärs war die Rede von einer „großangelegten Angriffswelle in Isfahan“. In anderen Gebieten seien Produktionsstätten des iranischen Machtapparats angegriffen worden. In Israel gab es derweil Berichte über neue Raketenangriffe aus dem Iran, unter anderem in den Küstenstädten Eilat und Aschkelon gab es Raketenalarm. (dpa)
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12:35 Uhr 24.03.2026
Minister: Israel wird Kontrolle von Gebiet im Libanon bis Fluss Litani übernehmen
Beim Vorgehen gegen die Hisbollah-Miliz wird Israel nach den Worten von Verteidigungsminister Israel Katz im Südlibanon die Kontrolle über das Gebiet bis zum Fluss Litani übernehmen. Nach der Sprengung von fünf Brücken über den Fluss werde das israelische Militär „die restlichen Brücken und die Sicherheitszone bis zum Litani kontrollieren", sagte Katz am Dienstag beim Besuch eines Militärstützpunkts in Israel. Zudem bekräftigte er, dass die aus dem Südlibanon vertriebenen hunderttausenden Bewohner nicht in das Gebiet südlich des Flusses zurückkehren würden, bis die Sicherheit für die Bewohner im Norden Israels „garantiert" sei. (AFP)
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10:41 Uhr 24.03.2026
Krieg lässt Preise im Iran explodieren
Schon vor Beginn des israelisch-amerikanischen Kriegs befanden sich Iranerinnen und Iraner in einer schweren Wirtschaftskrise. Der ökonomische Druck löste Ende Dezember neue Massenproteste aus, die Irans Sicherheitsapparat brutal niederschlug. Der Krieg wird für die Gesellschaft nun zur zusätzlichen Belastungsprobe. In den Metropolen berichten Einwohner von explodierenden Preisen und wachsender Hoffnungslosigkeit.
Asghar ist 40 Jahre alt, lebt in Teheran und betreibt einen kleinen Supermarkt. „Die meisten Waren werden fast täglich teurer“, sagt er. Bei jeder Bestellung staunt er über die immensen Preissteigerungen. Vor allem Lebensmittel und Zigaretten, die importiert werden müssen, verteuerten sich. Teils um das Doppelte. „Die Kunden beschweren sich ständig über die Preise, aber im Moment müssen wir mit diesen Bedingungen zurechtkommen“, sagt Asghar. Die Menschen kauften bei ihm nur noch das Nötigste.
Der Krieg hat viele Familien erschöpft. Wenn nachts Kampfjets über die Dächer der Millionenmetropole Teheran donnern und Raketen abfeuern, werden viele Bewohner aus dem Schlaf gerissen. Der Schrecken des Kriegs geht einher mit wirtschaftlichen Sorgen. „Alle zwei bis drei Tage steigen die Preise für Nahrungsmittel wie Fleisch, Huhn und Obst“, klagt Behrus, ein Taxifahrer. Er spricht von großem Druck und wenigen Fahrten. Das Geld für ihn und seine Frau wird knapp. „Ich hoffe, dass sich die Lage so schnell wie möglich normalisiert, damit ich zumindest meine Arbeit fortsetzen kann“, sagt er.
Dawud, ein Devisenhändler in Teheran, berichtet von einer schwachen Nachfrage nach Euro und Dollar. „Seit der Abschaltung des Internets sind viele Geschäfte zum Erliegen gekommen“, sagt der 45-Jährige. Rund 90 Prozent der Devisentransaktionen dienten dem Handel mit den Vereinigten Arabischen Emiraten. „Ein großer Teil der Importe läuft über die südlichen Routen“, erklärt Dawud, wobei die Emirate eine zentrale Rolle spielten. Die Angriffe der iranischen Streitkräfte auf Ziele in dem Golfstaat haben die Beziehungen jedoch stark belastet. „Wir werden künftig wahrscheinlich vor ernsthaften Problemen stehen“, sagt er. (dpa)
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10:22 Uhr 24.03.2026
Iranischer Medienbericht: Energie-Infrastruktur im Iran bei Angriffen beschädigt
Im Iran sind einem Medienbericht zufolge mehrere Einrichtungen der Energieinfrastruktur bei Angriffen der USA und Israels beschädigt worden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars vom Dienstag wurden unter anderem in der zweitgrößten Stadt Isfahan ein Verwaltungsgebäude und eine Gasdruckregelstation „teilweise beschädigt". Zudem sei eine Erdgas-Pipeline im Kraftwerk Chorramschar im Südwesten des Irans an der Grenze zum Irak attackiert worden.
US-Präsident Donald Trump hatte am Montag erklärt, er habe die zuvor von ihm angedrohten Angriffe auf iranische Kraftwerke vertagt. Zudem sprach er von laufenden Gesprächen mit der iranischen Führung. Iranische Medien dementierten diese Gespräche jedoch. (AFP)
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10:21 Uhr 24.03.2026
Mindestens 15 Kämpfer von pro-iranischem Netzwerk bei Luftangriff im Irak getötet
Bei einem Luftangriff im Westen des Irak sind mindestens 15 Kämpfer eines pro-iranischen Netzwerks getötet worden. Es habe sich um einen Angriff der USA gehandelt, teilte das Netzwerk Hasched al-Schaabi am Dienstagmorgen mit. Getötet wurde demnach unter anderem der örtliche Kommandant der Provinz Anbar, Saad Dawai al-Baidschi.
Zuvor hatte es aus Kreisen des Netzwerks geheißen, der Angriff habe einem Treffen von Kommandanten auf einem Stützpunkt in der Provinz Anbar gegolten. Sicherheitskreisen zufolge wurden die Verletzten in einem Krankenhaus behandelt.
Seit Beginn des Iran-Kriegs wurden Stellungen der Hasched-al-Schaabi bereits mehrfach angegriffen. Es handelt sich dabei um ein vom Iran unterstütztes Netzwerk ehemaliger Paramilitärs, deren Mitglieder jetzt der regulären irakischen Armee angehören. Hasched-al-Schaabi ist auch als „Volksmiliz" bekannt. Offiziell wurde das Bündnis in die irakischen Streitkräfte eingegliedert, agiert aber weitgehend autonom.
Der Irak, der lange Schauplatz eines Stellvertreterkriegs zwischen den USA und dem Iran war, hatte erklärt, nicht in den US-israelischen Krieg gegen den Iran hineingezogen werden zu wollen. (AFP)
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08:38 Uhr 24.03.2026
Japan gibt ab Donnerstag weitere Ölreserven frei
Japan gibt weitere Ölreserven frei. Öl aus den den staatlichen Vorräten werde ab Donnerstag in den Markt gebracht, erklärte Regierungschefin Sanae Takaichi am Dienstag. Zudem werde bis zum Ende des Monats die in Japan angelegte Reserve ölproduzierender Staaten angezapft.
Die ersten Freigaben von Ölvorräten in Japan hatten in der vergangenen Woche begonnen. Dabei handelte es sich um Reserven für den japanischen Bedarf von rund 15 Tagen, zu deren Vorhaltung private Unternehmen verpflichtet waren. Takaichi hatte bereits angekündigt, auch eine Monatsreserve an staatlich eingelagertem Öl freizugeben.Hinzu kommen Vorräte von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kuwait. Nach Angaben des japanischen Erdölverbands unterhalten diese drei Länder in Japan eine gemeinsame Reserve. Unter normalen Umständen wird dieses Rohöl kommerziell genutzt, doch im Notfall haben japanische Ölgesellschaften ein Vorkaufsrecht.
Japan deckt seinen Ölbedarf zu 95 Prozent mit Importen aus dem Nahen Osten und die Lieferungen fallen wegen des Krieges in der Region derzeit größtenteils aus. Zugleich verfügt das Land über eine der größten Reserven der Welt. Im Dezember beliefen sich die staatlichen und privaten strategischen Ölvorräte auf über 400 Millionen Barrel, was einem nationalen Verbrauch von 254 Tagen entspricht. (AFP)
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08:37 Uhr 24.03.2026
Sechs Tote nach Luftangriff im Nordwesten Irans
Die genaue Zahl der Kriegstoten im Iran ist nach mehr als drei Wochen Krieg unklar.
Im Nordwesten Irans sind bei der Bombardierung eines Wohnviertels mindestens sechs Menschen getötet worden. Neun weitere Menschen seien bei dem Luftangriff in Tabris verletzt worden, berichteten iranische Medien übereinstimmend. Betroffen war ein Stadtteil im Norden sowie ein Platz im Südwesten der iranischen Millionenmetropole. Seit mehr als drei Wochen führen Israel und die USA Krieg gegen den Iran.Nutzer in den sozialen Medien berichteten von schweren Explosionen in der Großstadt, die sich gegen 02.00 Uhr nachts vor Ort ereigneten.
Vollständige Opferzahlen aus dem Iran liegen nicht vor. Seit mehr als zwei Wochen veröffentlichen die Behörden keine Statistiken zu Kriegstoten mehr. Nach Angaben des in den USA ansässigen Menschenrechtsnetzwerks HRANA wurden mehr als 3.200 Tote verifiziert, darunter mindestens 1.400 Zivilisten. (dpa)
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08:04 Uhr 24.03.2026
Israel fliegt weitere Luftangriffe auf Libanon - Zwei Tote laut Gesundheitsministerium
Die israelische Armee hat in der Nacht zum Dienstag weitere Angriffe auf den Libanon geflogen. Dem libanesischen Gesundheitsministerium zufolge wurden bei einem Luftangriff in der Ortschaft Bschamun südöstlich der Hauptstadt zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt. Der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA zufolge attackierten israelische Kampfjets zudem sieben Gebiete am südlichen Stadtrand der Hauptstadt Beirut.
Das in einer bergigen und mehrheitlich von der Minderheit der Drusen bevölkerten Region Aley gelegene Bschamun liegt außerhalb der etablierten Hochburgen der vom Iran finanzierten Hisbollah-Miliz, die Israel üblicherweise attackiert.
Zu den Angriffen auf südliche Beiruter Vororte meldete die Nachrichtenagentur NNA, israelische Kampfflugzeuge hätten die Gebiete Bir al-Abed, al-Ruwais, Außenbezirke von al-Manschijja, Haret Hreik, die Sajjed-Hadi-Nasrallah-Schnellstraße, Saint Thérèse, Burdsch al-Baradschneh und al-Kafaat angegriffen. Das israelische Militär hatte am Montag erneut Evakuierungsaufrufe an die Einwohner der südlichen Vororte veröffentlicht. (AFP)
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07:52 Uhr 24.03.2026
Mehrere Einschläge in Tel Aviv bei iranischem Raketenangriff
Bei einem iranischen Raketenangriff auf Israel hat es in der Küstenmetropole Tel Aviv nach Angaben von Sanitätern mehrere Einschläge gegeben. An vier Einschlagsorten seien sechs Menschen verletzt worden, berichtete der Rettungsdienst Magen David Adom nach Angaben des Nachrichtenportals „ynet“. Nach Polizeiangaben handelte es sich um den Einschlag von Raketentrümmern.
Videoaufnahmen zeigten, wie an einem Ort Rauch aufstieg. Einwohner Tel Avivs berichteten, sie hätten starke Explosionsgeräusche gehört. Vorher hatte es in der Mittelmeerstadt erneut Raketenalarm gegeben. (dpa)
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07:30 Uhr 24.03.2026
EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen fordert Ende der Kampfhandlungen
Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat ein Ende der Kampfhandlungen im Nahen Osten gefordert. „Es ist von größter Bedeutung, dass wir zu einer ausgehandelten Lösung kommen, die den Kampfhandlungen, die wir im Nahen Osten beobachten, ein Ende setzt", sagte von der Leyen vor Journalisten während eines Besuchs in Canberra anlässlich der Unterzeichnung eines Handelsabkommens zwischen Australien und der EU.
Von der Leyen verwies insbesondere auf die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Krieges. „Wir alle spüren die Folgewirkungen auf die Gas- und Ölpreise in unseren Unternehmen und unseren Gesellschaften", sagte die EU-Kommissionspräsidentin. (AFP)
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07:29 Uhr 24.03.2026
Kommandant und mehrere Kämpfer von pro-iranischem Netzwerk im Irak getötet
Bei einem Angriff im Westen des Irak sind der Kommandant sowie mehrere Kämpfer des pro-iranischen Netzwerks Hasched al-Schaabi nach Angaben der Gruppe getötet worden. Bei dem Angriff seien der Provinzkommandant der Provinz Anbar, Saad Dawai al-Baidschi, sowie weitere Kämpfer getötet worden, teilte Hasched al-Schaabi am Dienstag mit, ohne weitere Details zu nennen. Aus Kreisen des Netzwerks erfuhr die Nachrichtenagentur AFP, „bei einem US-Angriff" seien sieben Kämpfer getötet und 13 weitere verletzt worden.
Kreisen des Netzwerks zufolge visierte der Angriff ein Treffen von Kommandanten auf einem Stützpunkt in der Provinz Anbar an. Sicherheitskreisen zufolge wurden die Verletzten in einem Krankenhaus behandelt.
Seit Beginn des Iran-Kriegs sind Stellungen der Hasched-al-Schaabi, ein vom Iran unterstütztes Netzwerk ehemaliger Paramilitärs, die jetzt der regulären irakischen Armee angehören, bereits mehrfach angegriffen worden. Der Irak, der lange Schauplatz eines Stellvertreterkriegs zwischen den USA und dem Iran gewesen war, hatte erklärt, nicht in den Krieg hineingezogen werden zu wollen. (AFP)
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07:28 Uhr 24.03.2026
Israelische Armee greift Ziele im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut an
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele in südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Die Angriffe visierten Infrastruktur der pro-iranischen Hisbollah-Miliz an, erklärte die israelische Armee in der Nacht zum Dienstag. Zuvor hatte die Armee die Bewohner südlicher Vororte von Beirut zur Evakuierung aufgerufen.
Live-Aufnahmen von AFPTV zeigten Rauchwolken über den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von einer Reihe von Angriffen in dem Gebiet. In und um Beirut seien niedrig fliegende israelische Kampfflugzeuge zu hören gewesen. NNA meldete außerdem weitere israelische Angriffe im Südlibanon.Die israelische Armee richtete zudem einen Evakuierungsaufruf an die Bewohner von zwei Küstenstädten nahe der südlibanesischen Stadt Tyrus. (AFP)
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07:27 Uhr 24.03.2026
Netanjahu kündigt nach Telefonat mit Trump Fortsetzung der Angriffe im Iran an
Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat eine Fortsetzung der Angriffe auf Ziele im Iran und im Libanon angekündigt. Er habe am Montag mit US-Präsident Donald Trump telefoniert, sagte Netanjahu in einer Videobotschaft. Trump sei der Ansicht, dass es eine Chance gebe, die „enormen Erfolge" der israelischen und US-Armee zu nutzen, „um die Kriegsziele in einem Abkommen zu verwirklichen". Ein solches Abkommen werde „unsere vitalen Interessen sichern".
„Gleichzeitig setzen wir unsere Angriffe sowohl im Iran als auch im Libanon fort", betonte Netanjahu. Israel werde seine Interessen „unter allen Umständen" verteidigen. Die anhaltenden Angriffe würden das iranische Raketen- und Atomprogramm „zerstören" und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz „schweren Schaden" zufügen. „Erst vor wenigen Tagen haben wir zwei weitere (iranische) Atomwissenschaftler eliminiert und das ist noch nicht das Ende", fuhr Netanjahu fort.
Trump hatte zuvor über Verhandlungen mit Teheran berichtet. Die Iraner wollten „einen Deal machen, und wir sind sehr bereit dazu", sagte Trump am Montag. Kurz vor Ablauf eines Ultimatums an den Iran vertagte er daher die Pläne für US-Angriffe auf iranische Kraftwerke.Die Führung in Teheran wies Trumps Angaben zu Gesprächen zwischen beiden Ländern zurück.Der einflussreiche iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf sagte, es gebe „keine Verhandlungen" mit den USA.
Das US-Nachrichtenportal Axios meldete am Montag unter Berufung auf einen israelischen Regierungsvertreter hingegen, der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner hätten Gespräche mit Ghalibaf geführt. (AFP) -
07:26 Uhr 24.03.2026
Libanesische Regierung: Ein Mensch bei israelischem Angriff nahe Beirut getötet
Bei einem israelischen Angriff nahe Beirut ist nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums am Montag ein Mensch getötet worden. Der örtliche Bürgermeister sagte, bei dem Angriff sei ein Zimmer in einer Wohnung getroffen worden, das eine vertriebene Familie gemietet habe.
Das israelische Militär erklärte, es habe „einen Terroristen" des Auslandsarmes der iranischen Revolutionsgarden angegriffen. Nach eigenen Angaben führte das israelische Militär zudem neue Angriffe gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz in Beirut aus. Zuvor hatte es seinen Evakuierungsaufruf an die Bewohner der südlichen Vororte von Beirut erneuert, einer Hisbollah-Hochburg. (AFP)
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07:25 Uhr 24.03.2026
Israelische Armee: Basidsch-Miliz in Teheran angegriffen
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen von der Basidsch-Miliz genutzten Stützpunkt der iranischen Revolutionsgarden in Teheran angegriffen. Der Angriff vom Montag sei „Teil der aktuellen operativen Phase, die darauf abzielt, die zentralen Systeme und Sicherheitsfähigkeiten des iranischen Terrorregimes weiter zu schwächen", teilte die israelische Armee mit. Erst kürzlich hatte Israel unter anderem den Chef der Basidsch-Miliz, Gholamresa Soleimani, getötet.
Die USA und Israel hatten Ende Februar mit Luftangriffen auf den Iran begonnen. Bereits am ersten Tag des Iran-Krieges wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Teheran reagiert seither mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, auf mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Region. (AFP)
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07:24 Uhr 24.03.2026
Zwei weitere indische Tanker passieren Straße von Hormus
Zwei weitere unter der Flagge Indiens fahrende Tanker haben nach indischen Angaben die vom Iran faktisch blockierte Straße von Hormus passiert. Die „Jag Vasant" und die „Pine Gas", die zusammen etwa 92.000 Tonnen Autogas (LPG) geladen haben, würden voraussichtlich zwischen Donnerstag und Samstag indische Häfen erreichen, erklärte das indische Schifffahrtsministerium am Montag. Zwei weitere indische Tanker hatten die strategisch und wirtschaftlich wichtige Straße von Hormus bereits zuvor passiert.
Indien ist der weltweit viertgrößte Abnehmer von Flüssigerdgas (LNG) und der zweitgrößte Abnehmer von LPG.
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07:23 Uhr 24.03.2026
Irans Parlamentspräsident und Außenministerium bestreiten Verhandlungen mit den USA
Dem einflussreiche iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hat Angaben von US-Präsident Donald Trump zu Gesprächen zwischen beiden Ländern zurückgewiesen. Es gebe „keine Verhandlungen" mit den USA, erklärte Ghalibaf am Montag im Onlinedienst X. Es würden „Falschmeldungen genutzt, um die Finanz- und Ölmärkte zu manipulieren und dem Sumpf zu entkommen, in dem die USA und Israel gefangen sind."
Auch das iranische Außenministerium bestritt, dass es seit Kriegsbeginn Verhandlungen mit den USA gab. In den vergangenen Tagen habe der Iran jedoch Nachrichten über "befreundete Länder" erhalten, die auf eine Bitte der USA um Verhandlungen zur Beendigung des Krieges hindeuteten, sagte ein Außenamtssprecher der staatlichen Nachrichtenagentur Irna zufolge.
Trump hatte zuvor erklärt, er habe nach von ihm als „sehr gut und konstruktiv" bezeichneten Gesprächen mit Teheran die Pläne für US-Angriffe auf Kraftwerke im Iran vertagt.
Israel und die USA hatten am 28. Februar mit Luftangriffen auf den Iran begonnen. Teheran reagiert seither mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Region. (AFP)
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13:24 Uhr 23.03.2026
Ölpreis sinkt drastisch - Europas Börsen nach Trump-Ankündigung wieder im Plus
Nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, iranische Energieanlagen vorerst nicht zu bombardieren, ist der Ölpreis drastisch gesunken. Der Preis sackte gegen Montagmittag um mehr als 14 Prozent ab. Die europäischen Börsen reagierten darauf mit massiven Kursgewinnen, der deutsche Aktienindex (Dax) machte seine Verluste seit Handelsbeginn wett und lag plötzlich fast zwei Prozent im Plus.
Trump hatte dem Iran am Samstag ein Ultimatum gestellt. Sollte das Land die Straße von Hormus nicht binnen 48 Stunden wieder für den Schiffsverkehr freigeben, „werden die USA seine verschiedenen Kraftwerke angreifen und zerstören", erklärte der US-Präsident. Das iranische Militär drohte daraufhin mit einer langfristigen Blockade der Straße von Hormus.
Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent war daraufhin weiter in die Höhe geschossen und lag zeitweise deutlich über 100 Dollar. Die Börsenkurse brachen mit Handelsbeginn am Montagmorgen ein.
Am frühen Montagmorgen nach US-Zeit ruderte Trump dann zurück. Es habe „sehr gute und produktive Gespräche" mit dem Iran über ein Ende des Krieges gegegeben. „Aufgrund des Tenors und Tons" der Gespräche habe er das Kriegsministerium angewiesen, vorerst von den Angriffen auf iranische Energieinfrastruktur abzusehen.
Die Märkte reagierten umgehend: der Preis für ein Barrel Brent sackte um über 14 Prozent auf deutlich unter 100 Dollar ab. Der Dax und weitere europäische Indizes erholten sich schlagartig. In Frankfurt, Paris und Mailand notierten die Kurse im grünen Bereich. (AFP)
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13:22 Uhr 23.03.2026
Trump: Pläne zu Angriffen auf iranische Kraftwerke nach „sehr guten" Gesprächen vertagt
US-Präsident Donald Trump hat nach von ihm als „sehr gut und konstruktiv" bezeichneten Gesprächen mit Teheran die Pläne für US-Angriffe auf Kraftwerke im Iran vertagt. Die Iran-Gespräche beträfen die „vollständige und endgültige Beilegung unserer Kampfhandlungen", erklärte Trump am Montag auf seiner Onlineplattform Truth Social. Zuvor hatte der US-Präsident dem Iran wegen dessen Blockade der Straße von Hormus eine Frist bis Dienstag um 01.44 Uhr MEZ gesetzt und mit Angriffen auf iranische Kraftwerke gedroht, sollte der Iran die Blockade bis zu diesem Zeitpunkt nicht aufgegeben haben.
Trump erklärte, er habe nun das „Kriegsministerium" angewiesen, „jegliche militärischen Angriffe gegen iranische Kraftwerke und die Energieinfrastruktur für einen Zeitraum von fünf Tagen auszusetzen, sofern die andauernden Gespräche erfolgreich verlaufen". Die Gespräche fanden ihm zufolge „in den vergangenen zwei Tagen" statt und sollen in dieser Woche fortgesetzt werden.Unmittelbar nach Trumps Ankündigung sank der Ölpreis drastisch. Der Preis sackte gegen Montagmittag um mehr als zehn Prozent ab. Die europäischen Börsen reagierten mit massiven Kursgewinnen, der deutsche Aktienindex machte seine Verluste seit Handelsbeginn wett und lag plötzlich mehr als ein Prozent im Plus.
Trump hatte dem Iran am Samstag das Ultimatum gestellt. Sollte der Iran die Straße von Hormus nicht binnen 48 Stunden wieder für den Schiffsverkehr freigeben, „werden die USA seine verschiedenen Kraftwerke angreifen und zerstören", hatte Trump erklärt. Die Frist wäre am Dienstag um 01.44 Uhr MEZ abgelaufen. (AFP) -
12:11 Uhr 23.03.2026
Teheran von neuen Explosionen erschüttert
Die iranische Hauptstadt Teheran ist von neuen Explosionen erschüttert worden. Im Nordosten der Millionenmetropole wurde die Flugabwehr aktiviert, wie Augenzeugen berichteten. Zunächst war unklar, welche Ziele betroffen waren. Seit mehr als drei Wochen fliegen Israel und die USA schwere Angriffe in der Stadt.
Der Rote Halbmond im Iran setzte seine Arbeiten zur Bergung von Toten und Verletzten und zur Beseitigung von Trümmern fort. In Teheran befreiten Retter zwölf Bewohner eines durch Raketeneinschläge eingestürzten Gebäudes, wie der Leiter der Rothalbmond-Gesellschaft, Pirhussein Koliwand, erklärte. (dpa)
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11:49 Uhr 23.03.2026
Militär: Israeli starb durch israelischen Beschuss
Ein Landwirt eines israelischen Kibbuz an der Nordgrenze des Landes ist durch versehentlichen Beschuss des israelischen Militärs getötet worden. Zu diesem Ergebnis kam eine vorläufige Untersuchung der Armee, nachdem zunächst von Raketenbeschuss der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon ausgegangen worden war.
„Das ist ein sehr schwerwiegender Vorfall“, sagte Generalmajor Rafi Milo, der Kommandeur der Truppen im Norden. Der Landwirt sei am Sonntag während eines Einsatzes zur Unterstützung israelischer Truppen im Südlibanon durch das Feuer der eigenen Streitkräfte getötet worden. Es sei zu mehreren schwerwiegenden Fehlern und Versäumnissen gekommen. Milo kündigte eine gründliche Untersuchung des Vorfalls an. (dpa)
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11:45 Uhr 23.03.2026
Straße von Hormus: Russland ruft angesichts von Trump-Ultimatum zu Diplomatie auf
Russland hat angesichts des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an den Iran zur Freigabe der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus dazu aufgerufen, diplomatische Lösungen zu finden. „Wir sind der Ansicht, dass die Situation in eine politische und diplomatische Lösung hätte übergehen müssen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag vor Journalisten. Nur dies könne „wirksam zur Entschärfung der katastrophal angespannten Lage in der Region beitragen".
Trump hatte dem Iran am Samstag ein Ultimatum gestellt. Sollte der Iran die Straße von Hormus nicht binnen 48 Stunden wieder für den Schiffsverkehr freigeben, „werden die USA seine verschiedenen Kraftwerke angreifen und zerstören", erklärte der US-Präsident. Die Frist läuft am Dienstag um 01.44 Uhr MEZ ab. Das iranische Militär drohte daraufhin mit einer langfristigen Blockade der Straße von Hormus. (AFP)
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11:05 Uhr 23.03.2026
China warnt nach Trump-Ultimatum an Iran vor „unkontrollierbarer Lage" in Nahost
China hat nach dem jüngsten Ultimatum von US-Präsident Donald Trump an den Iran zur Öffnung der wichtigen Straße von Hormus vor einer weiteren Eskalation gewarnt. „Sollte sich der Krieg ausweiten und die Lage sich erneut verschlechtern, könnte die gesamte Region in eine unkontrollierbare Situation stürzen", sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Lin Jian am Montag vor Journalisten auf Nachfrage zu Trumps Äußerungen.
Trump hatte dem Iran am Samstag ein Ultimatum gestellt. Sollte der Iran die Straße von Hormus nicht binnen 48 Stunden wieder für den Schiffsverkehr freigeben, „werden die USA seine verschiedenen Kraftwerke angreifen und zerstören", erklärte der US-Präsident. Die Frist läuft am Dienstag um 01.44 Uhr MEZ ab.
Das iranische Militär drohte daraufhin mit einer langfristigen Blockade der Straße von Hormus. Sollten die USA ihre Drohungen in die Tat umsetzen, „wird die Straße von Hormus vollständig gesperrt und erst wieder geöffnet, wenn unsere zerstörten Kraftwerke wieder aufgebaut sind", erklärte das zentrale Einsatzkommando der iranischen Armee am Sonntag.
Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar ist die von den iranischen Revolutionsgarden kontrollierte Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports passiert, faktisch gesperrt. Die Blockade sowie auch iranische Angriffe auf Öl- und Gasanlagen in der Golfregion ließen die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.
Peking ist zwar ein Verbündeter der Führung in Teheran, erklärte aber auch, dass China die iranischen Angriffe auf Golfstaaten, in denen sich US-Militärstützpunkte befinden, „nicht gutheißt". Trump wollte im März eigentlich nach Peking reisen, die Reise wurde jedoch angesichts des Iran-Krieges verschoben. (AFP) -
10:33 Uhr 23.03.2026
Iran: Überraschungen warten auf den Feind
Der Iran hat im Krieg mit Israel und den USA nach eigener Darstellung noch nicht alle seine militärischen Kapazitäten ausgeschöpft. „Der Feind soll wissen, dass neue Überraschungen auf dem Weg sind“, sagte Abdullah Hadschi-Sadeghi, ein religiöser Vertreter der mächtigen Revolutionsgarden.
Die Islamische Republik werde sich niemals ergeben, zitierte ihn die mit den Revolutionswächtern verbundene Nachrichtenagentur Tasnim. „Wir sind in einer Schule erzogen worden, die Kapitulation als Erniedrigung betrachtet“, sagte Hadschi-Sadeghi. (dpa)
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10:22 Uhr 23.03.2026
Iran droht bei US-israelischen Angriffen auf Küste mit Seeminen im Persischen Golf
Der Iran hat im Fall US-israelischer Angriffe auf seine Küstengebiete oder Inseln mit der Verlegung von Seeminen im Persischen Golf gedroht. Jeglicher Versuch seitens der USA und Israels, die iranischen Küsten oder Inseln unter Beschuss zu nehmen, werde „natürlich und gemäß gängiger militärischer Praxis dazu führen, dass alle Zugangswege und Kommunikationslinien im Persischen Golf und in den Küstengebieten mit verschiedenen Arten von Seeminen" versehen würden, erklärte der Verteidigungsrat des Landes laut Staatsmedien am Montag.
Laut der Erklärung würden auch „Treibminen" verlegt, „die von den Küsten aus eingesetzt werden können". Überdies veröffentlichte die Islamische Republik Karten von Kraftwerken, die sie in der Region angreifen will - als Reaktion auf das Ultimatum von US-Präsident Donald Trump zur Freigabe der wichtigen Straße von Hormus.
Staatliche Medien, darunter die Justiz-Website Misan Online, veröffentlichten am Montag Infografiken mit potenziellen Zielen in Israel, darunter die beiden größten Kraftwerke des Landes, Orot Rabin und Rutenberg. Eine weitere Infografik der Nachrichtenagentur Mehr trug den Titel „Verabschieden Sie sich vom Strom". Sie zeigte mögliche Ziele in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und Kuwait. „Im Falle des geringsten Angriffs auf die Strominfrastruktur der Islamischen Republik wird die gesamte Region in Dunkelheit versinken", hieß es in der Grafik.
Der einflussreiche iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf drohte, der Iran werde lebenswichtige Infrastruktur in der gesamten Region „unwiderruflich" zerstören, sollten die Vereinigten Staaten und Israel die Infrastruktur seines Landes angreifen.
Trump hatte dem Iran am Samstag ein Ultimatum gestellt. Sollte der Iran die Straße von Hormus nicht binnen 48 Stunden wieder für den Schiffsverkehr freigeben, „werden die USA seine verschiedenen Kraftwerke angreifen und zerstören", erklärte Trump. Die Frist läuft am Dienstag um 01.44 Uhr MEZ ab.
Das iranische Militär drohte daraufhin mit einer langfristigen Blockade der Straße von Hormus gedroht. Sollten die USA ihre Drohungen in die Tat umsetzen, „wird die Straße von Hormus vollständig gesperrt und erst wieder geöffnet, wenn unsere zerstörten Kraftwerke wieder aufgebaut sind", erklärte das zentrale Einsatzkommando der iranischen Armee.
Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar ist die von den iranischen Revolutionsgarden kontrollierte Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports passiert, faktisch gesperrt. Die Blockade sowie auch iranische Angriffe auf Öl- und Gasanlagen in der Golfregion ließen die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen. (AFP) -
10:19 Uhr 23.03.2026
Golfstaaten melden erneut Angriffe auf ihre Territorien
Mehrere Golfstaaten haben erneut Angriffe auf ihre Territorien gemeldet. Das saudiarabische Verteidigungsministerium erklärte am Montagmorgen, zwei Marschflugkörper im Anflug auf die Hauptstadt Riad entdeckt zu haben. Eine Rakete sei abgefangen worden, die andere sei in unbewohntem Gebiet abgestürzt.
Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate erklärte, die Streitkräfte des Landes „reagieren derzeit auf eingehende Raketen- und Drohnenbedrohungen aus dem Iran". Wenige Stunden zuvor hatten die Behörden im emiratischen Abu Dhabi gemeldet, dass ein indischer Staatsbürger durch herabfallende Trümmer eines abgefangenen Marschflugkörpers verletzt worden sei.In Bahrain waren derweil Luftschutzsirenen zu hören. Das bahrainische Innenministerium wies die Bürgerinnen und Bürger des Landes in Onlinediensten auf, „Ruhe zu bewahren und sich zum nächstgelegenen sicheren Ort zu begeben". (AFP)
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10:18 Uhr 23.03.2026
EU-Rüstungskommissar fordert massive Investitionen in Luftverteidigung
Angesichts der Raketenangriffen des Iran auf Ziele im Nahen Osten und darüber hinaus hat EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius massive Investitionen in der Luftverteidigung der europäischen Staaten gefordert. „Wir müssen unsere Produktion zur Raketenabwehr massiv hochfahren", sagte Kubilius der „Augsburger Allgemeinen" (Montagsausgabe). Er sorge sich als Konsequenz des Iran-Krieges um die europäische Luftverteidigung, dies gelte insbesondere auch für die Ukraine, fügte der frühere litauische Ministerpräsident hinzu. „Wir reden von den Patriot-Systemen, die die Ukrainer dringend brauchen, die gerade aber am Golf sehr gefragt sind", sagte er.
„Es wird dauern, bis die entstandene Lücke geschlossen ist", erklärte er. "Deshalb müssen wir über europäische Raketenabwehr-Systeme nachdenken", betonte Kubilius. Hier könne die europäische Verteidigungsindustrie mit der Ukraine zusammenarbeiten. Kiew suche nach Partnern in Europa. „Sie sind sehr schnell und innovativ in der Entwicklung geworden", fügte Kubilius hinzu.
Europa müsse auch bei der möglichen Bedrohung durch Russland vom Beispiel Ukraine lernen, sagte der EU-Kommissar. „Sollten wir 2029 oder 2030 eine russische Aggression erleben, treffen wir auf eine kampferprobte Armee, die stärker ist als 2022 und in der Lage ist, Millionen von Drohnen einzusetzen", warnte Kubilius. Hier habe die Ukraine anders als die europäischen Staaten Kriegserfahrungen, sowohl industriell als auch auf dem Schlachtfeld. Der EU-Kommissar forderte die Mitgliedsstaaten auf, rasch die Milliardenhilfe für die Ukraine freizugeben: „Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass es für Europa viel teurer wird, wenn die Ukraine sich nicht gegen Russland behauptet", mahnte der litauische Konservative. (AFP)
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10:16 Uhr 23.03.2026
Israelische Armee startet „groß angelegte" Angriffswelle auf Teheran
Die israelische Armee hat erneut eine „groß angelegte" Angriffswelle auf die iranische Hauptstadt Teheran gestartet. Die Angriffe zielten auf „Infrastruktur des iranischen Terrorregimes" ab, erklärte die israelische Armee am Montagmorgen im Onlinedienst Telegram.
Iranische Medien berichteten derweil von Explosionen und Angriffen in Teheran. „Explosionen zu hören in Teheran", berichtete die iranische staatliche Nachrichtenagentur Mehr. Die staatliche Nachrichtenagentur Fars berichtete von „Luftangriffen auf Teile von Teheran" und nannte fünf Gebiete, aus denen „schreckliche Geräusche von Explosionen" gemeldet worden seien. (AFP)
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17:40 Uhr 22.03.2026
Iran droht nach Trump-Ultimatum mit Vergeltung
Der Iran droht nach einem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump mit der vollständigen Schließung der Straße von Hormus, falls die USA iranische Kraftwerke angreifen. Die für den weltweiten Ölhandel wichtige Meerenge werde dann vollständig gesperrt und erst wieder geöffnet, wenn die zerstörten Kraftwerke wieder aufgebaut seien, teilten die iranischen Revolutionsgarden über den Staatssender Irib mit.
Der von den USA und Israel angegriffene Iran hat seit Kriegsbeginn wiederholt Schiffe in der Straße von Hormus per Funk dazu aufgerufen, diese nicht zu passieren. Teheran griff in der Region seither wiederholt auch Schiffe an. Einzelne Schiffe passieren die Meerenge aber auch. (dpa)
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14:44 Uhr 22.03.2026
15 Verletzte bei Raketenangriff auf Großraum Tel Aviv
Bei einem iranischen Raketenangriff auf die israelische Küstenmetropole Tel Aviv sind nach Angaben von Sanitätern 15 Menschen verletzt worden. Ein 53 Jahre alter Mann habe schwere Verletzungen erlitten, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit. Nach Polizeiangaben gab es mehrere Einschläge im Bereich des Großraums Tel Aviv.
Ein Armeesprecher teilte mit, der Iran habe bei dem Angriff erneut Streumunition eingesetzt. Eine Rakete mit Streumunition zerbricht häufig über dem Ziel in der Luft und verteilt dann Submunitionen, auch Bomblets genannt, über einem großen Gebiet. Nach Militärangaben beträgt der Radius der Einschläge bei dieser Art von Waffe rund zehn Kilometer. (dpa)
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12:37 Uhr 22.03.2026
Neue iranische Raketenangriffe auf Israel
Der Iran hat seine massiven Raketenangriffe auf israelische Ziele fortgesetzt. Im Großraum Tel Aviv heulten erneut die Warnsirenen, Menschen eilten in Schutzräume. Ein Einwohner Tel Avivs berichtete, es seien in der Mittelmeermetropole Explosionsgeräusche zu hören. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, es gebe zunächst keine Informationen zu Verletzten.
Das iranische Militär teilte derweil mit, es habe den internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv mit Drohnen angegriffen. Dafür gab es von der israelischen Armee keine Bestätigung.
In Israel wurden am Samstagabend mehr als 100 Menschen bei iranischen Raketenangriffen auf die beiden südlichen Wüstenstädte Dimona und Arad verletzt, elf davon schwer. Es kam zu schweren Zerstörungen. Iranische Staatsmedien berichteten, die Angriffe hätten einer israelischen Atomforschungsanlage gedient, die etwa zehn Kilometer von Dimona und 30 Kilometer von Arad entfernt liegt. Auch am Morgen gab es im Süden Israels erneut Raketenalarm nach Angriffen aus dem Iran. (dpa)
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12:36 Uhr 22.03.2026
Trump stellt dem Iran Ultimatum von 48 Stunden für Öffnung von Straße von Hormus
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran ein Ultimatum von 48 Stunden für die Öffnung der Straße von Hormus gestellt und andernfalls mit einer Zerstörung der Energieanlagen des Landes gedroht. „Wenn der Iran die Straße von Hormus nicht innerhalb von 48 Stunden ab genau diesem Zeitpunkt vollständig und ohne Bedrohung öffnet, werden die USA seine verschiedenen Kraftwerke angreifen und zerstören“, erklärte Trump am Samstagabend (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social.
Die iranische Armee reagierte umgehend auf Trumps Drohung. „Sollte die Öl- und Energieinfrastruktur des Iran vom Feind angegriffen werden, werden alle Energie-, IT- und Entsalzungsanlagen der USA und des Regimes in der Region ins Visier genommen“, hieß es in einer von der iranischen staatlichen Nachrichtenagentur Fars veröffentlichten Erklärung des Sprechers des operativen Kommandos der iranischen Armee, Chatam al-Anbija. (AFP)
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16:54 Uhr 21.03.2026
Mysteriöses Schweigen um Irans neuen Religionsführer
Seit fast zwei Wochen ist Modschtaba Chamenei neuer oberster Führer im Iran, öffentlich gezeigt hat er sich bislang nicht. Das nährt Spekulationen über seinen Gesundheitszustand, seinen Aufenthaltsort und seine tatsächliche Rolle im Krieg. Laut Nachrichtenportal „Axios“ liegen den USA und Israel Geheimdienstinformationen vor, die darauf hindeuteten, dass Modschtaba noch am Leben sei. Es gebe etwa Hinweise darauf, dass Beamte versuchten, persönliche Treffen mit ihm zu vereinbaren.
„Axios“ zitierte einen US-Beamten mit den Worten: „Das ist mehr als seltsam. Wir glauben nicht, dass die Iraner sich all diese Mühe gemacht hätten, um einen Toten zum obersten Führer zu ernennen, aber gleichzeitig haben wir keinen Beweis dafür, dass er das Ruder übernommen hat.“ (dpa)
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15:25 Uhr 21.03.2026
US-Militär: Bereits gut 8.000 iranische Ziele angegriffen
Das US-Militär hat bei seiner mittlerweile dreiwöchigen Offensive gegen den Iran nach eigenen Angaben mehr als 8.000 Ziele angegriffen. Darunter befänden sich auch 130 iranische Schiffe, sagte der Befehlshaber des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Brad Cooper, in einem auf der Plattform X veröffentlichten Video. „Dies ist die größte Zerschlagung einer Marine innerhalb eines Zeitraums von drei Wochen seit dem Zweiten Weltkrieg“, fügte er hinzu.
Cooper bekräftigte das Ziel, die iranische Bedrohung des freien Warenverkehrs durch die Straße von Hormus zu bekämpfen. Anfang der Woche habe das US-Militär mehrere 5.000-Pfund-Bomben auf eine unterirdische Anlage an der iranischen Küste abgeworfen und zerstört. Diese sei von Teheran genutzt worden, um etwa Raketenwerfer und andere Ausrüstung zu lagern, die eine „erhebliche Gefahr“ für die internationale Schifffahrt dargestellt hätten. (dpa)
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15:24 Uhr 21.03.2026
USA: Angriffe haben Irans Einsatzfähigkeiten in Straße von Hormus "eingeschränkt"
Die iranischen Fähigkeiten für bewaffnete Einsätze in der Straße von Hormus sollen nach Angaben der US-Armee durch neue Angriffe auf den Iran „eingeschränkt“ worden sein. Angegriffen worden sei eine unterirdische Anlage im Iran, wo Marschflugkörper und andere Waffen gelagert worden seien, teilte der Befehlshaber des für den Nahen Osten zuständigen US-Militärkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper, am Samstag mit. Auf die Anlage seien mehrere 5000-Pfund-Bomben abgeworfen worden.
Ferner seien auch „Geheimdienststandorte und Raketenradarstationen“ zerstört worden, die zur Überwachung von Schiffsbewegungen genutzt worden seien, sagte Cooper in einem im Onlinedienst X veröffentlichten Video. „Die Fähigkeit des Iran, die Freiheit der Schifffahrt in und um die Straße von Hormus zu gefährden, ist dadurch eingeschränkt.“ Der Admiral fügte hinzu, die US-Armee werde nicht aufhören, das Ziel der freien Schifffahrt in dem Gebiet zu verfolgen. (AFP)
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11:18 Uhr 21.03.2026
Iran meldet Angriff auf Atomanlage Natans
Der Iran hat einen weiteren Angriff auf seine Atomanlage Natans gemeldet. Die unterirdische Urananreicherungsanlage ist eine der wichtigsten im Land. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim trat kein radioaktives Material aus. Für die Bevölkerung in unmittelbarer Umgebung der Anlage bestehe keine Gefahr.
Nach Angaben des Weißen Hauses besteht ein Hauptziel des derzeitigen Krieges darin, zu verhindern, dass der Iran jemals in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Israel wiederum sieht im iranischen Atom- und Raketenprogramm seine größte existenzielle Bedrohung. Iranische Politiker hatten in der Vergangenheit immer wieder dem jüdischen Staat mit Vernichtung gedroht.
Schon Anfang dieses Monats hatte die Internationale Atomenergiebehörde IAEA neue Schäden an Eingangsgebäuden der unterirdischen Urananreicherungsanlage in Natans bestätigt. Die Vereinigten Staaten und Israel hatten bereits im Juni 2025 Irans Atomanlagen bombardiert und stark beschädigt. (dpa)
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11:17 Uhr 21.03.2026
Iran greift US-britischen Militärstützpunkt an
Der Iran hat US-Medienberichten zufolge einen von Großbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf den Chagos-Inseln im Indischen Ozean angegriffen. Die Islamische Republik attackierte den Stützpunkt auf der Insel Diego Garcia am Freitagmorgen (Ortszeit) mit ballistischen Raketen, wie unter anderem das „Wall Street Journal“ und der Sender CNN unter Berufung auf ranghohe US-Beamte berichteten. Demnach feuerte der Iran zwei Geschosse mit mittlerer Reichweite auf die Basis ab, doch keines der beiden habe die Anlage getroffen. Eine offizielle Bestätigung seitens der britischen oder der US-Regierung gab es zunächst nicht.
Angesichts der Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran hatte US-Präsident Donald Trump schon vor Kriegsbeginn darauf gepocht, dass Großbritannien doch nicht wie geplant die Chagos-Inseln an Mauritius zurückgibt. Die USA könnten auf die Insel Diego Garcia angewiesen sein, um einen möglichen Angriff des iranischen Militärs abzuwehren, hatte Trump Mitte Februar auf seiner Plattform Truth Social mitgeteilt. Laut dem britischen Premierminister Keir Starmer ist der Stützpunkt einer der wichtigsten Beiträge des Vereinigten Königreichs zur Sicherheitspartnerschaft mit den USA. (dpa)
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11:15 Uhr 21.03.2026
USA lockern Sanktionen auf iranisches Öl auf Schiffen
Die USA haben im Iran-Krieg vorübergehend Sanktionen auf iranisches Öl gelockert, das sich derzeit auf Schiffen befindet. Das US-Finanzministerium teilte mit, Verkauf und Lieferung seien bis zum 19. April erlaubt. Mit der Aufhebung von Sanktionen auf Erdöl versuchen die USA, die steigenden Preise für den Rohstoff unter Kontrolle zu bekommen.
US-Finanzminister Scott Bessent hatte die Lockerung bereits am Donnerstag in Aussicht gestellt. Er geht früheren Angaben zufolge von etwa 140 Millionen Barrel (1 Barrel = 159 Liter) aus. Dabei betonte er, dass iranisches Öl weiterhin vom Persischen Golf nach Indien und China exportiert werde. China und Indien sind die wichtigsten Abnehmer des Rohstoffs aus dem Iran.Jüngst hatten die USA bereits mitgeteilt, dass russisches Öl, das sich bereits auf Schiffen befinde, vorerst wieder straflos verkauft werden dürfe. Die befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis 11. April gelten.
Durch den Krieg im Iran ist der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus nahezu zum Erliegen gekommen. Die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist eine der wichtigsten Routen des internationalen Öl- und Gashandels. Die Preise für Öl und Gas waren in der Folge drastisch gestiegen. (dpa)
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22:02 Uhr 20.03.2026
Chamenei zeigt sich im Iran-Krieg siegesgewiss – Medien: USA schicken weitere Soldaten
Nach drei Wochen Iran-Krieg hat sich der neue oberste Führer der Islamischen Republik siegesgewiss gezeigt. Die Feinde des Iran würden „besiegt“, erklärte Modschtaba Chamenei am Freitag in einer schriftlichen Botschaft – er trat erneut nicht persönlich auf. Der Iran setzte seine Vergeltungsangriffe in der Golfregion fort. Die USA und Israel griffen ihrerseits erneut Ziele im Iran an. Unterdessen berichteten Medien von der Verlegung tausender zusätzlicher US-Soldaten in die Region. (AFP)
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21:57 Uhr 20.03.2026
Nato zieht wegen Iran-Krieg Soldaten aus dem Irak ab
Die Nato hat wegen der angespannten Sicherheitslage im Nahen Osten das Personal ihrer Irak-Mission nach Europa verlegt. „Ich möchte dem Irak und allen Alliierten danken, die die sichere Verlegung unterstützt haben“, teilte Nato-Oberbefehlshaber Alexus Grynkewich mit. Die Mission werde nun vorerst vom operativen Führungskommando des Bündnisses in Neapel aus fortgesetzt. Zur Zahl der in Sicherheit gebrachten Personen gab es zunächst keine offiziellen Angaben. Aus Bündniskreisen hieß es, es seien einige Hundert betroffen gewesen.
Die Evakuierungsaktion der Nato folgt darauf, dass der von den USA und Israel angegriffene Iran zuletzt auch Ziele im Irak beschossen hatte. Das Land grenzt an den Iran und beherbergt mehrere westliche Militärstützpunkte. (dpa)
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16:13 Uhr 20.03.2026
Trump nennt Nato-Verbündete „Feiglinge“
Wegen ihrer Haltung im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump die Nato-Verbündeten als „Feiglinge“ beschimpft. Trump schrieb am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social, die Partner beschwerten sich im Iran-Krieg über die hohen Ölpreise, wollten aber nicht helfen, die Straße von Hormus zu öffnen. Dabei sei dies „ein einfacher militärischer Schritt“ mit „geringem Risiko“.
„Feiglinge“, fügte Trump in Großbuchstaben hinzu. Die USA würden sich dieses Verhalten merken. Ohne die Vereinigten Staaten sei die Nato nur „ein Papiertiger“, schrieb er zudem. (AFP) -
12:23 Uhr 20.03.2026
Israels Armee beginnt neue Luftangriffe im Iran
Die israelische Armee greift eigenen Angaben zufolge erneut Ziele im Iran an. Das Militär habe neue Bombardements auf Stellungen der iranischen Führung in der Gegend der Stadt Nur im Norden des Landes begonnen, hieß es in einer Mitteilung am Mittag. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt. (dpa)
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10:22 Uhr 20.03.2026
Irans Führung appelliert an Geheimdienst: Feinden Sicherheit entziehen
Die iranische Führung hat die Mitarbeiter des Geheimdienstes dazu aufgerufen, den „Feinden im In- und Ausland“ die Sicherheit zu entziehen. In einer Mitteilung auf dem X-Profil des neuen obersten Führers, Modschtaba Chamenei, hieß es weiter, nach dem Tod von Geheimdienstchef Ismail Chatib müssten die „übrigen Beamten und Mitarbeiter dieses sensiblen Ministeriums“ diese Lücke ausgleichen.
Modschtaba Chamenei ist seit seiner Ernennung zum neuen Religionsführer am 8. März nicht öffentlich in Erscheinung getreten - weder mit einer Audio- noch mit einer Videobotschaft. Laut Aussage der US-Regierung ist er verletzt. Nähere Informationen gibt es bislang nicht.
Geheimdienstminister Chatib wurde nach israelischen Angaben bei einem Luftangriff in der Nacht zum Mittwoch getötet. (dpa)
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07:58 Uhr 20.03.2026
Golfstaaten erneut unter iranischem Beschuss
Als Reaktion auf die amerikanisch-israelischen Militärschläge hat der Iran in der Nacht seine Angriffe gegen arabische Staaten, in denen es US-Militärstützpunkte gibt, fortgesetzt. Die Armee von Kuwait meldete auf der Plattform X erneuten Beschuss durch Raketen und Drohnen. Die Luftabwehr sei dabei, die Geschosse abzufangen. Das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien wehrte nach eigenen Angaben gleich mehrere Drohnenangriffe ab.
Auch die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten meldeten auf X die erfolgreiche Abwehr eines Luftangriffs. In Bahrain geriet nach Angaben des Innenministeriums ein Lagerhaus durch herabfallende Trümmer in Brand. Das Feuer sei unter Kontrolle gebracht worden. Es gebe keine Verletzten, hieß es. (dpa)
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07:58 Uhr 20.03.2026
Israels Luftwaffe fliegt weitere Angriffswelle im Iran
Israels Luftwaffe greift weiter im Iran an. Die Streitkräfte hätten eine neue „Welle“ an Attacken im ganzen Land begonnen, teilte die israelische Armee in der Nacht mit. Ziel sei „Infrastruktur des iranischen Terrorregimes“, hieß es in einer kurzen Mitteilung auf Telegram ohne nähere Einzelheiten. Kurz zuvor hatte der Iran gleich mehrere Raketensalven auf Israel abgefeuert. Berichte über Verletzte oder größere Schäden gab es nicht.
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte zuvor noch laut der Zeitung „Times of Israel“ gesagt: „Der Iran ist schwächer denn je.“ Nach knapp drei Wochen Krieg könne der Iran kein Uran mehr anreichern und auch keine ballistischen Raketen mehr herstellen. Die Angriffe auf die Islamische Republik würden dennoch weitergehen, „so lange dies notwendig ist“, sagte Netanjahu. (dpa)
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21:50 Uhr 19.03.2026
USA billigen Rüstungsexporte an zwei Golfstaaten
Die USA haben Rüstungsexporte im Wert von insgesamt gut 16 Milliarden Dollar (rund 14 Milliarden Euro) an zwei Golfstaaten gebilligt, die besonders vom Iran-Krieg betroffen sind. Kuwait soll nach Angaben des Außenministeriums in Washington Radarsensoren zur Luft- und Raketenabwehr im Wert von rund acht Milliarden Dollar erhalten. An die Vereinigten Arabischen Emirate gehen Rüstungsgüter im Wert von weiteren rund acht Milliarden Dollar.
Dazu zählen den Angaben zufolge unter anderem ein Radarsystem gegen ballistische Raketen sowie Munition und Ausrüstung für F-16-Kampfflugzeuge. Der Iran nimmt seit Beginn der US-israelischen Luftangriffe Ende Februar unter anderem Ziele in den Golfstaaten ins Visier. In Katar wurde der größte Gaskomplex des Landes in Ras Laffan angegriffen.
Eigentlich bedürfen US-Rüstungsexporte der Zustimmung des Kongresses. Außenminister Marco Rubio habe aber festgestellt, dass ein „Notfall vorliegt, der den sofortigen Verkauf" der Ausrüstung erfordere, erklärte das Ministerium. (AFP) -
21:39 Uhr 19.03.2026
Netanjahu: Iran kann kein Uran mehr anreichern
Nach knapp drei Wochen Krieg kann der Iran laut israelischem Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu kein Uran mehr anreichern und auch keine ballistischen Raketen mehr herstellen. „Der Iran ist schwächer denn je“, sagte er in Jerusalem nach Angaben der „Times of Israel“. Die Angriffe auf den Mullah-Staat würden aber weitergehen, „so lange dies notwendig ist“.
Netanjahu bekräftigte auf der Pressekonferenz die Ziele der Militärkampagne, die Israel und die USA gestartet haben. Es gehe darum, die Bedrohung auszuschalten, die von den nuklearen Ambitionen und von den ballistischen Raketen des Irans ausgehen würden. Damit werde man die Bedingungen dafür schaffen, dass sich das iranische Volk die Freiheit nehmen kann, „sein Schicksal selbst zu gestalten“.
Zum umstrittenen israelischen Angriff auf das iranische Ölfeld „South Pars“ am Vortag sagte er: „Fakt Nummer eins: Israel hat allein gegen die Gasförderanlage gehandelt. Fakt Nummer zwei: Präsident Trump hat uns gebeten, künftig von (derartigen) Attacken abzusehen, und wir sehen davon ab.“ (dpa)
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21:38 Uhr 19.03.2026
Internationale Energieagentur beginnt mit Freigabe ihrer Öl-Notvorräte
Die Mitgliedsländer der Internationalen Energieagentur (IEA) haben mit der wegen des Iran-Kriegs beschlossenen Freigabe eines Teils ihrer Ölreserven begonnen. Die freigegebenen Reserven werden „größtenteils aus Rohöl bestehen", die Beiträge in Europa „vorrangig in Form raffinierter Produkte", teilte die IEA am Donnerstag mit.
Die Organisation hatte vor einer Woche den Beschluss gefasst, 426 Millionen Barrel Öl ihrer Notvorräte freizugeben, um den durch den Krieg im Nahen Osten ausgelösten Preissprung abzufedern. Grund für den Preisanstieg ist vor allem die Blockade der Straße von Hormus. Die iranischen Revolutionsgarden haben die Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel de facto gesperrt. Dort werden normalerweise rund 20 Prozent des weltweiten Rohöls transportiert. (AFP)
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18:55 Uhr 19.03.2026
Pearl-Harbor-Bemerkung: Trump irritiert Japans Regierungschefin
US-Präsident Donald Trump hat die japanische Regierungschefin Sanae Takaichi mit einem historischen Vergleich zu Pearl Harbor irritiert. Bei ihrem Besuch im Weißen Haus sprach Trump darüber, dass die USA beim Angriff auf den Iran das Überraschungsmoment genutzt hätten. „Wer kennt sich mit Überraschungen besser aus als Japan“, fragte Trump und sorgte für Gelächter im Raum.
„Warum haben sie mir nichts über Pearl Harbor gesagt“, fragte Trump an die Japaner gerichtet. Er glaube, Japan setze noch viel stärker auf Überraschungen als die USA. Takaichi richtete sich daraufhin sichtlich angespannt in ihrem Sessel auf und blickte mit großen Augen in die Richtung ihrer Delegation.
Japan hatte am 7. Dezember 1941 den US-Stützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii bombardiert. Bei dem Überraschungsangriff starben mehr als 2.400 Menschen. Die USA traten daraufhin in den Zweiten Weltkrieg ein. (dpa) -
18:54 Uhr 19.03.2026
Weiterer Energiepreisschock nach Angriffen auf Energieinfrastruktur in Nahost
Der Öl- und insbesondere der Gaspreis sind infolge iranischer Angriffe auf Energieinfrastruktur in den Golfstaaten massiv angestiegen. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent legte am Donnerstag zeitweise um mehr als zehn Prozent zu. Der europäische Erdgaspreis stieg zeitweise um mehr als 35 Prozent. Israel hatte am Mittwoch iranische Gasanlagen angegriffen. Teheran nahm daraufhin Öl- und Gasanlagen in Katar, Saudi-Arabien und Kuwait ins Visier.
Israel hatte Anlagen im riesigen Ölfeld South Pars angegriffen, das sowohl vom Iran als auch von Katar ausgebeutet wird. Bei iranischen Angriffen wurde der katarische Gaskomplex Ras Laffan beschädigt. Katar ist der weltweit zweitgrößte Produzent von Flüssigerdgas (LNG) und Ras Laffan ist die weltweit größte LNG-Anlage. Katar sprach von „erheblichen Schäden", die dort entstanden seien.
US-Präsident Donald Trump drohte zunächst mit der Zerstörung iranischer Gasförderstätten, sollte Teheran erneut die Energieinfrastruktur in Katar angreifen. Später sicherte er zu, dass Israel keine weiteren Angriffe auf Anlagen von South Pars unternehmen werde. Die iranische Führung ließ mitteilen, dass sie bei weiteren Angriffen auf seine Energieinfrastruktur „keinerlei Zurückhaltung" mehr üben würde.
In Saudi-Arabien stürzte eine Drohne auf die Raffinerie Samref im Industriegebiet von Yanbu am Roten Meer. „Die Schadensbewertung ist im Gange", erklärte das saudiarabische Verteidigungsministerium am Donnerstagmorgen. „Wir behalten uns das Recht vor, militärische Maßnahmen zu ergreifen, sollte dies erforderlich sein", erklärte Außenminister Prinz Faisal bin Farhan.
In Kuwait traf ein Drohnenangriff am Donnerstagmorgen eine der größten Raffinerien des staatlichen Ölkonzerns und löste in einer ihrer Anlagen einen Brand aus. Wenig später wurde eine Anlage einer zweiten Raffinerie des staatlichen Konzerns ebenfalls durch einen Drohnenangriff in Brand gesetzt.
In Israel wurde Medienberichten zufolge die wichtigste Öl-Raffinerie des Landes, im nördlichen Haifa, infolge eines Angriffs mit iranischen Raketen getroffen. Über der Anlage in der Hafenstadt stieg dicker dunkler Rauch auf, wie Bilder zeigten, die von dem Sender Kan 11 verbreitet wurden. Im Onlinedienst X schrieb der Sender, dass es aber keinen Anlass zur Sorge wegen eines möglichen Austritts gefährlicher Stoffe gebe.Die Öl- und Gaspreise waren bereits wegen der Sperrung der Straße von Hormus im Zuge des Krieges in Nahost massiv angestiegen. Rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und LNG-Transports verläuft durch die Meerenge. Die gezielten Angriffe auf Energieanlagen sorgten nun für weitere Preissprünge. Regierungen und Staatschefs weltweit forderten ein Ende der Angriffe auf Energieanlagen. (AFP)
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18:47 Uhr 19.03.2026
UN-Organisation: Evakuierungspläne für Straße von Hormus
Die Weltschifffahrtsorganisation (IMO) arbeitet an Evakuierungsplänen für die durch den Iran-Krieg in der Straße von Hormus festsitzenden Schiffe und Seefahrer. Der erste Ansprechpartner seien nun die Länder der Region, um Gespräche darüber zu beginnen, wie eine Evakuierungsroute eingerichtet werden könnte, sagte IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez nach einer Dringlichkeitssitzung.
„Es geht nicht darum, alle Schiffe an einem einzigen Tag hinauszuführen“, sagte Dominguez. „Wir sprechen von der Straße von Hormus, die etwa 30 Kilometer breit ist.“ Die Sicherheit habe dabei die oberste Priorität, „denn bei allen Maßnahmen wollen wir das Risiko für die Seeleute keinesfalls erhöhen“, sagte Dominguez. Auch mit dem Iran, der IMO-Mitglied ist, werde in dieser Sache gesprochen.
Nach Angaben der UN-Organisation sitzen 20.000 Seefahrer in der Region fest. Dominguez sprach von nahezu 2.000 Schiffen. Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus, einer wichtigen Route für den internationalen Transport von Öl und Flüssiggas, war wegen des Kriegs und drohender iranischer Angriffe praktisch zum Erliegen gekommen. (dpa)
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18:46 Uhr 19.03.2026
Angriff mit iranischen Raketen: Öl-Raffinerie von Haifa in Israel getroffen
Im Norden Israels ist die Öl-Raffinerie von Haifa laut israelischen Medienberichten infolge eines Angriffes mit iranischen Raketen getroffen worden. Über der Anlage in der Hafenstadt stieg dicker dunkler Rauch auf, wie Bilder zeigten, die von dem Sender Kan 11 am Donnerstag verbreitet wurden. Im Onlinedienst X schrieb der Sender, dass es aber keinen Anlass zur Sorge wegen eines möglichen Austritts gefährlicher Stoffe gebe.
Die Raffinerie in Haifa, die in einem großen Industriegebiet liegt, ist die größte des Landes. Das Umweltministerium erklärte, dass Vertreter des Ministeriums und Notfallteams vor Ort seien, „nachdem ein Bericht über herabgestürzte Trümmer eines Abfangflugkörpers im Raum Haifa sowie über einen mutmaßlichen Vorfall mit Gefahrstoffen eingegangen war".
Zuvor hatte die israelische Armee vor einem Angriff mit iranischen Raketen gewarnt. Israel hatte am Mittwoch ein wichtiges iranisches Gasfeld angegriffen. Der Iran drohte daraufhin mit Vergeltung. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärte am Donnerstag bei X, der Iran werde „null Zurückhaltung" üben, sollte seine Infrastruktur noch einmal angegriffen werden. (AFP) -
16:08 Uhr 19.03.2026
Drohne stürzt über Ölraffinerie in Saudi-Arabien ab
Über der saudischen Ölraffinerie Samref am Roten Meer ist nach offiziellen Angaben eine Drohne abgestürzt. Der Schaden werde begutachtet, teilte das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien mit. Der Hafen Janbu in Nähe der Raffinerie wurde dem Ministerium zufolge zudem von einer Rakete angegriffen, diese sei abgefangen und zerstört worden. Auch nahe Riad und im Osten des Landes wurden demnach erneut Drohnen abgefangen.
An dem Hafen wurden nach den Angriffen vorübergehend keine Tanker mit Öl beladen. Nach einer kurzen Unterbrechung gingen der Betrieb und die Exporte aber weiter, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen im saudischen Energieministerium.
Der Iran hatte nach israelischen Angriffen auf seine Gasanlagen gedroht, als Vergeltungsmaßnahme die Gasfelder und Raffinerien in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Katar anzugreifen. Unter den genannten Zielen war auch die Samref-Raffinerie. Sie ist eine der bedeutendsten in Saudi-Arabien. (dpa)
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16:00 Uhr 19.03.2026
Israel meldet Angriff auf iranische Kriegsschiffe im Kaspischen Meer
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben mehrere iranische Kriegsschiffe im Kaspischen Meer angegriffen. Unter den am Vortag von Kampfjets bombardierten Zielen seien mit Raketenabwehrsystemen bestückte Schiffe, Patrouillenboote und Begleitschiffe, erklärte die Armee am Donnerstag. Auch ein Marinestützpunkt und Hafenanlagen seien bei dem Einsatz getroffen worden.
Der Armee zufolge handelte es sich um einen der „bedeutendsten Angriffe" auf iranische Ziele seit Kriegsbeginn Ende Februar. Israelische Medien hatten am Mittwoch einen israelischen Angriff auf iranische Kriegsschiffe in der Hafenstadt Bandar Anzali im Kaspischen Meer gemeldet. (AFP)
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15:59 Uhr 19.03.2026
Bericht: Pentagon will 200 Milliarden Dollar für Iran-Krieg
Das US-Verteidigungsministerium will nach Informationen der „Washington Post" den Kongress um 200 Milliarden Dollar (rund 174 Milliarden Euro) zur Finanzierung des Iran-Kriegs bitten. Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte am Donnerstag zu dem Bericht, diese Zahl könne sich noch ändern. „Natürlich braucht man Geld, um Bösewichte zu töten", fügte er hinzu. Die 200 Milliarden Dollar würden laut „Washington Post" die gesamten Ukraine-Hilfen der USA übersteigen.
Die „Washington Post" hatte berichtet, das Pentagon habe das Weiße Haus gebeten, die Forderung von 200 Milliarden Dollar an den Kongress zu bestätigen. Das Blatt berief sich auf einen hochrangigen Regierungsmitarbeiter und drei weitere anonyme Quellen, die die Größenordnung bestätigten.
Bisher hatten US-Medien von einer möglichen Regierungsanfrage an den Kongress in Höhe von 50 Milliarden Dollar berichtet. Laut „Washington Post" gehen die 200 Milliarden Dollar weit über die bisherigen Kriegskosten hinaus, die nach den ersten sechs Tagen auf rund elf Milliarden Dollar geschätzt worden waren. Zusätzlich wolle Hegseth, der sich „Kriegsminister" nennt, die Waffenproduktion ankurbeln.
Die Summe wäre zudem höher als der gesamte bisherige US-Beitrag für die Ukraine. Laut der Zeitung genehmigte der Kongress bis zum Jahreswechsel insgesamt rund 188 Milliarden Dollar für die Unterstützung der Ukraine. US-Präsident Donald Trump hatte seinem Vorgänger Joe Biden Verschwendung vorgeworfen und die meisten Finanzhilfen nach seinem Amtsantritt vor 14 Monaten eingestellt.
Hegseth zufolge gibt es bisher keinen endgültigen Zeitplan für ein Ende des Iran-Kriegs. Letztlich entscheide darüber Trump, sagte der Minister. Bereits vor zehn Tagen hatte Trump den Krieg „so gut wie beendet" genannt und als „kurzen Ausflug" bezeichnet. Seitdem setzen die USA und Israel ihre Luftangriffe jedoch unverändert fort. Hegseth fügte hinzu, die USA lägen bei ihren Kriegszielen „sehr gut im Plan". (AFP)
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15:48 Uhr 19.03.2026
Sechs Staaten: Iran soll Angriffe auf Schiffe sofort stoppen
Sechs Staaten haben den Iran zum sofortigen Stopp von Angriffen auf Schiffe in der strategisch und wirtschaftlich wichtigen Straße von Hormus aufgefordert. In einer gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens, Italiens, der Niederlande und Japans vom Donnerstag hieß es, die Angriffe auf Schiffe und Infrastruktur einschließlich Öl- und Gasanlagen sowie die „faktische Sperrung der Straße von Hormus durch iranische Kräfte" werde "auf das Schärfste" verurteilt.
Die sechs Staaten riefen den Iran auf, „seine Drohgebärden, das Verlegen von Minen sowie Drohnen- und Raketenangriffe und andere Versuche", die Meerenge für die Handelsschifffahrt zu blockieren, „sofort einzustellen". Ein derartiger Eingriff in die internationale Schifffahrt und die Störung weltweiter Energieversorgungsketten stelle „eine Bedrohung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit" dar.
Die sechs Staaten erklärten, sie seien bereit, "einen Beitrag zu geeigneten Anstrengungen zu leisten, um eine sicherere Passage" für Schiffe zu gewährleisten. Sie begrüßten in der Erklärung „das Engagement von Staaten, die vorbereitende Planungen durchführen". (AFP)
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15:45 Uhr 19.03.2026
Tausende Luxuswagen auf Weg nach Dubai auf kenianischer Insel gestrandet
Tausende Luxusautos sind im Zuge des Iran-Kriegs auf dem Weg von Japan nach Dubai Hafenbehörden zufolge auf einer kenianischen Insel gestrandet. Örtliche Medien zeigten zahlreiche glänzende Wagen der deutschen Automarke Porsche, die einem Lagergebäude auf der Insel Lamu geparkt waren. Die Autos gehören zu insgesamt 4000 Fahrzeugen, die in der vergangenen Woche von zwei Schiffen der italienischen Grimaldi-Gruppe auf Lamu abgeladen wurden.
Das zuletzt angekommene Schiff hatte am 24. Februar die japanische Hafenstadt Yokohama verlassen - vier Tage, bevor der Iran-Krieg mit US- und israelischen Angriffen auf den Iran begann. Am 1. März wurde das Ziel des Schiffs, der Hafen Dschebel Ali in Dubai, von iranischen Gegenangriffen getroffen.
Nach Angaben örtlicher Hafenbeamter erwartet die Insel ein weiteres Containerschiff mit 5000 Autos in der kommenden Woche. Die kenianische Hafenbehörde erklärte im Onlinedienst X, dass Lamu auf einen Anstieg des Verkehrsaufkommens vorbereitet sei.„Es gibt immer noch Schiffe mit Fracht, die für den Golf bestimmt sind, aber seit sich die Situation dort verschlechtert hat, treiben diese Schiffe mehr oder weniger nur auf dem Meer umher", sagte Lamus Hafenmanager Abdulaziz Mzee örtlichen Medien. Der Krieg sei kein Grund zum Feiern, aber die Wirtschaft auf Lamu profitiere davon. Die Autos dürften im Hafen bleiben, bis sich die Situation stabilisiere, fuhr Mzee fort. (AFP)
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15:44 Uhr 19.03.2026
Iranische Abgeordnete wollen Gebühren für Fahrt durch Straße von Hormus erheben
Iranische Parlamentarier haben einen Plan vorgelegt, eine Nutzungsgebühr für die für den internationalen Öltransport wichtige Straße von Hormus zu erheben. „Die Sicherheit der Meerenge wird von der Islamischen Republik gewährleistet", und Schiffe müssten „im Gegenzug eine Abgabe zahlen", sagte die Abgeordnete Somajeh Rafiei nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna vom Donnerstag.
Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hatte am Dienstag erklärt, die Bedingungen für die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus würden „nicht zum Vorkriegsstatus zurückkehren".
Seit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, faktisch gesperrt. Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran wird von den iranischen Revolutionsgarden kontrolliert. Die Blockade ließ die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.
In den vergangenen Tagen ließ der Iran einzelne Schiffe verbündeter Länder passieren. Mit einer Blockade drohte Teheran gleichzeitig Schiffen aus Ländern, die sich aus seiner Sicht der „Aggression" gegen den Iran angeschlossen haben. (AFP)
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07:50 Uhr 19.03.2026
Trump droht Iran massiven Angriff auf Gasfeld an
US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit einer massiven Bombardierung eines wichtigen Gasfelds - und scheint nach Israels Angriff darauf gleichzeitig um Schadensbegrenzung bemüht. Es werde eine Attacke des US-Militärs geben, falls Iran weiter Katars Gasindustrie angreife, schrieb er auf Truth Social. Für diesen Fall drohte er mit einem Angriff „mit einer Stärke und Schlagkraft, wie Iran es noch nie zuvor gesehen hat“.
Zugleich betonte er, dass Israel das Gasfeld „South Pars“ nach seiner Attacke vom Vortag nicht erneut angreifen werde - solange der Iran nicht erneut Energieanlagen in Katar ins Visier nehme.
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22:00 Uhr 18.03.2026
Saudi-Arabien: Abschuss von Rakete über Riad - Vier Verletzte
In Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad sind offiziellen Angaben zufolge vier Menschen durch herabstürzende Trümmer einer ballistischen Rakete verletzt worden. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Spa unter Berufung auf einen Sprecher des Zivilschutzes. Die Trümmer seien auf ein Wohngebiet in Riad gefallen. Dabei sei zudem geringer Sachschaden entstanden. Der Sprecher sagte weiter, Versuche, zivile Ziele anzugreifen, stellten einen klaren Verstoß gegen das Völkerrecht dar.
Zuletzt hatte Saudi-Arabien vor allem Drohnen im ölreichen Osten des Landes abgefangen, angegriffen wurde aber auch die US-Botschaft in Riad, die zentral in dem Land liegt, und eine US-Militärbasis. Der Iran greift Saudi-Arabien und die übrigen Staaten am Persischen Golf seit Beginn des von den USA und Israel begonnenen Iran-Kriegs vor knapp drei Wochen immer wieder mit Raketen und Drohnen an. (dpa)
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21:54 Uhr 18.03.2026
EU fordert von Israel Einstellung der Militäreinsätze im Libanon
Die Europäische Union (EU) hat Israel zur Einstellung der Militäreinsätze im Libanon aufgefordert. „Die EU ist zutiefst besorgt über die andauernde israelische Offensive im Libanon, die bereits verheerende humanitäre Folgen hat", erklärte am Mittwochabend ein Sprecher. Außerdem berge das Vorgehen die Gefahr, einen „langwierigen Konflikt" auszulösen. „Israel sollte seine Operationen im Libanon einstellen", hieß es in der Erklärung weiter.
Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar ist der Konflikt zwischen Israel und der vom Iran finanzierten libanesischen Hisbollah-Miliz wieder massiv eskaliert. Israel beschießt immer wieder Ziele im Libanon und rückte inzwischen auch mit Bodentruppen auf libanesisches Territorium im Grenzgebiet vor. Die Hisbollah feuert ihrerseits immer wieder Raketen und Drohnen auf Israel.
Nach Angaben der libanesischen Behörden wurden durch israelische Angriffe bereits mehr als 900 Menschen getötet, darunter mindestens 111 Kinder. Hunderttausende Menschen seien durch die Gefechte vertrieben worden.
Offiziell gilt seit November 2024 zwischen Israel und der Hisbollah eine Waffenruhe. Israel wirft der Miliz jedoch vor, sich wieder zu bewaffnen. Es macht die von der libanesischen Regierung zugesagte vollständige Entwaffnung der Miliz zur Bedingung für ein Ende seiner Angriffe. (AFP)
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21:50 Uhr 18.03.2026
Berichte: Israel greift erstmals iranische Marineschiffe an
Israels Luftwaffe hat israelischen Berichten zufolge erstmals Schiffe der iranischen Marine im Kaspischen Meer ins Visier genommen. Der TV-Sender N12 sprach von einem „ungewöhnlichen Angriff“ in der nordiranischen Hafenstadt Bandar Ansali und berief sich auf israelische Sicherheitskreise. Auch die Nachrichtenseite „ynet“ und der Sender Kan 11 meldeten einen Angriff auf Ziele der iranischen Marine. Israels Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu den Berichten.
Israel schließe sich damit den USA an, hieß es in einem Bericht von N12 weiter. Die Zerstörung der iranischen Marine ist eines der Kriegsziele der USA im Iran. US-Präsident Donald Trump sagte kürzlich, das US-Militär habe die gesamte Marine des Landes versenkt.
In Bandar Ansali liegt das Hauptquartier der iranischen Marine ihrer Nordflotte. Der Iran feuerte am späten Abend zugleich erneut Raketen auf Israel. Im Süden des Landes mussten sich die Menschen in Schutzräume begeben. (dpa)
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21:49 Uhr 18.03.2026
Irak meldet Angriff auf Luftwaffenstützpunkt in Kirkuk
Der Irak meldet einen Angriff auf einen eigenen Luftwaffenstützpunkt in der Stadt Kirkuk. Ein Geschoss habe einen Brand ausgelöst, teilte das irakische Verteidigungsministerium auf der Plattform X mit. Das Feuer sei unter Kontrolle, es gebe keine Verletzten.
Bei dem Luftwaffenstützpunkt im Nordirak handele es sich um eine rein irakische Einrichtung, in der sich keine ausländische Ausstattung oder Personal befinde, hieß es weiter. Das Ministerium bezeichnete den Angriff als inakzeptabel und stelle einen direkten Angriff auf die Fähigkeiten der irakischen Luftstreitkräfte dar. Nicht mitgeteilt wurde, wer verdächtigt werde, dafür verantwortlich zu sein.
Der Irak grenzt an den Iran und ist im Zuge des Kriegs ebenfalls Schauplatz von Angriffen. Im Irak haben die mit Teheran verbündeten Milizen großen Einfluss, die immer wieder Angriffe auf US-Truppen im Land für sich beanspruchen. In den vergangenen Tagen gab es unter anderem Angriffe auf einen US-Militärstützpunkt in der Nähe des Flughafens von Bagdad. Zudem geriet die US-Botschaft dort bereits zwei Mal innerhalb weniger Tage unter Beschuss.
Die USA und Israel führen seit mehr als zwei Wochen Krieg gegen den Iran und haben in dem Land bereits Tausende Ziele aus der Luft angegriffen. Der Iran greift im Gegenzug sowohl Israel als auch mit den USA verbündete Golfstaaten mit Raketen und Drohnen an. (dpa)
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21:49 Uhr 18.03.2026
Unsicherheit im Iran-Krieg: US-Notenbank Fed lässt Leitzins stabil
Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs tastet die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) den Leitzins vorerst nicht an. Die Auswirkungen des Kriegs auf die US-Wirtschaft seien „ungewiss", sagte Fed-Chef Jerome Powell am Mittwoch in Washington. „Unter dem Strich wird der Ölpreisschock natürlich weiterhin etwas Druck nach unten auf Verbraucherausgaben und Beschäftigung und Druck nach oben auf die Inflation ausüben", fügte er hinzu.
„Kurzfristig werden höhere Energiepreise die Gesamtinflation anheizen", sagte Powell weiter. Es sei aber „noch zu früh, um das Ausmaß und die Dauer der möglichen Auswirkungen auf die Wirtschaft zu kennen".
Die US-Notenbank hob ihre Inflationsprognose für das laufende Jahr vor diesem Hintergrund auf 2,7 Prozent an. Das sind 0,3 Prozentpunkte mehr als noch im Dezember vorhergesagt. Die Arbeitslosenquote soll demnach bei 4,4 Prozent verharren. Etwas optimistischer sieht die Fed die Wachstumsaussichten. Sie rechnet nun mit einem Anstieg des US-Bruttoinlandsproduktes von 2,4 Prozent statt zuvor 2,3 Prozent.
Im zuständigen Offenmarktausschuss der Fed stimmten elf Mitglieder für eine Beibehaltung des Leitzinses in der bisherigen Spanne zwischen 3,5 und 3,75 Prozent. Nur der von US-Präsident Donald Trump ernannte Vorstand Stephen Miran sprach sich für eine Leitzinssenkung um 0,25 Prozentpunkte aus.
Die Zinsentscheidung der Fed wird von Experten aufmerksam beachtet. Am Donnerstag entscheidet der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main über den Leitzins. Auch die Bank of England sowie die japanische Zentralbank äußern sich dazu.
Trump hatte die Fed immer wieder zu einem deutlichen Zinsschnitt gedrängt, um etwa Immobilienkredite zu verbilligen. Er stellte damit die Unabhängigkeit der Zentralbank in Frage. Zudem ließ Trump Justizermittlungen gegen Powell wegen angeblich massiv überhöhter Kosten bei der Renovierung des Fed-Gebäudes in Washington einleiten.
Diese könnten sich allerdings als Bumerang erweisen: Powell bestätigte, dass er wegen der Ermittlungen womöglich über das Ende seiner regulären Amtszeit Mitte Mai hinaus kommissarisch an der Fed-Spitze bleiben könnte. Denn Trump hat zwar seinen Wunschkandidaten Kevin Warsh als Nachfolger für Powell nominiert. Die Personalie bedarf allerdings der Zustimmung des Senats.
Im Senat weigert sich der Trump-kritische Republikaner Thom Tillis, Warsh seine Zustimmung zu geben, solange die Justiz ihre Ermittlungen gegen Powell nicht einstellt. Ohne Tillis' Stimme hat Trumps Wunschkandidat wiederum wenig Chancen. Nach geltenden Regeln bliebe Powell dann über Mitte Mai hinaus kommissarisch an der Fed-Spitze.
Ein US-Bundesrichter hatte die Justizermittlungen gegen Powell in der vergangenen Woche vorerst gestoppt. Die Trump-Regierung will gegen die Entscheidung jedoch nach übereinstimmenden Medienberichten in Berufung gehen. Dadurch würde sich die Bestätigung Warshs noch weiter verzögern. (AFP)
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20:05 Uhr 18.03.2026
Iranische Vergeltungsangriffe auf Gasanlagen in Katar und Saudi-Arabien
Nach dem US-israelischen Angriff auf eine iranische Anlage im größten Erdgasfeld der Welt sind in Katar und Saudi-Arabien Gasanlagen angegriffen worden - offenbar handelte es sich um Vergeltungsschläge Teherans. In Katar teilte das Innenministerium am Mittwochabend mit, dass an der Nordküste am wichtigsten Gaskomplex des Landes ein Feuer ausgebrochen sei. „Der Zivilschutz bekämpft einen Brand im Gebiet von Ras Laffan, der auf einen iranischen Angriff zurückzuführen ist."
In Saudi-Arabien wurde derweil eine Drohne abgefangen, die sich einem Gasfeld im Osten des Landes näherte. „Eine Drohne, die sich einer Gasanlage in der östlichen Provinz näherte, wurde abgefangen und zerstört", erklärte am Mittwochabend das Verteidigungsministerium in Riad. Es sei kein Schaden entstanden.
Zuvor hatte Teheran Vergeltung für den US-israelischen Angriff auf sein wichtigstes Gasfeld angekündigt. Das iranische Militär drohte, „die Quelle der Aggression" hart zu treffen. Es erwäge, „die Kraftstoff-, Energie- und Gasinfrastruktur" der Länder ins Visier zu nehmen, von denen aus die Angriffe gestartet worden seien. Das iranische Staatsfernsehen veröffentlichte eine Liste „legitimer Ziele", unter denen Öl- und Gasanlagen in Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten sind.
Bei dem US-israelischen Angriff waren nach Angaben des staatlichen iranischen Fernsehens am Mittwoch mehrere Geschosse Einrichtungen in der Energie-Sonderwirtschaftszone in der Hafenstadt Asalujeh am Persischen Golf getroffen worden, ein Brand sei ausgebrochen. Die getroffenen Anlagen gehören zum Gasfeld South Pars/North Dome, das sich der Iran mit dem auf der gegenüberliegenden Küste gelegenen Golfemirat Katar teilt. Aus dem größten Gasfeld der Welt fördert der Iran rund 70 Prozent des heimischen Gasbedarfs. (AFP)
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19:15 Uhr 18.03.2026
Modschtaba Chamenei droht mit Rache für Tötung von Laridschani
Der neue oberste iranische Führer Modschtaba Chamenei hat mit Rache für die Tötung des mächtigen Sicherheitschefs Ali Laridschani gedroht. Die „Mörder" würden „den Preis" für ihre Tat bezahlen, hieß es in einer schriftlichen Erklärung Chameneis, die am Mittwoch von der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlicht wurde. Es war erst die zweite schriftliche Erklärung von Modschtaba Chamenei, seit er am 8. März zum neuen obersten Führer des Iran gewählt worden war.
Modschtaba Chamenei ist der Nachfolger seines Vaters Ayatollah Ali Chamenei, der am ersten Tag des Iran-Krieges am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff getötet wurde. Öffentlich aufgetreten ist er seit seiner Wahl am 8. März nicht. Medienberichten zufolge wurde er bei dem Luftangriff auf Teheran verletzt, bei dem sein Vater getötet wurde. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte in der vergangenen Woche erklärt, dass Modschtaba Chamenei „verletzt und wahrscheinlich entstellt" sei.
In seiner nun veröffentlichten schriftlichen Erklärung hieß es mit Blick auf Laridschani, der am Mittwoch beigesetzt werden sollte: „Zweifellos zeugt die Ermordung einer solchen Persönlichkeit von seiner Bedeutung und dem Hass der Feinde des Islam gegen ihn." Zu weiteren wichtigen Vertretern der iranischen Führung, die bei israelischen Angriffen getötet wurden, erklärte Chamenei: „Jedes Blutvergießen hat seinen Preis, und die verbrecherischen Mörder dieser Märtyrer werden ihn bald bezahlen müssen."
Die israelische Armee hatte am Dienstag bekannt gegeben, dass Laridschani und der Anführer der für die innere Sicherheit im Iran zuständigen Basidsch-Miliz, Gholamresa Soleimani, getötet worden seien. Dies wurde von Teheran bestätigt. Am Mittwoch dann meldete Israel die Tötung des iranischen Geheimdienstministers Esmail Chatib, was die Führung in Teheran weiter schwächen dürfte. Irans Präsident Massud Peseschkian sprach von einem „feigen Mord". (AFP)
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19:14 Uhr 18.03.2026
Rutte: Nato-Staaten beraten „gemeinsam" über Vorgehen in Straße von Hormus
Die Nato berät nach Angaben von Generalsekretär Mark Rutte derzeit über den besten Weg zur Öffnung der Straße von Hormus, die vom Iran derzeit de facto für den Schiffsverkehr geschlossen gehalten wird. „Ich stehe in Kontakt mit vielen Verbündeten. Wir sind uns natürlich alle einig, dass die Straße wieder geöffnet werden muss", sagte Rutte am Mittwoch beim Besuch einer Nato-Übung in Norwegen.
Die Nato-Mitglieder „arbeiten gemeinsam daran, einen Weg nach vorn zu finden", betonte Rutte. Seine Äußerungen erfolgten einen Tag nach der heftigen Kritik von US-Präsident Donald Trump an Nato-Partnern wegen der Straße von Hormus. Der US-Präsident hatte die Verbündeten aufgefordert, Kriegsschiffe zu der wichtigen Schifffahrtsstraße zu schicken, was diese ablehnten.
Die Haltung der Verbündeten sei „ziemlich schockierend", sagte Trump am Dienstag im Weißen Haus in Washington. „Ich denke, die Nato macht einen sehr dummen Fehler." (AFP)
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19:13 Uhr 18.03.2026
Nach Abfangen iranischer Raketen: Nato stationiert drittes Patriot-System in Türkei
Wenige Tage nach dem Abfangen einer dritten iranischen Rakete über der Türkei stationiert die Nato eine neue Flugabwehrbatterie vom Typ Patriot auf der Luftwaffenbasis im südtürkischen Incirlik. Ein Nato-Vertreter bestätigte der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch, dass das Bündnis ein drittes Patriot-System auf das Gebiet des Bündnispartners verlegt habe.
Das türkische Verteidigungsministerium hatte die Verlegung zuerst bekanntgegeben. Das Patriot-System werde derzeit nahe Incirlik bereitgestellt, hieß es. Befehligt werde die Patriot-Batterie vom zentralen Hauptquartier für die Nato-Luftstreitkräfte im rheinland-pfälzischen Ramstein.
Die dritte Batterie ergänze zwei bereits nahe Incirlik befindliche Patriot-Systeme aus Spanien, erklärte das türkische Verteidigungsministerium weiter.
Am Freitag war eine dritte aus dem Iran abgefeuerte Rakete über der Türkei von Abwehrsystemen der Nato abgeschossen worden. Nach dem Abschuss der zweiten Rakete hatte Ankara Anfang vergangener Woche mitgeteilt, zum Schutz des türkischen Luftraums werde ein Patriot-System in der östlichen Provinz Malatya stationiert. Dort liegt der Militärstützpunkt Kürecik, auf dem neben US-Soldaten ein Frühwarn-Radarsystem der Nato stationiert ist, das iranische Raketenstarts erkennen kann.Das neue System PAC-3 in Incirlik ist leistungsstärker als das dort bereits stationierte PAC-2 und wurde zur Abwehr taktischer ballistischer Raketen entwickelt. PAC-2 kann in einem Radius von bis zu 70 Kilometern Fluggeräte und Marschflugkörper abfangen. PAC-3 kann US-Armeedaten zufolge in einem Radius von 20 bis 35 Kilometern ballistische Raketen abfangen.
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19:12 Uhr 18.03.2026
US-Geheimdienstanalyse stellt Trumps Begründung für Iran-Krieg infrage
Eine aktuelle US-Geheimdienstanalyse stellt die Begründung von US-Präsident Donald Trump für den Iran-Krieg infrage. Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard erklärte am Mittwoch, der Iran habe seine Nuklearanlagen seit den vernichtenden US-israelischen Luftangriffen vom vergangenen Juni nicht wieder aufgebaut. Trump hatte den Krieg unter anderem damit begründet, Teheran stehe kurz vor dem Bau von Atomwaffen und könne damit "bald" sogar die USA angreifen.
Durch den US-israelischen Einsatz „Mitternachtshammer" vom Juni 2025 sei Irans Atomanreicherungsprogramm „vernichtet" worden, bekräftigte Gabbard in ihrer schriftlichen Erklärung vor einer Anhörung im Geheimdienstausschuss des Senats. „Seitdem hat es keinerlei Bemühungen gegeben, die Anreicherungskapazitäten wieder aufzubauen", heißt es darin unter Berufung auf Erkenntnisse der Geheimdienste.
Trump hatte die US-israelischen Luftangriffe ab dem 28. Februar mit einer „unmittelbar bevorstehenden Bedrohung" durch das iranische Atomprogramm begründet. In seiner Rede zur Lage der Nation am 25. Februar hatte er dem Iran zudem vorgeworfen, „Raketen zu bauen, die bald die Vereinigten Staaten von Amerika erreichen werden".
Ein ranghoher Mitarbeiter Gabbards, Joe Kent, war am Dienstag aus Protest gegen den Iran-Krieg zurückgetreten. Der Leiter des Nationalen Terrorabwehr-Zentrums (NCTC) schrieb in einem offenen Brief an Trump, vom Iran sei „keine unmittelbare Bedrohung" für die USA ausgegangen. Vielmehr hätten die USA „diesen Krieg wegen Drucks aus Israel und seiner mächtigen amerikanischen Lobby begonnen".
Nach den Luftangriffen auf drei iranische Nuklearanlagen vom vergangenen Juni hatte Trump selbst immer wieder gesagt, diese seien vollständig zerstört worden. Kurz vor Kriegsbeginn verhandelten die USA dann aber erneut mit dem Iran über sein Atomprogramm.
Gabbard erwähnte die in ihrer schriftlichen Erklärung dargelegten Geheimdiensterkenntnisse zum iranischen Atomprogramm in ihrer mündlichen Aussage vor dem Ausschuss nicht. Auf Nachfrage eines demokratischen Senators sagte sie, dafür habe sie nicht genug Zeit gehabt. (AFP)
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19:11 Uhr 18.03.2026
Japans Regierungschefin will mit Trump „offen" über Iran-Krieg sprechen
Japans Regierungschefin Sanae Takaichi wird am Donnerstag im Weißen Haus in Washington erwartet - und muss sich mit US-Präsident Donald Trump vermutlich über die jüngsten Meinungsverschiedenheiten im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg auseinandersetzen. Japan ist eigentlich ein enger Verbündeter der USA. Es gehört wie Deutschland aber zu den westlichen Ländern, die sich Trumps Forderung nach einer Entsendung von Kriegsschiffen zum Schutz der Straße von Hormus im Iran-Krieg verweigerten.
Takaichi kündigte im Vorfeld des Treffens an, mit Trump „offen" über den Iran-Krieg und dessen negative Folgen für Japan zu sprechen. Das Land hängt bei 95 Prozent seiner Ölimporte vom Nahen Osten ab - 70 Prozent gehen durch die von den iranischen Revolutionsgarden de facto gesperrte Schifffahrtsstraße von Hormus. Weiteres Thema des Gesprächs soll nach Angaben von Takaichi eine mögliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern bei der Förderung von Seltenen Erden aus den Tiefen der Ozeane sein. (AFP)
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19:10 Uhr 18.03.2026
Israelische Armee: Ben-Gurion-Flughafen von „Trümmerteilen" getroffen
Israels größter Flughafen Ben Gurion ist nach Angaben der Armee von „Trümmerteilen" einer iranischen Rakete getroffen worden. Das bestätigte am Mittwoch ein Armeevertreter gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, ohne das Datum des Angriffs offenzulegen. Israelische Medien berichteten, dass mehrere, auf dem Flughafen nahe Tel Aviv geparkte Privatflugzeuge beschädigt worden seien.
Es ist das erste Mal seit Beginn des Iran-Krieges, dass die israelische Armee Folgen eines iranischen Angriffs für den Flughafen bestätigt. In der Nähe waren immer wieder Raketenteile zu Boden gefallen. Die iranischen Revolutionsgarden hatten am 5. März erklärt, den Flughafen und den dortigen Stützpunkt der israelischen Luftwaffe attackiert zu haben. (AFP)
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17:57 Uhr 18.03.2026
Russland verurteilt Tötung von iranischem Sicherheitschef Laridschani
Der Iran-Verbündete Russland hat die Tötung des mächtigen iranischen Sicherheitschefs Ali Laridschani verurteilt. „Wir verurteilen aufs Schärfste Handlungen, die darauf abzielen, die Gesundheit der Führungspersonen des souveränen und unabhängigen Iran zu schädigen, oder sie gar zu töten", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch in Moskau. Zuvor hatte Teheran mit Vergeltung für den Tod von Laridschani gedroht, der bei einem israelischen Angriff im Iran getötet worden war.
Russlands Präsident Wladimir Putin hatte Laridschani Ende Januar im Kreml empfangen - inmitten von Drohungen von US-Präsident Donald Trump, dass Teheran ein Abkommen über das iranische Atomprogramm abschließen müsse. Die Verhandlungen scheiterten, am 28. Februar begann dann der Iran-Krieg mit Angriffen Israels und der USA auf Teheran.
Moskau verurteilte am Mittwoch zudem einen Angriff auf das iranische Atomkraftwerk Buschehr. Der „Raketenangriff" sei „unverantwortlich und völlig inakzeptabel", sagte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa. Russland habe die USA und Israel davor gewarnt, das Leben von russischen Staatsbürgern zu gefährden, die in dem Atomkraftwerk arbeiten. Russland war an dem Bau des Kraftwerks beteiligt.
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16:31 Uhr 18.03.2026
Iran will mehr als 100 „monarchistische Zellen" aufgedeckt haben
Im Iran haben die Behörden nach eigenen Angaben mehr als hundert mutmaßliche „monarchistische Zellen" zerschlagen. Das Geheimdienst-Ministerium gab am Mittwoch in einer Erklärung bekannt, 111 solcher „Zellen" von Monarchisten in 26 Provinzen aufgedeckt zu haben, bevor diese tätig werden konnten. Wie viele Menschen festgenommen wurden, blieb unklar.
Das Ministerium gab weiter bekannt, es seien zudem mehrere „Spione" entlarvt und zahlreiche Menschen festgenommen worden, die mit einem verbotenen Fernsehsender zusammengearbeitet haben sollen.
Im Westen des Landes in der Stadt Hamedan und der Provinz West-Aserbaidschan wurden dem Ministerium zufolge vier Menschen festgenommen, die für die USA spioniert haben sollen. Die Behörden nahmen demnach außerdem 21 Menschen fest, die mit dem in London ansässigen Fernsehsender Iran International kooperiert haben sollen. Der Sender gilt im Iran seit 2022 als Terrororganisation. Den Angaben zufolge wurden unter anderem auch Schuss- und Stichwaffen beschlagnahmt.
Medien im Iran berichten seit Tagen über Festnahmen von Menschen, die mit den USA oder Israel zusammengearbeitet haben sollen. Dabei wurden den Angaben zufolge hunderte Menschen festgenommen. Der iranische Polizeichef Ahmad-Resa Radan hatte am Sonntag von 500 Festnahmen gesprochen. (AFP)
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11:49 Uhr 18.03.2026
Israel: Irans Geheimdienstminister getötet
Der iranische Geheimdienstminister ist nach israelischen Angaben bei einem Luftangriff getötet worden. Ismail Chatib sei in der Nacht bei einem gezielten Angriff ums Leben gekommen, teilte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz mit. Aus dem Iran gab es dazu zunächst keine Bestätigung. Katz sagte nach Angaben seines Büros, Chatib sei für Unterdrückung im eigenen Land sowie „Bedrohungen nach außen“ verantwortlich gewesen.
Israel hat im Iran-Krieg bereits Dutzende führende Persönlichkeiten des iranischen Machtapparats getötet, darunter Irans obersten Führer Ali Chamenei. Am Montag wurde zudem der einflussreiche Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Laridschani, gezielt getötet. Auch Laridschanis Sohn wurde bei dem Angriff in Teheran tödlich verletzt.
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09:59 Uhr 18.03.2026
Iran rächt Laridschani: Weitere Tote bei Angriff auf Israel
Bei einem heftigen iranischen Raketenangriff aus Rache für den Tod eines Spitzenfunktionärs der Islamischen Republik sind zwei Menschen in Israel getötet worden. Bei dem Angriff setzten die iranischen Streitkräfte Medienberichten zufolge mit Streumunition versehene Gefechtsköpfe ein. Am Einschlagsort in der Stadt Ramat Gan nahe Tel Aviv seien ein Mann und eine Frau im Alter zwischen 70 und 80 Jahren getötet worden, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit.
Mit der Attacke sei die Tötung des Generalsekretärs des Nationalem Sicherheitsrats im Iran, Ali Laridschani, vergolten worden, berichtete die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim. Seit Beginn des Iran-Kriegs kamen bei Raketenangriffen in Israel nach Angaben von Magen David Adom 14 Menschen ums Leben, im Iran ist die Rede von Tausenden Toten und Verletzten seit Kriegsbeginn vor knapp drei Wochen.
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08:43 Uhr 18.03.2026
Israelische Rakete bringt Hochhaus in Beirut zum Einsturz
Bei israelischen Luftangriffen in der Hauptstadt Beirut sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens sechs Menschen getötet und 24 weitere verletzt worden. Am frühen Mittwochmorgen erschütterte eine Explosion das Stadtviertel Baschura: Laut einem Fotografen der Deutschen Presse-Agentur wurde ein Hochhaus getroffen und komplett in Trümmer gelegt. Zuvor hatte Israels Militär vor Angriffen gewarnt. Das Viertel war bereits in der vergangenen Woche Ziel von Luftangriffen gewesen.
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21:35 Uhr 17.03.2026
Iran bestätigt Tod von Basidsch-Kommandeur Soleimani
Irans Revolutionsgarden würdigen den getöteten Kommandeur der Basidsch-Miliz. Seine Anhänger schwören Blutrache.
Die iranischen Revolutionsgarden haben den Tod des Kommandeurs der paramilitärischen Basidsch-Miliz, Gholamresa Soleimani, bestätigt. Die den Garden nahestehende Nachrichtenagentur Fars veröffentlichte einen Nachruf, in dem die Revolutionsgarden Soleimani würdigten und „zum ehrenvollen Märtyrer-Tod“ gratulierten. Zugleich erklärten sie, die „Basidsch-Kämpfer“ würden niemals die Blutrache für ihren getöteten Führer aufgeben.
Die israelische Armee hatte zuvor erklärt, Soleimani am Montag getötet zu haben. Unter dessen Führung seien die Basidsch-Milizen für die blutige Niederschlagung der Proteste im Iran im Januar verantwortlich. Soleimanis Tötung sowie die jüngsten Angriffe fügten den Fähigkeiten der Miliz „erheblichen und anhaltenden Schaden“ zu, hieß es weiter. -
21:13 Uhr 17.03.2026
Berichte: Flammen an US-Botschaft im Irak nach Angriff
In der irakischen Hauptstadt Bagdad ist die US-Botschaft erneut unter Beschuss geraten. Von dem Gebäude im hoch gesicherten Regierungsviertel stieg Rauch auf, wie irakische Medien berichteten. Zunächst bekannte sich niemand zu der Attacke. Erst vor zwei Tagen war bei einem Angriff offenbar ein Abwehrsystem an der Botschaft getroffen worden.
„Verbotene Gruppen“ hätten die Botschaft erneut angegriffen, teilten die irakischen Streitkräfte mit. Es handle sich um einen „Terrorangriff“ auf die Souveränität des Landes. Ministerpräsident Mohammed al-Sudani verurteilte Angriffe auf Botschaften und andere diplomatische Vertretungen im Land. Es handle sich dabei um „kriminelle Versuche, den Irak, seine Sicherheit und Stabilität“ zu gefährden.
Der Irak grenzt an den Iran und ist im Zuge des Kriegs ebenfalls Schauplatz von Angriffen. Im Irak haben die mit Teheran verbündeten Milizen großen Einfluss, die immer wieder Angriffe auf US-Truppen im Land für sich beanspruchen. In den vergangenen Tagen gab es unter anderem Angriffe auf einen US-Militärstützpunkt in der Nähe des Flughafens von Bagdad.
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21:10 Uhr 17.03.2026
Israels Armee: Werden Modschtaba Chamenei „aufspüren, finden und neutralisieren“
Die israelische Armee hat dem neuen iranischen obersten Führer Modschtaba Chamenei erneut gedroht. „Wir wissen nichts über Modschtaba Chamenei, wir hören nichts von ihm, wir sehen ihn nicht, aber eines kann ich Ihnen sagen: Wir werden ihn aufspüren, ihn finden und ihn neutralisieren“, sagte der israelische Militärsprecher Effie Defrin am Dienstag zu Reportern.
Chamenei war am 8. März zum politischen und religiösen Oberhaupt des Iran gewählt worden, trat seitdem allerdings nicht öffentlich auf. Sein Vater Ayatollah Ali Chamenei wurde am ersten Tag des Iran-Krieges am 28. Februar bei einem Luftangriff auf Teheran getötet. Medienberichten zufolge wurde Modschtaba Chamenei bei dem Luftangriff verletzt.
Nach seiner Ernennung veröffentlichte Modschtaba Chamenei am Donnerstag seine erste Botschaft. Diese trug er jedoch nicht persönlich vor und trat auch nicht in der Öffentlichkeit auf, sondern sie wurde von einer Journalistin im Staatsfernsehen verlesen. Dass sich der 56-jährige Chamenei nicht öffentlich äußerte, löste Spekulationen über seinen Verbleib aus. -
21:09 Uhr 17.03.2026
Irans Revolutionsgarden bestätigen Tötung von Anführer der Basidsch-Miliz
Die iranischen Revolutionsgarden haben am Dienstagabend die Tötung des Anführers der für die innere Sicherheit zuständigen Basidsch-Miliz durch einen israelischen Angriff bestätigt. Gholamresa Soleimani sei „einer terroristischen Attacke des amerikanisch-zionistischen Feindes“ zum Opfer gefallen, hieß es auf der offiziellen Website der Revolutionsgarden.
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte am Morgen bekannt gegeben, dass die Streitkräfte seines Landes Soleimani und den iranischen Sicherheitschef Ali Laridschani getötet hätten. Der Tod Laridschanis wurde von iranischer Seite zunächst weiterhin nicht bestätigt.
Die israelische Luftwaffe tötete Basidsch-Chef Soleimani nach eigenen Angaben bei einem „Präzisionsangriff“, der auf der Grundlage geheimdienstlicher Erkenntnisse ausgeführt worden sei. Die Basidsch seien für „die wichtigsten Unterdrückungsmaßnahmen“ bei den rund um den Jahreswechsel niedergeschlagenen Massenprotesten gegen die iranische Führung verantwortlich gewesen. -
17:30 Uhr 17.03.2026
Trump: Ausbleibende Hilfe von Deutschland und anderen Nato-Ländern ist „schockierend“
US-Präsident Donald Trump hat Deutschland und andere Nato-Länder scharf für die ausbleibende Hilfe bei der Absicherung der Straße von Hormus kritisiert. Die Haltung der Verbündeten sei „ziemlich schockierend“, sagte Trump am Dienstag im Oval Office in Washington. „Ich denke, die Nato macht einen sehr dummen Fehler“, fügte er hinzu. Der Fall sei ein „Test“ für das Bündnis gewesen.
Deutschland habe erklärt, nichts mit dem Iran-Krieg zu tun zu haben und sich deshalb nicht beteiligen zu wollen, sagte Trump bei dem Treffen mit dem irischen Regierungschef Micheal Martin weiter. Zugleich finde die Bundesregierung aber, die USA und Israel hätten „etwas Großartiges getan“, weil sie die iranische Führung ausgeschaltet hätten.
Auch den britischen Premierminister Keir Starmer ging Trump an. „Er hat nicht unterstützt, und ich halte das für einen großen Fehler“, sagte Trump. „Ich bin von Keir enttäuscht – ich mag ihn, ich halte ihn für einen netten Mann, aber ich bin enttäuscht.“ -
16:57 Uhr 17.03.2026
Trump: USA brauchen keine Hilfe mehr in Straße von Hormus
In der Frage der Absicherung der Straße von Hormus hat US-Präsident Donald Trump eine Kehrtwende vollzogen: Der 79-Jährige schrieb am Dienstag in seinem Onlinedienst Truth Social, die USA bräuchten in der Meerenge doch keine Hilfe der Verbündeten gegen iranische Angriffe. „Wir 'brauchen' oder wünschen die Hilfe der Nato-Länder nicht mehr“, schrieb Trump. „Wir haben sie nie gebraucht!“, fügte er in Großbuchstaben hinzu. „Dasselbe gilt für Japan, Australien oder Südkorea.“
Am Sonntag hatte Trump die Nato-Partner noch gedrängt, die USA bei der Öffnung der Meerenge für Öltanker zu unterstützen. Ausbleibende Hilfe wäre „sehr schlecht“ für die Zukunft des Verteidigungsbündnisses, drohte der Präsident. Sowohl Deutschland als auch andere Nato-Länder reagierten jedoch ablehnend auf Trumps Forderung.
„Wir brauchen die Hilfe von niemandem“, schrieb Trump nun in Großbuchstaben weiter. Er spreche „als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, mit Abstand des mächtigsten Landes der ganzen Welt“.
Ursprünglich hatte Trump behauptet, „viele Länder“ würden sich an der Absicherung der Straße von Hormus beteiligen. Namentlich nannte er China, Frankreich, Japan, Südkorea und Großbritannien. Keines dieser Länder machte ihm jedoch eine Zusage. -
16:53 Uhr 17.03.2026
Macron lehnt derzeit Einsatz in Straße von Hormus ab
Trotz des Drängens von US-Präsident Donald Trump schließt Frankreich aktuell aus, Teil einer Sicherung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus zu sein. „Frankreich wird im aktuellen Kontext niemals an einer Operation zur Öffnung oder Befreiung der Straße von Hormus teilnehmen“, sagte der französische Staatschef Emmanuel Macron in Paris.
Frankreich bemüht sich zwar um ein Geleit von Schiffen durch die für den Handel wichtige Meeresenge. Macron betonte aber erneut, dass dies erst geschehen könne, wenn die Bombardierungen weitestgehend vorbei seien und die Situation sich beruhigt habe.
Man habe bereits mit europäischen und regionalen Partnern gesprochen und wolle in den kommenden Wochen darauf hinarbeiten, dass der sichere Schiffsverkehr durch die Meeresenge zu einem späteren Zeitpunkt sichergestellt werden könne. Macron verwies darauf, dass Frankreich in dem Konflikt eine rein defensive Haltung habe und keine Konfliktpartei sei.
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15:43 Uhr 17.03.2026
Hisbollah und Israel greifen weiter gegenseitig an
Im Libanon und in Israel sind erneut Angriffe gemeldet worden. Bei einem israelischen Angriff auf die Flughafenstraße in der libanesischen Hauptstadt Beirut ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums ein Mensch getötet und neun weitere verletzt worden. Auch im Süden des Landes wurden nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur NNA erneut mehrere Angriffe gemeldet.
Aus dem Libanon wurden ebenfalls erneut Raketen auf den Norden Israels abgefeuert. In mehreren Orten, darunter Kiriat Schmona und Naharija, heulten erneut die Warnsirenen. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom gab es zunächst keine Berichte über Verletzte.
Die israelische Armee veröffentlichte unterdessen erneut einen Warnaufruf für Einwohner des Südlibanons. Sie wurden aufgerufen, sich in Gebiete nördlich des Saharani-Flusses zu begeben, der etwa 40 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt liegt. Die Aktivitäten der libanesischen Hisbollah-Miliz seien der Grund für Einsätze der Armee im Süden des Libanons, hieß es in der Mitteilung. Man wolle Zivilisten keinen Schaden zufügen.
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13:02 Uhr 17.03.2026
Nach Bericht über seine Tötung: Beitrag von Laridschani auf Online-Profilen veröffentlicht
Kurz nachdem die israelische Regierung seinen Tod bei einem Angriff im Iran verkündet hat, ist auf den Online-Accounts des mächtigen iranischen Sicherheitschefs Ali Laridschani eine handschriftliche Mitteilung von ihm veröffentlicht worden. In dem am Dienstag in den Onlinediensten X und Telegram veröffentlichten und undatierten Beitrag reagiert Laridschani auf den Tod von 84 Marinesoldaten, die Anfang des Monats beim Angriff eines US-U-Boots im Indischen Ozean getötet worden waren.
Auf die Angaben des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz, wonach Laridschani in der Nacht zum Dienstag bei einem israelischen Angriff getötet wurde, nahm der Beitrag keinen Bezug.
Die iranische Regierung bestätigte die Berichte über den Tod des Sicherheitschefs zunächst nicht. Auch nach der Tötung ihres obersten Führers Ayatollah Ali Chamenei durch Angriffe der USA und Israels am ersten Tag des Iran-Kriegs am 28. Februar hatte die Führung in Teheran zunächst nicht reagiert. Erst nach Stunden wurde Chameneis Tod schließlich bestätigt. -
10:42 Uhr 17.03.2026
Israel: Irans Sicherheitschef Laridschani und Basidsch-Anführer Soleimani getötet
Die israelische Armee hat nach Angaben von Verteidigungsminister Israel Katz den einflussreichen iranischen Sicherheitschef Ali Laridschani getötet. Laridschani, der Leiter des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Iran, sei in der vergangenen Nacht ebenso wie der Chef der Basidsch-Miliz, Gholamresa Soleimani, getötet worden, sagte Katz in einer Videobotschaft am Dienstag. Die Tötung Soleimanis durch einen „Präzisionsangriff in Teheran“ hatte die Armee bereits kurz zuvor bestätigt.
Verteidigungsminister Katz sagte in seiner Videobotschaft weiter, Laridschani und Soleimani hätten sich mit dem zu Beginn des Iran-Kriegs getöteten obersten Führer der Islamischen Republik, Ali Chamenei, „in den Tiefen der Hölle vereint“.
Katz fügte hinzu, er und der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hätten „angeordnet, die Anführer des Terror- und Unterdrückungsregimes im Iran unerbittlich zu verfolgen“. Die israelische Armee setze ihr Vorgehen im Iran „mit großer Intensität fort, indem sie die Ressourcen des Regimes ins Visier nimmt, dessen Raketenabschussfähigkeiten neutralisiert und strategisch wichtige Infrastruktureinrichtungen zerstört“. Die Islamische Revolution werde „gerade zerschlagen und ihre Führer sowie ihre Kapazitäten werden gerade neutralisiert".
Basidsch-Chef Soleimani tötete die israelische Luftwaffe nach Armeeangaben bei einem „Präzisionsangriff“ auf Grundlage geheimdienstlicher Erkenntnisse. Die israelische Armee unterstrich in ihrer Erklärung zu Soleimanis Tötung, die unter der Verantwortung der Revolutionsgarden stehenden Basidsch hätten „die wichtigsten Unterdrückungsmaßnahmen“ bei den rund um den Jahreswechsel niedergeschlagenen Massenprotesten gegen die iranische Führung zu verantworten. Dabei wurden laut Menschenrechtsaktivisten tausende Menschen im Iran getötet und zehntausende festgenommen. (dpa)
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07:55 Uhr 17.03.2026
New York Times: Trump hat keine Strategie, um Iran-Krieg zu beenden
Zu der Strategie von US-Präsident Donald Trump hinsichtlich des Krieges im Iran kommentiert die New York Times:
„Knapp drei Wochen seit Kriegsbeginn hat Trump offenbar keinen Plan, wie er den Sturz des iranischen Regimes, den er sich zum Ziel gesetzt hatte, herbeiführen will. Falls sein Vorhaben bescheidener ist, etwa die Beschlagnahmung des iranischen Nuklearmaterials, hat er keine glaubwürdigen Vorschläge vorgelegt, wie dies erreicht werden könnte. (...)
Der Krieg ist zu einem Paradebeispiel geworden für Trumps chaotische, von seinem Ego getriebene Art, das Präsidentenamt auszuüben. (...)“ (dpa)
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07:51 Uhr 17.03.2026
UN-Organisation: Militärschutz für Tanker keine Dauerlösung
Militärische Eskorten zum Schutz von Tankschiffen in der Straße von Hormus sind nach Ansicht der Weltschifffahrtsorganisation (IMO) keine nachhaltige Lösung. „Es verringert das Risiko, aber das Risiko besteht weiterhin“, sagte IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez der Financial Times. Ein militärischer Einsatz sei „keine langfristige oder nachhaltige Lösung.“ (dpa)
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22:00 Uhr 17.03.2026
Fünf westliche Staaten rufen Israel zu Verzicht auf große Bodenoffensive im Libanon auf
Deutschland und vier weitere westliche Staaten haben Israel zum Verzicht auf eine großangelegte Bodenoffensive im Libanon aufgerufen. „Eine signifikante israelische Bodenoffensive hätte verheerende humanitäre Folgen und könnte zu einem langwierigen Konflikt führen. Dies gilt es abzuwenden“, hieß es am Montag in einer gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs und -chefinnen Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Kanadas und Großbritanniens. Die israelische Armee hatte zuvor einen „gezielten Bodeneinsatz“ gegen Stellungen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Südlibanon bekanntgegeben.
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21:36 Uhr 16.03.2026
Irans Parlamentssprecher: Sind auf langen Krieg vorbereitet
Ein Waffenstillstand kommt für Irans Parlamentssprecher Ghalibaf nur mit Garantien infrage. Vor einem längeren Krieg ist ihm nicht bange.
Der Iran sieht sich nach Angaben von Parlamentssprecher Mohammed Bagher Ghalibaf auf einen langen Krieg vorbereitet. Ghalibaf sagte der arabischen Tageszeitung „al-Arabi al-Dschadid“, aus Erfahrung früherer Kriege seien die notwendigen Maßnahmen getroffen worden.
„Wir verfügen über ausreichende Bestände an Raketen und Drohnen, und da diese Technologie im Inland entwickelt wurde, sind wir in der Lage, sie mit höherer Geschwindigkeit und zu wesentlich geringeren Kosten zu produzieren als der Feind seine Abfangraketen“, sagte Ghalibaf.
Ein Waffenstillstand müsse garantieren, dass der Krieg nicht wieder aufflamme, so der Parlamentssprecher. Der Iran werde weiterkämpfen, „bis der Feind seine Aggression bereut“ und stabile politische und sicherheitspolitische Bedingungen geschaffen seien. -
15:21 Uhr 16.03.2026
Trumps Forderung nach Nato-Beteiligung in Straße von Hormus stößt international auf Ablehnung
Die Forderung von US-Präsident Donald Trump nach einem Nato-Einsatz in der Straße von Hormus vor dem Hintergrund des Iran-Krieges ist international auch bei engen Verbündeten auf Ablehnung gestoßen. Der britische Premierminister Keir Starmer sagte am Montag: „Es wird keine Nato-Mission sein, und es war auch nie als eine Nato-Mission vorgesehen.“ Die Bundesregierung zeigte sich ebenfalls ablehnend. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi kündigte an, den Krieg nach den Angriffen der USA und Israels „so weit wie nötig“ weiterzuführen.
Trump hatte in einem Interview mit der britischen „Financial Times“ gesagt, eine ausbleibende Unterstützung durch Nato-Verbündete zur Sicherung der Straße von Hormus wäre „sehr schlecht“ für die Zukunft des Verteidigungsbündnisses. Damit erhöhte er den Druck auf die Nato-Partner. Zunächst hatte er angekündigt, die US-Kriegsmarine werde mit der Eskortierung von Tankern durch die Meerenge beginnen. Am Samstag schwenkte er dann um und drängte andere Länder zur Entsendung von Kriegsschiffen.
Trump erklärte, „viele Länder“ würden sich beteiligen, und nannte China, Frankreich, Japan, Südkorea und Großbritannien. Am Montag sagte Trump, seine Regierung sei mit „etwa sieben“ Ländern im Gespräch. Es sei „nur angemessen, dass diejenigen, die von der Straße profitieren, auch dazu beitragen, sicherzustellen, dass dort nichts Schlimmes passiert“, sagte er.
Der britische Premierminister Starmer erteilte Trumps Forderungen nach einem Gespräch mit dem US-Präsidenten eine Abfuhr. Für eine Absicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus sei ein Bündnis von Partnern „in Europa, am Persischen Golf und mit den USA“ nötig, sagte Starmer.
Auch die japanische Regierung schloss eine Beteiligung an einem Marineeinsatz aus. Regierungschefin Sanae Takaichi erklärte, jeder maritime Sicherheitseinsatz wäre „rechtlich außerordentlich schwierig“. Der Einsatz der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte im Ausland ist im offiziell pazifistischen Japan politisch heikel. Auch die australische Regierung lehnte eine Beteiligung ab.
Die deutsche Bundesregierung äußerte sich ebenfalls ablehnend angesichts von Trumps Äußerungen. „Das ist nicht der Krieg der Nato“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin. „Die Nato ist ein Bündnis zur Verteidigung des Bündnisgebietes.“ -
13:19 Uhr 16.03.2026
Bundesregierung weist Trumps Drohung zurück: „Das ist kein Krieg der Nato"
Die Bundesregierung hat Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu einem Einsatz der Nato in der Straße von Hormus widersprochen. „Das ist nicht der Krieg der Nato", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Montag in Berlin. „Die Nato ist ein Bündnis zur Verteidigung des Bündnisgebietes." Für einen Einsatz zum Schutz des Schiffsverkehrs in der Straße nach Hormus fehle der Allianz ein Mandat, fügte er hinzu. „Ich sehe den Zusammenhang mit der Nato nicht."
US-Präsident Trump hatte zuvor seine Forderung nach einem Einsatz der Nato mit einer Drohung unterlegt. Ein Ausbleiben der Unterstützung durch Nato-Verbündete wäre „sehr schlecht" für die Zukunft des Verteidigungsbündnisses, sagte Trump der britischen Financial Times. Die US-Regierung habe die Ukraine bei der Verteidigung gegen Russland unterstützt, erklärte Trump. Er erwarte daher Hilfe von den europäischen Verbündeten Washingtons in der Straße von Hormus.
Regierungssprecher Kornelius erinnerte in Berlin daran, „dass die Vereinigten Staaten und auch Israel uns vor dem Krieg nicht zu Rate gezogen haben und dass Washington zu Kriegsbeginn ausdrücklich erklärt hat, dass europäische Hilfe weder erforderlich sei noch gewünscht sei". Insofern sei dieser Krieg „nicht die Angelegenheit der Nato oder der Bundesregierung". -
13:15 Uhr 16.03.2026
Iran warnt vor „Angriffen unter falscher Flagge"
Der Iran hat im Krieg vor militärischen Täuschungsmanövern durch Israel und die USA gewarnt. „Unsere Streitkräfte erklären mutig und ehrenhaft jedes Ziel, das sie angreifen", sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai bei einer Pressekonferenz, wie sein Außenministerium mitteilte. Seinen Worten nach sei es denkbar, dass die USA oder Israel „Angriffe unter falscher Flagge" ausführten.
Als Beispiel nannte Baghai einen Drohnenangriff im Golfstaat Oman. Die US-Streitkräfte hätten eine mit Sprengstoff beladene Kamikazedrohne nachgebaut, sagte der Sprecher. Er äußerte die Sorge, dass etwaige Angriffe auch auf Ziele im US-Festland fälschlicherweise dem Iran zugeschrieben werden könnten. Die amerikanische Bundespolizei FBI hatte vor wenigen Tagen vor derartigen Angriffen in Kalifornien gewarnt, wie der Sender ABC News berichtete.
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09:33 Uhr 16.03.2026
Emirate: Erneuter Brand in Ölindustriegebiet nach Drohnenangriff
Nach einem erneuten Drohnenangriff auf das Ölindustriegebiet Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten inmitten des Iran-Kriegs ist in dem Bereich laut örtlichen Behörden am Montag ein Feuer ausgebrochen. Den Angaben zufolge handelte es sich um einen „großen Brand". Einsatzkräfte waren demnach mit dem Löschen der Flammen beschäftigt. Es seien keine Verletzten gemeldet worden. (AFP)
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04:45 Uhr 16.03.2026
Irans Außenminister: Angriffe auf Treibstofflager in Teheran sind „Ökozid"
Israelische Angriffe auf Treibstofflager in Teheran stellen nach Auffassung des iranischen Außenminister Abbas Araghtschi aufgrund der langfristigen Gesundheitsrisiken für die Anwohner einen „Ökozid" dar. Die Angriffe „verstoßen gegen das Völkerrecht und stellen einen Ökozid dar", erklärte Araghtschi am Montag im Onlinedienst X. Anwohner seien „langfristigen Schäden an ihrer Gesundheit" ausgesetzt. Außerdem könnte die „Kontamination von Boden und Grundwasser Auswirkungen über Generationen hinweg haben".
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02:46 Uhr 16.03.2026
Trump: Iran nicht „bereit" für Abkommen zur Beendigung des Krieges
Der Iran ist nach Auffassung von US-Präsident Donald Trump nicht „bereit" für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges. „Ich glaube nicht, dass sie bereit sind. Aber sie sind schon ziemlich nah dran", sagte Trump am Sonntag (Ortszeit) vor Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One.
Trump erklärte zudem, es gebe diplomatische Bemühungen, den Krieg zu beenden. „Ja, wir sprechen mit ihnen", sagte der US-Präsident mit Blick auf die Führung in Teheran.
Zugleich sagte Trump, er sei sich nicht sicher, ob er ein Abkommen zur Beendigung des Krieges schließen wolle. „Zuerst einmal weiß niemand so genau, mit wem man es überhaupt zu tun hat, weil die meisten ihrer Führung getötet wurden", sagte er. Trump beharrte jedoch darauf, dass „sie verzweifelt ein Abkommen schließen wollen".
Irans Außenminister Abbas Araghtschi hatte zuvor erklärt, dass die iranische Regierung nicht mit Washington verhandeln wolle. „Wir sehen keinen Grund, warum wir mit den Amerikanern reden sollten", sagte er dem US-Fernsehsender CBS. „Wir waren ja schon mit ihnen im Gespräch, als sie beschlossen, uns anzugreifen."
„Es gibt keine guten Erfahrungen mit Gesprächen mit Amerikanern", fügte Araghtschi hinzu. „Wir haben nie nach einem Waffenstillstand gefragt und wir haben auch nie um Verhandlungen gebeten."
US-Präsident Trump hatte am Freitag erklärt, dass der Iran „vollständig besiegt ist und ein Abkommen wünscht". Er fügte hinzu, die angeblich von Teheran gewünschte Vereinbarung sei aber „kein Abkommen, das ich akzeptieren würde".
Die USA und Israel hatten am 28. Februar Luftangriffe gegen den Iran begonnen. Der Iran greift seitdem mit Raketen und Drohnen Israel sowie mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region an. (AFP) -
01:44 Uhr 16.03.2026
Israelische Armee startet „groß angelegte" Angriffswelle auf Teheran
Die israelische Armee hat am Montagmorgen nach eigenen Angaben eine „groß angelegte" Welle von Angriffen auf die iranische Hauptstadt Teheran gestartet. Dabei werde die Infrastruktur „des iranischen Terrorregimes in Teheran" ins Visier genommen, teilte die Armee im Onlinedienst Telegram mit. (AFP)
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18:26 Uhr 15.03.2026
IEA: Strategische Öl-Reserven sollen in Asien und Ozeanien sofort freigegeben werden
Nach der angekündigten Freigabe aus strategischen Reserven soll das Öl nach Angaben der Internationalen Energie-Agentur (IEA) „bald" auf die Weltmärkte kommen. Öl werde „sofort" in Asien und Ozeanien und ab Ende März in Amerika und Europa von den IEA-Ländern freigegeben, erklärte die IEA am Sonntag.
Die IEA hatte am Mittwoch eine historische Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl beschlossen, um den durch den Iran-Krieg ausgelösten Preisanstieg abzufedern. Es ist die sechste Freigabe strategischer Reserven in der Geschichte der vor mehr als 50 Jahren gegründeten IEA und die bislang größte.
Die Ankündigung der Freigabe hatte allerdings keine signifikanten Auswirkungen auf den Ölpreis, der bei rund 100 Dollar pro Barrel liegt - dem höchsten Stand seit 2022 und ein deutlicher Anstieg zu den unter 70 Dollar vor Beginn des Iran-Krieges. (AFP)
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16:26 Uhr 15.03.2026
Mindestens acht Verletzte bei iranischen Raketenangriffen auf Israel
Bei iranischen Raketenangriffen sind in Israel nach Behördenangaben mindestens acht Menschen verletzt worden. Vier Menschen wurden am Sonntag nach Angaben der Rettungskräfte durch eine Streubombe in der Region Tel Aviv verletzt. Drei weitere Menschen wurden bei weiteren Angriffen durch umherfliegende Splitter verletzt, ein Mensch erlitt eine Rauchvergiftung.
Von der Polizei veröffentlichte Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigten einen Einschlag in einer Straße im Raum Tel Aviv, bei dem es sich demnach um eine Streubombe handelte.
Der israelische Außenminister Gideon Saar warf dem Iran vor, absichtlich zivile Ziele ins Visier zu nehmen. „Während wir militärische Ziele angreifen, zielt das iranische Regime auf Zivilisten", sagte Saar bei einem Besuch in der nordisraelischen Stadt Sarsir, wo bei einem iranischen Raketenangriff zwei Tage zuvor fast 60 Bewohner verletzt worden waren. Sämtliche Opfer in Israel seit Beginn des Krieges vor zwei Wochen seien Zivilisten, betonte Saar. Es handele sich „natürlich um ein Kriegsverbrechen". (AFP)
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16:08 Uhr 15.03.2026
Berichte: Dutzende Menschen im Iran wegen mutmaßlicher Verbindungen zu Israel festgenommen
Die iranischen Behörden haben Medienberichten zufolge dutzende Menschen wegen des Verdachts auf Zusammenarbeit mit Israel festgenommen. 20 Menschen seien festgenommen worden, nachdem sie „Informationen über Anlagen von Militär, Polizei und Sicherheitskräften an den zionistischen Feind geschickt haben", meldete die iranische Nachrichtenagentur Fars am Sonntag unter Berufung auf den Staatsanwalt der Region, Hossein Madschidi. Die Festnahmen erfolgten demnach bei Razzien gegen angeblich mit Israel verbundene Netzwerke in der Provinz West-Aserbaidschan.
Mindestens 18 Menschen seien zudem festgenommen worden, weil sie „Bilder von Orten, die von Israel und den USA bombardiert wurden", sowie von anderen Orten an den Fernsehsender Iran International mit Sitz in London gesendet hätten, meldete die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf das Geheimdienstministerium. Der Iran hatte die Zusammenarbeit mit Iran International im Januar verboten und erklärt, der Sender sei „mit dem zionistischen Regime verbunden". (AFP)
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15:19 Uhr 15.03.2026
Israel stellt sich auf weitere drei Wochen Iran-Krieg ein
Die israelische Armee plant ihren Krieg gegen den Iran nach Angaben eines Sprechers noch mindestens drei Wochen fortzusetzen. Es verblieben noch „Tausende Ziele“ im Iran, sagte der Militärsprecher Effie Defrin, wie die Armee bestätigte.
„Wir sind bereit – in Abstimmung mit unseren US-Verbündeten – mit Planungen zumindest bis zum jüdischen Feiertag Pessach, der in etwa drei Wochen beginnt“, sagte Defin dem US-Sender CNN. „Und wir haben sogar weitergehende Pläne für weitere drei Wochen darüber hinaus.“Das jüdische Pessachfest beginnt am Abend des 1. April. Es erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten und die Befreiung aus der Sklaverei. Traditionell findet am Pessachabend ein großes Familientreffen statt.
Nach Angaben der Armee hat die israelische Luftwaffe seit Beginn des Kriegs am 28. Februar bereits mehr als 400 Angriffswellen ausgeführt. Diese konzentrierten sich demnach auf Infrastruktur der iranischen Machthaber. Laut dem US-Sender haben Israel und die USA im Iran bereits Tausende Ziele angegriffen.
Defrin sagte CNN, die israelische Armee arbeite „nicht nach einer Stoppuhr oder einem Zeitplan“. Sie konzentriere sich vielmehr auf das Ziel, die iranische Führung erheblich zu schwächen. (dpa)
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12:44 Uhr 15.03.2026
Israel dementiert Bericht über Knappheit von Abwehrraketen
Der israelische Außenminister Gideon Saar hat einen Medienbericht dementiert, demzufolge Israel die USA über eine befürchtete Knappheit an Abwehrraketen im Iran-Krieg informiert haben soll. Bei einem Solidaritätsbesuch in der arabischen Ortschaft Sarsir im Norden Israels verneinte Saar eine entsprechende Frage eines Journalisten. Bei einem iranischen Raketenangriff waren in dem Ort in der Nacht zum Freitag 58 Menschen verletzt worden.
Das US-Nachrichtenportal Semafor hatte am Samstag unter Berufung auf US-Beamte berichtet, Israel habe die USA diese Woche darüber informiert, dass Abfangraketen für ballistische Raketen im Krieg mit dem Iran „kritisch knapp“ würden.
Saar äußerte sich zudem mit Blick auf die Angriffe im Libanon und die Raketenangriffe durch die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz auf Israel. Es seien in den nächsten Tagen keine direkten Gespräche mit dem Libanon geplant. „Wenn die libanesische Regierung und die libanesische Armee etwas verändern wollen, sollten sie etwas unternehmen, um die Angriffe der Hisbollah von libanesischem Gebiet aus zu stoppen“, sagte Saar. (dpa)
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12:43 Uhr 15.03.2026
Medien: Israels Kabinett beschließt Haushaltserhöhung für Militär
Zwei Wochen nach Beginn des Iran-Krieges hat die israelische Regierung laut Medienberichten in einem Dringlichkeitsbeschluss eine Aufstockung des Militärbudgets auf den Weg gebracht. Das Kabinett habe in einer telefonisch abgehaltenen Sitzung einen zusätzlichen Haushaltsposten von 2,6 Milliarden Schekel (720 Millionen Euro) für Rüstungskäufe verabschiedet, meldete am Sonntag die israelische Zeitung „Haaretz". Die Gelder seien für „dringenden Bedarf" vorgesehen, berichtete das Blatt, ohne dies zu konkretisieren.
Mehrere israelische Medien zitierten aus einem Dokument des Finanzministeriums, wonach die Bereitstellung der zusätzlichen Gelder durch „die Intensität der Kämpfe" notwendig geworden sei. Es sei der „dringliche und sofortige Bedarf" entstanden, unter anderem weitere Munition und moderne Waffensysteme zu erwerben und wichtige Arsenale für die Kriegsführung aufzufüllen.
Die zusätzlichen Mittel für den Rüstungserwerb wurden den Berichten zufolge nachträglich in den Entwurf des Gesamthaushalts der Regierung aufgenommen, den das Kabinett einige Tage zuvor verabschiedet hatte. Der Haushalt mit einem Volumen von umgerechnet rund 194 Milliarden Euro soll demnach am 31. März vom Parlament verabschiedet werden. (AFP)
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11:58 Uhr 15.03.2026
Iran meldet Drohnenangriff auf Polizei-Spezialeinheit in Israel
Die iranische Armee hat nach eigenen Angaben das Hauptquartier einer israelischen Polizei-Spezialeinheit sowie ein Zentrum für Satellitenkommunikation in Israel mit Drohnen angegriffen. Ziel des Angriffs seien israelische „Sicherheitszentren und Polizei-Hauptquartiere" gewesen, hieß es in einer am Sonntag von der Nachrichtenagentur Irna verbreiteten Erklärung der Armee.
Die „mächtigen Drohnen-Angriffe" richteten sich demnach unter anderem gegen die Polizei-Spezialeinheit Lahav 433 sowie das Satelliten-Kommunikationszentrum Gilat Defence. (AFP)
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11:57 Uhr 15.03.2026
Iran warnt andere Länder vor Ausweitung des Krieges
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat andere Länder vor Maßnahmen gewarnt, die zu einer Ausweitung des Krieges seines Landes gegen die USA und Israel führen könnten. In einem Telefonat mit dem französischen Außenminister Jean-Noël Barrot forderte Araghtschi am Sonntag nach Angaben seines Ministeriums andere Staaten auf, „von jeder Aktion abzusehen, die zu einer Eskalation und Ausweitung des Konflikts führen könnte".
Seine Äußerungen erfolgten, nachdem US-Präsident Donald Trump am Samstag gefordert hatte, andere Staaten sollten Kriegsschiffe zum Schutz der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Straße von Hormus entsenden. Trump nannte unter anderem China, Frankreich, Japan, Südkorea und Großbritannien. (AFP)
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11:41 Uhr 15.03.2026
Iran: Mindestens 56 Museen und historische Stätten durch Krieg beschädigt
In den ersten zwei Wochen des Iran-Kriegs sind nach Angaben des iranischen Kulturministeriums bereits mindestens 56 Museen und historische Stätten beschädigt worden. Besonders betroffen sei die Hauptstadt Teheran mit 19 beschädigten Kulturstätten, erklärte das Ministerium am Samstag.
Gleich zu Beginn der israelischen und US-Angriffe auf Teheran war der zum Unesco-Weltkulturerbe zählende Golestanpalast beschädigt worden. Er ist eines der ältesten Monumente in der Hauptstadt und diente einst als Residenz der Kadscharen-Dynastie (1789 bis 1925).
In der zentraliranischen Stadt Isfahan wurden vor allem am weitläufigen Naksch-e-Dschahan-Platz Schäden registriert. Der Platz - ein architektonisches Juwel aus dem 17. Jahrhundert - ist umgeben von Moscheen, einen Palast und einem historischen Basar. In der Hafenstadt Buschehr wurden mehrere Gebäude im historischen Hafenviertel Siraf bei Angriffen getroffen.
Angesichts der massiven Drohnen- und Raketenangriffe in der Golfregion hatte sich die Unesco am Freitag über die Schäden und Risiken für das kulturelle Erbe des Iran alarmiert gezeigt. Die UN-Kulturorganisation verwies auf bereits beschädigte historische Stätten im Iran, in Israel und im Libanon und hunderte weitere, die durch den Krieg potenziell gefährdet sind.
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11:40 Uhr 15.03.2026
Libanon: Mindestens vier Tote bei israelischen Luftangriffen
Bei israelischen Luftangriffen im Libanon sind nach libanesischen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur am Sonntag berichtete, beschoss Israel in der Nacht unter anderem eine Wohnung in einem Wohnhaus in der Nähe von Sidon, der größten Stadt im Südlibanon. Dabei sei ein Mensch getötet worden. Bei einem Angriff auf das weiter südlich gelegene Dorf Katrani gab es nach Angaben des Gesundheitsministeriums drei Tote.
Wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete, wurde durch den Angriff bei Sidon das dritte Stockwerk des Gebäudes zerstört. Die Feuerwehr bekämpfte einen Brand. Die Bewohner umliegender Häuser flohen aus ihren Wohnungen. In Sidon befindet sich das größte palästinensische Flüchtlingslager im Libanon, Ain al-Hilweh. Dort hatte Israel nach eigenen Angaben zuvor Angriffe gegen die islamistische Palästinenserorganisation Hamas geflogen, die mit der libanesischen Hisbollah-Miliz verbündet ist.
Die israelische Armee erklärte, die Angriffe am Sonntag hätten sich gegen mehrere Abschussvorrichtungen für Raketen gerichtet, „von denen aus Hisbollah-Terroristen unmittelbar Raketen auf Israel abschießen wollten". Die pro-iranische Hisbollah erklärte ihrerseits am Sonntagmorgen, sie habe mehrere Gruppen israelischer Soldaten in Dörfern nahe der Grenze beschossen. (AFP)
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11:39 Uhr 15.03.2026
Israel startet neue Angriffswelle: Luftangriffe im Westen des Iran
Die israelische Armee hat am Sonntagmorgen nach eigenen Angaben neue Luftangriffe auf den Iran gestartet. Bei der „großangelegten Angriffswelle" werde "Infrastruktur des iranischen Terrorregimes" im Westen des Landes ins Visier genommen, teilte die Armee mit. (AFP)
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11:38 Uhr 15.03.2026
20 Menschen im Iran wegen mutmaßlicher Verbindungen zu Israel festgenommen
Die iranischen Behörden haben im Nordwesten des Landes mindestens 20 Menschen wegen des Verdachts der Zusammenarbeit mit Israel festgenommen. Die Festnahmen erfolgten bei Razzien gegen mutmaßlich mit Israel verbundene Netzwerke in der Provinz West-Aserbaidschan, wie die iranische Nachrichtenagentur Fars am Sonntag unter Berufung auf den Staatsanwalt der Region, Hossein Madschidi, berichtete.
„20 Menschen wurden festgenommen und inhaftiert", nachdem sie „Informationen über Anlagen von Militär, Polizei und Sicherheitskräften an den zionistischen Feind geschickt haben", berichtete Fars.
Bei landesweiten Razzien haben die iranischen Behörden örtlichen Medien zufolge in den vergangenen Tagen hunderte Menschen wegen des Verdachts der Zusammenarbeit mit Israel und den USA festgenommen. (AFP)
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11:36 Uhr 15.03.2026
AFP-Journalisten: Mehrere Explosionen in Bahrains Hauptstadt Manama
Der Iran hat seine Angriffe auf die umliegenden Golfstaaten auch am Sonntag fortgesetzt. Zwei Journalisten der Nachrichtenagentur AFP hörten am frühen Sonntagmorgen mehrere Explosionen in Bahrains Hauptstadt Manama. Seit Beginn der iranischen Angriffe hat das Emirat nach eigenen Angaben 125 Raketen und 203 Drohnen abgefangen.
Bislang wurden bei den iranischen Angriffen in Bahrain zwei Menschen getötet. In den Golfstaaten kamen 24 weitere Menschen ums Leben. (AFP)
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11:35 Uhr 15.03.2026
US-Medienaufsicht droht Sendern wegen Berichten über Iran-Krieg mit Lizenzentzug
Nach der Kritik der US-Regierung von Präsident Donald Trump an einigen US-Medien wegen ihrer Berichterstattung über den Iran-Krieg hat die US-Medienaufsichtsbehörde FCC Konsequenzen angedroht. Sender müssten laut Gesetz „im öffentlichen Interesse" handeln, erklärte FCC-Chef Brendan Carr,am Samstag im Onlinedienst X. Sie verlieren demnach ihre Lizenzen, „wenn sie dies nicht tun".
Sender, die „auch als Fake News bekannte Falschmeldungen und Nachrichtenverzerrungen" verbreiteten, hätten nun „die Chance, ihren Kurs zu korrigieren, bevor ihre Lizenzverlängerungen anstehen", warnte Carr. Konkrete Medien nannte er nicht.
Der FCC-Chef bezog sich mit seiner Erklärung auf einen Online-Beitrag von Trump, in dem der US-Präsident „eine absichtlich irreführende Schlagzeile der Fake-News-Medien" über fünf Tankflugzeuge anprangerte, die in Saudi-Arabien von iranischen Angriffen getroffen worden waren. Aktivisten kritisierten die „Warnung" von Carr als „empörend". „Wenn die Regierung die Presse unter Androhung von Strafen dazu zwingt, zum Sprachrohr des Staates zu werden, läuft etwas gewaltig schief", erklärte die Stiftung Fire, die sich für Meinungsfreiheit einsetzt.Seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar haben sowohl Trump als auch Verteidigungsminister Pete Hegseth kritische Berichte immer wieder als „Fake News" abgetan. Am Freitag kritisierten sowohl das Pentagon als auch das Weiße Haus den Sender CNN wegen eines Berichts, demzufolge Washington bei der Planung der Luftangriffe auf den Iran das Risiko einer Blockade der Öltransporte durch die Straße von Hormus unterschätzt habe.
„Diese Geschichte ist zu 100 Prozent Fake News", schrieb Sprecherin Karoline Leavitt im Onlinedienst X. Das Pentagon bereite sich „seit Jahrzehnten" auf eine mögliche Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran vor. Dies sei auch lange vor dem Beginn der Luftangriffe auf den Iran am 28. Februar „Teil der Planungen der Trump-Regierung" gewesen.
Donald Trump macht aus seiner Abneigung gegenüber den traditionellen Medien keinen Hehl. Die „New York Times" oder der Sender CNN verbreiten nach Meinung des US-Präsidenten vor allem Lügen und „Fake News".Bereits im vergangenen Jahr hatte der von Trump ernannte FCC-Chef Carr Sendern mit Lizenzentzug gedroht, sollten sie die Late-Night-Show des Moderators Jimmy Kimmel ausstrahlen. Der Sender ABC setzte die Show daraufhin kurzzeitig aus. Kimmel hatte mit seinen Äußerungen zum tödlichen Attentat auf den ultrarechten Aktivisten und Podcaster Charlie Kirk für Wut im Trump-Lager gesorgt. Er hatte kurz nach dem Attentat dem Trump-Lager vorgeworfen, das Verbrechen für seine politischen Ziele zu instrumentalisieren. (AFP)
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11:33 Uhr 15.03.2026
Formel 1 sagt Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien ab
Die Formel 1 hat wegen großer Sicherheitsbedenken durch den Iran-Krieg die Rennen in Bahrain (12. April) und Saudi-Arabien (19. April) abgesagt. Dies teilte die Königsklasse am späten Samstagabend mit. Somit gibt es nach dem dritten Saisonrennen am 29. März in Japan eine fünfwöchige Rennpause. (AFP)
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11:32 Uhr 15.03.2026
Sicherheitskreise: Feuer nach Drohnenangriff auf Flughafen von Bagdad
Auf den internationalen Flughafen von Bagdad ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen am Samstagabend ein Drohnenangriff verübt worden, durch den ein großes Feuer ausgelöst wurde. Die Drohnen hätten einen Militärstützpunkt auf dem Flughafen im Visier gehabt, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP. Sie seien aber abgefangen und kurz vor dem Flughafenkomplex zum Absturz gebracht worden. Die abstürzende Drohne habe ein heftiges Feuer ausgelöst, hieß es aus den Sicherheitskreisen.
Zuvor war bereits die US-Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad bei einem Angriff getroffen worden. Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP sah nach dem Angriff am Samstag über dem Gebäudekomplex Rauch aufsteigen. Die US-Botschaft in Bagdad wurde damit zum zweiten Mal seit dem Beginn des Iran-Krieges vor zwei Wochen zum Ziel. (AFP)
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11:31 Uhr 15.03.2026
Raketenangriff auf US-Militär in Saudi-Arabien
Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben am Samstagabend einen Militärstützpunkt in Saudi-Arabien mit Raketen angegriffen, auf dem US-Streitkräfte stationiert sind. Auf dem Stützpunkt in der Nähe der Hautstadt Riad seien unter anderem US-Kampfjets stationiert, erklärten die Revolutionsgarden. Zudem lagere das US-Militär dort große Mengen an Treibstoffvorräten für seine Flugzeuge.
Von Saudi-Arabien wurde der Angriff offiziell nicht bestätigt. Das Verteidigungsministerium hatte jedoch kurz zuvor mitgeteilt, dass sechs ballistische Raketen mit Ziel al-Chardsch abgefangen worden seien. Dort befindet sich der Stützpunkt Prinz Sultan.
Die saudiarabische Armee hatte in den vergangenen Tagen mehrere Drohnenangriffe auf das Territorium des Landes gemeldet. Die Drohnen seien abgefangen und zerstört worden. (AFP) -
11:30 Uhr 15.03.2026
Schweiz lehnt zwei Überfluggesuche für US-Militärflugzeuge ab
Die Schweiz hat mit Verweis auf ihre Neutralität zwei im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg gestellte Überfluggesuche für US-Militärflugzeuge abgelehnt. „Das Neutralitätsrecht verbietet Überflüge der Konfliktparteien, die einen militärischen Zweck im Zusammenhang mit dem Konflikt verfolgen", erklärte die Regierung am Samstagabend. Deshalb seien „zwei Gesuche im Kontext des Kriegs im Iran" abgehlehnt worden. Im Gegenzug seien auf Antrag der USA ein Wartungsflug sowie zwei Überfluggesuche für Transportflugzeuge genehmigt worden. (AFP)
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16:42 Uhr 14.03.2026
Trump drängt andere Länder zur Entsendung von Kriegsschiffen in Straße von Hormus
US-Präsident Donald Trump hat andere Länder zur Entsendung von Kriegsschiffen zur Sicherung der Straße von Hormus gedrängt. „Viele Länder, insbesondere diejenigen, die von Irans versuchter Sperrung der Straße von Hormus betroffen sind, werden gemeinsam mit den USA Kriegsschiffe entsenden, um die Straße offen und sicher zu halten", schrieb Trump am Samstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Er hofft demnach darauf, dass auch „China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere Länder" Schiffe entsenden.
Am Freitag hatte Trump angekündigt, die US-Marine werde „sehr bald" damit beginnen, Öltanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren.
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14:22 Uhr 14.03.2026
Iranische Behörden: „Normaler" Betrieb auf Öl-Insel Charg trotz US-Angriffen
Trotz der US-Angriffe auf die iranische Öl-Insel Charg läuft der Exportbetrieb dort nach Angaben der regionalen Behörden uneingeschränkt weiter. Die Aktivitäten der Ölfirmen am Export-Terminal Charg „gehen normal weiter", sagte der Vize-Gouverneur der iranischen Provinz Buschehr, Ehsan Dschahanijan, am Samstag der Nachrichtenagentur Irna. Die Nachrichtenagentur Fars berichtete, auf der Insel habe es keine Schäden an der Öl-Infrastruktur gegeben.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor von massiven Angriffen auf militärische Ziele auf Charg gesprochen. Nach seinen Worten handelte es sich um „einen der heftigsten Luftangriffe in der Geschichte des Nahen Ostens". Alle militärischen Ziele auf der Insel im Persischen Golf seien „vollständig ausradiert".
Die Insel Charg liegt im Norden des Persischen Golfs etwa 30 Kilometer von der Küste entfernt. Über das dort befindliche Öl-Terminal wird fast der gesamte iranische Rohölexport abgewickelt.Vize-Gouverneur Dschahanijan betonte, „das alltägliche Leben und die Routine der Bewohner" auf Charg gingen ganz normal weiter. Bei dem US-Angriff seien weder Soldaten noch Bewohner oder Mitarbeiter der Ölfirmen verletzt worden. Laut der Nachrichtenagentur Fars „versuchte" die US-Armee bei ihrem Angriff, Luftverteidigungsanlagen, einen Marinestützpunkt, den Kontrollturm des örtlichen Flughafens und einen Hubschrauber-Hangar zu beschädigen. (AFP)
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13:18 Uhr 14.03.2026
Palästinenser: Fünf Menschen bei Siedlerangriff im Westjordanland verletzt
Bei einem Angriff israelischer Siedler im besetzten Westjordanland sind palästinensischen Angaben zufolge fünf Palästinenser verletzt worden. Eine Gruppe von Siedlern habe Einwohner im Gebiet von Raschaida nahe des Ortes Kisan angegriffen, meldete die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa am Samstag. Der Bürgermeister des Ortes südlich von Bethlehem sagte der Nachrichtenagentur AFP am Telefon, dass fünf Palästinenser verletzt worden seien. Die Siedler hätten zudem rund 100 Schafe gestohlen. (AFP)
Zwar hätten Soldaten eingegriffen, jedoch nur mehrere der Verletzten festgenommen, sagte der Bürgermeister weiter. Die israelische Armee erklärte, sie überprüfe den Vorfall.
Israel hält das Westjordanland seit 1967 besetzt. Seit dem Großangriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat die Gewalt auch im Westjordanland deutlich zugenommen.In dem Gebiet leben - neben rund drei Millionen Palästinensern - etwa 500.000 Israelis in Siedlungen, die nach dem Völkerrecht illegal sind. Die derzeitige rechtsgerichtete israelische Regierung hat den Siedlungsbau beschleunigt und eine Reihe von Außenposten anerkannt.
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13:17 Uhr 14.03.2026
Israels Verteidigungsminister: Iran-Krieg in "entscheidender Phase"
Der Krieg gegen den Iran tritt nach den Worten des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz in seine „entscheidende Phase ein". Der von US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu angeführte „globale und regionale Kampf" gegen den Iran werde intensiver und „tritt in die entscheidende Phase ein, die so lange andauern wird wie nötig", sagte Katz am Samstag in einer Rede vor Armeevertretern. An die Bevölkerung des Iran appellierte Katz, „entschlossen zu kämpfen", um die Führung in Teheran zu stürzen. Nur so könne „der Iran gerettet" werden.
Der Verteidigungsminister lobte den US-Angriff auf die für die iranischen Ölexporte wichtige Insel Charg. Dies sei die „angemessene Antwort" auf die Verminung der Straße von Hormus durch den Iran und auf die „Erpressungsversuche des terroristischen iranischen Regimes". Katz kündigte eine Fortsetzung der israelischen Luftangriffe auf Teheran und den gesamten Iran an. (AFP)
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13:16 Uhr 14.03.2026
Iran: Mindestens 56 Museen und historische Stätten durch Krieg beschädigt
In den ersten zwei Wochen des Iran-Kriegs sind nach Angaben des iranischen Kulturministeriums bereits mindestens 56 Museen und historische Stätten beschädigt worden. Besonders betroffen sei die Hauptstadt Teheran mit 19 beschädigten Kulturstätten, erklärte das Ministerium am Samstag.
Gleich zu Beginn der israelischen und US-Angriffe auf Teheran war der zum Unesco-Weltkulturerbe zählende Golestanpalast beschädigt worden. Er ist eines der ältesten Monumente in der Hauptstadt und diente einst als Residenz der Kadscharen-Dynastie (1789 bis 1925).In der zentraliranischen Stadt Isfahan wurden vor allem am weitläufigen Naksch-e-Dschahan-Platz Schäden registriert. Der Platz - ein architektonisches Juwel aus dem 17. Jahrhundert - ist umgeben von Moscheen, einen Palast und einem historischen Basar. In der Hafenstadt Buschehr wurden mehrere Gebäude im historischen Hafenviertel Siraf bei Angriffen getroffen.
Angesichts der massiven Drohnen- und Raketenangriffe in der Golfregion hatte sich die Unesco am Freitag über die Schäden und Risiken für das kulturelle Erbe des Iran alarmiert gezeigt. Die UN-Kulturorganisation verwies auf bereits beschädigte historische Stätten im Iran, in Israel und im Libanon und hunderte weitere, die durch den Krieg potenziell gefährdet sind. (AFP)
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13:15 Uhr 14.03.2026
Macron ruft Israel zu direkten Gesprächen mit Libanons Regierung auf
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat Israel zu direkten Gesprächen mit der libanesischen Regierung aufgerufen und sich als Gastgeber solcher Verhandlungen angeboten. Die libanesische Regierung habe „ihre Bereitschaft signalisiert, direkte Gespräche mit Israel aufzunehmen", schrieb Macron am Samstag im Onlinedienst X. Frankreich sei bereit, solche Gespräche zu unterstützen, „indem es sie in Paris ausrichtet".
Macron hatte nach eigenen Angaben am Freitag mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aounm sowie mit Regierungschef Nawaf Salam und Parlamentspräsident Nabih Berri telefoniert. „Es muss alles getan werden um zu verhindern, dass der Libanon ins Chaos stürzt", erklärte der französische Präsident. Die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz müsse sofort ihren Kurs ändern; Israel wiederum müsse seine Pläne für eine großangelegte Offensive im Libanon aufgeben und seine massiven Luftangriffe einstellen. (AFP)
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11:22 Uhr 14.03.2026
Rauch über Ölhafen in Emiraten - Iran ruft zum Verlassen von Hafenanlagen auf
Der Iran hat offenbar einen Angriff auf einen Ölhafen in den Vereinigten Arabischen Emiraten geflogen. Über Fudschaira, einer Hafenstadt am Golf von Oman, stiegen am Samstag schwarze Rauchwolken auf. Wie die Behörden mitteilten, verursachten Trümmerteile einer abgeschossenen Drohne einen Brand. Angaben zum genauen Ort des Brands machten die Behörden nicht.
Der Iran hatte im Hafen von Fudschaira bereits zuvor Öltanks und ein Warenterminal angegriffen. In dem Hafen befindet sich auch ein bedeutendes Ölterminal.
Die iranische Armee warnte am Samstag ausdrücklich vor Angriffen auf Häfen in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das zentrale Einsatzkommando der Armee, Chatam Al-Anbija, stufte die emiratischen Häfen in einer vom Staatsfernsehen verbreiteten Erklärung als „legitime Ziele" ein und verwies auf „feindliche Raketen der USA", die sich angeblich in Häfen, Docks und geheimen US-Militäranlagen in den Emiraten befinden. Zivilisten wurden aufgefordert, die Hafenanlagen zu verlassen. (AFP)
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10:07 Uhr 14.03.2026
Drohnenangriff auf US-Botschaft in Bagdad - Luftangriffe auf pro-iranische Kämpfer
In Iraks Hauptstadt Bagdad hat es einen Luftangriff auf die US-Botschaft gegeben. Eine Drohne habe die den Botschaftskomplex getroffen, sagte ein irakischer Sicherheitsvertreter am Samstag. Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP sah über dem Gebäudekomplex Rauch aufsteigen. Die Attacke erfolgte kurz nach Angriffen auf pro-iranische Kämpfer in der irakischen Hauptstadt.
Bei einem der Angriffe wurde ein von der pro-iranischen Kataeb Hisbollah genutztes Haus getroffen, wie AFP aus irakischen Sicherheitskreisen erfuhr. Eine "Schlüsselfigur" der vom Iran unterstützten paramilitärischen Gruppe wurde demnach bei dem Angriff getötet, zwei weitere Mitglieder der Gruppe wurden verletzt.
Kurz darauf waren in Bagdad weitere Explosionen zu hören. Bewohner des Stadtteils Sajuna im Osten Bagdads berichteten AFP von Erschütterungen in ihren Häusern aufgrund der heftigen Explosionen.
Wie später aus Sicherheitskreisen verlautete, wurde bei einem weiteren Angriff auf ein Auto ein Mitglied der Hasched al-Schaabi getötet. Hasched al-Schaabi ist ein vom Iran unterstütztes Netzwerk ehemaliger Paramilitärs, die jetzt der regulären irakischen Armee angehören. Ein Vertreter der Hasched al-Schaabi sagte AFP, bei dem Getöteten handele es sich um ein Mitglied der einflussreichen Miliz Kataeb Hisbollah.
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10:06 Uhr 14.03.2026
Hamas: Iran soll Angriffe auf Nachbarstaaten einstellen
Die islamistische Hamas hat den Iran dazu aufgerufen, die Angriffe auf Nachbarstaaten einzustellen. Die Terrororganisation bekräftigte in einer Mitteilung, Teheran habe das Recht auf israelisch-amerikanische Attacken zu reagieren. Die „Brüder im Iran“ sollten jedoch davon absehen, ihre Angriffe auf Nachbarländer fortzusetzen. Seit Beginn des Iran-Kriegs melden die umliegenden Golfstaaten zahlreiche iranische Raketen- und Drohnenangriffe.
Die Hamas rief die Staaten in der Region auf, „zusammenzuarbeiten, um diese Aggression zu stoppen und die brüderlichen Beziehungen untereinander zu bewahren“. Der Iran unterstützte die Hamas jahrzehntelang finanziell und militärisch. Die Hamas unterhält zudem enge Beziehungen zum Golfstaat Katar.
Am 7. Oktober 2023 begann die Terrororganisation das beispiellose Massaker in Israel mit etwa 1.200 Toten und mehr als 250 Verschleppten. (AFP)
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10:04 Uhr 14.03.2026
Trump: Iran „vollständig" besiegt und wünscht Abkommen
Der Iran ist nach den Worten von US-Präsident Donald Trump zwei Wochen nach Beginn der US-israelischen Luftangriffe „vollständig besiegt". „Die Fake-News-Medien berichten nur ungern darüber, wie erfolgreich das US-Militär gegen den Iran vorgegangen ist, der vollständig besiegt ist und ein Abkommen wünscht", schrieb Trump am Freitag auf seiner Onlineplattform Truth Social. Er fügte hinzu, die angeblich von Teheran gewünschte Vereinbarung sei „kein Abkommen, das ich akzeptieren würde".
Trump zufolge überzog die US-Armee die iranische Öl-Insel Charg zuvor mit massiven Angriffen. Das Central Command habe „einen der heftigsten Luftangriffe in der Geschichte des Nahen Ostens ausgeführt", erklärte Trump am Freitag in Onlinediensten. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando habe „jedes militärische Ziel auf dem Kronjuwel des Iran, der Insel Charg, vollständig ausradiert".
Trump kündigte zudem an, die US-Marine würde bald damit beginnen, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren.
Das iranische Militär drohte unterdessen mit der Zerstörung von mit den USA verbundener Ölinfrastruktur. Zudem startete Teheran eine neue Welle von Drohnen- und Raketenangriffen auf Israel und Nachbarländer am Persischen Golf. Irans Außenminister Abbas Araghtschi erklärte diese Woche, dass Gespräche weiterhin nicht zur Debatte stünden. Die Angriffe würden so lange wie nötig fortgesetzt. (AFP) -
09:55 Uhr 14.03.2026
Trump: US-Angriffe auf militärische Ziele auf iranischer Öl-Insel Charg
Die US-Armee hat nach den Worten von US-Präsident Donald Trump die iranische Öl-Insel Charg mit massiven Angriffen überzogen. Das Central Command habe „einen der heftigsten Luftangriffe in der Geschichte des Nahen Ostens ausgeführt", erklärte Trump am Freitag in Onlinediensten. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando habe „jedes militärische Ziel auf dem Kronjuwel des Iran, der Insel Charg, vollständig ausradiert". Das iranische Militär drohte daraufhin mit der Zerstörung von mit den USA verbundener Ölinfrastruktur.
Die Insel Charg liegt etwa 30 Kilometer von der Küste entfernt im Norden des Persischen Golfs. Über das dort befindliche Öl-Terminal wird fast der gesamte iranische Rohölexport abgewickelt. Trump erklärte, er habe sich „dafür entschieden, die Ölinfrastruktur auf der Insel nicht zu zerstören". „Sollte jedoch der Iran oder irgendjemand anderes etwas unternehmen, um die freie und sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus zu stören, werde ich dies sofort überdenken." (AFP) -
09:54 Uhr 14.03.2026
USA ziehen Teil von Botschaftspersonal aus dem Oman ab
Die USA ziehen vor dem Hintergrund des Iran-Krieges einen Teil ihres Botschaftspersonals aus dem Oman ab. Nicht zwingend benötigte Mitarbeiter und ihre Angehörigen müssten das Sultanat wegen der kriegsbedingten Risiken verlassen, erklärte das US-Außenministerium am Freitag. Das Ministerium aktualisierte zudem seine Reisewarnung angesichts der „Sicherheitsrisiken". Es verwies auf eine „anhaltende Gefahr durch Drohnen- und Raketenangriffe aus dem Iran" sowie auf „erhebliche Beeinträchtigungen des Linienflugverkehrs". (AFP)
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09:53 Uhr 14.03.2026
Israelische Armee meldet Tod von Hisbollah-Mitglied bei Angriff auf Universität in Beirut
Bei einem Angriff auf eine Universität im Libanon vor zwei Tagen hat die israelische Armee nach eigenen Angaben ein Mitglied der pro-iranischen Hisbollah-Miliz getötet. Bei dem Angriff am Donnerstag habe die israelische Luftwaffe "den Terroristen Murtada Hussein Srur, Mitglied der Luftwaffeneinheit der Terrororganisation Hisbollah, im Bereich der Libanesischen Universität in Beirut angegriffen und getötet", erklärte die israelische Armee am Freitag.
Srur arbeitete nach Angaben der Armee „als Dozent für Chemie an der Libanesischen Universität in Beirut". Er war demnach „ein Experte auf dem Gebiet der Waffenproduktion" bei der Hisbollah.Am Donnerstag waren laut einem Bericht der libanesischen Nachrichtenagentur ANI bei einem israelischen Drohnenangriff zwei Lehrkräfte auf einem Campus der Libanesischen Universität am Standort im Süden Beiruts getötet worden. Der Campus liegt am Rand der südlichen Vororte Beiruts. Das Gebiet gilt als Hochburg der Hisbollah. Im Zuge des US-israelischen Krieges gegen den Iran ist auch der militärische Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel wieder eskaliert. (AFP)
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09:52 Uhr 14.03.2026
Mindestens zwölf Tote bei israelischem Luftangriff auf Gesundheitszentrum im Südlibanon
Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Gesundheitszentrum im Südlibanon sind nach Behördenangaben mindestens zwölf Mitarbeiter getötet worden. Das libanesische Gesundheitsministerium erklärte am Samstag, es trauere „um die in Burdsch Kalawija getöteten Mitarbeiter bei einem israelischen Luftangriff auf das Gesundheitszentrum der Stadt". Bei den Toten handele es sich um „zwölf Ärzte, Sanitäter und Krankenschwestern". Ein weiterer Gesundheitsmitarbeiter wurde demnach verletzt. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht zu dem Angriff.
Dem Gesundheitsministerium zufolge handelte es sich um „den zweiten Angriff auf den Gesundheitssektor binnen weniger Stunden". Zuvor hatte es demnach bereits einen Angriff in Sawaneh gegeben. Dabei wurden dem Ministerium zufolge zwei Sanitäter der pro-iranischen Hisbollah und der mit ihr verbündeten Amal-Gruppierung getötet. (AFP)
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09:51 Uhr 14.03.2026
AFP-Journalist: Explosionen in Katars Hauptstadt Doha
Zwei Wochen nach Beginn des Iran-Krieges sind am Samstag in Katars Hauptstadt Doha Explosionen zu hören gewesen. Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete, dass Abfangjäger am frühen Morgen über dem Stadtzentrum von Doha zwei Geschosse abgewehrt hätten. Das katarische Verteidigungsministerium erklärte, sein Militär habe einen „gegen den Staat Katar gerichteten Raketenangriff abgewehrt".
Das Innenministerium des Golfstaats hatte kurz zuvor die Evakuierung „mehrerer wichtiger Gebiete" bekannt gegeben. Das Ministerium sprach von einer „vorübergehenden Vorsichtsmaßnahme". Der Schritt erfolge, „um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten, bis die Gefahr vorüber ist".
Im zentralen Stadtteil Muscheireb in der Hauptstadt Doha erhielten einige Bewohner auf ihren Telefonen Warnungen, „das Gebiet unverzüglich zu verlassen und sich vorsorglich an den nächstgelegenen sicheren Ort zu begeben". Im Zentrum Dohas waren Sicherheitskräfte auf den Straßen im Einsatz, einige Gebiete wurden abgesperrt. (AFP) -
21:23 Uhr 13.03.2026
Hisbollah-Chef: „Aufgeben ist keine Option“
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20:36 Uhr 13.03.2026
USA versprechen Belohnung für Informationen über iranische Führung
Die USA setzen eine Belohnung von bis zu 10 Millionen US-Dollar (8,7 Millionen Euro) für Informationen über Irans Führung, darunter das neue Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei, aus. Es geht unter anderem um mehrere einflussreiche Führungspersonen rund um die iranischen Revolutionsgarden, der Elitestreitmacht Irans, wie das US-Außenministerium mitteilte. Die USA werfen den Revolutionsgarden vor, weltweit terroristische Akte zu planen und durchzuführen. (dpa)
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16:25 Uhr 13.03.2026
Iran kontert Trumps Warnung: Niemand kann uns ausschließen
Der iranische Fußballverband hat die Aussagen von US-Präsident Donald Trump zur Teilnahme an der WM in diesem Sommer zurückgewiesen. Trump hatte erklärt, dass es aufgrund von Sicherheitsrisiken nicht angemessen sei, dass das Land bei der Weltmeisterschaft dabei sei.
„Niemand kann die iranische Nationalmannschaft von der Weltmeisterschaft ausschließen. Das einzige Land, das ausgeschlossen werden könnte, ist eines, das lediglich den Titel ‚Gastgeber‘ trägt, aber nicht in der Lage ist, die Sicherheit der an diesem globalen Ereignis teilnehmenden Mannschaften zu gewährleisten“, teilte der WM-Teilnehmer auf Instagram mit.
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13:46 Uhr 13.03.2026
Israels Verteidigungsminister droht dem Libanon
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat dem Nachbarland Libanon „Schäden an der nationalen Infrastruktur“ angedroht. Die libanesische Regierung sei ihrer Verpflichtung zur Entwaffnung der Hisbollah nicht nachgekommen und müsse deshalb einen immer höheren Preis zahlen, darunter Schäden an von der Hisbollah genutzten Infrastruktur im Land sowie auch Gebietsverluste, sagte Katz nach Angaben seines Büros bei einer Lagebesprechung. Beides drohe, solange die „zentrale Verpflichtung, die Hisbollah zu entwaffnen“ nicht erfüllt sei.
Israels Armee hatte zuvor eigenen Angaben zufolge eine wichtige, von der Hisbollah genutzte Flussbrücke angegriffen. „Dies ist erst der Anfang“, sagte Katz dazu. Die vom Iran unterstützte Schiitenmiliz habe den Übergang für Waffenlieferungen in den Süden des Landes genutzt. Laut Armee soll die Miliz dort kürzlich auch Raketenwerfer positioniert und von dort aus Geschosse auf Israel gefeuert haben.
Im Libanon gibt es die Sorge, dass Israel auch den Flughafen in Beirut angreifen könnte. Er stand lange Zeit unter der Kontrolle der Hisbollah. Die Regierung versucht, das zu ändern. Beobachtern zufolge gibt es dabei auch gewisse Fortschritte. Im Libanon-Krieg 2006 bombardierte Israels Armee den Flughafen. (dpa)
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12:52 Uhr 13.03.2026
Französischer Soldat stirbt bei Drohnenangriff
Bei dem Drohnenangriff auf den Militärstützpunkt südwestlich von Erbil wurden zudem sechs Soldaten verletzt, wie das französische Verteidigungsministerium mitteilte. Sie wurden im Krankenhaus behandelt und sollen nach Frankreich ausgeflogen werden. Erbil ist die Hauptstadt der autonomen Kurdenregion im Nordirak.
Die Identität der Angreifer stand zunächst nicht fest. Allerdings hatte eine pro-iranische Gruppe zuvor angekündigt, französische Ziele in der Region angreifen zu wollen. Sie begründete dies mit der Entsendung des französischen Flugzeugträgers Charles de Gaulle in die Nahost-Region und der „Beteiligung an den Einsätzen".
Tatsächlich befindet sich der französische Flugzeugträgerverband, zu dem Fregatten und Kampfflugzeuge zählen, im östlichen Mittelmeer, wo er sich an Militärübungen beteiligen soll. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte dessen Entsendung als rein defensive Maßnahme angekündigt. Mittelfristig hatte er den Einsatz von acht Fregatten und zwei Hubschrauberträgern im östlichen Mittelmeer, im Roten Meer und bis zur Straße von Hormus angekündigt.
Macron sprach den Angehörigen der von dem Angriff bei Erbil betroffenen Soldaten sein Mitgefühl aus. Die französischen Soldaten im Irak seien am internationalen Einsatz gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) beteiligt. „Sie sind im Irak im Rahmen des Kampfes gegen den Terrorismus. Der Krieg im Iran kann solche Angriffe nicht rechtfertigen", betonte Macron im Onlinedienst X. Es handelt sich um den ersten Todesfall eines französischen Soldaten im Iran-Krieg. (AFP)
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12:50 Uhr 13.03.2026
Irans Sicherheitschef nimmt an Kundgebung in Teheran teil
Der iranische Sicherheitschef Ali Laridschani ist am Freitag öffentlich bei einer Kundgebung zur Unterstützung der Palästinenser in Teheran aufgetreten. Die Nachrichtenagentur Irna meldete wenig später, dass im Zentrum der iranischen Hauptstadt in der Nähe der Kundgebung mindestens ein Mensch bei einer Explosion getötet worden sei. Nähere Angaben wurden zunächst nicht gemacht. Die israelische Armee hatte die Bevölkerung am Morgen aufgerufen, zwei Gebiete in der Nähe des Veranstaltungsortes zu verlassen.
Der Auftritt Laridschanis war einer der ranghöchsten eines Vertreters der iranischen Führung seit Kriegsbeginn am 28. Februar. (AFP)
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11:11 Uhr 13.03.2026
Libanon: Viele Tote bei Angriffen Israels
Bei israelischen Angriffen auf Ziele im Libanon hat es libanesischen Angaben zufolge seit der Nacht mehr als 20 Tote gegeben. Allein in der Gegend der Küstenstadt Sidon seien neun Menschen ums Leben gekommen, darunter fünf Kinder, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. Bei weiteren Bombardements im Süden und Osten des Landes wurden demnach weitere 14 Menschen getötet. In Beirut sei eine Person bei einem Angriff auf ein Auto ums Leben gekommen.
Die israelische Armee äußerte sich auf Anfrage nicht konkret zu diesen tödlichen Angriffen und verwies auf eine offizielle Mitteilung zu ihrem jüngsten Vorgehen gegen die Hisbollah im Libanon. Darin hieß es, das Militär habe „Dutzende Angriffswellen“ in der Hauptstadt Beirut, der Bekaa-Ebene im Osten des Landes sowie im Südlibanon ausgeführt. Ins Visier seien Waffenlager und bedeutende Vermögenswerte der Hisbollah genommen worden, um die Miliz weiter zu schwächen. Zu möglichen Opfern machte Israels Armee zunächst keine Angaben.
Israels Armee teilte weiterhin mit, sie habe eine wichtige Brücke über einen Fluss im Süden des Nachbarlandes getroffen. Sie sprach von einem „wichtigen Übergang“ für Mitglieder der Hisbollah. Die Miliz soll dort kürzlich auch Raketenwerfer positioniert und von dort aus Geschosse auf Israel gefeuert haben, hieß es. Zivilisten in der Gegend hatte Israels Militär jüngst zur Flucht aufgerufen. (dpa)
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10:56 Uhr 13.03.2026
Vier Besatzungsmitglieder bei Absturz von US-Tankflugzeug im Irak getötet
Beim Absturz eines US-Tankflugzeugs über dem Westen des Irak sind nach Angaben der US-Armee vier Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Insgesamt seien sechs Besatzungsmitglieder an Bord gewesen, erklärte das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom am Freitag. Die Rettungsarbeiten nach dem am Donnerstag erfolgten Absturz, der nicht durch feindlichen Beschuss verursacht worden sei, dauerten demnach an. (AFP)
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10:41 Uhr 13.03.2026
Zwei Drohnen in der Nähe von wichtigem Ölfeld im Irak abgestürzt
In der Nähe eines bedeutenden Ölfelds im Südirak sind zwei Drohnen abgestürzt. „Zwei Drohnen haben Telefonmasten in der Nähe des Madschnun-Ölfeldes getroffen", sagte ein Vertreter des irakischen Ölministeriums am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Bei dem Vorfall in der Nacht zum Freitag habe es weder Opfer noch Schäden gegeben. Der Betrieb des Ölfelds in der Provinz Basra sei bereits vorher ausgesetzt worden.
Der Sprecher des Ölministeriums, Saheb Basun, sagte, es sei das erste Mal, dass das Ölfeld ins Visier genommen worden sei. Eine Drohne sei nach ihrem Absturz explodiert.
Das Ölfeld Madschnun ist eines der wichtigsten Ölfelder im Süden des Irak. Der Irak ist ein Gründungsmitglied der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und bezieht 90 Prozent seiner Einnahmen aus dem Ölverkauf.Seit dem Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar wurden im Irak bereits mehrere Ölfelder und Ölanlagen durch Drohnen getroffen. (AFP)
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10:39 Uhr 13.03.2026
Trotz Angriffen: Iran mobilisiert zu Al‑Kuds‑Protesten
Trotz anhaltender Luftangriffe sind in Teheran erneut Tausende Regierungsanhänger zu israelfeindlichen Demonstrationen auf die Straßen gegangen. Die Kundgebungen finden jedes Jahr anlässlich des sogenannten Al‑Kuds‑Tages statt, den der frühere Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Chomeini 1979 eingeführt hat. Die staatlich organisierten Proteste richten sich gegen Israel und fordern die „Befreiung Jerusalems“.
Al-Kuds ist der arabische Name für Jerusalem. Hintergrund ist die Besetzung Ost-Jerusalems durch Israel während des Sechstagekrieges 1967.Irans Präsident Massud Peseschkian rief die Bevölkerung trotz des Krieges zur Teilnahme auf. Auf X schrieb er am Donnerstag, das iranische Volk solle „die Feinde des Irans enttäuschen, indem es in größerer Zahl als je zuvor auf die Straße geht“.Nach Angaben von Augenzeugen schwenkten die Teilnehmer iranische Fahnen und riefen antiamerikanische und antiisraelische Parolen. Staatsmedien zeigten Bilder, auf denen Menschen Porträts des getöteten Revolutionsführers Ali Chamenei sowie seines Sohnes und Nachfolgers Modschtaba Chamenei tragen.
Die den Revolutionsgarden nahe stehende Nachrichtenagentur Fars veröffentlichte ein Video, in dem Menschen Nägel in Särge schlagen, die mit amerikanischen und israelischen Flaggen bedeckt sind. Ein weiteres Video zeigt Männer, die auf einer großen US‑Flagge auf der Straße herumtrampeln. Auf der Fahne steht in Englisch: „Down with America (Nieder mit Amerika).“
Nach Einschätzung von Augenzeugen war die Menschenmenge in diesem Jahr kleiner als im Vorjahr. Als Gründe nannten sie die schweren israelischen Luftangriffe vor Beginn der Kundgebungen. Viele Menschen fürchteten Drohnenangriffe während der Zeremonie, andere hätten Teheran kurz nach Ausbruch des Krieges verlassen. Während der Kundgebungen war eine laute Explosion im Stadtzentrum zu hören. (dpa)
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08:14 Uhr 13.03.2026
Staatsmedien: Zwei Tote bei Drohnenangriff im Oman
Im Oman sind nach Angaben von Staatsmedien zwei Menschen bei einem Drohnenangriff getötet worden. Eine Drohne sei im Norden des Landes abgefangen worden und in einem Industriegebiet abgestürzt, teilte die omanische Nachrichtenagentur am Freitag mit. Dabei seien zwei ausländische Arbeiter ums Leben gekommen. Eine zweite Drohne sei im offenen Gelände abgestürzt.
In Saudi-Arabien wurde am Freitag nach Regierungsangaben eine Drohne abgeschossen, die sich dem Diplomaten-Viertel in der Hauptstadt Riad genähert habe. In der Wüstenregion Rub al-Chali und im Bezirk al-Chardsch seien insgesamt fünf weitere Drohnen abgefangen worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. In al-Chardsch befindet sich ein großer Luftwaffenstützpunkt, auf dem auch US-Soldaten stationiert sind. (AFP)
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08:13 Uhr 13.03.2026
Iran droht im Falle neuer Proteste mit „schärferer" Reaktion als im Januar
Die iranischen Revolutionsgarden haben die Menschen im Iran mit eindringlichen Worten vor neuen Protesten gewarnt. Die Reaktion auf neuerliche Demonstrationen werde „schärfer" ausfallen als bei der Protestwelle im Januar, als tausende Menschen getötet wurden, teilten die Revolutionsgarden am Freitag mit.
„Heute versucht der Feind, der seine militärischen Ziele vor Ort nicht erreichen kann, erneut, Terror zu verbreiten und Unruhen zu provozieren", erklärten die Revolutionsgarden in einer im Fernsehen verbreiteten Mitteilung. Sie drohten mit einer "noch schärferen Reaktion" als im Januar. (AFP)
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08:12 Uhr 13.03.2026
Behörden: Gebäude in Dubai von Trümmern eines abgefangenen Geschosses getroffen
Ein Gebäude im Zentrum von Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist von herabfallenden Trümmern eines abgefangenen Geschosses getroffen worden. Bei dem „geringfügigen Vorfall an der Fassade" des Gebäudes sei niemand verletzt worden, erklärte das Medienbüro der Metropole am Freitag im Onlinedienst X.
Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP in Dubai hatte zuvor von einer gewaltigen Explosion und einer schwarzen Rauchwolke berichtet. (AFP)
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08:10 Uhr 13.03.2026
Türkische Medien: Sirenen auf von Nato genutztem Luftwaffenstützpunkt Incirlik zu hören
An dem von der Nato genutzten Luftwaffenstützpunkt Incirlik im Südosten der Türkei sind am Freitag laut Medienberichten Sirenen zu hören gewesen. Die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete über den Vorfall, ohne eine genaue Uhrzeit oder weitere Einzelheiten zu nennen. Die türkischen Behörden äußerten sich zunächst nicht zu dem Vorfall.
Die Bewohner von Adana, das etwa zehn Kilometer von Incirlik entfernt liegt, wurden dem Nachrichtenportal „Ekonomim" zufolge gegen 03.25 Uhr (Ortszeit, 01.25 Uhr MEZ) von den Sirenen geweckt. Der Alarm dauerte demnach rund fünf Minuten.
Videos in Onlinediensten zeigten „Ekonomim" zufolge ein leuchtendes Objekt am Himmel, bei dem es sich womöglich um eine Rakete handelte. In der Stadt seien für einen langen Zeitraum Feuerwehrsirenen und Sirenen der Sicherheitskräfte zu hören gewesen.
Im Nato-Land Türkei wurden seit Beginn des Iran-Kriegs bereits zwei iranische Raketen abgefangen. Seit Beginn des Krieges zwischen Israel und den USA mit dem Iran greift Teheran mehrere Golfstaaten und US-Stützpunkte in der Region an. (AFP)
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07:22 Uhr 13.03.2026
Macron: Französischer Soldat bei Angriff im Norden des Irak getötet
Bei einem Angriff in der autonomen Kurdenregion Erbil im Nordirak ist ein französischer Armeeangehöriger getötet worden. Der Soldat Arnaud Frion vom 7. Bataillon der Gebirgsjäger in Varces sei für Frankreich gefallen, erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron am Freitag im Onlinedienst X.
„Der Krieg im Iran kann solche Angriffe nicht rechtfertigen", fügte er hinzu. Es handelt sich um den ersten Todesfall eines französischen Armeeangehörigen im Iran-Krieg.
Mehrere französische Soldaten seien bei dem Angriff verletzt worden, erklärte Macron. Die Attacke auf die französischen Streitkräfte sei „inakzeptabel". Die Soldaten, die am internationalen Einsatz gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) beteiligt sind, befänden sich für den Kampf gegen den Terrorismus im Irak.Zuvor hatte die irakische pro-iranische Gruppe Aschab Alkahf erklärt, französische Interessen in der Region seien nun Ziele, nachdem ein französischer Flugzeugträger im „Einsatzgebiet des US-Zentralkommandos" eingetroffen war. Aschab Alkahf rief zudem "unsere Brüder in den Sicherheitskräften" auf, sich von einem Stützpunkt fernzuhalten, in dem sich der Gruppe zufolge französische Truppen aufhielten. Die Gruppe reklamierte den Angriff in Erbil zunächst nicht für sich.
Zuvor hatte die Nachrichtenagentur AFP aus dem Generalstab der französischen Armee erfahren, dass bei einem Drohnenangriff in der Region Erbil sechs französische Soldaten verletzt worden seien. Der Angriff habe sich ereignet, während die französischen Soldaten zusammen mit irakischen Partnern Anti-Terror-Einsätze trainiert hätten.
Nach Angaben des Gouverneurs von Erbil wurden bei dem Angriff zwei Drohnen eingesetzt. Der Angriff ereignete sich demnach auf einer Militärbasis in Mala Kara, rund 40 Kilometer südwestlich von Erbil, der Hauptstadt der autonomen Kurdenregion im Nordirak. (AFP)
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07:00 Uhr 13.03.2026
Iranische Staatsmedien: Mehrere Explosionen in Teheran
In Irans Hauptstadt Teheran haben sich iranischen Staatsmedien zufolge mehrere Explosionen ereignet. Bewohner der betroffenen Teile von Teheran hätten berichtet, dass ihre Häuser gebebt hätten, berichtete die iranische staatliche Nachrichtenagentur Fars. Bislang gebe es keine Berichte über Verletzte. Die stärksten Explosionen seien im Süden der iranischen Hauptstadt zu hören gewesen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tasnim. (AFP)
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21:56 Uhr 12.03.2026
USA: Noch keine Schiffs-Eskorte durch Straße von Hormus möglich
Die USA sind nach Angaben von Energieminister Chris Wright aktuell noch nicht in der Lage, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren. Die Marine werde das relativ bald tun können, gerade sei das aber noch nicht möglich, sagte Wright dem Sender CNBC. „Wir sind einfach noch nicht bereit.“ Alle militärischen Ressourcen der USA seien aktuell darauf ausgerichtet, die offensiven Fähigkeiten des Irans zu zerstören. Er halte es für wahrscheinlich, dass die US-Marine bis Ende des Monats einige Schiffe durch die Meerenge eskortieren könne, sagte Wright.
US-Finanzminister Scott Bessent sagte dem Sender Sky News, er sei überzeugt, dass die US-Marine das so bald wie militärisch möglich machen werde – „vielleicht zusammen mit einer internationalen Koalition“.
Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist infolge des Iran-Kriegs nahezu zum Erliegen gekommen. Die etwa 55 Kilometer breite Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport.
US-Präsident Donald Trump hatte Anfang des Monats angeboten, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus – falls notwendig – auch mit der eigenen Marine abzusichern. Mit dem Angebot einer solchen Eskorte versucht seine Regierung auch, globale Märkte zu beruhigen.
Trump betonte jüngst auch, er glaube nicht, dass der Iran die Meerenge vermint habe. Bessent bekräftigte das nun und verwies darauf, dass derzeit etwa iranische Tanker durch die Straße von Hormus führen. (dpa)
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21:15 Uhr 12.03.2026
Irans Militär droht USA mit der Zerstörung regionaler Energieanlagen
Die iranischen Revolutionsgarden warnen vor Angriffen auf den Energiesektor und die Häfen des Landes. Die Kommandozentrale der Garden erklärte laut Nachrichtenagentur Tasnim, der Iran werde im Fall des geringsten Angriffes die Öl- und Gasvorkommen der Region, an denen die Vereinigten Staaten und ihre westlichen Verbündeten ein berechtigtes Interesse haben, in Brand setzen und zerstören.
Der Sprecher der Streitkräfte, Abolfasl Schekartschi, hatte bereits am Mittwoch Vergeltungsschläge für Angriffe auf iranische Häfen angekündigt. Sollte eine entsprechende US-Drohung umgesetzt werden, wäre nach seinen Worten kein Hafen oder Wirtschaftszentrum im Persischen Golf sicher. (dpa)
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20:12 Uhr 12.03.2026
TotalEnergies reduziert Gas- und Ölproduktion wegen Iran-Kriegs um 15 Prozent
Der französische Energiekonzern TotalEnergies reduziert wegen des Iran-Kriegs seine Öl- und Gasproduktion um insgesamt rund 15 Prozent. Die Produktion wurde oder wird demnach in mehreren Ländern der Golfregion gestoppt, darunter Katar und der Irak, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. In den Vereinigten Arabischen Emiraten sei nur die Offshore-Produktion von dem Stopp betroffen, nicht jene an Land.
Der Konzern verwies aber auch darauf, dass der höhere Ölpreis infolge des Krieges die Verluste durch die verringerte Produktion in der Golfregion ausgleiche. Seit Beginn des Iran-Kriegs vor rund zwei Wochen ist die Straße von Hormus de facto gesperrt, durch die ein wichtiger Teil der Öllieferungen weltweit läuft. Zudem attackiert der Iran seit den Angriffen von Israel und den USA auf das Land seinerseits Ölanlagen in den Golfstaaten. Der Ölpreis stieg deshalb weltweit deutlich an, zuletzt am Donnerstag erneut über 100 Dollar pro Barrel für die der Referenzsorte Brent. (AFP) -
18:20 Uhr 12.03.2026
Irans Vizeaußenminister weist Vorwurf der Verminung der Straße von Hormus zurück
Der Iran legt nach den Worten von Vizeaußenminister Madschid Tacht-Rawantschi keine Seeminen in der strategisch und wirtschaftlich bedeutsamen Straße von Hormus. Auf die Frage, ob von Seiten der Islamischen Republik in der Meerenge Minen gelegt würden, sagte Tacht-Rawantschi der Nachrichtenagentur AFP in Teheran: „Überhaupt nicht. Das stimmt nicht.“ US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch gesagt, die Vereinigten Staaten hätten 28 iranische Minenleger-Schiffe angegriffen.
Mit Blick auf die Schifffahrt in der Straße von Hormus sagte Tacht-Rawantschi der Nachrichtenagentur AFP, der Iran habe Schiffe einiger Staaten die Meerenge passieren lassen. „Einige Länder haben bereits mit uns über die Durchfahrt durch die Meerenge gesprochen, und wir haben mit ihnen kooperiert“, sagte Tacht-Rawantschi. Er fügte hinzu: „Wir sind der Ansicht, dass jene Länder, die sich an der Aggression beteiligt haben, nicht von einer sicheren Durchfahrt durch die Straße von Hormus profitieren sollten.“ Seit Beginn des Iran-Kriegs ist die Straße von Hormus de facto gesperrt, der Ölpreis stieg deshalb weltweit deutlich an. (AFP) -
16:49 Uhr 12.03.2026
Trump: Iran sollte nicht an der Fußball-WM teilnehmen
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran einen WM-Verzicht nahegelegt. „Die iranische Fußballnationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft willkommen, aber ich halte es wirklich nicht für angemessen, dass sie dort sind, im Hinblick auf ihr eigenes Leben und ihre Sicherheit“, schrieb Trump am Donnerstag im Sozialen Netzwerk Truth Social.
Erst einige Tage zuvor hatte Trump laut FIFA-Präsident Gianni Infantino zugesichert, dass der Iran trotz des anhaltenden Krieges im Nahen Osten bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) antreten dürfe. Der Iran sei „willkommen“, habe Trump Infantino gegenüber betont.Der Austausch zwischen Trump und Infantino, der dem US-Präsidenten am Rande der WM-Auslosung im Dezember den erstmals vergebenen FIFA-Friedenspreis verliehen hatte, fand vor dem Hintergrund wachsender Spannungen im Nahen Osten statt. Diese haben zunehmend Auswirkungen auf den internationalen Sport. Irans Sportminister Ahmad Donyamali und Verbandspräsident Mehdi Taj hatten einen WM-Verzicht zuletzt bereits angedeutet. (AFP)
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15:11 Uhr 12.03.2026
Irans neues Oberhaupt ruft zu fortgesetzter Blockade der Straße von Hormus auf
In seiner ersten Botschaft seit seiner Ernennung hat der neue oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, zu einer fortgesetzten Blockade der vor allem für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus aufgerufen. „Der Hebel der Blockade der Straße von Hormus muss auf jeden Fall genutzt werden“, hob Chamenei in seiner am Donnerstag von einer Journalistin des iranischen Staatsfernsehens verlesenen Ansprache hervor. Infolge des Iran-Krieges war der Ölpreis zuletzt weltweit stark gestiegen.
Chamenei forderte zudem die Länder der Golfregion und im Nahen Osten auf, die US-Militärstützpunkte zu schließen. Angesichts der vor rund zwei Wochen begonnenen US-israelischen Angriffe schwor er Rache für die Opfer des Krieges in seinem Land. Rache habe Priorität, bis sie „vollständig erreicht“ worden sei, betonte er. Dabei dankte er auch der „Widerstandsfront“ im Jemen, Libanon und Irak.
Dass sich der 56-jährige Modschtaba Chamenei seit seiner Ernennung am Sonntag nicht öffentlich geäußert hatte, hatte in den vergangenen Tagen Spekulationen über seinen Verbleib ausgelöst. Der iranische Botschafter in Zypern hatte gesagt, vermutlich sei Modschtaba Chamenei bei dem Angriff auf seinen Vater verletzt worden. (AFP)
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11:17 Uhr 12.03.2026
Neue iranische Angriffswelle auf Öl-Anlagen in Golfregion – Ölpreise steigen erneut
Der Iran hat am Donnerstag eine neue Angriffswelle gegen die Ölinfrastruktur in den Golfstaaten gestartet. Die Angriffe richteten sich gegen Ziele in Bahrain, Saudi-Arabien und im Oman.
Der Preis für ein Barrel Öl der Referenzsorte Brent überstieg am Donnerstagmorgen wieder die Marke von 100 Dollar. Die Ankündigung der Internationalen Energie-Agentur (IEA), dass ihre Mitgliedstaaten insgesamt 400 Millionen Barrel Öl ihrer Notvorräte freigeben, konnte die Nervosität an den Märkten nicht eindämmen. Die USA erklärten, sie würden wegen des Ölpreisschocks 172 Millionen Barrel ihrer Reserven freigeben. (AFP)
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11:58 Uhr 12.03.2026
UNHCR: Mehr als drei Millionen Menschen im Iran seit Kriegsbeginn vertrieben
Im Iran sind seit Beginn der Luftangriffe der USA und Israels nach UN-Angaben mehr als drei Millionen Menschen vertrieben worden. Zwischen 600.000 und einer Million Haushalte seien betroffen, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Donnerstag mit. Dies entspreche bis zu 3,2 Millionen Menschen. (AFP)
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11:01 Uhr 12.03.2026
Irans Revolutionsgarden reklamieren Angriff auf Tankschiff für sich
Die iranischen Revolutionsgarden haben einen Angriff auf einen Öltanker im Persischen Golf für sich reklamiert. In den frühen Morgenstunden sei das Schiff „Safesea Vishnu“ unter der Flagge der Marshallinseln getroffen worden, berichtete Irans staatliche Nachrichtenagentur Irna. Der Angriff auf den Öltanker sei erfolgt „nachdem er den Warnungen und Aufforderungen der Marine der Revolutionsgarden nicht nachgekommen“ sei. Das Schiff befindet sich nach iranischer Darstellung in US-Besitz. (dpa)
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09:06 Uhr 12.03.2026
G7 will Schifffahrt durch Straße von Hormus absichern
Nach Angriffen auf Schiffe beraten die G7 über Maßnahmen für freie Fahrt durch die Straße von Hormus. Die Energieversorgung bleibt laut EU-Kommission oberste Priorität.
Die G7-Staaten wollen die Straße von Hormus wieder für die Handelsschifffahrt befahrbar machen, indem sie Öltanker und Frachtschiffe von Kriegsschiffen begleiten lassen. Um solche Eskorten zu gewährleisten, sei die Koordination mehrerer Marinen und eine mehrwöchige Vorarbeit nötig, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, nach einer von ihm geleiteten Videokonferenz der Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten zu den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs.
„Die Voraussetzungen dafür sind derzeit nicht gegeben. Die Meerenge ist ein Kriegsschauplatz, aber diese Arbeit muss organisiert werden. Das haben wir vorgeschlagen, parallel dazu eine Zusammenarbeit mit Reedereien, Transportunternehmen und Versicherern.“ (dpa)
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07:42 Uhr 12.03.2026
Ölpreise steigen weiter – trotz Freigabe von Reserven
Der Krieg im Iran schockt den internationalen Ölmarkt: Deutschland, die USA und andere Nationen wollen mit Ölreserven in Rekordmenge gegensteuern. Kann das funktionieren?
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21:45 Uhr 11.03.2026
Trump: Auch USA geben strategische Ölreserven teils frei
Die USA geben ihre strategischen Ölreserven im Iran-Krieg teilweise frei. US-Präsident Donald Trump sagte am Mittwoch einem Lokalsender in Cincinnati im Bundesstaat Ohio, der US-Ölvorrat werde „ein bisschen reduziert, und dadurch sinken die Preise“. Die USA, Luxemburg und die anderen Mitgliedsländer der Internationalen Energie-Agentur (IEA) hatten zuvor die bislang größte Freigabe ihrer Notfallreserven beschlossen. (AFP)
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21:43 Uhr 11.03.2026
UN-Sicherheitsrat fordert sofortiges Ende iranischer Angriffe auf Golfstaaten
Der UN-Sicherheitsrat hat das sofortige Ende der iranischen Angriffe auf die umliegenden Golfstaaten gefordert. In seiner am Mittwoch mit 13 von 15 Stimmen verabschiedeten Resolution verlangte das wichtigste UN-Gremium die „unverzügliche Einstellung aller Angriffe der Islamischen Republik Iran gegen Bahrain, Kuwait, den Oman, Katar, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Jordanien“. Russland und China enthielten sich bei der Abstimmung.
Der Text war gemeinsam von den Mitgliedern des Golf-Kooperationsrats sowie Jordanien eingebracht worden. Der Golf-Kooperationsrat umfasst die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Kuwait, den Oman, Katar und Bahrain. Die Resolution wird von insgesamt 135 UN-Mitgliedstaaten unterstützt.
Die in der UN-Resolution genannten Länder sind seit Beginn des Iran-Krieges Ziel zahlreicher iranischer Angriffe. Teherans Angriffe auf diese Staaten seien völkerrechtswidrig, hieß es in der Resolution weiter. Sie stellten eine "ernste Bedrohung für den weltweiten Frieden und die Sicherheit" dar.
Die Resolution verurteilte zudem „jegliche Handlungen oder Drohungen“ Teherans, die darauf abzielten, „die internationale Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu blockieren, zu behindern oder anderweitig zu stören“. (AFP) -
21:09 Uhr 11.03.2026
Trump ermutigt Öltanker zur Durchfahrt der Straße von Hormus
Trotz des Kriegs im Iran hat US-Präsident Donald Trump Ölkonzerne zur Durchfahrt der Straße von Hormus ermutigt. „Ich glaube, sie sollten das machen“, sagte er in Washington auf die Frage eines Journalisten. Er glaube nicht, dass der Iran die Meeresenge vermint habe, fügte Trump hinzu.
Trump hatte zuvor bereits in Aussicht gestellt, durchfahrende Schiffe zu versichern und zur Not per Marine zu eskortieren. Irans Militärführung machte derweil deutlich, dass jedes Schiff und jede Ölladung für die USA, Israel und ihre Partner in der Straße von Hormus ein legitimes Ziel von Angriffen sei.
CNN berichtete, der Iran habe in den vergangenen Tagen rund ein Dutzend Minen in der für die Schifffahrt wichtigen Meeresenge platziert. Der Sender stützt sich dabei auf Aussagen von ungenannten Quellen. Trump hatte daraufhin gesagt, ihm lägen keine entsprechenden Informationen vor. Wenig später verkündete er, die US-Streitkräfte hätten mehrere sogenannte Minenleger versenkt. Inzwischen sei die Zahl der zerstörten Minenleger auf 28 angewachsen, sagte der US-Präsident bei einem Besuch einer Pharmazie-Firma im US-Bundesstaat Ohio. (dpa)
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18:58 Uhr 11.03.2026
Iran droht bei Angriffen auf Häfen mit Gegenschlägen
Das US-Regionalkommando Centcom erklärt Irans Häfen zu potenziellen Zielen. Teheran droht mit Gegenschlägen in der Golfregion.
Die iranischen Revolutionsgarden warnen vor massiven Vergeltungsschlägen, falls Häfen des Landes angegriffen werden. Der Sprecher der Streitkräfte, Abolfasl Schekartschi, erklärte laut Nachrichtenagentur Fars, die den Revolutionsgarden nahe steht: Sollte die amerikanische Drohung gegen Irans Häfen in die Tat umgesetzt werden, werde kein Hafen, Wirtschaftszentrum oder Ort im Persischen Golf sicher sein. Sie wären dann legitime Ziele der Streitkräfte.
Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) hatte zuvor die Zivilbevölkerung gewarnt, dass der Iran zivile Häfen entlang der Straße von Hormus für militärische Operationen nutze. Diese gefährdeten den internationalen Schiffsverkehr und das Leben unschuldiger Menschen. Zivile Häfen, die für militärische Zwecke genutzt werden, verlieren Centcom zufolge ihren Schutzstatus und werden nach internationalem Recht zu legitimen militärischen Zielen. (dpa) -
18:02 Uhr 11.03.2026
Iran verurteilt neue EU‑Sanktionen
Das iranische Außenministerium hat neue EU-Sanktionen scharf kritisiert und sie als „unmoralisch und völlig rechtswidrig“ bezeichnet. Außenamtssprecher Ismail Baghaei warf der EU auf der Plattform X vor, sie versuche, den Iran dafür zu bestrafen, dass er sein ihm gemäß Artikel 51 der UN-Charta zustehendes Recht auf Selbstverteidigung ausübe. Baghaei sprach von einer „brutalen und rechtswidrigen Aggression“ durch die USA und Israel.
Die EU begründete die neuen Strafmaßnahmen mit schweren Menschenrechtsverletzungen im Iran. Betroffen sind nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas 19 Vertreter und Einrichtungen der iranischen Führung. Die EU wolle auch während des Krieges die Verantwortlichen für die Repressionen im Iran zur Rechenschaft ziehen. Zugleich solle ein Signal gesetzt werden, dass Irans Zukunft nicht auf Unterdrückung beruhen könne. (dpa)
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17:45 Uhr 11.03.2026
Ölpreise steigen trotz IEA-Freigabe von Notfallreserven weiter
Die Ölpreise sind am Mittwoch trotz der angekündigten Freigabe von Notfallreserven weiter gestiegen. Die Nordseesorte Brent notierte am Nachmittag weiterhin bei über 90 Dollar pro Barrel – ein Anstieg um mehr als vier Prozent im Tagesverlauf. Die US-Referenzsorte WTI verzeichnete einen ähnlichen Anstieg. Die Internationale Energie-Agentur (IEA) hatte am frühen Nachmittag mitgeteilt, ihre Mitgliedstaaten würden 400 Millionen Barrel Öl ihrer Notvorräte freigeben, um die Preise zu stabilisieren.
Das ist die größte Menge an Ölreserven, die von den 32 IEA-Staaten jemals freigegeben wurde. Und doch könne dies nur einen Teil der derzeit wegen des Iran-Kriegs nicht auf dem Weltmarkt verfügbaren Ölmenge kompensieren, schränkte der Analyst Helge Andre Martinsen von der Investmentbank DNB Carnegie ein.
Die Freigaben könnten seiner Einschätzung nach täglich rund 1,75 Millionen Barrel Öl pro Tag zusätzlich bringen, erklärte Martinsen. Doch die Versorgungsausfälle wegen reduzierter Produktion der Staaten im Nahen Osten sowie der Transportblockade durch die Straße von Hormus summierten sich auf etwa elf Millionen Barrel Rohöl und vier Millionen Barrel Ölprodukte pro Tag. „Es wird also helfen, aber es wird keinen großen Unterschied für die kurzfristige globale Ölbilanz machen.“ (AFP)
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17:43 Uhr 11.03.2026
Iranischer Botschafter: Chamenei-Sohn bei Angriff am 28. Februar verletzt
Seit seiner Ernennung am Sonntag ist der neue oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, noch nicht öffentlich aufgetreten – über den Aufenthaltsort und Gesundheitszustand des 56-Jährigen wird seither gerätselt. „Ich habe gehört, dass er Verletzungen an den Beinen, der Hand und dem Arm erlitten hat“, sagte der iranische Botschafter in Zypern, Aliresa Salarian, der britischen Zeitung „The Guardian“ vom Mittwoch. Der Sohn des iranischen Präsidenten, Jussef Peseschkian, erklärte, Chamenei sei trotz mutmaßlicher Verletzungen „wohlauf“.
Modschtaba Chamenei war am Sonntag als Nachfolger seines Vaters Ali Chamenei zum politischen und geistlichen Oberhaupt des Iran ernannt worden. Ali Chamenei war am 28. Februar, dem ersten Tag des US-israelischen Krieges gegen den Iran, bei einem israelischen Luftangriff auf Teheran getötet worden. Auch Modschtabas Mutter und seine Ehefrau wurden iranischen Behördenangaben zufolge bei dem Angriff getötet.
Modschtaba Chamenei sei bei dem Angriff verletzt worden, sagte der iranische Botschafter in Zypern dem „Guardian“. Er glaube, dass Chamenei im Krankenhaus sei und nicht in der Verfassung, eine Rede zu halten, fügte Salarian hinzu.Der iranische Präsidentensohn und Regierungsberater erklärte im Onlinedienst Telegram: „Ich habe Freunde mit Verbindungen gefragt. Sie sagten mir, dass er Gott sei Dank wohlauf ist.“ Im iranischen Staatsfernsehen wurde Chamenei als „verwundeter Veteran des Ramadan-Krieges“ bezeichnet, da der US-israelische Krieg gegen den Iran im muslimischen Fastenmonat begann.
Chamenei habe „Verletzungen an den Beinen erlitten, ist bei Bewusstsein und hält sich an einem hoch gesicherten Ort mit eingeschränkter Kommunikation auf“, berichtete die „New York Times“ am Mittwoch unter Berufung auf drei iranische Beamte. Zwei Vertreter der israelischen Armee sagten der Zeitung, die israelischen Geheimdienste gingen ebenfalls davon aus, dass Chamenei an den Beinen verletzt worden sei. (AFP)
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17:32 Uhr 11.03.2026
Iran-nahe Gruppe bekennt sich zu Cyberangriff auf US-Konzern Stryker
Eine Iran-nahe Hackergruppe hat einen Cyberangriff auf den US-Medizintechnikkonzern Stryker für sich beansprucht. Die Gruppe Handala sprach am Mittwoch im Onlinedienst X von einem Vergeltungsschlag für den „brutalen Angriff“ auf eine iranische Grundschule mit womöglich mehr als 150 Toten vom 28. Februar. Den Hackern zufolge wurden bei der Cyberattacke mehr als 200.000 Systeme und Server in 79 Ländern lahmgelegt.
Stryker ist nach eigenen Angaben weltweit einer der führenden Anbieter von Medizintechnologie, die unter anderem in Krankenhäusern zum Einsatz kommt. Ein Konzernsprecher bestätigte dem „Wall Street Journal“ die Störung.
„Unsere Teams arbeiten mit Hochdruck daran, die Systeme und den Betrieb so schnell wie möglich wiederherzustellen“, zitierte das Blatt den Sprecher. Die Hackergruppe Handala trat erstmals 2022 in Erscheinung und hatte zuletzt eine Reihe von Cyberangriffen auf israelische Unternehmen sowie Firmen in der Golfregion für sich beansprucht. -
17:01 Uhr 11.03.2026
Straße von Hormus: US-Armee warnt vor möglichen Angriffen auf Irans Häfen
Die US-Armee hat die iranische Bevölkerung vor möglichen Angriffen auf Häfen entlang der Straße von Hormus gewarnt. Das US-Militärkommando für den Nahen Osten (Centcom) rief Zivilisten am Mittwoch auf, alle Hafenanlagen an der Meerenge umgehend zu meiden, in denen iranische Seestreitkräfte operierten, wie es in einer im Onlinedienst X verbreiteten Erklärung hieß.
Der Iran nutze „zivile Häfen entlang der Straße von Hormus für militärische Operationen, die den internationalen Schiffsverkehr bedrohen“, hieß es in der Centcom-Erklärung. „Zivile Häfen, die für militärische Zwecke genutzt werden, verlieren ihren Schutzstatus und werden nach dem Völkerrecht zu legitimen militärischen Zielen.“ Die US-Streitkräfte könnten die Sicherheit von Zivilisten deshalb nicht gewährleisten.
In der Straße von Hormus war zuvor erneut ein Frachtschiff getroffen worden und in Brand geraten. Die iranischen Revolutionsgarden haben die Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel seit dem Krieg am 28. Februar für gesperrt erklärt. Normalerweise passiert rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports die Straße von Hormus. (AFP) -
16:59 Uhr 11.03.2026
Trump: Praktisch keine Ziele im Iran mehr übrig
US-Präsident Donald Trump hat seine Einschätzung bekräftigt, dass der Iran-Krieg „bald“ enden könnte. Es sei „praktisch nichts übrig“, was die USA noch angreifen könnten, sagte Trump am Mittwoch der Plattform „Axios“. Das Kriegsende hänge allein von seinem Willen ab, sagte der Präsident: „Wann immer ich will, dass es endet, wird es enden“, sagte er.
Trump hatte am Montag gesagt, der Krieg sei „so gut wie“ beendet. Sowohl der Verbündete Israel als auch der Iran widersprachen dem US-Präsidenten allerdings und betonten, die Kriegsziele seien nicht erreicht. Auch die USA setzten ihre Angriffe fort. Zuletzt zerstörten die US-Streitkräfte nach Angaben Trumps mehrere iranische Minenleger-Schiffe. (AFP) -
15:09 Uhr 11.03.2026
IEA will wegen Iran-Kriegs Rekordmenge Ölreserven freigeben
Die Internationale Energieagentur IEA will als Reaktion auf den Iran-Krieg eine Rekordmenge strategischer Ölreserven freigeben. Insgesamt werden die 32 Mitgliedsländer der Agentur 400 Millionen Barrel Rohöl freigeben, wie es in einer in Paris veröffentlichten Mitteilung heißt. (dpa)
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14:41 Uhr 11.03.2026
Wegen Repressionen – EU verhängt weitere Iran-Sanktionen
Die EU verhängt neue Sanktionen wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen im Iran. Betroffen seien 19 Vertreter und Einrichtungen der iranischen Führung, teilte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas mit. Vertreter der Mitgliedstaaten hätten die Pläne gebilligt.
Kallas erklärte, die EU wolle auch während des Krieges die Verantwortlichen für die Repressionen im Iran zur Rechenschaft ziehen. Zugleich mache man deutlich, dass Irans Zukunft nicht auf Unterdrückung beruhen könne.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte die Zahl der im Januar im Zuge der Massendemonstrationen von der iranischen Führung getöteten Menschen am Vormittag auf mehr als 17.000 beziffert. „Anfang des Jahres gingen Hunderttausende junge Iranerinnen und Iraner auf die Straße, um eine bessere Zukunft zu fordern“, sagte sie. Die Antwort auf diese Proteste sei brutale Repression gewesen.
Die EU-Sanktionen im Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen im Iran umfassen unter anderem Reiseverbote für Einzelpersonen und das Verbot, denjenigen, gegen die Sanktionen verhängt wurden, Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Zudem müssen in der EU vorhandene Vermögenswerte von Einzelpersonen und Organisationen eingefroren werden. Zuletzt waren von den Sanktionen rund 250 Personen und 50 Einrichtungen betroffen. Darunter sind etwa die iranische Sittenpolizei, das Korps der Revolutionsgarden (IRGC) sowie mehrere Minister und Abgeordnete des Parlaments. (dpa)
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13:27 Uhr 11.03.2026
„Gewaltiger“ Schritt: Deutschland gibt Ölreserven frei
Angesichts der stark gestiegenen Energiepreise infolge des Iran-Kriegs gibt Deutschland einen Teil seiner Ölreserven frei. Die Bundesregierung komme damit einer Bitte der Internationalen Energie-Agentur (IEA) nach, sagte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) am Mittwoch in Berlin. Sie gehe dadurch von sinkenden Spritpreisen aus.
Eine Freigabe der Notfall-Ölvorräte wird von der IEA koordiniert. Die Organisation verpflichtet ihre Mitglieder, ständig Ölbestände vorzuhalten, die mindestens 90 Tagen ihrer Netto-Importe entsprechen. Deutschland hatte Zahlen der IEA zufolge im November vergangenen Jahres 34,42 Millionen Tonnen Öl auf Vorrat. Laut Reiche werden nun mehrere Millionen Tonnen freigegeben.
Ein großer Teil der deutschen Reserven sind Rohöl, das nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums vor allem in Norddeutschland gelagert wird. Diesel-, Benzin-, Heizöl- und Kerosinvorräte sind hingegen über das Bundesgebiet verteilt. Welche Ölprodukte genau freigegeben werden, werde nun in Zusammenarbeit mit der IEA festgelegt, sagte Reiche. (AFP) -
09:56 Uhr 11.03.2026
„Geschosse“ treffen Schiffe in und nahe Straße von Hormus
Noch fahren einige Schiffe durch die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und den iranischen Küsten. Aber die Passage wird langsam unberechenbar. Im Persischen Golf und in der Straße von Hormus hat es nach mutmaßlichen Angriffen des Irans weitere Zwischenfälle gegeben. Ein „unbekanntes Geschoss“ habe ein Frachtschiff in der Meerenge getroffen und einen Brand ausgelöst, meldete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) heute. Die Besatzung habe um Unterstützung gebeten und das Schiff werde evakuiert.
Im Persischen Golf vor der Küste Dubais sei zudem ein Massengutfrachter von einem ebenfalls „unbekannten Geschoss“ getroffen worden, meldete die UKMTO. Die Crew sei aber in Sicherheit. Die britische Behörde hatte Stunden zuvor auch mitgeteilt, dass ein Containerschiff weiter östlich von einem „unbekannten Geschoss“ an der Einfahrt zur Straße von Hormus getroffen worden sei. (dpa) -
09:46 Uhr 11.03.2026
Irans Militärführung erklärt Banken zu legitimen Zielen
Nach einem Luftangriff auf eine iranische Bank hat Irans Militärführung Vergeltung angedroht. Mit dieser „illegitimen und unüblichen Handlung im Krieg“ habe der Feind wirtschaftliche Zentren und Banken der USA und Israels selbst zum Ziel erklärt, berichtete der staatliche iranische Rundfunk unter Berufung auf die Militärführung.
„Die Amerikaner sollen auf unsere Gegenmaßnahme und unsere schmerzhafte Antwort warten“, hieß es in der Erklärung des zentralen Hauptquartiers „Chatam Al-Anbija“, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. „Die Menschen in der Region sollen sich nicht im Umkreis von einem Kilometer um Banken aufhalten“, hieß es weiter.
Laut Staatsfernsehen kam es in der Nacht zu einem israelischen Angriff in der Hauptstadt Teheran auf eine Bankfiliale. Dabei seien mehrere Mitarbeiter ums Leben gekommen. (dpa)
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08:16 Uhr 11.03.2026
Iranischer Präsidentensohn: Neuer oberster Anführer ist trotz mutmaßlicher Verletzungen „wohlauf“
Der neue oberste Anführer des Irans, Modschtaba Chamenei, ist trotz Verletzungen infolge der US-israelischen Angriffe auf den Iran „wohlauf“. Dies gab der Sohn des iranischen Präsidenten Jussef Peseschkian am Mittwoch im Onlinedienst Telegram bekannt. „Ich habe Freunde mit Verbindungen gefragt. Sie sagten mir, dass er Gott sei Dank wohlauf ist“, erklärte Peseschkian, der auch als Regierungsberater fungiert.
Modschtaba Chamenei war am Sonntag zum obersten Führer des Iran ernannt worden. Berichten zufolge wurde er bei dem Angriff am 28. Februar verletzt, bei dem sein Vater Ali Chamenei getötet worden war. Im staatlichen iranischen Fernsehen war Chamenei als „verwundeter Veteran des Ramadan-Krieges“ bezeichnet worden. Details über das Ausmaß seiner Verletzungen wurden jedoch nicht genannt. Seit dem US-israelischen Angriff zu Beginn des Iran-Krieges ist Modschtaba Chamenei nicht öffentlich aufgetreten.
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07:38 Uhr 11.03.2026
Neue iranische Angriffswelle auf Israel und Golfstaaten
Die iranischen Streitkräfte haben erneut Ziele in Israel und mehreren Golfstaaten angegriffen. Die jüngste Angriffswelle sei die bisher „intensivste und schwerste“ gewesen, berichtete der iranische Staatssender Irib am Mittwoch unter Berufung auf die iranischen Revolutionsgarden. Mehrere Golfstaaten meldeten Raketen- und Drohnenangriffe. (AFP)
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07:17 Uhr 11.03.2026
US-Armee zerstört 16 iranische Minenleger-Schiffe nahe Straße von Hormus
Die US-Armee hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump mehrere iranische Minenleger-Schiffe zerstört. „Zehn inaktive Minenleger-Schiffe“ seien zerstört worden, erklärte Trump am Dienstag (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social. Später erklärte das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom im Onlinedienst X, die Zahl der zerstörten Schiffe nahe der für die weltweite Schifffahrt bedeutsamen Straße von Hormus sei auf 16 gestiegen.
Trump hatte den Iran zuvor davor gewarnt, die Straße von Hormus zu verminen. „Sollten aus irgendeinem Grund Minen gelegt worden sein und diese nicht umgehend entfernt werden, werden die militärischen Konsequenzen für den Iran ein Ausmaß erreichen, wie es noch nie zuvor zu sehen war“, schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. (AFP) -
07:02 Uhr 11.03.2026
Iranischer Polizeichef: Demonstranten werden als „Feinde“ betrachtet
Die iranischen Behörden werden Demonstranten nach Angaben des iranischen Polizeichefs als „Feinde“ betrachten. „Wenn sich jemand im Einklang mit den Wünschen des Feindes äußert, werden wir ihn nicht länger nur als Demonstranten betrachten, sondern als Feind“, sagte Polizeichef Ahmad-Resa Radan am Dienstagabend in einer im iranischen Staatssender Irib ausgestrahlten Erklärung. „Wir werden mit ihnen genauso umgehen, wie wir mit Feinden umgehen“, fügte Radan hinzu. (AFP)
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19:59 Uhr 10.03.2026
Weißes Haus: Bisher kein Tanker durch Straße von Hormus eskortiert
Das Weiße Haus hat Angaben aus der US-Regierung über die angebliche Eskortierung eines Öltankers in der Straße von Hormus dementiert. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, stellte am Dienstag in Washington klar, die US-Marine habe „bislang keinen Tanker oder ein anderes Schiff eskortiert".
US-Energieminister Chris Wright hatte zuvor im Onlinedienst X zunächst von einer „erfolgreichen" Eskorte für einen Tanker durch die Meerenge geschrieben. Kurz danach wurde der Beitrag wieder gelöscht.
Leavitt betonte, sie habe noch keine Gelegenheit gehabt, mit Wright zu sprechen. Geleitschutz für Tanker bleibe aber eine Option. Präsident Donald Trump habe angekündigt, dass er diese „bei Bedarf zum geeigneten Zeitpunkt auf jeden Fall nutzen" werde.
Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, kein US-Schiff habe es gewagt, sich der Meerenge zu nähern. Die Ölpreise hatten nach Wrights Tweet deutlich nachgegeben. (AFP)
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19:23 Uhr 10.03.2026
US-Minister löscht Tweet zu angeglichem Tanker-Geleit durch Straße von Hormus
Mit einem Tweet zur angeblichen Eskortierung eines Öltankers durch die Straße von Hormus hat US-Energieminister Chris Wright Verwirrung gestiftet: Kurz nachdem er am Dienstag im Onlinedienst X von einer „erfolgreichen" Eskorte für einen Tanker durch die Meerenge geschrieben hatte, löschte Wright seinen Beitrag wieder. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, kein US-Schiff habe es gewagt, sich der Meerenge zu nähern. Die Ölpreise hatten zwischenzeitlich deutlich nachgegeben. (AFP)
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18:18 Uhr 10.03.2026
Irans Revolutionsgarden und Armee melden neue Angriffe auf Israel und US-Ziele
Die iranischen Revolutionsgarden haben am Dienstag nach eigenen Angaben erneut Ziele in Israel sowie US-Ziele in der Region angegriffen. Die Angriffe auf Israel hätten sich vor allem gegen Tel Aviv gerichtet, erklärten die Revolutionsgarden, die ideologische Armee des Iran. Dabei seien besonders schlagkräftige „strategische" Raketen zum Einsatz gekommen.
Die iranische Armee nahm nach eigenen Angaben ebenfalls Ziele in Israel ins Visier. Dabei seien eine Militäranlage in Haifa und eine Einrichtung des israelischen Geheimdienstes beschossen worden. Die angegriffene Militäranlage spiele eine wichtige Rolle bei der Waffenproduktion Israels. (AFP)
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17:21 Uhr 10.03.2026
Irans Parlamentspräsident droht mit Vergeltung für Angriffe auf Infrastruktur
Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat mit Vergeltung für Angriffe auf die Infrastruktur im Iran gedroht. „Der Feind sollte wissen, dass alles, was er tut, zweifellos eine verhältnismäßige und sofortige Reaktion nach sich ziehen wird", erklärte Ghalibaf am Donnerstag im Onlinedienst X.
„Wir handeln heute nach dem Prinzip 'Auge um Auge', ohne Kompromisse, ohne Ausnahmen", fuhr er fort. „Wenn sie einen Krieg gegen die Infrastruktur beginnen, werden wir zweifellos die Infrastruktur ins Visier nehmen." (AFP)
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17:01 Uhr 10.03.2026
Teheran meldet Festnahme von 30 Menschen wegen Spionageverdachts
Im Iran sind nach Angaben des Geheimdienstministeriums 30 Menschen wegen des Verdachts der Spionage festgenommen worden. Unter den Festgenommenen sei ein ausländischer Staatsbürger, der „im Auftrag von zwei Golfstaaten" im Namen der USA und Israels spioniert habe, hieß es in einer am Dienstag auf der Website der iranischen Justiz, Misan Online, veröffentlichten Erklärung des Ministeriums. Die Nationalität des Festgenommenen wurde nicht genannt.
Der Festgenommene werde beschuldigt, „Informationen über den Standort und die Bewegungen der Polizei und Streitkräfte an den Feind" übermittelt zu haben, erklärte das Ministerium. Der Verdächtige war demnach im Nordosten des Irans festgenommen worden. Der Zeitpunkt der Festnahme wurde nicht genannt. (AFP)
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16:40 Uhr 10.03.2026
Mögliche Freigabe strategischer Ölreserven: IEA beruft Sondersitzung ein
Die Internationale Energie-Agentur (IEA) hat mit Blick auf eine mögliche Freigabe von Notfall-Ölvorräten eine Sondersitzung noch am Dienstag einberufen. Es gehe darum, „die aktuelle Versorgungssicherheit und Marktsituation zu bewerten und eine anschließende Entscheidung darüber zu unterstützen, ob die Notfallvorräte der IEA-Länder dem Markt zur Verfügung gestellt werden sollen", erklärte der IEA-Vorsitzende Fatih Birol nach einem Treffen der G7-Energieminister.
„Auf den Ölmärkten haben sich die Bedingungen in den vergangenen Tagen verschlechtert", betonte Birol. Dies erkläre sich durch die Probleme beim Transit durch die Straße von Hormus sowie durch die Einschränkung der Ölproduktion.
Die Mitgliedsländer der IEA verfügten derzeit über 1,2 Milliarden Barrel Ölreserven. Hinzu kämen weitere 600 Millionen Barrel industrieller Vorräte.In den vergangenen Tagen hatten sich Rufe gemehrt, strategische Ölreserven zu nutzen, um Preisanstiege zu verhindern. Die Vorsitzende des Rats der sogenannten Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, sagte, die strategischen Ölreserven der G7-Staaten seien „genau für solche Krisensituationen" wie aktuell aufgebaut worden. Sie seien schon in früheren Krisensituationen eingesetzt worden, um die Preise zu stabilisieren, sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Die G7-Staaten hatten eine Freigabe ihrer Ölreserven am Montag zunächst abgelehnt. „Wir sind noch nicht so weit", hatte Frankreichs Finanzminister Roland Lescure nach einer Videokonferenz mit seinen Amtskollegen aus Deutschland, den USA, Japan, Kanada, Großbritannien und Italien gesagt.
Eine Freigabe der Vorräte im großen Stil würde von der IEA koordiniert werden. Zu ihren Mitgliedern gehören weitere europäische Länder und Staaten wie Mexiko, Israel und Australien.Die IEA und auch die EU verpflichten ihre Mitglieder, ständig Ölbestände vorzuhalten, die mindestens 90 Tagen ihrer Netto-Importe entsprechen. Seit Gründung der IEA 1974 gab es fünf koordinierte Freigaben: vor dem zweiten Golfkrieg 1991, nach den Hurrikanen Katrina und Rita 2005, während des Bürgerkriegs in Libyen 2011 und zweimal nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022. (AFP)
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16:12 Uhr 10.03.2026
Große Raffinerie in Saudi-Arabien stellt nach Drohnenangriff vorerst Betrieb ein
In Saudi-Arabien hat eine der größten Raffinerien der Welt nach einem Drohnenangriff vorerst den Betrieb eingestellt. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, verlautete am Dienstag aus Unternehmenskreisen. Offiziell meldeten die Behörden in Saudi-Arabien einen Drohnenangriff auf ein Industriegebiet in Ruwais, wo auch die Raffinerie steht. (AFP)
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16:02 Uhr 10.03.2026
Iran meldet schwere Luftangriffe
Der Iran meldet schwere Luftangriffe auf mehrere Ziele im Land. Nach Angaben des Roten Halbmondes wurden allein im Osten der Hauptstadt Teheran 40 Menschen getötet. Staatsmedien berichteten über Angriffe auf Wohngebiete im Norden, Westen und Osten Teherans sowie im Vorort Merschahr.
Weitere Ziele waren demnach das Hafenareal Haghani in Bandar Abbas im Süden sowie eine Polizeiwache in Isfahan in Zentraliran gewesen. Getroffen worden sein soll auch der zum Weltkulturerbe gehörende Tschehel-Sotun-Palast in Isfahan.
Diese Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
Augenzeugen in Teheran berichten, dass die Kampfflugzeuge der USA und Israels inzwischen deutlich tiefer fliegen. Sie werten das als Hinweis darauf, dass die iranische Luftabwehr geschwächt ist.US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte zuvor besonders harte Angriffe angekündigt. (dpa)
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14:56 Uhr 10.03.2026
EU lehnt Lockerung der Sanktionen gegen russisches Öl zur Senkung der Preise ab
Die EU hat sich trotz der steigenden Energiepreise gegen eine Lockerung der Sanktionen gegen russisches Öl ausgesprochen. „Wir müssen weiter maximalen Druck auf Russland ausüben", sagte EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis am Dienstag in Brüssel. Eine Lockerung der Öl-Sanktionen wäre „kontraproduktiv" und würde „Russlands Fähigkeit zur Kriegsführung stärken", argumentierte Dombrovskis. Es sei „sehr wichtig", den Ölpreisdeckel für russisches Öl „strengstens durchzusetzen".
Der EU-Kommissar reagierte mit seinen Ausführungen auf eine Journalistenfrage nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, einige Ölsanktionen aussetzen zu wollen. Trump hatte sich bei seiner Ankündigung nicht dazu geäußert, welches Land oder welche Länder von dem Schritt profitieren könnten – der US-Präsident machte seine Aussagen aber nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Die USA hatten im Oktober Sanktionen gegen die russischen Ölkonzerne Rosneft und Lukoil verhängt.
In Brüssel ist seit Monaten ein 20. Sanktionspaket gegen Russland in Arbeit, das unter anderem ein „umfassendes Verbot maritimer Dienstleistungen" für Tanker mit russischem Rohöl an Bord vorsieht. Im Rat der EU-Länder blockiert Ungarn bisher die Verabschiedung dieses Pakets.
Die Öl-Preise sind wegen des Iran-Kriegs deutlich gestiegen. Die EU und andere Unterstützer der Ukraine befürchten, dass Moskau dadurch neue Ressourcen zur Finanzierung seines Krieges gegen die Ukraine erschließen könnte.
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14:51 Uhr 10.03.2026
UNO: 100.000 Menschen im Libanon binnen eines Tages wegen Krieges vertrieben
Im Libanon sind nach Angaben der Vereinten Nationen innerhalb eines Tages 100.000 weitere Menschen durch israelische Angriffe vertrieben worden. "Bis heute haben sich mehr als 667.000 Menschen im Libanon auf der Onlineplattform der (libanesischen) Regierung als vertrieben gemeldet", sagte die Libanon-Verantwortliche des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), Karolina Lindholm Billing, am Dienstag Reportern. Die Zahl sei binnen eines Tages um 100.000 gestiegen, fügte sie hinzu.
Staatliche libanesische Medien meldeten indes einen israelischen Luftangriff in der Nähe der Stadt Tyrus im Südlibanon. Israel habe einen Luftangriff auf Abbassijeh gestartet, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur NNA. Die israelische Armee hatte zuvor angekündigt, Ziele der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz in der Gegend anzugreifen und die Einwohner aufgefordert, die Stadt zu verlassen.
Seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar war auch der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon wieder eskaliert. Dabei wurden nach Angaben der libanesischen Behörden bislang mindestens 486 Menschen getötet und mehr als 1300 verletzt. (AFP)
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12:41 Uhr 10.03.2026
Israel startet neue Angriffswelle gegen Teheran - Heftige Explosion zu hören
Die israelische Armee hat am Dienstag eine neue Angriffswelle gegen die iranische Hauptstadt Teheran gestartet. Wie die Armee mitteilte, richteten sich die Angriffe gegen "Ziele des iranischen Terrorregimes in Teheran". Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete, dass die Stadt von mehreren heftigen Explosionen erschüttert wurde. Nach Berichten iranischer Medien waren mehrere Stadtteile betroffen.
In der Nacht hatte die israelische Armee nach eigenen Angaben bereits mehrere Ziele in Teheran angegriffen, darunter einen unterirdischen Komplex, der sich auf dem Gelände einer "Militäruniversität" befand und von den iranischen Revolutionsgarden für Tests zur Entwicklung und Produktion von Raketen genutzt wurde. Israelische Kampfflugzeuge flogen demnach zudem Angriffe auf "Infrastruktur" im Hauptquartier der Kuds-Brigaden, einer Eliteeinheit der Revolutionsgarden. -
12:37 Uhr 10.03.2026
Hisbollah im Libanon und Israel beschießen sich weiter
Das israelische Militär greift nach eigenen Angaben weiter im Libanon an. Dabei sei in der Nacht eine Kommandozentrale der Hisbollah im Südlibanon getroffen worden, teilte die Armee an. Von dem getroffenen Ort aus sollen zuvor Raketen in Richtung Israel abgefeuert worden sein. Darüber hinaus sei eine Gruppe Verdächtiger in der Nähe israelischen Soldaten identifiziert worden, hieß es. Sie seien angegriffen und getötet worden. Der Libanon meldete auch am Vormittag mehrere israelische Angriffe.
Auf dem arabischsprachigen X-Kanal forderte Israels Militär erneut die Bewohner im Südlibanon auf, das Gebiet zu verlassen. Sie sollten sich bis hinter den Litani-Fluss (circa 30 Kilometer hinter die israelische Grenze) zurückziehen. Derartige Warnungen hatten in den vergangenen Tagen bereits viele Menschen in die Flucht getrieben. (dpa)
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10:38 Uhr 10.03.2026
Netanjahu: Israel ist mit Angriffen auf Führung in Teheran „noch nicht fertig“
Anders als US-Präsident Donald Trump geht der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu offenbar nicht von einem baldigen Ende des Iran-Krieges aus. Israel sei mit seinen Angriffen auf die Führung in Teheran „noch nicht fertig“, sagte Netanjahu laut einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung seines Büros bei einem Besuch im Nationalen Gesundheitskommandozentrum am Montagabend.
„Unser Bestreben ist es, das iranische Volk vom Joch der Tyrannei zu befreien“, sagte Netanjahu mit Blick auf die Führung in Teheran. Es bestehe kein Zweifel, „dass wir ihnen mit den bisherigen Maßnahmen die Knochen brechen – und wir sind noch nicht fertig“, fügte Netanjahu hinzu.
Die USA und Israel hatten Ende Februar Luftangriffe auf den Iran gestartet. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Teheran reagierte mit Angriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion. (AFP) -
09:21 Uhr 10.03.2026
Türkei verstärkt nach Abschuss von Raketen aus dem Iran die Luftabwehr
Die Türkei will nicht in den Iran-Krieg hineingezogen werden, doch schon zum zweiten Mal wird eine Rakete aus dem Nachbarland im türkischen Luftraum abgefangen. Nun zieht Ankara erste Konsequenzen.
Nach dem Abschuss zweier Raketen aus dem Iran verstärkt die Türkei ihre Luftabwehr. Im Rahmen entsprechender Maßnahmen der Nato werde ein Patriot-Raketenabwehrsystem in der osttürkischen Provinz Malatya für den Einsatz vorbereitet, teilte das Verteidigungsministerium in Ankara mit. Damit werde die Verteidigung des Luftraums verstärkt. (dpa) -
08:53 Uhr 10.03.2026
Irans Regierung fordert Garantien für Waffenstillstand
Noch ist kein Ende des Iran-Kriegs in Sicht. Die Regierung in Teheran formuliert dennoch Bedingungen für einen Waffenstillstand.
Irans Außenministerium hat für den Fall eines Waffenstillstands mit den USA und Israel Sicherheitsgarantien gefordert. „Wenn ein Waffenstillstand zustande kommen oder der Krieg beendet werden soll, muss es eine Garantie geben, dass aggressive Handlungen gegen Iran nicht erneut wiederholt werden“, zitierte die Zeitung „Shargh“ Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi. Andernfalls sei ein Waffenstillstand bedeutungslos.
„Die Islamische Republik Iran war nicht der Initiator des Krieges und der Aggression“, sagte Gharibabadi dem Bericht zufolge. Irans Raketenangriffe erfolgten daher gemäß Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen nur als „legitime Selbstverteidigung“, betonte der Minister.
In den vergangenen Tagen hätten mehrere Länder Vermittlungsbemühungen unternommen. Dazu zählten China, Russland, Frankreich sowie einige „regionale Staaten“. (dpa) -
08:50 Uhr 10.03.2026
Revolutionsgarden: Iran wird Ölexporte durch Straße von Hormus bis Kriegsende blockieren
Der Iran wird nach Angaben der Revolutionsgarden bis zum Ende des Krieges keine Ölexporte aus der Region an Verbündete der USA und Israels erlauben. „Die iranischen Streitkräfte werden bis auf Weiteres nicht zulassen, dass auch nur ein Liter Öl aus der Region an die feindliche Seite und ihre Partner exportiert wird“, sagte Revolutionsgarden-Sprecher Ali Mohammad Naini laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim am Dienstag.
„Ihre Bemühungen, die Preise für Öl und Gas zu senken und zu kontrollieren, werden nur vorübergehend und erfolglos sein“, sagte Naini. Der Handel hänge unter Kriegsbedingungen „von der Sicherheit ab“. (AFP) -
08:09 Uhr 10.03.2026
Iran: Raketen auf US-Stützpunkt im Nordirak gefeuert
Während Teheran und andere iranische Städte von Israel und den USA bombardiert werden, setzen die Revolutionsgarden ihre Vergeltungsschläge fort. Nun trifft es ein Nachbarland.
Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge einen US-Luftwaffenstützpunkt im Nordirak angegriffen. Der Militärflugplatz Harir in der Autonomen Region Kurdistan sei mit fünf Raketen attackiert worden, berichtete der staatliche Rundfunk unter Berufung auf die Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht. Eine Bestätigung von US-Seite gab es zunächst nicht. (dpa) -
07:52 Uhr 10.03.2026
Außenminister: Iran wird Raketenangriffe „so lange wie nötig“ fortsetzen
Der Iran wird seine Raketenangriffe nach den Worten von Außenminister Abbas Araghtschi „so lange wie nötig“ fortsetzen. Araghtschi sagte am Montag (Ortszeit) im US-Fernsehsender PBS News, die Angriffe auf sein Land dauerten an, der Iran sei aber darauf „vorbereitet“. "Wir sind bestens darauf vorbereitet, sie so lange wie nötig und so lange es dauert, mit unseren Raketen anzugreifen", sagte Araghtschi.
Neue Gespräche mit den USA schloss der iranische Außenminister aus. Teheran habe zuletzt eine „sehr bittere Erfahrungen mit Gesprächen mit den Amerikanern gemacht“, sagte Araghtschi. Er gehe daher nicht davon aus, „dass Gespräche mit den Amerikanern noch auf unserer Tagesordnung stehen werden“.
Die USA und Israel hatten Ende Februar Luftangriffe auf den Iran gestartet. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Teheran reagierte mit Angriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion.
Unmittelbar vor Beginn des Kriegs hatten die USA und der Iran indirekte Gespräche über das iranische Atomprogramm geführt. Dabei war aber kein Durchbruch erzielt worden.
Am Montag hatte US-Präsident Donald Trump erstmals ein mögliches Kriegsende angedeutet. Der Krieg sei „so gut wie“ beendet, sagte er im Sender CBS. Trump begründete dies mit einer militärischen Schwächung des Iran. Der Iran habe keine Marine, keine Kommunikationsmittel und keine Luftwaffe mehr, sagte der US-Präsident. Auch die Raketen des Landes seien fast alle zerstört. (AFP) -
07:49 Uhr 10.03.2026
Israel beschießt nach Angriffswelle Abschussvorrichtung für Raketen im Iran
Israels Armee hat nach einer neuen Angriffswelle des Iran eine Abschussvorrichtung für Raketen in dem Land beschossen. Die israelische Armee teilte am Dienstag mit, sie habe die Abschussvorrichtung getroffen, „von der vor kurzer Zeit Raketen auf den Staat Israel abgefeuert wurden“.
Am Montagabend hatten iranische Raketenangriffe in Israel erneut Luftalarm ausgelöst. Die Armee erklärte, sie habe iranischen Raketenbeschuss festgestellt und versuche die Raketen abzufangen. In mehreren Teilen des Landes brachten sich Menschen in Schutzräumen in Sicherheit. Nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom wurde niemand getötet oder verletzt.
Kurz zuvor hatte die israelische Armee eine erneute Angriffswelle gegen die iranische Hauptstadt Teheran gestartet. Zum zweiten Mal am Montag habe die Armee „eine umfassende Welle von Angriffen in Teheran begonnen“, teilte die Armee am Abend mit. Die Angriffe richteten sich demnach gegen „terroristische Ziele“.
Die USA und Israel hatten Ende Februar Luftangriffe auf den Iran gestartet. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Teheran reagierte mit Angriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion. (AFP) -
22:03 Uhr 09.03.2026
Iran-Äußerung Trumps lässt Ölpreis abrutschen
Die Ölpreise sind nach ihrem rasanten Anstieg am Montagabend deutlich gesunken. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump mit Interview-Äußerungen Hoffnung auf ein baldiges Ende des Kriegs mit dem Iran geweckt. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent fiel daraufhin auf 89,20 US-Dollar. Zum Vergleich: In der Nacht zu Montag hatte die Furcht vor Ölknappheit den Preis noch bis auf mehr als 120 Dollar nach oben getrieben. Nun ist Rohöl sogar etwas günstiger zu haben als am Freitag.
Der US-Sender CBS News hatte Trump nach einem Telefoninterview mit den Worten zitiert: „Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet. Sie haben keine Marine, keine Kommunikationssysteme, sie haben keine Luftwaffe.“ Der Krieg verlaufe „weit vor dem Zeitplan“. Die Ölpreise fielen daraufhin deutlich.
An den US-Börsen drehte sich die Stimmung. Der Leitindex Dow Jones Industrial legte am Ende um 0,50 Prozent auf 47.740,80 Punkte zu. Im frühen Handel war das Börsenbarometer noch auf den tiefsten Stand seit Ende November abgesackt. (dpa)
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21:54 Uhr 09.03.2026
Israel: Wieder Ziele der iranischen Regierung angegriffen
Israels Luftwaffe hat Armeeangaben zufolge erneut militärische Ziele der iranischen Regierung angegriffen. In der Hauptstadt Teheran sei eine Kommandozentrale der Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden und in Isfahan eine Stätte zur Herstellung und Lagerung von Waffen getroffen worden, hieß es in einer Armeemitteilung. Zudem hätten israelische Kampfjets in der Gegend der Stadt Schiras weitere Stellungen ins Visier genommen. Die Angriffe seien inzwischen abgeschlossen.
Die Al-Kuds-Brigaden sind die Auslandsabteilung der iranischen Revolutionsgarden. Laut Israels Armee sind sie auch für Waffenlieferungen in die gesamte Region zuständig.
Israels Armee teilte am Abend außerdem mit, sie habe in der Nacht zuvor im Iran sechs wichtige Militärflugplätze angegriffen. Dabei seien unter anderem iranische Kampfhubschrauber zerstört worden. Diese Angriffe beeinträchtigten Irans Möglichkeiten, gegen Israels Luftwaffe vorzugehen und sich wieder aufzurüsten, teilte das israelische Militär weiter mit. Irans Führung habe die Flugplätze auch für die Bewaffnung von Milizen wie die Hisbollah im Libanon genutzt.
Der Iran feuerte am Abend derweil wieder Raketen Richtung Israel. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. (dpa)
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21:33 Uhr 09.03.2026
Trump: Straße von Hormus übernehmen
Trump sagte mit Blick auf die für die Schifffahrt wichtige Straße von Hormus, sie sei derzeit offen und werde befahren. Er denke aber darüber nach, sie zu „übernehmen“. Zuvor hatte er bereits angekündigt, die US-Marine könne durchfahrende Schiffe zur Not eskortieren. (dpa)
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21:30 Uhr 09.03.2026
Kreml: Trump und Putin sprechen in Telefonat über Kriege in Ukraine und Iran
US-Präsident Donald Trump und der russische Staatschef Wladimir Putin haben am Montag nach Angaben des Kreml in einem Telefonat über den Iran-Krieg und den Ukraine-Konflikt beraten. Putin habe eine „rasche politische und diplomatische Lösung des Iran-Konflikts" gefordert, sagte der Kreml-Berater Juri Uschakow nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen.
Zudem hätten die beiden Präsidenten über die „laufenden bilateralen Verhandlungen unter Beteiligung von Vertretern der Vereinigten Staaten zur Lösung der Ukraine-Frage" gesprochen. Der Kreml-Chef habe „die Vermittlungsbemühungen" Trumps im Ukraine-Konflikt „positiv bewertet", sagte Uschakow. Die bisherigen Gesprächsrunden zwischen Vertretern der USA, Russland und der Ukraine brachten allerdings noch keinen Durchbruch.Washington habe um das Gespräch gebeten, fügte der Kreml-Berater hinzu. Das erste Telefonat zwischen Putin und Trump seit Dezember dauerte seinen Angaben zufolge rund eine Stunde. (AFP)
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21:19 Uhr 09.03.2026
Iran: Massenkundgebungen für neuen Führer Chamenei
Im Iran haben laut staatlichen Medienberichten Hunderttausende Menschen an organisierten Solidaritätskundgebungen für den neuen Revolutionsführer Modschtaba Chamenei teilgenommen. In Teheran bekundeten Menschen demnach trotz der Gefahr von Raketenangriffe der USA und Israels dem obersten Führer ihre Treue.
Aufnahmen des staatlichen Fernsehens zeigten Autokorsos sowie Menschen mit iranischen Fahnen. Laut Staatsmedien erklärten die Demonstrierenden, gemeinsam mit dem neuen Führer den Konflikt bis zum „endgültigen Sieg“ fortsetzen zu wollen. (dpa)
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20:58 Uhr 09.03.2026
Trump sieht Iran-Krieg „so gut wie beendet"
US-Präsident Donald Trump hält den Iran-Krieg für „so gut wie beendet". Er begründete dies am Montag in einem Interview mit dem US-Sender CBS mit der militärischen Schwächung des Iran durch die USA und Israel. Er äußerte sich nicht dazu, ob und wann die Vereinigten Staaten und Israel ihre Luftangriffe auf die Islamische Republik einstellen könnten.
Der Iran habe keine Marine, keine Kommunikationsmittel und keine Luftwaffe mehr, sagte Trump. Auch die Raketen des Landes seien fast alle zerstört und iranische Drohnen überall abgeschossen. „Wenn man sich das ansieht, haben sie nichts mehr übrig", betonte der US-Präsident. „Militärisch gesehen haben sie nichts mehr übrig." (AFP)
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19:24 Uhr 09.03.2026
Niederlande schicken Fregatte zum Schutz gegen Angriffe des Irans
Die Niederlande beteiligen sich mit einer Luftverteidigungsfregatte im östlichen Mittelmeer am Schutz der Region vor iranischen Angriffen. Das teilte das Verteidigungs- und das Außenministerium dem Parlament in Den Haag mit. Die „Zr. Ms. Evertsen“ werde zum Schutz von EU-Land Zypern und dem Nato-Partner Türkei eingesetzt.
Frankreich hatte die Niederlande um Unterstützung gebeten, auch um die Sicherheit französischer Marineschiffe in der Region zu gewährleisten. Die Regierung spricht von einem „begrenzten Einsatz defensiver Art“. Es gehe um die Verteidigung „unser Verbündeter“, sagte Verteidigungsministerin Dilan Yesilgöz. „Von einem offensiven Einsatz kann keine Rede sein.“
Die „Evertsen“ mit 170 Personen an Bord ist mit Radartechnik gegen Drohnen, Raketen und Flugzeuge ausgerüstet. Sie befindet sich derzeit auf der Höhe von Malta. (dpa)
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19:23 Uhr 09.03.2026
Hisbollah greift israelische Militärbasis nahe Tel Aviv mit Raketen an
Die pro-iranische Hisbollah-Miliz hat am Montag nach eigenen Angaben Raketen auf einen israelischen Militärstützpunkt in der Nähe von Tel Aviv abgefeuert. Sie habe die Heimatfront-Kommandozentrale der israelischen Armee in Ramla mit einer „Salve hochentwickelter Raketen" angegriffen, teilte die libanesische Miliz mit. Es handele sich um eine Antwort auf „die kriminelle israelische Aggression, die dutzende libanesische Städte und die südlichen Vororte von Beirut getroffen hat". (AFP)
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19:13 Uhr 09.03.2026
Libanon meldet fast 500 Tote durch israelische Angriffe
Seit Ausbruch der jüngsten Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah sind im Libanon nach Behördenangaben fast 500 Menschen getötet worden. 486 Menschen seien seit vergangenen Montag getötet und 1.313 weitere seien verletzt worden, teilte die Katastrophenschutzeinheit der Regierung in Beirut mit.
Nach erneutem Raketenbeschuss der Hisbollah auf Israel greift das israelische Militär wieder massiv in den Einflussgebieten der Schiitenorganisation im Libanon an. Unter Beschuss stehen vor allem die südlichen Vororte der Hauptstadt Beirut, große Teile im Südlibanon und weitere Gebiete im Osten des Landes. Unter den Toten sind nach Behördenangaben auch Dutzende Kinder. (AFP)
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18:38 Uhr 09.03.2026
Iran-Krieg verzögert Friedensgespräche zur Ukraine weiter
Aufgrund des Iran-Krieges ist eine weitere Verhandlungsrunde zu einer Friedenslösung in der Ukraine verschoben worden. „Derzeit liegt der Schwerpunkt der Partner und die ganze Aufmerksamkeit auf der Situation um den Iran“, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einer Beratung mit dem ukrainischen Verhandlungsteam auf sozialen Netzwerken. Die Verschiebung sei auf Vorschlag der US-amerikanischen Seite erfolgt. „Doch ist die Ukraine bereit zu Treffen in jedem Moment und in jedem Format“, fügte Selenskyj hinzu.
Russland warf er vor, die Situation im Nahen Osten zu seinen Gunsten auszunutzen. Moskau versuche eine „zweite Front gegen die Ukraine und den ganzen Westen“ zu errichten. Zuvor hatte das ukrainische Präsidentenbüro Presseberichte über ein mögliches Treffen in Istanbul (Türkei) am Mittwoch dementiert. Davor waren in der vergangenen Woche geplante Gespräche zwischen Russland und der Ukraine mit US-Vermittlung in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) aufgrund der Sicherheitslage verschoben worden. (AFP)
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18:31 Uhr 09.03.2026
Krieg im Nahen Osten: Unesco äußert „tiefe Sorge" um Welterbestätten
Die Unesco hat angesichts des Iran-Kriegs ihre „tiefe Sorge" um die Welterbestätten im Nahen Osten geäußert. Seit Beginn der Kampfhandlungen am 28. Februar seien „mehrere Stätten von kultureller Bedeutung" – darunter der Golestan-Palast in Teheran, die Weiße Stadt in Tel Aviv und die römischen Ruinen der libanesischen Stadt Tyros – bei Angriffen getroffen und beschädigt worden, erklärte die UN-Organisation in einer am Sonntagabend veröffentlichten Erklärung. Sie alle gehören zum Unesco-Weltkulturerbe.
Mit der Ausweitung des Konflikte seien auch „zahlreiche Stätten in anderen Ländern der Region und darüber hinaus bedroht", hieß es in der Erklärung weiter. (AFP)
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18:25 Uhr 09.03.2026
EU-Chefdiplomatin: Israel sollte Angriffe im Libanon beenden
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas fordert von Israel ein Ende der Militäroperationen im Libanon. Israel habe nach den jüngsten Angriffen der proiranischen Hisbollah-Miliz das Recht auf Selbstverteidigung, erklärte sie in Brüssel. Die Vergeltung führe aber zu Massenvertreibungen und destabilisiere eine ohnehin fragile Lage zusätzlich. Die harte Reaktion berge die Gefahr, den Libanon und seine Bevölkerung in einen Krieg hineinzuziehen, der nicht der ihre sei - mit schwerwiegenden humanitären Folgen.
„Diplomatie und eine Rückkehr zur Waffenruhe bieten die beste Chance, den Libanon vor einem Abgleiten ins Chaos zu bewahren“, fügte Kallas hinzu. Es gelte nun vorrangig zu verhindern, dass es weitere Tote, Vertreibungen und eine regionale Eskalation gebe. Zudem müssten auch die Souveränität und territoriale Unversehrtheit des Libanon geachtet werden. „Israel sollte seine Operationen im Libanon einstellen“, forderte Kallas. (AFP)
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18:18 Uhr 09.03.2026
Super 98 kostet in Luxemburg ab Dienstag 5,2 Cent mehr
Der Iran-Krieg treibt die Preise an Luxemburgs Tankstellen weiter nach oben. Am Dienstag steigt der Preis für Super 98 um 5,2 Cent pro Liter auf 1,700 Euro, wie das Wirtschaftsministerium am Montagabend mitteilt.
Der Preis für Super 95 verändert sich hingegen nicht. Er beträgt weiterhin 1,567 Euro. Auch der Dieselpreis ist von der neuen Anpassung nicht betroffen: Er beträgt weiterhin 1,772 Euro pro Liter. Der Literpreis war zunächst am Donnerstag um 21 Cent gestiegen, am Samstag dann noch einmal um weitere 7,6 Cent.
Unverändert bleiben ebenfalls die Heizölpreise. Der Liter 10-ppm-Heizöl kostet bei einer Abnahme von mindestens 1.500 Litern 1,224 Euro.
Alle Preise inklusive Umsatzsteuern (TVA).
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18:16 Uhr 09.03.2026
Putin: Russland offen für Öl- und Gaslieferungen an europäische Länder
Russland hat sich vor dem Hintergrund gestiegener Energiepreise infolge des Iran-Kriegs offen für Öl- und Gaslieferungen an europäische Länder gezeigt. Voraussetzung sei aber eine „langfristige und stabile" Zusammenarbeit, bei der „kein politischer Druck" auf Moskau ausgeübt werde, sagte Kreml-Chef Wladimir Putin am Montag während einer im Fernsehen übertragenen Kabinettssitzung. „Wir sind bereit, mit den Europäern zusammenzuarbeiten, aber wir brauchen Signale von ihnen, dass sie dazu bereit und willens sind." (AFP)
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18:15 Uhr 09.03.2026
Libanon schlägt direkte Verhandlungen mit Israel vor
Libanons Präsident Joseph Aoun schlägt angesichts der zugespitzten Lage zwischen seinem Land und Israel direkte Verhandlungen mit dem Nachbarland vor. Aoun habe in einer Videokonferenz mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa eine entsprechende Initiative vorgestellt, hieß es in einer Regierungsmitteilung. Sie basiere auf vier Punkten: ein vollständiger Waffenstillstand, eine sofortige Bereitstellung logistischer Unterstützung für die libanesischen Streitkräfte, eine vollständige Entwaffnung der Hisbollah und direkte Verhandlungen zwischen Libanon und Israel unter internationaler Schirmherrschaft.
An der Videokonferenz nahmen noch weitere Staats- und Regierungschefs aus der Region teil, darunter Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi oder Iraks Ministerpräsident Mohammed al-Sudani.
Mehr als 600.000 Menschen seien im Libanon im Zuge der jüngsten Eskalation bereits vertrieben worden, betonte Aoun. „Einige von ihnen irren auf den Straßen umher, ohne Obdach und ohne die grundlegendsten Lebensnotwendigkeiten“, sagte er. (AFP)
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18:14 Uhr 09.03.2026
Israel gibt Tötung von Chef einer Hisbollah-Einheit im Südlibanon bekannt
Im Zuge ihrer Offensive gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz hat die israelische Armee den Chef einer im Südlibanon agierenden Hisbollah-Einheit getötet. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz sei bei einem Besuch an der Grenze zum Libanon darüber informiert worden, dass der Kommandeur der Hisbollah-Einheit Nasser, Abu Hussein Ragheb, bei einem Angriff in der Nacht getötet worden sei, teilte sein Ministerium am Montag mit.
Als eine von drei Hisbollah-Einheiten im Südlibanon ist die Nasser-Einheit im Osten des Gebiets aktiv. Nach dem Angriff der radikalislamischen Hamas auf Israel im Oktober 2023 hatte sie als erstes eine zweite Front gegen Israel eröffnet und das Nachbarland vom Norden aus angegriffen.
Mit dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran Ende Februar war auch der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon wieder eskaliert. (AFP)
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17:04 Uhr 09.03.2026
Trump „nicht glücklich" über Wahl von Chamenei-Sohn zu neuem iranischen Anführer
US-Präsident Donald Trump hat die Ernennung von Modschtaba Chamenei zum neuen iranischen Anführer kritisiert. Er sei „nicht glücklich", dass der Sohn des getöteten Ayatollah Ali Chamenei nun geistliches Oberhaupt der Islamischen Republik sei, sagte Trump am Montag der „New York Post". Wie er nun weiter vorgehen wolle, sagte er nicht.
Trump hatte vergangene Woche gefordert, in die Ernennung des neuen iranischen Anführers eingebunden zu werden. Chameneis Sohn Modschtaba sei „inakzeptabel" und ein „Leichtgewicht", sagte der Präsident am Donnerstag in einem Interview. „Wir wollen jemanden, der dem Iran Harmonie und Frieden bringt", betonte Trump, ohne Namen zu nennen.
Israel und die USA hatten am 28. Februar massive Luftangriffe auf den Iran begonnen und Ayatollah Ali Chamenei dabei getötet. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion. (AFP)
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16:58 Uhr 09.03.2026
Ungarn fordert EU wegen steigender Ölpreise zur Aussetzung von Sanktionen gegen Russland auf
Der ungarische Regierungschef Viktor Orban hat die EU angesichts der wegen des Iran-Kriegs steigenden Ölpreise aufgerufen, die Sanktionen gegen russisches Öl und Gas auszusetzen. „Wir müssen alle gegen russische Energie verhängten Sanktionen in ganz Europa überprüfen und aussetzen", sagte der rechtsnationalistische Ministerpräsident in einem am Montag im Onlinedienst Facebook veröffentlichten Video. Er habe diesen Vorschlag in einem Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorgebracht, fügte er hinzu.
Der Ölpreis war am Montag deutlich über die Schwelle von 100 Dollar pro Barrel gestiegen. Er lag damit auf den höchsten Stand seit 2022. Orban betonte, dass der eskalierende Streit zwischen Ungarn und der benachbarten Ukraine über unterbrochene Öllieferungen auch zu einer „ernsthaften Bedrohung" für die EU geworden sei.
Die Beziehungen zwischen Budapest und Kiew sind seit langem angespannt. Orban unterhält enge Beziehungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin. Zuletzt verschärften sich die Spannungen, nachdem die Druschba-Pipeline, durch die russisches Öl über die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei geleitet wird, nach ukrainischen Angaben im Januar bei einem russischen Angriff beschädigt und deshalb vorübergehend stillgelegt worden war.
Ungarn und die Slowakei werfen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor, Reparaturen an der Leitung zu verzögern. Mit Verweis auf die fehlenden Druschba-Öllieferungen blockiert Orban derzeit sowohl ein EU-Darlehen für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro als auch ein neues Sanktionspaket gegen Russland.
Der Streit zwischen Budapest und Kiew hatte sich am Donnerstag mit der Festnahme von sieben ukrainischen Bankangestellten in Ungarn ausgeweitet. Die ungarische Steuerbehörde leitete Ermittlungen wegen Geldwäsche-Verdachts ein, die ukrainische Regierung sprach von "Geiselnahme". Am Freitag wurden die Ukrainer freigelassen und konnten in ihre Heimat zurückkehren. (AFP)
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16:55 Uhr 09.03.2026
Irans Sicherheitschef: Keine Sicherheit in Straße von Hormus für Kriegsdauer
Irans Sicherheitschef Ali Laridschani hat Sicherheit in der von seinem Land gesperrten und für den internationalen Handel wichtigen Straße von Hormus für die Dauer des Iran-Krieges ausgeschlossen. Es sei „unwahrscheinlich", dass in der Straße von Hormus „Sicherheit erreicht werden kann, während die Vereinigten Staaten und Israel in der Region Konflikte schüren", erklärte Laridschani am Montag im Onlinedienst X.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte zuvor erklärt, dass sein Land gemeinsam mit seinen Verbündeten eine internationale Mission in der vom Iran gesperrten Meerenge zu deren Wiedereröffnung vorbereite. Die Mission zur Absicherung der Straße von Hormus werde „rein defensiv" sein, sagte Macron am Montag in Zypern. (AFP) -
16:10 Uhr 09.03.2026
Nato fängt erneut Rakete im türkischen Luftraum ab
Die Nato hat erneut eine aus dem Iran auf die Türkei abgefeuerte Rakete abgefangen. Einige Trümmer seien auf freies Gelände in Gaziantep im Süden nahe der Grenze zu Syrien gefallen, teilte das türkische Verteidigungsministerium mit. Demnach gab es keine Toten oder Verletzten. Der Kommunikationschef des Präsidialamts, Burhanettin Duran, schrieb auf X, es habe sich um eine ballistische Rakete gehandelt. Nato-Sprecherin Allison Hart sagte, das Bündnis stehe stets bereit, alle Alliierten gegen jede Art von Bedrohung zu verteidigen.
Bereits in der vergangenen Woche hatte ein Nato-Abwehrsystem in der türkischen Grenzregion zum Iran eine ballistische Rakete abgefangen. Ein Teil der Abwehrrakete fiel in der Provinz Hatay auf eine freie Fläche. Es gab keine Verletzten. Unklar ist, welches Ziel die iranische Rakete hatte. Die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf US-Militärkreise, das Geschoss hätte den Nato-Luftwaffenstützpunkt Incirlik treffen sollen.
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15:43 Uhr 09.03.2026
Freigabe von Öl-Notreserven: G7-Staaten „noch nicht soweit"
Die G7-Staaten haben eine Freigabe ihrer Ölreserven angesichts der steigenden Energiepreise infolge des Iran-Kriegs vorerst abgelehnt. „Wir sind noch nicht soweit", sagte der französische Finanzminister Roland Lescure am Montag nach einer Videokonferenz mit seinen Amtskollegen aus Deutschland, den USA, Japan, Kanada, Großbritannien und Italien. In den kommenden Wochen sei eine Freigabe aber denkbar.
„Wir haben vereinbart, bei Bedarf alle notwendigen Instrumente einzusetzen, um den Markt zu stabilisieren – einschließlich einer möglichen Freigabe der nötigen Lagerbestände", sagte Lescure in Brüssel, wo er anschließend an einem Treffen der Finanzminister der Eurogruppe teilnahm.
Die Öl- und Gaspreise sind infolge des Krieges in die Höhe geschnellt. Der Ölpreis stieg erstmals seit fast vier Jahren wieder auf mehr als 100 Dollar pro Barrel. Auch der Gaspreis stieg weiter. Grund ist die faktische Sperrung der Straße von Hormus und Angriffe auf Raffinerien unter anderem in Katar, Saudi-Arabien und Bahrain. (AFP)
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15:29 Uhr 09.03.2026
EU zur Ausdehnung von Missionen zum Schutz des Schiffsverkehrs in Nahost bereit
Die EU-Spitzen haben Bereitschaft signalisiert, ihr Missionen zum Schutz von Schifffahrtswegen im Nahen Osten auszuweiten. Ratspräsident António Costa und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen „bekundeten ihre Bereitschaft, diese Maßnahmen weiter anzupassen und zu verstärken, um besser auf die Situation reagieren zu können", hieß es am Montag in einer gemeinsamen Erklärung der beiden nach einer Videokonferenz mit Staats- und Regierungschefs aus dem Nahen Osten und der Golfregion am Montag.
Die EU diskutiert seit Beginn des Iran-Kriegs über eine Ausweitung ihrer Marinemission „Despina" im Roten Meer. Bislang waren drei Kriegsschiffe aus EU-Staaten bei der Mission im Einsatz. Der französische Präsident Emmanuel Macron kündigte am Montag an, sein Land werde zwei Kriegsschiffe ins Rote Meer entsenden. Costa und von der Leyen schlossen in ihre Erwägungen auch die EU-Marinemission „Atalanta" am Horn von Afrika mit ein. Die beiden EU-Spitzen äußerten zudem „tiefe Besorgnis" über die Lage im Libanon. Die Kommissionspräsidentin kündigte Hilfslieferungen für rund 130.000 Menschen in dem Land an, die bereits am Dienstag beginnen sollen. (AFP) -
15:23 Uhr 09.03.2026
EU-Wirtschaftskommissar warnt vor „Stagflationsschock" bei langem Krieg in Nahost
EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis hat für den Fall eines längeren Kriegs im Nahen Osten vor einem „Stagflationsschock" für die europäische Wirtschaft gewarnt. „Höhere Energiepreise würden sich dann auf die allgemeine Inflation ausweiten", sagte Dombrovskis am Rande eines Treffens der EU-Finanzminister am Montag in Brüssel. Die Öl- und Gaspreise sind seit Beginn des Iran-Krieges deutlich gestiegen.
Sollte sich der Krieg „in die Länge ziehen (...), könnte er zu einem erheblichen Stagflationsschock für die globale und europäische Wirtschaft führen", sagte Dombrovskis. Er verwies auf die blockierte Seestraße von Hormus sowie Angriffe auf Raffinerien in mehreren Golfstaaten, welche die Preise in die Höhe treiben. Beschränke sich der Krieg hingegen auf wenige Wochen, seien „keine größeren Auswirkungen" zu erwarten. (AFP) -
13:16 Uhr 09.03.2026
Iran und Israel setzen Angriffe fort
Nach der Ernennung des neuen iranischen Anführers Modschtaba Chamenei hat der Iran Israel erneut mit Raketen beschossen. Die israelische Armee griff unterdessen nach eigenen Angaben Einrichtungen zur Herstellung und zum Abschuss ballistischer Raketen im Iran an, in Teheran waren Explosionen zu hören. Im Zentrum der iranischen Hauptstadt versammelten sich am Montag tausende Menschen, um dem 56-jährigen Chamenei die Treue zu schwören.
In Zentralisrael wurde nach Angaben von Rettungskräften bei iranischen Raketenangriffen am Morgen ein Mann getötet und ein weiterer schwer verletzt. Die israelische Armee griff unterdessen nach eigenen Angaben mehrere Ziele im Zentrum des Iran an, darunter eine Raketenproduktionsstätte und Abschussstandorte für ballistische Langstreckenraketen. Zudem seien das Hauptquartier der "Inneren Sicherheit" in Isfahan, eine Polizeistelle und andere Einrichtungen getroffen worden, die von den Revolutionsgarden und der paramilitärischen Bassidsch-Miliz genutzt wurden, erklärte die Armee.
Israel nahm erneut auch die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon ins Visier. Live-Bilder von AFPTV zeigten Rauch über dem Süden Beiruts. Die israelische Armee hatte die Einwohner der Gebiete zuvor zur Evakuierung aufgefordert, viele Menschen waren dem Aufruf gefolgt. Ein Armeesprecher hatte Angriffe insbesondere auf die mit der Hisbollah verbundene Finanzinstitution Al-Kard Al-Hassan angekündigt. (AFP) -
09:46 Uhr 09.03.2026
G7-Staaten beraten über Freigabe von Öl-Notreserven
Die Finanzminister führender westlicher Industriestaaten (G7) werden einem Zeitungsbericht zufolge im Verlauf dieses Tages über eine mögliche Freigabe von Erdölreserven unter der Koordination der Internationalen Energieagentur (IEA) beraten. Ziel der Dringlichkeitssitzung sei es, den durch den Krieg im Nahen Osten ausgelösten rasanten Ölpreisanstieg abzufedern, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf G7-Vertreter.
Die Minister und IEA-Direktor Fatih Birol sollen demnach um 8.30 Uhr New Yorker Zeit (14.30 Uhr MEZ) telefonieren, um die Auswirkungen des Iran-Krieges zu erörtern. Wie die Zeitung weiter berichtet, hätten bereits drei G7-Staaten, darunter die USA, dem Vorschlag ihre Unterstützung zugesagt. (dpa)
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09:45 Uhr 09.03.2026
China weist Trump-Drohung gegen Chamenei-Nachfolger zurück
China weist die Drohung von US-Präsident Donald Trump gegen den Nachfolger an der Spitze des Irans zurück. China lehne eine Einmischung in innere Angelegenheiten anderer Länder unter jeglichem Vorwand ab, sagte Außenamtssprecher Guo Jiakun in Peking. Die Sicherheit, Souveränität und territoriale Integrität des Irans müssten respektiert werden. Erneut forderte Peking Verhandlungen und ein sofortiges Ende der Militäroperationen.
Trump hatte dem Iran am Wochenende gedroht, dass ein Nachfolger des bei einem israelischen Luftangriff getöteten obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei nicht lange im Amt bleiben werde, sollten die USA nicht in die Entscheidung einbezogen werden. Kurze Zeit später wurde Ali Chameneis Sohn Modschtaba Chamenei als Nachfolger bekannt gegeben. (dpa)
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08:24 Uhr 09.03.2026
Israel greift nach eigenen Angaben Raketen-Infrastruktur des Iran an
Das israelische Militär hat beim ersten Angriff auf den Iran nach Ernennung von Modschtaba Chamenei als oberster Anführer nach eigenen Angaben mehrere Ziele im Zentrum des Landes getroffen. Bei den Angriffen der Luftwaffe am Montag seien "eine Raketenproduktionsstätte und mehrere Abschussstandorte für ballistische Langstreckenraketen" getroffen worden, hieß es in einer Mitteilung des Militärs.
Des Weiteren seien das Hauptquartier der "Inneren Sicherheit" in Isfahan, eine Polizeieinrichtung und andere Einrichtungen getroffen worden, die von den Revolutionsgarden und der paramilitärischen Basidsch-Miliz genutzt würden, teilte das israelische Militär weiter mit. Diese seien ein zentraler Bestandteil "der Unterdrückung der iranischen Bevölkerung".
Modschtaba Chamenei war am Sonntag zum neuen obersten Anführer des Iran ernannt worden. Sein Vater, Ayatollah Ali Chamenei, war Ende Februar bei Luftangriffen Israels und der USA in Teheran getötet worden. Auch andere Mitglieder der iranischen Führung wurden dabei getötet. Der Iran reagierte mit Angriffen auf Israel und die mit den USA verbündeten Länder der Golfregion. (AFP) -
08:11 Uhr 09.03.2026
Bahrain: Dutzende Verletzte bei iranischem Angriff – Raffineriekomplex getroffen
Der Golfstaat Bahrain ist in der Nacht zum Montag offiziellen Angaben zufolge erneut zum Ziel iranischer Angriffe geworden. Bei einem Angriff auf die bahrainische Insel Sitra wurden nach offiziellen Angaben mindestens 30 Menschen verletzt. Wie die Nachrichtenagentur Bahrain News Agency im Onlinedienst X berichtete, wurde zudem der bedeutende Raffinerie-Komplex Al Ma'ameer "infolge der iranischen Aggression" getroffen und beschädigt. Es lägen bislang aber keine Berichte über Verletzte vor.
Bei dem iranischen Angriff auf die Insel Sitra wurden nach bahrainischen Regierungsangaben mindestens 32 Menschen verletzt, mindestens vier davon schwer. Unter den Schwerverletzten seien auch Kinder, teilte das Innenministerium laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur mit. Alle Verletzten seien Bürger des Königreichs.
Mehrere Häuser wurden beschädigt, Journalisten der Nachrichtenagentur AFP hörten zwei laute Explosionen auf Sitra.
Zum Angriff auf die Erdöl-Raffinerie Al Ma'ameer berichtete die Bahrain News Agency weiter, die zuständigen Behörden hätten bereits mit der Brandbekämpfung begonnen. Wenig später machte der Raffinerie-Betreiber, der staatliche Energiekonzern Bapco, höhere Gewalt geltend. Die Aktivitäten des Unternehmens seien "von dem anhaltenden regionalen Konflikt im Nahen Osten und dem jüngsten Angriff auf seinen Raffineriekomplex" betroffen. (AFP) -
07:45 Uhr 09.03.2026
Ölpreis schießt in die Höhe
Die Ölpreise setzen wegen der sich verschärfenden Lage im Nahen Osten ihren Höhenflug fort. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Rohöl der Nordsee-Marke Brent stieg in der Nacht auf Montag um bis zu 29 Prozent auf fast 120 Dollar. Das Niveau konnte er aber nicht ganz halten, lag allerdings am Morgen mit etwas mehr als 115 Dollar immer noch 24 Prozent im Plus.
Damit kletterte der Preis für die Referenzsorte des Großteils der weltweit gehandelten Ölsorten auf den höchsten Stand seit dem Sommer 2022. Seit dem Start des Iran-Kriegs vor etwas mehr als einer Woche beläuft sich das Plus auf fast 60 Prozent. (dpa)
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19:03 Uhr 08.03.2026
Trump: Wir haben die gesamte Marine des Irans versenkt
Das US-Militär hat nach Angaben von Präsident Donald Trump die Marine des Irans zerstört. Man habe 44 ihrer Schiffe versenkt – „ihre gesamte Marine“, sagte Trump dem Sender ABC News nach dessen Angaben. Unabhängig überprüfen ließen sich diese Angaben nicht. Die gesamte iranische Marine außer Gefecht zu setzen, ist eines der erklärten Ziele des US-Militärs im Krieg gegen den Iran.
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18:20 Uhr 08.03.2026
Trump: Chamenei-Nachfolger ohne US-Segen „nicht lang im Amt“
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran gedroht, sollte sein Land nicht in die Nachfolge des getöteten iranischen Staatsführers Ajatollah Ali Chamenei einbezogen werden. Es brauche die Zustimmung der USA, sagte Trump dem Sender ABC News nach dessen Angaben. „Wenn er unsere Zustimmung nicht erhält, wird er nicht lang im Amt bleiben.“
Er wolle nicht, dass man in fünf Jahren wiederkommen müsse, um dasselbe noch einmal zu tun – oder schlimmer noch, dass man zulasse, dass der Iran eine Atomwaffe bekomme, sagte Trump demnach. (dpa)
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16:03 Uhr 08.03.2026
Arabische Liga verurteilt „illegale“ Angriffe Irans
Die Arabische Liga hat die Angriffe des Irans im Nahen Osten als „illegal und grundlos“ kritisiert. Man verurteile diese „feigen“ Angriffe scharf, heißt es in einer Erklärung der Mitgliedstaaten nach ihrem virtuellen Treffen auf Ebene der Außenminister. Der Iran greife „gezielt und auf illegale Weise“ zivile Ziele an, darunter Flug- und Seehäfen, Energieanlagen, Wohngebiete und diplomatische Vertretungen. Man weise auch „provokante“ Handlungen Teherans zurück mit dem Ziel, die Straße von Hormus zu blockieren oder die internationale Schifffahrt zu stören.
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12:49 Uhr 08.03.2026
Neue israelische Drohungen gegen künftigen Chamenei-Nachfolger
Das israelische Militär hat vor der Wahl eines Nachfolgers des getöteten iranischen Staatsführers Ajatollah Ali Chamenei erneut gedroht, dass auch dieser nicht sicher sei. „Die Hand des Staates Israel wird weiterhin jeden Nachfolger verfolgen, und jeden, der einen Nachfolger zu ernennen versucht“, hieß es in einem Post auf Farsi auf der Plattform X. Die Warnung gelte für alle, die planten, an dem Treffen zur Wahl eines Nachfolgers Chameneis teilzunehmen. (dpa)
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11:36 Uhr 08.03.2026
Nachfolger Chameneis ernannt – Expertenratsmitglied deutet auf Sohn Modschtaba hin
Rund eine Woche nach der Tötung von Ayatollah Ali Chamenei hat das zuständige Gremium im Iran nach Angaben mehrerer Mitglieder dessen Nachfolger bestimmt. Der Name des neuen geistlichen Oberhaupts der Islamischen Republik wurde am Sonntag zunächst offiziell nicht bekannt gegeben. Ein Mitglied des Expertenrats deutete jedoch an, dass die Wahl auf Chameneis Sohn Modschtaba Chamenei gefallen sei.
Expertenratsmitgliet Mohsen Hejdari erklärte zur getroffenen Wahl nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna: „Der 'Große Satan' hat die von den Vertretern getroffene Wahl auch erwähnt.“ Hejdari bezog sich damit auf eine Aussage von US-Präsident Donald Trump, der nach der Tötung Chameneis dessen Sohn Modschtaba als Nachfolger ausgeschlossen und für sich eine Mitsprache bei der Entscheidung beansprucht hatte.
Wie die Nachrichtenagentur Isna berichtete, einigte sich dem Expertenratsmitgliet Hejdari zufolge „eine Mehrheit“ auf den am „besten geeigneten Kandidaten“. Ein weiteres Mitglied des Gremiums, Mohammed Mehdi Mirbagheri, sprach in einem von der Nachrichtenagentur Fars verbreiteten Video von einer „klaren Meinung, welche die Mehrheitsposition widerspiegelt“. (AFP)
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09:40 Uhr 08.03.2026
Trump schließt Bodentruppen für Sicherstellung angereicherten Urans nicht aus
US-Präsident Donald Trump schließt nach eigener Aussage nicht aus, Bodentruppen in den Iran zu entsenden, um das angereicherte Uran der Islamischen Republik sicherzustellen. „Vielleicht werden wir das irgendwann machen“, sagte er Journalisten am Samstag an Bord des Präsidentenflugzeugs Air Force One. „Das wäre eine tolle Sache.“ Trump äußerte sich mit Blick auf das iranische Atomprogramm, dessen Bekämpfung die USA zu einem ihrer Kriegsziele erklärt haben.
Bodentruppen könnten „möglicherweise“ eingesetzt werden, sagte Trump, fügte aber an, hierfür müsse es einen „sehr guten Grund“ geben. Zu den iranischen Streitkräften sagte er, bei einem Einsatz würden diese „so geschwächt, dass sie auf Bodenebene nicht mehr kämpfen könnten“.
Einigen Kritikern des laufenden US-israelischen Krieges zufolge reichen Luftangriffe nicht aus, um den Iran dauerhaft von der Entwicklung einer Atombombe abzuhalten. (AFP) -
08:44 Uhr 08.03.2026
Iran greift erneut Golfstaaten an - Flughafen-Treibstofflager in Kuwait getroffen
Der Iran hat am Sonntag erneut mehrere Golfstaaten mit Raketen und Drohnen angegriffen. Behörden in Bahrain, Katar, Kuwait, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten meldeten Attacken auf ihr Staatsgebiet. In Kuwait wurden nach Armeeangaben Treibstofflager am Internationalen Flughafen der Hauptstadt Kuwait-Stadt getroffen. In Bahrain beschädigte ein Drohnenangriff eine Wasserentsalzungsanlage. (AFP)
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16:57 Uhr 07.03.2026
USA nutzen inzwischen Luftwaffenstützpunkte in Großbritannien für Iran-Krieg
Die US-Streitkräfte haben damit begonnen, britische Militärstützpunkte für den Iran-Krieg zu nutzen. Das britische Verteidigungsministerium erklärte am Samstag, die USA würden die Stützpunkte für „spezifische Verteidigungsoperationen“ nutzen, um den Iran daran zu hindern, „Raketen in die Region abzufeuern“.
Der britische Premierminister Keir Starmer hatte zu Beginn der US-israelischen Luftangriffe auf den Iran jegliche britische Beteiligung abgelehnt und den USA zunächst auch die Nutzung britischer Militärbasen verweigert. Einen Tag nach Kriegsbeginn gab Starmer aber bekannt, dass er einer US-Anfrage zur Nutzung britischer Stützpunkte für einen „speziellen und begrenzten Verteidigungszweck“ zugestimmt habe. (AFP)
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15:50 Uhr 07.03.2026
Nach Irans Entschuldigung: Weiter Angriffe in Golfregion
Trotz einer Entschuldigung von Irans Präsident Massud Peseschkian für Angriffe in der Golfregion dauern die Attacken dort an. Mehrere Golfstaaten teilten heute erneut mit, sie hätten Angriffe mit Raketen und Drohnen abgewehrt. Dabei standen unter anderem die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar unter Beschuss. (dpa)
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13:51 Uhr 07.03.2026
US-Präsident Trump droht Iran mit Ausweitung der Angriffe
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit der Ausweitung der Angriffe gedroht. Der Iran werde heute sehr hart getroffen und bislang nicht ins Visier genommene Gegenden würden für „komplette Zerstörung und sicheren Tod“ ernsthaft geprüft, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. (dpa)
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10:36 Uhr 07.03.2026
Iran: Revolutionsgarden greifen nach eigenen Angaben Öltanker in Straße von Hormus an
Die iranischen Revolutionsgarden haben am Samstag nach eigenen Angaben einen Öltanker in der strategisch und wirtschaftlich wichtigen Straße von Hormus angegriffen. Das Schiff „Prima“ sei am Morgen von einer Drohne getroffen worden, teilten die Revolutionsgarden der Islamischen Republik laut der Nachrichtenagentur Tasnim mit. Der Tanker habe „wiederholte Warnungen“ der Revolutionsgarden zur Sperrung der Meerenge im Persischen Golf ignoriert. (AFP)
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09:33 Uhr 07.03.2026
Flughafen Dubai stellt nach iranischem Angriff auf Emirate erneut Flugbetrieb ein
Nach dem Abfangen eines offenbar iranischen Geschosses über dem international bedeutsamen Flughafen von Dubai ist dort am Samstag erneut der Flugbetrieb eingestellt worden. Die „vorläufige“ Schließung erfolge „für die Sicherheit der Passagiere, des Flughafenpersonals und der Crews der Fluggesellschaften“, erklärte das staatliche Medienbüro in Dubai. Ein Augenzeuge hatte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einer heftigen Explosion und einer Rauchwolke am Himmel nahe dem Flughafen gesprochen.
Zuvor hatte die Fluglinie Emirates die Aussetzung sämtlicher Flüge von und nach Dubai bis auf Weiteres bekanntgegeben. „Bitte begeben Sie sich nicht an den Flughafen“, schrieb Emirates im Onlinedienst X. Auf dem Flugüberwachungsportal Flightradar24 war zu sehen, dass mehrere Flugzeuge sich über dem Flughafen von Dubai im Kreis bewegten und offenbar Warteschleifen flogen.
Dem Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate zufolge attackierte der Iran erneut den Golfstaat, genaue Angaben zu den Zielen machte das Ministerium zunächst nicht. Die emiratische Regierung schrieb im Onlinedienst X von einem „geringfügigen Zwischenfall infolge herabfallender Trümmer nach einer Abfangaktion“, niemand sei verletzt worden. Zugleich dementierte sie „in Online-Netzwerken kursierende Informationen über Zwischenfälle am internationalen Flughafen von Dubai“. (AFP)
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09:29 Uhr 07.03.2026
Iran kündigt Einschränkung der Angriffe auf Nachbarstaaten an – und entschuldigt sich
Eine Woche nach dem Beginn des Kriegs mit Israel und den USA hat der iranische Präsident Massud Peseschkian eine Einschränkung der Angriffe auf andere Staaten in der Region angekündigt. Die Interimsführung des Iran habe am Freitag „beschlossen, dass keine weiteren Angriffe auf Nachbarländer ausgeführt und keine Raketen abgefeuert werden, es sei denn, ein Angriff auf den Iran geht von diesen Ländern aus“, sagte Peseschkian in einer am Samstag im Staatsfernsehen übertragenen Rede.
Peseschkian entschuldigte sich zudem „bei den Nachbarländern, die vom Iran angegriffen wurden“. Seit Kriegsbeginn wurden bei iranischen Angriffen in den Golfstaaten 13 Menschen getötet, darunter ein elfjähriges Mädchen in einem Wohngebiet in Kuwait.
Mit Blick auf Israel und die USA gab Peseschkian sich kämpferisch. „Die Feinde müssen ihren Wunsch nach der Kapitulation des iranischen Volks mit ins Grab nehmen“, sagte der Präsident. -
09:27 Uhr 07.03.2026
Israel: Mehr als 80 Kampfjets greifen Iran an
Israel hat am Samstag nach Armeeangaben mit mehr als 80 Kampfjets Angriffe auf den Iran geflogen. Das Militär erklärte dazu, die Flugzeuge hätten „eine zusätzliche Angriffswelle auf Infrastruktur des iranischen Terror-Regimes“ ausgeführt.
Im Visier der Luftangriffe waren demnach unter anderem Abschussrampen für Raketen und weitere Ziele in der Hauptstadt Teheran und im Zentrum des Iran. (AFP) -
22:10 Uhr 06.03.2026
Frankreich verlegt Hubschrauberträger in Krisenregion
Angesichts des Iran-Kriegs verlegt Frankreich neben dem Flugzeugträger «Charles de Gaulle» auch einen Hubschrauberträger Richtung Mittelmeer. Dieser solle die von Paris bereits entsandten militärischen Kräfte verstärken, teilte der Generalstab der Streitkräfte mit.
«Ein amphibischer Hubschrauberträger wird im Mittelmeer eingesetzt, um die französischen Streitkräfte im Rahmen der Krise im Nahen und Mittleren Osten zu ergänzen», sagte eine Sprecherin und bestätigte Informationen der Zeitung Le Marin. Demnach verließ der Hubschrauberträger „Tonnerre“ am Freitag in Begleitung einer Fregatte seinen südfranzösischen Heimathafen Toulon. Ein weiterer französischer Hubschrauberträger befindet sich bereits im Rahmen einer anderen Mission im Nahen Osten.
Mit dem Flugzeugträger, der am Wochenende in der Region erwartet wird, befinden sich dann drei der größten französischen Kriegsschiffe in der Konfliktregion.
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22:08 Uhr 06.03.2026
Raketenangriff auf Flughafen von Bagdad – Explosionen in Erbil im Nordirak
Am siebten Tag des Iran-Kriegs ist der Flughafen der irakischen Hauptstadt Bagdad mit Raketen angegriffen worden. Auf den Airport seien mehrere Raketen gefeuert worden, erklärte die irakische Regierung am Freitagabend. Ein Sicherheitsvertreter teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, zwei Raketen seien auf dem Gelände des nahe dem Flughafen gelegenen US-Militärstützpunkts Camp Victory eingeschlagen. Opfer gab es demnach nicht. Zu dem Angriff bekannte sich die Gruppe Saraja Awlijaa al-Dam (Wächter des Blutes), die nach eigenen Angaben zu einem pro-iranischen Netzwerk gehört.
Unterdessen wurde die Stadt Erbil von Explosionen erschüttert, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichtete. Demnach war ein lauter Knall zu hören, bevor über einem Hotel Rauch aufstieg. Aus Sicherheitskreisen hieß es, über der Stadt seien Drohnen abgefangen worden, deren Trümmer nahe dem Hotel niedergegangen seien.
Erbil ist die Hauptstadt der autonomen Kurdenregion im Nordirak. In der Stadt sind im Zuge der von den USA angeführten internationalen Koalition gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) US-Truppen und Bundeswehrsoldaten stationiert, es gibt auch einen US-Konsulatskomplex. (AFP)
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21:18 Uhr 06.03.2026
Krieg soll laut Weißem Haus vier bis sechs Wochen dauern
Im Konflikt mit dem Iran geht das Weiße Haus mittlerweile von einer Kriegsdauer von vier bis sechs Wochen aus. Das sagte die Sprecherin der US-Regierung, Karoline Leavitt, in Washington vor Journalisten. „Und wir sind auf dem besten Weg, diese Ziele zu erreichen.“ In dem seit Samstag laufenden Krieg mit dem Iran änderte die US-Regierung damit zum wiederholten Mal ihre Einschätzung zur Kriegsdauer.
Zu den zentralen Kriegszielen der USA gehören nach früheren Angaben die Zerstörung der iranischen Marine sowie ein Ende der Bedrohung durch Raketen und Atomwaffen. US-Präsident Donald Trump hatte Sonntag gesagt, er gehe von einem etwa vierwöchigen Krieg aus. Der Iran sei ein großes Land. „Es wird vier Wochen dauern – oder weniger.“ Später passte der Präsident seine Einschätzung auf vier bis fünf Wochen an.
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21:14 Uhr 06.03.2026
Nach Drohnenangriffen: Italien schickt Marineschiff nach Zypern
Italien hat angesichts der jüngsten Drohnenangriffe auf Zypern ein Marineschiff in Richtung der Mittelmeerinsel geschickt. Die Fregatte habe den Hafen der süditalienischen Hafenstadt Tarent verlassen und solle in wenigen Tagen das Gebiet von Zypern erreichen, meldete die Nachrichtenagentur Ansa. An Bord befinden sich etwa 160 Besatzungsmitglieder. (dpa)
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17:02 Uhr 06.03.2026
EU-Spitzen planen Videokonferenz mit Staats- und Regierungschefs der Kriegsregion
Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs sprechen EU-Ratspräsident António Costa und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Anfang nächster Woche per Videokonferenz mit Staats- und Regierungschefs aus dem Nahen Osten und der Golfregion. Bei dem Austausch soll es unter anderem um die weitere Unterstützung der EU und ihrer Mitgliedstaaten für die Länder in der Region gehen, erklärte eine Sprecherin von Costa am Freitag. Zudem soll über „Wege zur Beendigung“ des Iran-Kriegs gesprochen werden.
Die Sprecherin machte keine Angaben darüber, welche Staats- und Regierungschefs an dem Treffen teilnehmen werden. -
17:01 Uhr 06.03.2026
Bericht: USA wohl hinter Angriff auf Schule im Iran mit über 150 Toten
Die USA sind laut einem Medienbericht wahrscheinlich für den Angriff auf eine Schule im Iran mit womöglich mehr als 150 Toten verantwortlich. Die New York Times berichtete am Freitag, dies habe eine Auswertung von Satellitenbildern, Videos und Veröffentlichungen in Online-Medien ergeben. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk drängte auf eine rasche Untersuchung.
Nach Angaben der New York Times wurde die Mädchenschule in Minab im Süden des Iran getroffen, während die US-Streitkräfte Ende Februar einen benachbarten Marinestützpunkt der iranischen Revolutionsgarden angriffen. Der iranische Präsident Masud Peseschkian hatte die USA und Israel beschuldigt, die Grundschule mit Raketen angegriffen zu haben. Teheran spricht von einem „Kriegsverbrechen“.Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, hatte die Frage nach einer US-Verantwortung am Mittwoch unbeantwortet gelassen. Auf die Frage, ob US-Streitkräfte an dem Angriff beteiligt gewesen seien, sagte sie: „Nicht, dass wir wüssten.“
UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk sprach in Genf von einem „absolut tragischen Vorfall“. Er äußerte die Hoffnung auf eine zügige, transparente Aufarbeitung. US-Außenminister Marco Rubio hatte am Montag zu Journalisten gesagt, die USA würden nicht „absichtlich“ eine Schule angreifen. Nach seinen Worten untersucht das Pentagon den Vorfall.Der Iran gibt die Zahl der Toten mit mehr als 150 an. Nach Angaben staatlicher Medien gab es am Dienstag Trauerfeiern für mindestens 165 Menschen. Darunter seien zahlreiche getötete Schülerinnen gewesen, hieß es.
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15:45 Uhr 06.03.2026
Iranischer Polizeichef: Polizisten dürfen auf mutmaßliche „Plünderer“ schießen
Inmitten des Krieges mit den USA und Israel sind iranische Polizisten nach den Worten ihres Chefs Ahmad Radan angewiesen worden, auf mutmaßliche „Plünderer“ zu schießen. „Da wir uns in einer Kriegssituation befinden, habe ich den Befehl erteilt, auf potenzielle Diebe zu schießen“, sagte Radan im iranischen Staatsfernsehen. Er fügte hinzu, dass jeder Dieb „schnell neutralisiert“ werde.
Zudem sagte er, die Behörden hätten Maßnahmen ergriffen, um die Ordnung im Internet aufrechtzuerhalten. Radan begründete dies mit angeblicher „Hetze“ durch „eine Gruppe bezahlter Agenten“ gegen „die Einheit“ des Landes. (AFP)
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15:31 Uhr 06.03.2026
Kein Iran-Deal: Trump fordert „bedingungslose Kapitulation“
Im Krieg mit dem Iran will US-Präsident Donald Trump nach eigener Darstellung kein Abkommen mit dem Land abschließen. Stattdessen müsse es auf eine „bedingungslose Kapitulation“ hinauslaufen, forderte er auf seiner Plattform Truth Social. (dpa)
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13:40 Uhr 06.03.2026
Katars Energieminister warnt vor weiteren Preissprüngen beim Öl
Der Golfstaat Katar hat vor schwerwiegenden Folgen des Kriegs im Nahen Osten für Lieferungen von Energierohstoffen aus der Region gewarnt. Es sei zu befürchten, dass alle Förderstaaten am Persischen Golf ihre Produktion innerhalb weniger Wochen einstellen könnten, sagte Katars Energieminister Saad al-Kaabi der "Financial Times". Dann sei ein Anstieg des Ölpreises bis auf 150 US-Dollar je Barrel (159 Liter) möglich.
Der Iran-Krieg und die Sorge vor einer längeren Sperrung der Straße von Hormus haben den Ölpreis bereits stark nach oben getrieben. Heute stieg der Preis für Rohöl der Sorte Brent bis auf 87,66 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Juli 2024. Seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran hat sich Rohöl der Sorte Brent um mehr als 20 Prozent verteuert.
Nach Einschätzung des Ministers ist die Fahrt von Tankern durch die Straße von Hormus derzeit zu riskant. Der Schiffsverkehr auf der Wasserstraße ist seit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran nahezu zum Erliegen gekommen. Laut jüngsten Meldungen sind bereits mehrere Schiffe getroffen worden. Zudem sind die Versicherungsprämien zuletzt sprunghaft angestiegen, und Reedereien sind nicht bereit, ihre Schiffe und Besatzungen zu riskieren. (dpa)
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11:12 Uhr 06.03.2026
Internet im Iran weiterhin gesperrt
Die Bevölkerung im Iran ist am siebten Kriegstag weitgehend vom internationalen Internetzugang abgeschnitten. Die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks sprach am Freitag von nur einem Prozent Konnektivität. Daten des IT-Unternehmens Cloudflare zeigten ebenfalls einen vollständigen Einbruch des Internetverkehrs.
Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats im Iran nutzt das Internet unterdessen weiter ohne Einschränkungen. Seit Jahren verfügt ein privilegierter Kreis über sogenannte „weiße SIM-Karten“, die ermöglichen, ohne Sperren und Restriktionen online zu gehen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind.
Irans Internet unterliegt auch in Friedenszeiten strenger Zensur. Viele Webseiten und auch Apps sind in dem Land mit gut 90 Millionen Einwohnern gesperrt. Um soziale Medien und Netzwerke wie etwa Instagram, Tiktok und Youtube zu nutzen, gehören Tunneldienste (VPN) für einen Großteil der Nutzer zum Alltag. Die Verbindungen sind dann jedoch oft langsam und unzuverlässig. (dap)
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10:21 Uhr 06.03.2026
Iran: Neue Raketen auf Israel gefeuert
Der Krieg im Nahen und Mittleren Osten geht unvermindert weiter. Während der Iran bombardiert wird, feuern die Streitkräfte der Islamischen Republik Raketen auf Israel.
Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge eine neue Welle an Raketen auf Israel gefeuert. Das berichteten der staatliche iranische Rundfunk und die Nachrichtenagentur Tasnim, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht. In Israel wurde Raketenalarm ausgelöst. (dpa) -
10:20 Uhr 06.03.2026
Israel: Mehr als 1.600 Verletzte wegen Iran-Krieg
Seit Beginn des Iran-Kriegs sind laut Israels Gesundheitsministerium im Land mehr als 1.600 Verletzte in Krankenhäusern behandelt worden. Berichten zufolge sind darunter neben durch Raketenangriffe Verletzte auch viele Menschen, die sich auf dem Weg in Schutzräume verletzt haben. Zudem werden demnach auch Personen gezählt, die wegen Angstzuständen, ausgelöst durch die Angriffe, behandelt wurden.
In den vergangenen 24 Stunden seien nach Raketenbeschuss 140 Menschen in Kliniken eingeliefert worden, darunter eine schwer verletzte Person, teilte das Gesundheitsministerium weiter mit.
Insgesamt wurden in Israel im Zuge des Kriegs bislang elf Menschen getötet. Im Iran sollen seit Samstag bereits mehr als 1.200 Menschen ums Leben gekommen sein, wie iranische Medien unter Berufung auf eine staatliche Stiftung berichteten. Auch in den Golfstaaten gab es bei iranischen Angriffen bereits mehrere Tote. (dpa)
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08:00 Uhr 06.03.2026
Dritter Flug aus Hurghada unterwegs nach Luxemburg
Ein weiterer Flug der Luxair ist derzeit auf dem Weg von Hurghada nach Luxemburg. Die Maschine startete am Freitagmorgen kurz vor 7 Uhr in Ägypten und soll gegen kurz vor 11 Uhr in Luxemburg landen.
Insgesamt 190 Menschen seien an Bord, darunter auch die Crew, sagte Mobilitätsministerin Yuriko Backes (DP) im Interview mit 100,7.
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07:26 Uhr 06.03.2026
Raketenbeschuss auch am siebten Tag des Iran-Kriegs – Israel sieht „nächste Phase“
Israel und der Iran haben sich auch am siebten Tag des Iran-Kriegs mit schweren Angriffen überzogen. Die israelische Armee erklärte am Freitagmorgen, die "iranische Terrorregime-Infrastruktur" in der Hauptstadt Teheran angegriffen zu haben. Das iranische Staatsfernsehen sprach von Explosionen in mehreren Gebieten der Stadt. Der israelische Armeechef Ejal Samir hatte zuvor die "nächste Phase" in dem Krieg angekündigt.
Die iranischen Revolutionsgarden erklärten am Freitagmorgen nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna, Raketen in Richtung Tel Aviv abgefeuert zu haben. Es handle sich um einen Angriff mit Raketen und Drohnen, Ziel seien Orte "im Herzen von Tel Aviv". Journalisten der Nachrichtenagentur AFP hörten Explosionen in der israelischen Stadt.
Die US-Streitkräfte erklärten derweil, seit Beginn des Iran-Kriegs am vergangenen Samstag mehr als 30 Schiffe der iranischen Marine versenkt zu haben. "Wir sind jetzt bei mehr als 30 Schiffen", sagte der Leiter des für den Nahen Osten zuständigen Militärkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.
So sei ein iranischer Drohnen-Träger von der Größe eines Flugzeugträgers aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs getroffen worden, sagte Cooper. "Während wir sprechen, steht er in Flammen."
Zugleich sei die Zahl iranischer Angriffe mit ballistischen Raketen seit dem ersten Kriegstag um 90 Prozent zurückgegangen, sagte der Admiral. "Drohnenangriffe sind seit Tag eins um 83 Prozent zurückgegangen."
Ziel sei es nicht nur, ballistische Raketen des Iran zu zerstören, sondern auch die Raketenindustrie des Landes, fügte Cooper hinzu. "Während wir zur nächsten Phase dieses Einsatzes übergehen, werden wir systematisch die iranischen Fähigkeiten für die Raketenproduktion für die Zukunft zerstören."
Auch der israelische Armeechef Samir kündigte eine neue Etappe im Krieg gegen den Iran an. "In dieser Phase werden wir die Zerschlagung des Regimes und seiner militärischen Kapazitäten fortsetzen." Die israelische Armee plane "weitere Überraschungen". -
18:35 Uhr 05.03.2026
Iran bestreitet Angriffe auf US-Botschaft in Saudi-Arabien
Irans Botschafter in Saudi-Arabien hat Luftangriffe seines Landes auf die US-Botschaft in dem Golfstaat nachdrücklich bestritten. "Wir bestätigen, dass der Iran an dem Angriff auf die US-Botschaft in Riad nicht beteiligt war", sagte Aliresa Enajati am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP mit Verweis auf Raketen- und Drohnenangriffe in dieser Woche, für die Saudi-Arabien den Iran verantwortlich macht. Teheran hatte zuvor bereits Angriffe auf die wichtige Ölraffinerie Ras Tanura bestritten.
"Wenn die Einsatzzentrale in Teheran irgendwo angreift, übernimmt sie die Verantwortung dafür", fügte er hinzu. Enajati bestritt auch, dass der Iran einen regionalen Krieg als Vergeltung für die Angriffe der USA und Israels auf sein Land führe. "Dies ist kein regionaler Krieg und es ist nicht unser Krieg. Er wurde der Region aufgezwungen", sagte er AFP.
Die USA und Israel hatten am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran gestartet. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und US-Einrichtungen in der Golfregion. Seit Beginn der iranischen Angriffe am Samstag wurden mindestens 13 Menschen in den Golfstaaten getötet, darunter sieben Zivilisten. -
15:18 Uhr 05.03.2026
EU und Golfstaaten vereinbaren gemeinsame Iran-Diplomatie
Die EU und mehrere einflussreiche Golfstaaten wollen gemeinsame diplomatische Bemühungen für ein Ende des Iran-Kriegs unternehmen. Ziel sei es, eine dauerhafte Lösung herbeizuführen, heißt es in einer Erklärung der Außenminister beider Seiten. Diese solle letztlich dem iranischen Volk die Entscheidungsgewalt über seine Zukunft verschaffen und gleichzeitig den Bau einer iranischen Atombombe verhindern.
Zudem wird als Ziel ausgegeben, die Produktion und Verbreitung ballistischer Raketen, unbemannter Luftfahrzeuge und anderer sicherheitsbedrohender Technologien zu beenden und den Iran an weiteren destabilisierenden Aktivitäten in der Region und in Europa zu hindern. -
14:58 Uhr 05.03.2026
Aserbaidschan mobilisiert Armee nach Drohnenangriff
Der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev hat wegen des mutmaßlich iranischen Drohnenangriffs auf die Exklave Nachitschewan die Streitkräfte des Südkaukasus-Staates in Einsatzbereitschaft versetzt. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Azertag von einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates in Baku.
Die Armee solle zu jeder Art Einsatz bereit sein, sagte Aliyev demnach. Vorher waren Drohnen am Flughafen und in Nähe einer Schule in Nachitschewan eingeschlagen. Der Iran bestreitet eine Verantwortung für den Angriff. Der Staat Aserbaidschan verurteile den „abscheulichen Terrorakt“, hieß es in einer Erklärung von Aliyevs Präsidialamt. Der Iran müsse Auskunft geben, die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Aserbaidschan beteilige sich nicht an Operationen gegen den Iran. Es schütze aber seine territoriale Integrität und werde sie weiter schützen. -
14:56 Uhr 05.03.2026
Israel ruft Bewohner fast aller Beiruter Vororte zu Flucht auf
Die israelische Armee hat einen Großteil der Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut als mögliche Angriffsziele ausgegeben. Die Armee richtete auf ihrem arabischsprachigen Kanal auf der Plattform X eine dringende Warnung an die Bewohner. Sie sollten sofort ihre Häuser verlassen. In der Regel folgen auf derartige Aufrufe Angriffe Israels.
Betroffen seien die Viertel Burdsch al-Baradschne, Hadath, Haret Hreik und Schijah. Bewohner sollten sich in entweder in Richtung Osten oder Norden in Sicherheit bringen. Es sei verboten, sich nach Süden zu begeben, hieß es. Es ist das erste Mal, dass das israelische Militär ein Gebiet dieser Größe in der Gegend zu Evakuierungen aufruft. Bisher bezogen sich derartige Aufrufe auf bestimmte Wohnhäuser oder deutlich kleinere Gebiete in den Vororten.
Die betroffenen Viertel gelten als Hochburg der Hisbollah-Miliz. Sie sind aber auch dicht besiedelte Wohngebiete.
Unter den Bewohnern brach Panik aus, wie Augenzeugen der Deutschen Presse-Agentur berichteten. Viele versuchten panisch die Viertel zu verlassen. Die Straßen seien voller Autos. Einige schrien nach ihren Verwandten. (dpa) -
14:15 Uhr 05.03.2026
Erster Flieger mit evakuierten Luxemburgern auf dem Findel gelandet
Der erste Flieger mit Menschen aus Luxemburg an Bord, die aus der Krisenregion rund um den Persischen Golf evakuiert wurden, ist in Luxemburg gelandet. Um 13.50 Uhr setzte der Airbus A320 der ägyptischen Airline Nesma auf der Landebahn am Findel auf. An Bord: 97 Passagiere, die direkt aus der omanischen Hauptstadt Muscat ausgeflogen wurden. Das erklärt ein Sprecher des Außenministeriums gegenüber dem Tageblatt.
Für den Nachmittag wird ein zweiter Evakuierungsflug erwartet. Diesen hat die Luxemburger Airline LuxAir selbst übernommen. Mit dem Flug, der im ägyptischen Hurghada starten soll, sollen 104 Personen nach Luxemburg gebracht werden, darunter sieben Kleinkinder unter zwei Jahren. Ursprünglich wurden die Menschen ebenfalls über Muscat ausgeflogen, der Flieger brachte sie jedoch zunächst nach Hurghada.
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13:24 Uhr 05.03.2026
Neuer Raketenangriff Irans auf Israel – Sirenen in Tel Aviv
Der Iran hat erneut Raketen auf Israel abgefeuert. Die israelische Armee teilte mit, die Raketenabwehr sei im Einsatz, um die Geschosse abzufangen. In weiten Teilen Israels heulten Warnsirenen, auch in der Küstenmetropole Tel Aviv. Einwohner berichteten von Explosionsgeräuschen.
Die iranischen Revolutionsgarden hatten nach einem vorherigen Angriff auf Israel mitgeteilt, sie hätten vier fortschrittliche Raketen des Typs Chorramschahr 4 auf das Zentrum von Tel Aviv abgefeuert.
Der israelische TV-Sender N12 berichtete, ein israelisches Passagierflugzeug sei während des Angriffs im Landeanflug auf den Tel Aviver Flughafen gewesen. Die Maschine habe die Landung vorerst abgebrochen. Dafür gab es zunächst keine offizielle Bestätigung.
Der Sender Kan berichtete, eine Rakete sei in einem Wohnort im Zentrum Israels zwischen Wohnhäusern eingeschlagen und habe dort einen tiefen Krater gerissen. Videoaufnahmen von vor Ort zeigten Trümmer und ein tiefes Loch in der Erde. (dpa) -
10:56 Uhr 05.03.2026
Iranische Drohne trifft Flughafen in Aserbaidschan
Eine im Iran gestartete Drohne hat nach aserbaidschanischen Angaben einen Flughafen in Aserbaidschan getroffen. Die Drohne sei in einem Terminalgebäude des Flughafens Nachitschewan eingeschlagen, erklärte das aserbaidschanische Außenministerium am Donnerstag. Zwei Menschen seien dabei verletzt worden, erklärte das aserbaidschanische Außenministerium weiter. Das Ministerium bestellte den iranischen Gesandten in Baku ein, um "scharfen Protest" einzulegen. Aserbaidschan behalte sich das Recht auf "angemessene Vergeltungsmaßnahmen" vor.
Eine zweite Drohne sei in der Nähe einer Schule im Ort Schekerabad niedergegangen, erklärte das Ministerium weiter. Nachitschewan ist eine Exklave von Aserbaidschan, grenzt an den Iran und wird durch Armenien vom Rest Aserbaidschans getrennt.
Der Iran hat sich seit langer Zeit besorgt geäußert, dass Israel – ein enger Verbündeter Aserbaidschans und wichtiger Waffenlieferant – aserbaidschanisches Territorium für Angriffe nutzen könnte. Im Juni versicherte Baku Teheran, dass es Israel nicht gestatten werde, sein Territorium für Angriffe gegen die Islamische Republik zu nutzen. Damals hatten Israel und die USA in einem zwölf Tage dauernden Krieg drei wichtige iranische Atomanlagen angegriffen.
Teheran ist auch schon lange misstrauisch wegen separatistischer Bestrebungen in der aserbaidschanischen Minderheit im eigenen Land. Rund zehn Millionen der 83 Millionen Einwohner des Iran gehören der aserbaidschanischen Minderheit an. (AFP) -
08:59 Uhr 05.03.2026
Israels Verteidigungsminister: USA versichern Beistand im Iran-Krieg „bis zum Ende“
Die USA haben Israel im Krieg gegen den Iran nach Angaben von Verteidigungsminister Israel Katz volle Unterstützung „bis zum Ende“ zugesichert. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth habe ihm in einem nächtlichen Telefonat gesagt: „Macht weiter bis zum Ende – wir sind bei euch“, erklärte Katz laut seinem Büro am Donnerstag.
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08:56 Uhr 05.03.2026
Irans Außenminister Araghtschi: USA werden Versenkung von Kriegsschiff „bitter bereuen“
Einen Tag nach der Versenkung eines iranischen Kriegsschiffs im Indischen Ozean mit dutzenden Toten durch die US-Marine hat Irans Außenminister Abbas Araghtschi den USA mit Konsequenzen gedroht. Die iranische Fregatte „Iris Dena“ sei „ohne Vorwarnung in internationalen Gewässern angegriffen“ worden, erklärte Araghtschi am Donnerstag im Onlinedienst X. „Die USA werden diesen Präzedenzfall bitter bereuen.“
Die USA hätten „2000 Meilen vor der iranischen Küste eine Gräueltat auf See begangen“, fügte Araghtschi hinzu. Demnach sei die Fregatte „Gast der indischen Marine“ gewesen.
Das iranische Schiff war am Mittwoch vor der Küste Sri Lankas gesunken. Polizeiangaben zufolge wurden bislang über 80 Leichen von Besatzungsmitgliedern geborgen, rund 60 Menschen wurden noch vermisst.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth gab am Mittwoch bekannt, das Schiff sei „von einem Torpedo“ versenkt worden. Die Vernichtung der iranischen Marine ist laut Pentagon eines der Ziele des US-israelischen Kriegs gegen den Iran. (AFP) -
08:16 Uhr 05.03.2026
Neue Angriffe auf Teheran – Iranische Medien melden Explosionen
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben eine Reihe von Angriffen auf die iranische Hauptstadt Teheran gestartet. Die israelische Armee "hat gerade eine groß angelegte Angriffswelle auf die Infrastruktur des iranischen Terrorregimes in ganz Teheran begonnen", erklärte das israelische Militär am Donnerstag.
Iranische Medien meldeten mehrere Explosionen. Die Nachrichtenagentur Fars berichtete über eine Explosion im Westen Teherans, zwei Zeitungen meldeten mindestens eine Detonation in der Stadt Karadsch westlich von Teheran. -
07:30 Uhr 05.03.2026
Terrorwarnstufe bleibt in Luxemburg auf Stufe 2
Die Terrorbedrohung in Luxemburg bleibt weiterhin auf Stufe 2. Das teilte das Haut-Commissariat à la protection nationale nach einer Sitzung der nationalen Koordinierungsgruppe zur Terrorismusbekämpfung (GCT) am Mittwochabend mit.
Angesichts der aktuellen geopolitischen Lage prüften die zuständigen Behörden mögliche Auswirkungen auf Luxemburg.Die GCT vereint mehrere staatliche Stellen, darunter den Staatliche Nachrichtendienst, die Großherzogliche Polizei, die Staatsanwaltschaft sowie Vertreter verschiedener Ministerien und der Justiz. Die Gruppe will die Lage weiterhin kontinuierlich beobachten und den Premierminister regelmäßig informieren. (Redaktion)
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06:47 Uhr 05.03.2026
Iran greift Kurden-Hauptquartier im Irak an
Der Iran hat nach eigenen Angaben ein Hauptquartier kurdischer Einheiten im Irak angegriffen. Das Hauptquartier sei mit drei Raketen attackiert worden, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna am Donnerstag unter Berufung auf eine Mitteilung des Militärs.
Seit Beginn der US-israelischen Luftangriffe gegen den Iran und der iranischen Gegenangriffe ist auch die autonome Kurdenregion im Irak immer wieder mit Drohnen attackiert worden. In der Region sind US-Soldaten stationiert. (AFP) -
19:58 Uhr 04.03.2026
Luxair-Evakuationsflug auf dem Rückweg aus dem Oman
Der Luxair-Flieger, der am Mittwochvormittag gegen 11.30 Uhr in der omanischen Hauptstadt Muscat gelandet ist, befindet sich auf dem Weg zurück nach Ägypten. (Stand Mittwochabend 19.58 Uhr) Das teilte Außenminister Xavier Bettel (DP) in einem Instagram-Video am Mittwochabend gegen 19.00 Uhr mit. Da nicht alle Reisenden in den Flieger passten, hofft Bettel, dass am späteren Abend noch ein weiteres Flugzeug starten kann. Die evakuierten Menschen werden nach einer nächtlichen Zwischenlandung in Ägypten am Donnerstag in Luxemburg erwartet. An Bord befinden sich 104 Personen, darunter „zwei Kinder und sieben Babys.“
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19:04 Uhr 04.03.2026
US-Generalstabschef: Zahl der iranischen Raketen ist zurückgegangen
Die Zahl der vom Iran abgefeuerten Raketen hat nach US-Angaben seit Samstag deutlich abgenommen. "Die abgefeuerten ballistischen Raketen des Iran für den Einsatz auf dem Gefechtsfeld sind im Vergleich zum ersten Kampftag um 86 Prozent zurückgegangen, mit einem Rückgang um 23 Prozent allein in den vergangenen 24 Stunden", sagte US-Generalstabschef Dan Caine am Mittwoch im Pentagon. Die Zahl der eingesetzten Drohnen sei um 73 Prozent zurückgegangen.
Caine sagte, die US-Streitkräfte würden "die ballistischen Raketensysteme Irans ins Visier nehmen und ausschalten, um zu verhindern, dass sie die US-Streitkräfte, Partner und Interessen in der Region bedrohen". Er bezifferte die Zahl der von Iran seit Kriegsbeginn am Samstag abgefeuerten Waffen auf mehr als 500 ballistische Raketen und über 2000 Drohnen.
Experten hatten zuvor Bedenken hinsichtlich der Waffenbestände der USA und ihrer Verbündeten geäußert. Swohl Caine als auch Verteidigungsminister Pete Hegseth wiesen dies jedoch zurück. "Wir haben ausreichend Präzisionsmunition für die anstehende Aufgabe, sowohl für den Angriff als auch für die Verteidigung", sagte Caine. Hegseth sagte, der Unterschied zwischen "ihren Möglichkeiten zu schießen und unseren Möglichkeiten zu verteidigen" werde "jeden Tag größer und größer". -
18:56 Uhr 04.03.2026
Libanon: Mehr als 70 Tote durch israelische Angriffe
Bei den jüngsten israelischen Angriffen auf Stellungen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon sind nach libanesischen Behördenangaben 72 Menschen getötet worden. 437 Menschen seien verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut mit.
Die Hisbollah hatte in der Nacht zu Montag begonnen, als Reaktion auf die Tötung des iranischen obersten Führers Ali Chamenei Raketen auf Israel zu schießen. Seitdem greift auch Israels Militär in mehreren Teilen des Landes wieder regelmäßig an, unter anderem auch in denen als Dahija bekannten Vororten Beiruts.
Zehntausende Menschen wurden durch die gegenseitigen Angriffe bereits erneut vertrieben. -
18:56 Uhr 04.03.2026
Iran droht mit Angriffen auf israelische Botschaften weltweit
Irans Armeesprecher Abolfasl Schekartschi hat mit Angriffen auf israelische Botschaften weltweit gedroht, falls Israel die iranische Botschaft in der libanesischen Hauptstadt Beirut attackieren sollte. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna sagte der General, in diesem Fall würden die israelischen Botschaften auf der ganzen Welt als „legitime Ziele“ gelten. Der Iran verfüge über „sehr große Fähigkeiten“. Bisher halte sich sein Land aus internationalen Rücksichten und Erwägungen zurück.
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15:05 Uhr 04.03.2026
Containerschiff in der Straße von Hormus getroffen
In der Straße von Hormus ist ein Containerschiff von einem Geschoss getroffen worden. Das teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt mit. Der Frachter sei Richtung Osten durch die Meeresenge gefahren, als ein unbekanntes Geschoss knapp über der Wasserlinie eingeschlagen sei, schrieb die Behörde unter Berufung auf den Sicherheitsbeauftragten des Betreibers. Der Treffer habe ein Feuer im Maschinenraum ausgelöst.
Der Vorfall soll sich etwa zwei Seemeilen vor der omanischen Küste abgespielt haben. Zu welcher Reederei das Schiff gehört und unter welcher Flagge es fährt, ging aus der Mitteilung nicht hervor. Berichte über Umweltschäden lägen zunächst nicht vor, hieß es weiter.
US-Präsident Donald Trump kündigte an, die US-Marine werde Schiffe bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus - falls erforderlich - eskortieren. Ob damit ähnliche Angriffe verhindert werden können, ist jedoch fraglich -
14:45 Uhr 04.03.2026
Nach Abschuss von Rakete: Ankara warnt Teheran vor Ausweitung des Iran-Kriegs
Das türkische Außenministerium hatte im Onlinedienst X mitgeteilt, dass sich eine vom Iran aus abgeschossene ballistische Rakete dem türkischen Luftraum genähert habe, nachdem sie den Irak und Syrien überflogen habe. Die Rakete sei von Nato-Abwehrsystemen im östlichen Mittelmeerraum rechtzeitig abgefangen und "neutralisiert" worden. Es habe "weder Opfer noch Verletzte" gegeben. Laut dem Ministerium fiel im Bezirk Dörtyol in der südöstlichen Provinz Hatay ein Trümmerteil eines Abwehrgeschosses herab.
Das türkische Präsidialamt teilte auf X mit, "jede feindselige Handlung" werde im Rahmen des Völkerrechts "angemessen beantwortet" werden. Beratungen mit der Nato und den Verbündeten liefen weiter. Die Türkei teilt mit dem Iran eine rund 500 Kilometer lange Grenze. In dem Nato-Land befindet sich unter anderem der US-Luftwaffenstützpunkt Incirlik. -
10:57 Uhr 04.03.2026
Hochrangiger Berater von Chamenei: Iran wird nicht mit den USA verhandeln
Ein hochrangiger Berater des bei US-israelischen Angriffen getöteten obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei hat Verhandlungen mit den USA ausgeschlossen. Mohammed Mochber sagte am Mittwoch im Staatsfernsehen, dass der Iran „kein Vertrauen in die Amerikaner“ habe und es „keine Basis für jegliche Verhandlungen“ mit den USA gebe. „Wir können den Krieg so lange fortsetzen, wie wir wollen“, fügte er hinzu. (AFP)
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10:37 Uhr 04.03.2026
Streit mit Trump wegen Iran-Krieg: Brüssel sichert Spanien Unterstützung zu
Vor dem Hintergrund des Streits zwischen US-Präsident Donald Trump und dem spanischen Regierungschef Pedro Sánchez wegen des Iran-Kriegs hat die EU-Kommission Spanien ihre Unterstützung zugesichert. Brüssel werde "sicherstellen, dass die Interessen der Europäischen Union gewahrt werden" und stehe in "Solidarität" mit allen Mitgliedstaaten, teilte ein Sprecher am Mittwoch mit. Die Kommission sei "im Rahmen der gemeinsamen Handelspolitik bereit zu handeln".
Trump drohte Spanien am Dienstag wegen seiner fehlenden Unterstützung im Iran-Krieg mit einem kompletten Handelsstopp. Die Linksregierung von Ministerpräsident Sánchez hatte den USA zuvor nicht erlaubt, in Spanien gelegene Luftwaffenstützpunkte für den Krieg gegen den Iran zu nutzen. Spanien sträubte sich auch gegen das neue Nato-Ziel von Verteidigungsausgaben von fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts.Der US-Präsident nutzt immer wieder die Handelspolitik und insbesondere Zölle, um politische Ziele durchzusetzen. Allerdings ist unklar, wie er dem Handel mit Spanien ein Ende bereiten will – die EU ist auf internationaler Bühne ein einziger Handelspartner, Zölle gegen einzelne Mitgliedstaaten sind faktisch kaum umsetzbar. Der Kommissionssprecher betonte am Mittwoch, Trump müsse sich zudem an eine Handelsvereinbarung mit der EU aus dem vergangenen Sommer halten.
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09:49 Uhr 04.03.2026
Israel startet Angriffswelle im Iran - Raketen auf Tel Aviv
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle im Iran gestartet. Es handele sich um Angriffe auf Ziele der iranischen Führung in Teheran, hieß es in einer Mitteilung der Armee. Nach israelischen Angaben war es die bisher zehnte Angriffswelle seit Kriegsbeginn am Samstag.
Die israelische Armee teilte zudem mit, ein israelischer Kampfjet des Typs F-35 (Adir) habe ein iranisches Trainingsflugzeug des Typs Jak-130 im Himmel über Teheran abgeschossen. Dies sei der erste Vorfall dieser Art.
Auch in Israel dauerten derweil iranische Raketenangriffe an. In der Nacht und am Morgen heulten im Großraum Tel Aviv erneut die Warnsirenen. Vor wenigen Stunden sei eine 17. Welle mit mehr als 40 Raketen auf israelisch-amerikanische Ziele gefeuert worden, hieß es in einer vom staatlichen Rundfunk veröffentlichten Erklärung der Revolutionsgarden.
Auch aus dem Libanon flogen in der Nacht erneut Raketen auf den Norden des jüdischen Staates. Die meisten Geschosse seien abgefangen worden, teilte die Armee mit. Nach Angaben von Rettungskräften gab es zunächst keine Verletzten bei den neuen Angriffen auf Israel. Am Vortag waren nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom 45 Menschen bei Raketenangriffen verletzt worden. (dpa)
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09:17 Uhr 04.03.2026
Israels Verteidigungsminister: Jeder Nachfolger Chameneis „zur Tötung freigegeben“
Vier Tage nach der Tötung des obersten Führers des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, hat Israels Verteidigungsminister Israel Katz angekündigt, jeder mögliche Nachfolger Chameneis würde ebenfalls getötet. „Jeder Anführer, der vom iranischen Terrorregime ausgewählt wurde, um den Plan zur Zerstörung Israels weiter anzuführen, die USA, die freie Welt und die Länder in der Region zu bedrohen sowie das iranische Volk zu unterdrücken, wird mit Sicherheit zu einem zur Tötung freigegebenen Ziel, egal wie er heißt oder wo er sich versteckt“, schrieb Katz am Mittwoch im Onlinedienst X.(AFP)
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08:20 Uhr 04.03.2026
Staatsbegräbnis für Chamenei soll am Mittwochabend beginnen
Der Iran wird nach Angaben von Staatsmedien ab Mittwochabend ein dreitägiges Staatsbegräbnis für den bei US-israelischen Luftangriffen getöteten obersten iranischen Führer Ayatollah Ali Chamenei abhalten. Gläubige könnten Chamenei ab 22.00 Uhr (19.30 Uhr MEZ) in der großen Imam-Chomeini-Moschee in Teheran die letzte Ehre erweisen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Irna am Mittwoch unter Berufung auf eine Erklärung des Islamischen Koordinierungsrates für Entwicklung.
Der 86-jährige Chamenei war am Samstag am ersten Tag der US-israelischen Luftangriffe auf den Iran getötet worden. Er hatte das Land seit 1989 geführt. Chamenei soll in seiner Geburtsstadt Maschhad, der zweitgrößten Stadt des Iran, beigesetzt werden. (AFP)
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08:13 Uhr 04.03.2026
Herabfallende Trümmer in Kuwait töten elfjähriges Mädchen
Der Iran greift viele Länder in der Golfregion an, die er als Verbündete der USA sieht. Dabei gerät auch Kuwait immer wieder ins Visier.
In Kuwait ist ein elf Jahre altes Mädchen von herabfallenden Trümmern tödlich verletzt worden. Wiederbelebungsversuche der Rettungskräfte blieben erfolglos: Sie wurde wenig später in einem Krankenhaus in Kuwait-Stadt für tot erklärt, wie das Gesundheitsministerium auf der Plattform X mitteilte.
Die Behörde machte keine genauen Angaben zur Art der Trümmer, die das Mädchen getroffen hatten. Zuletzt kam es aber aufgrund des Abschusses iranischer Drohnen und Raketen durch die Luftabwehr zu mehreren Zwischenfällen mit herabfallenden Trümmern. Am frühen Morgen etwa erklärte das Verteidigungsministerium, die Luftabwehr habe im kuwaitischen Luftraum feindliche Ziele abgeschossen. Dabei habe es aufgrund herabfallender Trümmer Schäden und Verletzte gegeben. Weitere Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt. (dpa) -
08:10 Uhr 04.03.2026
Iran: Mehr als 40 Raketen auf israelische und US-Ziele abgefeuert
Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben mehr als 40 Raketen auf Ziele Israels und der USA abgefeuert. Es handle sich um die 17. Angriffswelle der „Operation Ehrliches Versprechen“, hieß es in einer am Mittwoch im Staatsfernsehen verlesenen Erklärung der Revolutionsgarden, in der keine weiteren Angaben gemacht wurden. Der Angriff sei vor „ein paar Stunden“ erfolgt.
Die USA und Israel hatten am Samstagmorgen massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurde unter anderem der geistlich Führer des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, getötet. Als Reaktion greift der Iran seit Samstag Israel sowie US-Einrichtungen in der Golfregion an. (AFP) -
07:02 Uhr 04.03.2026
Libanon meldet mindestens elf Tote bei israelischen Angriffen
Im Zuge des Iran-Krieges hat Israel weitere Ziele der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen. Bei den Angriffen wurden in der Nacht zum Mittwoch nach libanesischen Angaben mindestens elf Menschen getötet, die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete vier weitere Tote bei einem Angriff im Ostlibanon. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten derweil, sie hätten die „vollständige Kontrolle“ über die Straße von Hormus. Die US-Armee gab bekannt, bislang fast 2000 Ziele im Iran getroffen zu haben.
Dem libanesischen Gesundheitsministerium zufolge griff die israelische Armee die zwei Dörfer Aramoun und Saadijat südlich der libanesischen Hauptstadt Beirut an und tötete dabei sechs Menschen. Acht weitere Menschen seien verletzt worden. NNA meldete zudem einen israelischen Angriff auf ein vierstöckiges Gebäude in einem Wohnviertel in der Stadt Baalbek im Osten des Landes. Dabei seien fünf Menschen getötet und 15 weitere verletzt worden. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten dauerten an. Drei Menschen würden noch vermisst. (AFP) -
21:39 Uhr 03.03.2026
Frankreich entsendet Flugzeugträger ins Mittelmeer
Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs verlegt Frankreich seinen Flugzeugträger Charles de Gaulle ins Mittelmeer. „Angesichts dieser instabilen Lage und der Ungewissheit der kommenden Tage habe ich dem Flugzeugträger Charles de Gaulle, seinen Luftstreitkräften und seiner Fregattenbegleitung den Befehl gegeben, Kurs auf das Mittelmeer zu nehmen“, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Dienstag in einer Fernsehansprache.
Zudem sollen zusätzliche Rafale-Kampfjets, Luftabwehrsysteme und luftgestützte Radarsysteme in die vom Iran-Krieg betroffenen verbündeten Länder verlegt werden, kündigte Macron an. Er verwies auf die Verteidigungsabkommen Frankreichs mit Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie auf die Verpflichtungen gegenüber dem Irak und Jordanien. „Wir haben in legitimer Verteidigung seit den ersten Stunden des Konflikts Drohnen abgeschossen, um den Luftraum unserer Verbündeten zu schützen“, sagte Macron, ohne Einzelheiten zu nennen.
Zwei französische Militärstützpunkte in der Region seien von „begrenzten Angriffen“ getroffen worden, die Sachschäden verursacht hätten. (AFP)
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21:36 Uhr 03.03.2026
Israelische Armee: Unterirdische iranische Atomanlage angegriffen
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine unterirdische Atomanlage im Iran angegriffen. Der israelische Militärgeheimdienst habe die Aktivitäten der Wissenschaftler weiter verfolgt und ihren neuen Standort lokalisiert, „sodass ein präziser Angriff auf die geheime unterirdische Anlage möglich war“, erklärte die israelische Armee am Dienstag. Sie veröffentlichte eine Karte, auf der die Anlage am westlichen Stadtrand von Teheran zu sehen ist.
An dem Standort habe „eine Gruppe von Atomwissenschaftlern heimlich an der Entwicklung einer Schlüsselkomponente für Atomwaffen“ gearbeitet, hieß es weiter. Die Wissenschaftler hätten an dem unterirdischen Standort gearbeitet, nachdem Israel im Juni vergangenen Jahres im Zwölftagekrieg mehrere iranische Atomanlagen angegriffen hatte. (AFP) -
21:13 Uhr 03.03.2026
Merz trifft Trump
Kanzler Friedrich Merz trifft US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus – kurz nach Beginn des Iran-Kriegs. Trump lobt Merz, spricht von militärischen Erfolgen und fordert die Ausschaltung des iranischen Militärs. Merz drängt auf ein schnelles Kriegsende und warnt vor wirtschaftlichen Folgen. Berlin unterstützt die US-Linie politisch, will sich aber nicht militärisch beteiligen – außer bei einem Angriff auf deutsche Soldaten.
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21:01 Uhr 03.03.2026
Chamenei soll in heiliger Stadt Maschhad beigesetzt werden
Der bei den US-israelischen Luftangriffen getötete iranische Führer Ayatollah Ali Chamenei soll in seiner Geburtsstadt Maschhad beigesetzt werden. Das berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Fars am Dienstag. Ein Datum für die Beisetzung in der heiligen Stadt wurde nicht genannt.
Die ostiranische Pilgerstadt Maschhad ist die zweitgrößte Stadt des Iran. Dort wurde Ali Chamenei 1939 als Sohn eines Geistlichen geboren. Sein Vater ist dort im Imam-Resa-Schrein begraben.
Der 86-jährige Chamenei war am Samstag, am ersten Tag der US-israelischen Luftangriffe auf den Iran, getötet worden. Er hatte das Land seit 1989 geführt. (AFP)
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19:44 Uhr 03.03.2026
Madrid verweigert USA Unterstützung im Iran-Krieg
Spanien verweigert den Vereinigten Staaten die Nutzung der auf spanischem Territorium liegenden Militärstützpunkte für die Angriffe gegen den Iran – und verschärft damit seinen ohnehin kritischen Kurs innerhalb Europas.
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18:36 Uhr 03.03.2026
Trump zu Nachfolge in Iran: „Viele, die wir im Sinn hatten, sind tot“
US-Präsident Donald Trump zufolge haben die USA derzeit keinen konkreten Plan für die politische Nachfolge im Iran. „Viele der Leute, die wir im Auge hatten, sind tot“, sagte Trump beim Empfang von Bundeskanzler Friedrich Merz im Weißen Haus.
Reza Pahlavi, Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, der sich als Übergangsführer des Irans ins Spiel gebracht hat, sprach Trump keine direkte Unterstützung aus: „Ich habe gesagt, er macht einen sehr netten Eindruck, aber mir scheint, jemand aus den eigenen Reihen, der gerade beliebt ist – falls es so jemanden überhaupt gibt –, wäre besser.“
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17:24 Uhr 03.03.2026
EU-Kommission hilft Mitgliedstaaten bei Evakuierungen aus Nahost
Die Europäische Union hat damit begonnen, mehreren Mitgliedstaaten bei der Evakuierung ihrer Bürger aus dem Nahen Osten zu helfen. Italien, die Slowakei und Österreich hätten den Katastrophenschutzmechanismus der EU aktiviert, teilte die EU-Kommissarin für Krisenmanagement, Hadja Lahbib, der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag mit. Die EU kann so einen Teil der Rückholungsmaßnahmen finanzieren.
Wegen Luftraumsperrungen infolge des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran sitzen zehntausende Reisende in der Region fest. Von Samstag bis Montag waren wegen des Iran-Kriegs in der Region fast 13.000 Flüge gestrichen worden.
Italien meldete bereits am Montag, es habe mit der Evakuierung hunderter seiner Staatsbürger begonnen. (AFP) -
17:21 Uhr 03.03.2026
Berichte: USA und Israel greifen Flughafen in Teheran an
Israel und die USA haben laut iranischen Medienberichten einen der beiden Hauptstadtflughäfen in Teheran attackiert. Die „amerikanisch-zionistischen Terroristen“ hätten die Umgebung des Flughafens Mehrabad im Westen der Stadt angegriffen, schrieb die Nachrichtenagentur Mehr am Dienstag und veröffentlichte Bilder einer grauen Rauchwolke, die offenbar hinter einer Landebahn aufstieg.
Zuvor hatten zahlreiche Explosionen Teheran erschüttert. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten von Detonationen im Osten und im Südosten der Stadt. Rauchwolken stiegen auf. (AFP)
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16:11 Uhr 03.03.2026
Frieden: „Der Konflikt betrifft uns – direkt und indirekt“
Premierminister Luc Frieden (CSV) hat am Dienstagnachmittag in der Abgeordnetenkammer eine Regierungserklärung zur Lage im Nahen Osten abgegeben. „Die Situation ist ernst und es stellen sich viele Fragen“, sagte Frieden. „War der diplomatische Weg wirklich am Ende?“.
Europa sei weder über den Grund, noch über den Zeitpunkt des Angriffs informiert gewesen. Frieden dementierte daher auch die eine Beteiligung des Großherzogtums oder Europas. Diese Umstände hätten internationale Dimensionen angenommen, sodass laut Frieden alle EU-Länder gemeinsam eine Position einnehmen sollten. -
15:46 Uhr 03.03.2026
Neue Angriffswelle Israels in Teheran
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine großangelegte Angriffsserie in der iranischen Hauptstadt Teheran begonnen. Ziel der Luftangriffe sei Infrastruktur der iranischen Führung, hieß es in einer Mitteilung der Armee. Einwohner der Stadt berichteten von heftigen Explosionen.
Ein Sprecher der israelischen Armee veröffentlichte außerdem auf der Plattform X auf Persisch „dringende Warnungen“ an Menschen im Iran. Dies betreffe das Hakimieh-Industriegebiet im Osten der Hauptstadt und den Pajam-Flughafen bei Karadsch, einem Vorort Teherans.
In den kommenden Stunden werde die Armee in dem Gebiet militärische Infrastruktur der iranischen Führung angreifen, wie sie es in den vergangenen Tagen in ganz Teheran getan habe. Zivilisten seien aufgerufen, zu ihrer eigenen Sicherheit auf einer Karte markierte Gebiete unverzüglich zu verlassen.
Allerdings dürfte die Warnung kaum Menschen erreichen, da die Behörden das Internet im Iran nach Beginn der israelisch-amerikanischen Luftangriffe am Samstag gesperrt haben.
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15:37 Uhr 03.03.2026
Bettel: Hunderte Luxemburger in der Konfliktregion
Luxemburg plant die Evakuierung von über 300 Staatsbürgern aus der Konfliktregion am Persischen Golf. Außenminister Xavier Bettel kündigt mögliche Flüge ab Mittwoch oder Donnerstag an – trotz gesperrtem Luftraum und komplexer Sicherheitslage in den Emiraten und Nachbarstaaten. (Red.)
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15:24 Uhr 03.03.2026
Iranische Medien: Gebäude des iranischen Expertenrats bei Angriff getroffen
Bei neuen US-israelischen Luftangriffen ist nach Angaben iranischer Medien das Gebäude des Expertenrats getroffen worden, der einen Nachfolger des getöteten obersten Führers Ayatollah Ali Chamenei wählen soll. Die „amerikanisch-zionistischen Verbrecher“ hätten das Expertenrats-Gebäude in der südlich von Teheran gelegenen Stadt Ghom angegriffen, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim am Dienstag. Örtliche Medien zeigten Aufnahmen des schwer beschädigten Gebäudes. (AFP)
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13:15 Uhr 03.03.2026
UN: Angriff auf Schule im Iran könnte Kriegsverbrechen sein
Die UN mahnen Aufklärung nach dem Angriff auf eine Mädchenschule im Iran an. Was genau ist in Minab passiert?
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. In Minab nahmen unterdessen Tausende an der Beerdigung zahlreicher Kinder teil.„Die Verantwortung für die Untersuchung des Angriffs liegt bei den Streitkräften, die ihn durchgeführt haben“, teilte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte in Genf mit. „Wir fordern sie auf, die Ergebnisse zu veröffentlichen und dafür zu sorgen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden und die Opfer Entschädigung erhalten.“
Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben am Samstagmorgen mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt. Sie wollten die Berichte ebenso wie die Amerikaner prüfen. (dpa) -
13:08 Uhr 03.03.2026
Angriffe auf Flughafen von Katars Hauptstadt Doha abgewehrt
In Katar sind am vierten Tag des Iran-Krieges Angriffe auf den internationalen Flughafen von Doha abgewehrt worden. Ein Sprecher des katarischen Außenministeriums sprach am Dienstag vor Journalisten von „mehreren Angriffsversuchen“ auf den Flughafen Hamad International. Alle seien vereitelt worden.
Der Sprecher fügte an, dass Katar seit Beginn der Angriffe auf sein Land nicht mehr im Kontakt mit dem Iran stehe. Das Golfemirat hatte sich am Wochenende einer Erklärung mehrerer Golfstaaten angeschlossen, in denen sie die Angriffe des Iran als „verräterisch“ bezeichnet und sich eine Antwort auf die „Aggression“ vorbehalten hatten. (AFP) -
11:29 Uhr 03.03.2026
Israelische Armee: Präsidialamt und Gebäude von Sicherheitsrat in Teheran getroffen
Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge bei Luftangriffen im Rahmen des US-israelischen Krieges gegen den Iran das Präsidialamt sowie das Gebäude des Nationalen Sicherheitsrats in Teheran getroffen. In der Nacht zum Dienstag habe die israelische Luftwaffe „Einrichtungen des Führungskomplexes des iranischen Terrorregimes angegriffen und zerstört“ und dabei das „Präsidialamt sowie das Gebäude des Nationalen Sicherheitsrats“ bombardiert, erklärte die Armee.
Bei dem Angriff auf das Präsidialamt sowie das Gebäude unter Leitung von Sicherheitsratschef Ali Laridschani sei „zahlreiche Munition“ abgefeuert worden, fügte die israelische Armee hinzu. (AFP) -
11:26 Uhr 03.03.2026
Erstes Flugzeug von Dubai unterwegs nach Frankfurt
Ein erstes Flugzeug der emiratischen Airline Emirates ist nach den zahlreichen Flugausfällen wegen des Iran-Krieges nun von Dubai nach Frankfurt am Main unterwegs. (dpa)
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10:39 Uhr 03.03.2026
Roter Halbmond: Fast 800 Tote im Iran
Im Iran sind bei den israelisch-amerikanischen Angriffen nach Angaben des örtlichen Roten Halbmonds mindestens 787 Menschen ums Leben gekommen. Die Hilfsorganisation berichtete auf Telegram von Attacken in 153 Städten. Mehr als 3.600 Mitarbeiter der Rettungsdienste seien landesweit im Einsatz. An vielen Orten werden demnach Such- und Bergungsarbeiten fortgesetzt.
Die in Norwegen ansässige Menschenrechtsorganisation Hengaw sprach am Montag sogar von mehr als 1.500 Todesopfern. Rund 1.300 der Toten seien Mitglieder der Streitkräfte, etwa 200 Zivilisten. Die Aktivisten stützen sich bei ihrer Arbeit auf ein Netzwerk von Kontakten im Land. (dpa)
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10:17 Uhr 03.03.2026
Amazon-Rechenzentren in Golfregion durch direkte Drohnentreffer beschädigt
Im Zuge der militärischen Eskalation in der Golfregion sind in den Vereinigten Arabischen Emiraten Rechenzentren des US-Technologieriesen Amazon beschädigt worden. Zwei Rechenzentren seien „direkt von Drohnen getroffen“ worden, teilte das Unternehmen am Montagabend (Ortszeit) mit. In Bahrain sei zudem eine weitere Einrichtung des Konzerns durch einen „Drohnenangriff in unmittelbarer Nähe“ beschädigt worden.
Die Angriffe hätten „strukturelle Schäden verursacht, die Stromversorgung unserer Infrastruktur unterbrochen und in einigen Fällen Brandbekämpfungsmaßnahmen erforderlich gemacht, die zu zusätzlichen Wasserschäden geführt haben“, erklärte Amazon weiter. Angaben dazu, ob Mitarbeiter bei den Drohnenangriffen verletzt wurden, machte Amazon nicht, wies aber darauf hin, dass das Unternehmen eng mit den lokalen Behörden zusammenarbeite und „der Sicherheit unserer Mitarbeiter während der gesamten Wiederherstellungsmaßnahmen Priorität“ einräume. -
09:53 Uhr 03.03.2026
Israel schickt weitere Soldaten in den Südlibanon
Israels Armee verstärkt ihre Präsenz im Südlibanon. Als Bodenoffensive will das Militär das nicht verstanden wissen und spricht von einer „taktischen Maßnahme“.
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge weitere Bodentruppen in den Südlibanon geschickt. „Ich möchte betonen, dass es sich hierbei nicht um ein Manöver, eine Bodenoffensive oder Ähnliches handelt. Es ist eine taktische Maßnahme, um Angriffe der Hisbollah zu verhindern“, sagte Militärsprecher Nadav Schoschani. „Es besteht die reale Möglichkeit, dass sie ihre Einsätze gegen uns ausweiten.“ Wie viele Soldaten Israel im Nachbarland in der Nähe zur israelischen Grenze positioniert hat, wollte der Sprecher nicht sagen.
Israels Armee war bislang an fünf Posten im Südlibanon stationiert. Nun sind sie den Angaben nach an weiteren Punkten in der Nähe der israelischen Grenze. „Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und ich haben die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) ermächtigt, weitere strategische Positionen im Libanon einzunehmen und zu sichern, um Angriffe auf israelische Grenzgemeinden zu verhindern“ , teilte Israels Verteidigungsminister Israel Katz mit.
Schoschani betonte, es handele sich um Aussichtspunkte, von denen aus israelische Ortschaften überblickt werden könnten. Die Hisbollah könnte von dort aus Wohngebiete direkt beschießen oder gar in diese eindringen, warnte der Militärsprecher. „Und deshalb stationieren wir unsere Truppen dort, um sicherzustellen, dass sie dazu keine Möglichkeit haben.“ (dpa) -
09:35 Uhr 03.03.2026
China fordert Gewährleistung der Sicherheit in Straße von Hormus
China hat von allen am Iran-Krieg beteiligten Parteien gefordert, die Sicherheit in der für den weltweiten Handel wichtigen Straße von Hormus zu gewährleisten. Peking fordere alle Parteien „nachdrücklich“ dazu auf, „ihre Militäroperationen unverzüglich einzustellen, eine weitere Eskalation der Spannungen zu vermeiden, die Sicherheit der Schifffahrtswege in der Straße von Hormus zu gewährleisten und größere Auswirkungen auf die Weltwirtschaft zu verhindern“, erklärte Außenamtssprecherin Mao Ning am Dienstag. (AFP)
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07:47 Uhr 03.03.2026
Israel meldet zeitgleiche Luftangriffe auf Ziele in Teheran und Beirut
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben am frühen Dienstagmorgen zeitgleiche Luftangriffe auf Ziele in Beirut und Teheran geflogen. Die israelische Luftwaffe habe „gezielte Angriffe auf militärische Ziele des iranischen Terrorregimes und der Terrororganisation Hisbollah begonnen“, erklärten die israelischen Streitkräfte unter Bezug auf die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon. Videoaufnahmen der Nachrichtenagentur AFP zeigten eine große Rauchwolke, die über der libanesischen Hauptstadt Beirut aufstieg.
In der Nacht zum Dienstag hatte das israelische Militär erklärt, den Sitz des iranischen Staatsrundfunks Irib im Norden der iranischen Hauptstadt Teheran „angegriffen und zerstört“ zu haben. Kurz zuvor hatte das israelische Militär zur Evakuierung des Gebietes aufgerufen.
Die USA und Israel hatten am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA greift der Iran seit Samstag Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Golfregion an. (AFP) -
07:14 Uhr 03.03.2026
US-Botschaft in Riad mit Drohnen angegriffen – Trump kündigt baldige Antwort an
Die US-Botschaft in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad ist nach Angaben des saudi-arabischen Verteidigungsministeriums mit zwei Drohnen angegriffen worden. Bei dem Angriff sei ein begrenztes Feuer ausgebrochen und ein geringer Sachschaden verursacht worden, erklärte ein Sprecher des saudi-arabischen Verteidigungsministeriums am Dienstagmorgen. Die US-Botschaft bestätigte den Angriff. US-Präsident Donald Trump kündigte an, die US-Armee werde „bald“ Vergeltungsmaßnahmen wegen des Angriffs auf die US-Botschaft ergreifen.
„Meiden Sie die Botschaft bis auf Weiteres aufgrund eines Angriffs auf das Gebäude“, erklärte die US-Botschaft in Riad. Diese bleibe am Dienstag geschlossen. Die Botschaft rief US-Bürger in Riad, Dschidda und Dharan dazu auf, in geschlossenen Räumen zu verbleiben. (AFP) -
06:42 Uhr 03.03.2026
USA: Weitere militärische Infrastruktur im Iran zerstört
Die US-Streitkräfte haben bei anhaltenden Angriffen im Iran eigenen Angaben nach weitere militärische Infrastruktur ins Visier genommen. Zerstört worden seien Kommando- und Kontrollzentren der iranischen Revolutionsgarden, iranische Luftabwehrkapazitäten, Raketen- und Drohnenabschussbasen sowie Militärflugplätze, wie das für die Region zuständige US-Kommando im Nahen Osten (Centcom) auf X mitteilte. „Wir werden weiterhin entschlossen gegen unmittelbare Bedrohungen durch das iranische Regime vorgehen“, hieß es. (dpa)
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21:57 Uhr 02.03.2026
Ein Toter in Kuwait
Am dritten Tag der iranischen Angriffe in der Golfregion ist in Kuwait ein Angehöriger der Marine getötet worden. „Der Generalstab der Armee trauert um (...) Sergeant Walid Madschid Sulaiman“, hieß es am Montag in einer Erklärung der kuwaitischen Armee. Der Armee-Angehörige wurde demnach im Dienst getötet. Nähere Angaben zu den Umständen seines Todes wurden zunächst nicht gemacht.
Kuwait wurde am Montag schwer von iranischen Geschossen getroffen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden mindestens 19 Menschen verletzt. Eine Sprecherin des Energieministeriums erklärte, ein Treibstoffcontainer sei nach einem Drohnenangriff von Trümmerteilen getroffen worden. Auch aus der Raffinerie Mina al-Ahmadi, einer der größten des Landes, wurden Granateinschläge gemeldet. -
21:52 Uhr 02.03.2026
US-Militär: Iran hat keine Schiffe mehr im Golf von Oman
Die iranische Führung hat nach Angaben des US-Militärs keine Schiffe mehr im Golf von Oman. Vor zwei Tagen seien es noch elf Schiffe gewesen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando im Nahen Osten (Centcom) auf X mit. „Das iranische Regime hat jahrzehntelang die internationale Schifffahrt im Golf von Oman schikaniert und angegriffen. Diese Zeiten sind vorbei.“ US-Streitkräfte würden die Freiheit der Seeschifffahrt weiterhin verteidigen.
Die Straße von Hormus verbindet den Golf von Oman mit dem Persischen Golf. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Öl-Handelsrouten der Welt.
US-Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth haben die Zerstörung der iranischen Marine als eines ihrer Kriegsziele benannt. (dpa)
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21:50 Uhr 02.03.2026
Iran im digitalen Dunkel: Netblocks warnt vor Folgen
Die Organisation Netblocks warnt vor schweren Folgen der aktuellen Internetblockade im Iran. In einer Erklärung auf X heißt es, Menschen seien von der Welt abgeschnitten. Sie hätten keinen Zugang zu Informationen, die für ihre Sicherheit notwendig seien, heißt es mit Blick auf die israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran. Außerdem könnten sie bei einer Eskalation kaum Kontakt mit ihren Angehörigen im Ausland aufnehmen.
Laut Netblocks gibt es im Iran seit mehr als 60 Stunden einen fast vollständigen Internetausfall. Die Behörden sperrten den Zugang am Samstag nach Beginn der israelisch-amerikanischen Luftangriffe auf das Land. (dpa)
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21:09 Uhr 02.03.2026
Golfstaaten verurteilen iranische Angriffe als völkerrechtswidrig - Putin will vermitteln
Mehrere Golfstaaten haben die Welle von Vergeltungsangriffen des Iran im Nahen Osten als völkerrechtswidrig verurteilt. Die iranischen Angriffe seien eine „äußerst schwerwiegende“ Verletzung des internationalen Rechts, erklärten die sechs Länder des Golf-Kooperationsrats Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Jordanien am Montag beim UN-Menschenrechtsrat in Genf. Die Angriffe Teherans bedrohten die regionale Stabilität.
Im Gespräch mit seinem emiratischen Kollegen Scheich Mohammed bin Sajed al-Nahjan bot Putin demnach unter anderem an, die Bedenken Abu Dhabis hinsichtlich iranischer Vergeltungsschläge an Teheran weiterzuleiten. Zudem wolle er zur Stabilisierung der Lage in der Region beitragen. (AFP) -
19:07 Uhr 02.03.2026
Iranische Revolutionsgarden: Öltanker in der Straße von Hormus angegriffen
Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben einen Öltanker mit mutmaßlichen Verbindungen zu den USA in der Straße von Hormus angegriffen. „Der Tanker ‚Athe Nova‘, einer von amerikanischen Verbündeten in der Straße von Hormus, brennt weiterhin, nachdem er von zwei Drohnen getroffen wurde“, erklärten die Revolutionsgarden am Montag.
Die iranischen Revolutionsgarden hatten am Samstag nach dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran die Sperrung der Meerenge verkündet, die als Nadelöhr für den globalen Container- und Tankerverkehr gilt. (AFP) -
19:05 Uhr 02.03.2026
Trump: US-Militäreinsatz gegen den Iran kommt schneller voran als geplant
Die USA kommen mit ihrem Militäreinsatz gegen den Iran nach den Worten von Präsident Donald Trump schneller voran als geplant. „Wir sind unseren Zeitprognosen bereits erheblich voraus“, sagte Trump am Montag. Zugleich betonte er, dass die US-Streitkräfte „weitaus länger“ im Einsatz bleiben könnten als die ursprünglich geplanten „vier bis fünf Wochen“.
Mit der Entscheidung zum Angriff gegen den Iran habe er die beste Möglichkeit genutzt, sagte der US-Präsident. „Dies war unsere letzte und beste Chance zuzuschlagen, was wir gerade tun, und die unerträglichen Bedrohungen durch dieses kranke und finstere Regime zu beseitigen“, sagte Trump. (AFP) -
18:59 Uhr 02.03.2026
Palästinenser-Miliz meldet Tötung ihres Libanon-Kommandeurs bei israelischem Angriff
Bei israelischen Angriffen im Süden von Beirut ist nach Angaben der militanten Palästinensergruppe Islamischer Dschihad ihr Libanon-Kommandeur getötet worden. Wie der bewaffnete Arm der Miliz, die al-Kuds-Brigaden, am Montag mitteilte, wurde ihr Chef im Libanon, Adham Adnan al-Othman, am frühen Montagmorgen Ziel eines israelischen Angriffs. Der Islamische Dschihad ist mit der pro-iranischen Hisbollah und mit der islamistischen Hamas im Gazastreifen verbündet.
Am Montagabend waren in Libanons Hauptstadt laute Explosionen zu hören, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Libanesische Staatsmedien meldeten neue Angriffe auf die als Hisbollah-Hochburgen geltenden südlichen Vororte Beiruts. Die israelische Armee erklärte, sie habe 70 Hisbollah-Ziele getroffen. (AFP) -
17:50 Uhr 02.03.2026
Flugverkehr in Dubai soll wieder anlaufen
Zahlreiche Passagiere sind im Zuge der Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran in den Golfstaaten gestrandet. Die ersten sollen bald ausfliegen können.
Nach zahlreichen Stornierungen aufgrund des Iran-Krieges bieten die Vereinigten Arabischen Emirate nun Sonderflüge für gestrandete Passagiere an. Die Zivilluftfahrtbehörde forderte in einer Erklärung betroffene Passagiere auf, auf eine Benachrichtigung über ihre neue Abflugzeit zu warten.
Die emiratische Fluggesellschaft Emirates gab an, ab Montagabend wieder eine begrenzte Zahl von Flügen aufzunehmen. Wie das Unternehmen erklärte, würden zunächst Passagiere mit bereits bestehenden Buchungen bevorzugt berücksichtigt. Kundinnen und Kunden, die auf einen der eingeschränkt angebotenen Flüge umgebucht worden seien, würden direkt von der Airline informiert. -
15:49 Uhr 02.03.2026
Iranische Drohne trifft britischen Stützpunkt auf Zypern - Evakuierungen angeordnet
Der Iran-Krieg hat Europa erreicht: Nach dem Einschlag einer iranischen Drohne in einem britischen Luftwaffenstützpunkt auf Zypern ordnete die dortige Regierung Evakuierungen an. Für die Gemeinde Akrotiri in der Umgebung der gleichnamigen Militärbasis und für den Flughafen Paphos seien Evakuierungsanweisungen ausgegeben worden, erklärte am Montag das zyprische Innenministerium. Griechenland kündigte die Entsendung von zwei Kriegsschiffen und zwei Kampfjets nach Zypern an, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sicherte dem Mitgliedstaat Solidarität zu. (AFP)
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15:13 Uhr 02.03.2026
US-Generalstabschef Caine: USA haben Luftraum über dem Iran unter Kontrolle
Die USA haben nach Angaben von Generalstabschef Dan Caine den iranischen Luftraum unter ihre Kontrolle gebracht. „Diese Luftherrschaft wird nicht nur den Schutz unserer Kräfte verbessern, sondern es ihnen auch ermöglichen, die Operationen über dem Iran fortzusetzen“, sagte Caine am Montag in einer Pressekonferenz mit Pentagonchef Pete Hegseth.
Hegseth verneinte die Frage, ob derzeit US-Bodentruppen im Einsatz seien, er schloss eine solche Entsendung aber nicht grundsätzlich aus. US-Präsident Donald Trump sorge dafür, „dass unsere Feinde verstehen, dass wir so weit gehen, wie wir es müssen“, sagte der Pentagonchef. „Man muss dort nicht 200.000 Leute hinschicken und 20 Jahre bleiben“, betonte Hegseth unter Anspielung auf den Afghanistan-Krieg. Die USA könnten militärische Ziele erreichen, „ohne sich dabei töricht zu verhalten“. (AFP) -
14:05 Uhr 02.03.2026
Israels Verteidigungsminister: Iranisches Volk soll Regierung stürzen
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz setzt auf einen Umsturz der Führung im Iran durch die Bevölkerung. Es sei das angestrebte Ergebnis, „dass das iranische Volk in der Lage sein wird, dieses Regime für sich selbst zu beseitigen, und damit auch für uns, für die gesamte Region und für die ganze Welt“, sagte er nach Angaben seines Büros bei einer Lagebeurteilung mit hochrangigen Vertretern des Sicherheitsapparats.
Zuvor hatte bereits Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Bevölkerung im Iran zum Sturz der politischen Führung in Teheran aufgerufen.
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13:42 Uhr 02.03.2026
Gaspreis in Europa legt in Folge der Iran-Angriffe deutlich zu
Der Gaspreis in Europa hat in Folge der Militärangriffe Israels und der USA gegen den Iran deutlich zugelegt: Der als Referenzwert betrachtete niederländische TTF-Gaskontrakt kletterte am Montagmorgen um 22 Prozent und notierte bei 38,885 Euro pro Megawattstunde. Der Wert lag allerdings noch unter dem Preis vom Januar, der inmitten einer Kältewelle deutlich angestiegen war.
Die Aktienkurse an wichtigen Börsen in Europa am Montagmorgen zu Handelsbeginn um gut zwei Prozent gefallen. Der Deutsche Aktienindex (Dax) gab um 2,29 Prozent nach. An der Börse in Paris fielen die Kurse um 2,36 Prozent. In London lag der Index FTSE dagegen zunächst nur 0,93 Prozent im Minus.
Die Kurse von Energiefirmen dagegen stiegen - der Konflikt in Nahost hat den Ölpreis bereits deutlich nach oben getrieben.Es war erwartet worden, dass neben dem Ölpreis in Folge des Konflikts in der Region auch der Gaspreis deutlich zulegt. Der Iran kontrolliert die für die Schifffahrt wichtige Straße von Hormus, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer und dem Indischen Ozean verbindet. Ein Fünftel der weltweiten Ölproduktion wird täglich über diese Handelsroute transportiert - auch ein Fünftel des weltweiten Handels mit verflüssigtem Erdgas (LNG) wird über Hormus abgewickelt. Der Brennstoff stammt hauptsächlich aus Katar. (AFP)
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13:13 Uhr 02.03.2026
US-Jets „versehentlich“ von kuwaitischer Luftabwehr abgeschossen
Im Zuge des Iran-Kriegs sind im Golfstaat Kuwait drei US-Kampfjets nach Armeeangaben „versehentlich“ von der kuwaitischen Luftabwehr abgeschossen worden. Die Mehrzweckkampfflugzeuge vom Typ F-15E Strike Eagle seien in der Nacht zum Montag „während aktiver Kampfhandlungen – darunter Angriffe durch iranische Flugzeuge, ballistische Raketen und Drohnen – versehentlich von der kuwaitischen Luftabwehr abgeschossen worden“, erklärte das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom am Montag.
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11:27 Uhr 02.03.2026
Roter Halbmond: Mehr als 550 Tote bei Angriffen im Iran
Bei den Angriffen Israels und der USA sind im Iran nach Angaben des Roten Halbmonds mindestens 555 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100.000 Rettungskräfte seien landesweit im Einsatz, hieß es in einer Mitteilung der humanitären Organisation im Iran. Mehr als 130 Landkreise seien vom Krieg betroffen.
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10:48 Uhr 02.03.2026
Saudi-Arabien: Anlage von Öl-Konzern Aramco angegriffen
In Saudi-Arabien ist eine Anlage des staatlichen Ölkonzerns Aramco mit mutmaßlich iranischen Drohnen angegriffen worden. Zwei Drohnen hätten die Ölraffinerie in Ras Tanura im Osten des Landes attackiert, teilte ein Sprecher des saudischen Verteidigungsministeriums mit. Die Drohnen seien abgefangen und zerstört worden. Durch herabfallende Trümmerteile sei an der Anlage ein Feuer ausgebrochen, Opfer habe es dabei aber nicht gegeben. Einige Trümmerteile seien auch in Wohngegenden heruntergekommen.
Der von Saudi-Arabien finanzierte Nachrichtenkanal Al-Arabija berichtete unter Berufung auf das Energieministerium, einige Teile der Anlage seien vorübergehend geschlossen worden. Kurz darauf berichtete der Kanal aber unter Berufung auf das Ministerium, die Ölproduktion und der Betrieb in Ras Tanura laufe normal weiter.
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10:48 Uhr 02.03.2026
Saudi-Arabien: Anlage von Öl-Konzern Aramco angegriffen
In Saudi-Arabien ist eine Anlage des staatlichen Ölkonzerns Aramco mit mutmaßlich iranischen Drohnen angegriffen worden. Zwei Drohnen hätten die Ölraffinerie in Ras Tanura im Osten des Landes attackiert, teilte ein Sprecher des saudischen Verteidigungsministeriums mit. Die Drohnen seien abgefangen und zerstört worden. Durch herabfallende Trümmerteile sei an der Anlage ein Feuer ausgebrochen, Opfer habe es dabei aber nicht gegeben. Einige Trümmerteile seien auch in Wohngegenden heruntergekommen.
Der von Saudi-Arabien finanzierte Nachrichtenkanal Al-Arabija berichtete unter Berufung auf das Energieministerium, einige Teile der Anlage seien vorübergehend geschlossen worden. Kurz darauf berichtete der Kanal aber unter Berufung auf das Ministerium, die Ölproduktion und der Betrieb in Ras Tanura laufe normal weiter.
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10:39 Uhr 02.03.2026
Israel beginnt weitere Angriffswelle im Libanon
Das israelische Militär hat eine neue Angriffswelle im Libanon begonnen. Ziel seien Stellungen der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz, teilte die Armee am Morgen mit. Dazu gehörten Waffenlager sowie weitere Infrastruktur der Schiiten-Miliz in mehreren Gebieten des nördlichen Nachbarlandes. Die Hisbollah hatte in der Nacht mehrere Raketen auf Israel abgefeuert. Eine wurde laut Israels Militär abgefangen, mehrere weitere Geschosse seien auf offenem Gelände niedergegangen.
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09:49 Uhr 02.03.2026
Roter Halbmond: Mehr als 550 Tote bei Angriffen im Iran
Bei den Angriffen Israels und der USA sind im Iran nach Angaben des Roten Halbmonds mindestens 555 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100.000 Rettungskräfte seien landesweit im Einsatz, hieß es in einer Mitteilung der humanitären Organisation im Iran. Mehr als 130 Landkreise seien vom Krieg betroffen.
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09:02 Uhr 02.03.2026
Kuwait: Mehrere US-Militärjets abgestürzt - Crews überleben
Im Golfstaat Kuwait sind nach dortigen offiziellen Angaben mehrere US-Militärflugzeuge abgestürzt. Die Besatzungen hätten überlebt, teilte ein Sprecher des kuwaitischen Verteidigungsministeriums mit. Zu den Absturzursachen machte der Sprecher keine Angaben.
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08:49 Uhr 02.03.2026
Iran gibt erneute Angriffswelle auf Israel bekannt - Explosionen in Jerusalem
Der Iran hat am Montag nach eigenen Angaben eine erneute Angriffswelle auf Israel gestartet. Ins Visier genommen worden seien die Mittelmeermetropole Tel Aviv, die Hafenstadt Haifa und Ost-Jerusalem, erklärten die iranischen Revolutionsgarden in einer vom Staatsfernsehen verbreiteten Mitteilung. Aus Jerusalem und Tel Aviv berichteten AFP-Journalisten am Montagmorgen von mehreren Explosionen, in Jerusalem wurde binnen 40 Minuten zweimal Luftalarm ausgelöst.
Die israelische Armee erklärte, sie habe „mehrere aus dem Iran abgefeuerte Raketen“ festgestellt, die Luftabwehr sei aktiviert worden.
Israel und die USA hatten am Samstagmorgen massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurde Chamenei getötet. Als Reaktion greift der Iran seit Samstag Israel sowie US-Militäreinrichtungen in der Golfregion an. Dabei wurden nach Angaben der Bundeswehr unter anderem auch Bundeswehr-Stützpunkte im Irak und in Jordanien beschossen. (AFP) -
08:24 Uhr 02.03.2026
Mutmaßlicher Drohnenangriff auf Militärstützpunkt im EU-Staat Zypern
Der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri im EU-Land Zypern ist in der Nacht zum Montag mutmaßlich von einer Drohne getroffen worden. Es handelte sich um ein unbemanntes Fluggerät vom Typ „Shahed“, teilte der zyprische Präsident Nikos Christodoulidis im zyprischen Fernsehen mit. Das britische Verteidigungsministerium in London bestätigte den Vorfall. Verletzt wurde nach Angaben des Präsidenten niemand. Unklar war zunächst, wer die Drohne abgefeuert hat.
Das Vereinigte Königreich beteiligt sich nach eigenen Angaben im Nahen Osten an einem defensiven Militäreinsatz gegen den Iran. Verteidigungsminister John Healey zufolge schießen britische Flugzeuge Drohnen und Raketen ab, wenn sie diese entdecken. Die Einsätze starten demnach unter anderem in Bahrain und auf Zypern. Großbritannien unterhält dort zwei Militärstützpunkte.
Nach einem Bericht des Nachrichtenportals Cyprus Mail schlug eine „kleine Drohne“ auf dem Flugfeld des Stützpunktes ein. Das Portal Politis veröffentlichte Videos, auf denen Alarmsirenen zu hören sind. Explosionen und Sirenen seien auch in der nahegelegenen Stadt wahrgenommen worden, berichteten mehrere zyprische Medien. Aus Sicherheitsgründen blieben am Montag die Schulen in der Region des Stützpunktes westlich der Hafenstadt Limassol geschlossen, wie der zyprische Rundfunk berichtete.
Zyperns Regierung hatte am Wochenende Berichte zurückgewiesen, wonach iranische Raketen in Richtung der Insel abgefeuert worden seien. Der britische Verteidigungsminister John Healey hatte zuvor vor „zunehmend wahllosen iranischen Vergeltungsangriffen“ gewarnt. Dem Sender Sky News sagte er, zwei iranische Raketen seien in Richtung Zypern abgefeuert worden. -
08:20 Uhr 02.03.2026
Bericht: US-Kampfflugzeug in Kuwait abgestürzt
Im Golfstaat Kuwait ist Berichten zufolge ein US-Kampfflugzeug abgestürzt. In sozialen Medien kursierten mehrere Videos, die den Vorfall zeigen sollen. Der Pilot des Kampfjets vom Typ F-15 sowie ein Waffenoffizier sollen sich örtlichen Berichten zufolge rechtzeitig aus der Maschine befreit haben. Weitere Videos sollen auch zeigen, wie Anwohner einen US-Kampfpiloten im Kofferraum ihres Autos in Sicherheit bringen. Bilder vom Absturzort zeigen auch einen Fallschirm.
Der US-Nachrichtensender CNN lokalisierte die Videos und berichtete, der Absturz habe sich wenige Kilometer vom US-Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salam entfernt ereignet. Es handle sich um ein Kampfflugzeug des Typs F-15 oder F/A-18. Allerdings hätten auch Kuwaits Streitkräfte solche Flugzeuge im Einsatz.
Eine offizielle Bestätigung des Absturzes gibt es noch nicht. Das US-Militär, das in dem kleinen Staat am Persischen Golf rund 13.500 Truppen stationiert hat, äußerte sich zunächst nicht. Unklar war auch, ob es sich um einen Unfall, einen Abschuss etwa durch eine iranische Rakete oder um versehentlichen Beschuss durch eigene Truppen handelte.
Kuwait gerät seit der Tötung von Irans oberstem Führer Ali Chamenei ähnlich wie die anderen Golfstaaten unter Beschuss. Der Iran griff infolge der amerikanisch-israelischen Angriffe unter anderem Einrichtungen des US-Militärs in der Golfregion an. -
08:06 Uhr 02.03.2026
AFP-Journalist: Rauch steigt aus US-Botschaft in Kuwait auf
Nach erneuten iranischen Luftangriffen steigt im Golfstaat Kuwait Rauch aus der Botschaft der USA auf. Ein AFP-Korrespondent berichtete am Montag aus der Hauptstadt Kuwait-Stadt von einer Rauchsäule über dem Gebäudekomplex.
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07:56 Uhr 02.03.2026
Ölpreise steigen wegen Iran-Konflikts deutlich
Die Ölpreise haben nach der Eskalation im Nahen Osten zunächst kräftig zugelegt, sind dann aber wieder etwas gesunken. In der Nacht zum Montag stiegen die Notierungen für Brent-Öl aus der Nordsee und Rohöl aus den USA in den ersten Handelsminuten um jeweils mehr als zehn Prozent. Dabei erreichte Brent-Öl in der Spitze bei 82,37 US-Dollar je Barrel (159 Liter) den höchsten Stand seit Juli 2024 und US-Öl bei 75,33 Dollar den höchsten Stand seit Juni 2025.
Zuletzt lag der Preis je Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April nur noch um gut 5 Dollar oder etwa 7,5 Prozent höher bei 78,05 Dollar. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte um mehr als 4 Dollar auf 71,52 Dollar zu.
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07:28 Uhr 02.03.2026
Top-Vertreter des Irans: Wir verhandeln nicht mit den USA
Einer der ranghöchsten Vertreter der iranischen Führung hat Verhandlungen mit den USA ausgeschlossen. Teheran werde nicht mit Washington verhandeln, schrieb der Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Laridschani, auf der Plattform X. Er reagierte damit auf einen Medienbericht, wonach er sich über den Vermittler Oman trotz der laufenden Angriffe um neue Gespräche mit den USA bemüht haben soll. US-Präsident Donald Trump habe den Nahen Osten ins Chaos gestürzt, schrieb Laridschani weiter. Der Iran habe den Krieg nicht begonnen und werde sich weiter verteidigen.
Laridschani gilt nach der Tötung von Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei als eine der Schlüsselfiguren im iranischen Machtgefüge. Das Wall Street Journal hatte berichtet, er habe sich mit Blick auf Teherans umstrittenes Atomprogramm an den bisherigen Vermittler Oman gewandt, um neue Gespräche mit den USA anzubahnen.
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07:25 Uhr 02.03.2026
Hisbollah feuert Raketen ab – Israel startet Luftangriffe auf Ziele im Libanon
Die libanesische Hisbollah-Miliz feuerte in der Nacht mehrere Raketen auf Israel ab und greift damit an der Seite Teherans in den Kampf gegen den Erzfeind ein. Israel reagierte mit Bombardements in südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut und anderen Teilen des nördlichen Nachbarlandes. Zugleich startete Israels Luftwaffe nach Armeeangaben eine neue Angriffswelle im Herzen Teherans. Auch das US-Militär greift laut Präsident Donald Trump weiter im Iran an.
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17:24 Uhr 01.03.2026
US-Armee: Iranisches Kriegsschiff im Golf versenkt
Die US-Armee hat nach eigenen Angaben ein iranisches Kriegsschiff im Persischen Golf versenkt. Eine Fregatte vom Typ Jamaran sei von der US-Armee zu Beginn der Angriffe auf den Iran getroffen worden, teilte das US-Kommando für die Region am Sonntag im Onlinedienst X mit. "Das Schiff sinkt derzeit auf den Grund des Golfs von Oman am Pier von Tschahbahar."
Zuvor hatte das US-Verteidigungsministerium bereits Angaben der iranischen Revolutionsgarden dementiert, wonach der US-Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" bei einem iranischen Angriff getroffen worden sein soll. "Die 'Lincoln' wurde nicht getroffen", teilte das US-Kommando für den Nahen Osten (Centcom) am Sonntag mit. "Lüge", erklärte das Centcom weiter. "Die abgeschossenen Raketen sind ihr nicht einmal nahe gekommen." -
17:23 Uhr 01.03.2026
Tausende Hisbollah-Anhänger trauern im Libanon um Chamenei
Die Hisbollah im Libanon ist einer der wichtigsten Partner des Irans. In der Hochburg der Miliz im Süden von Beirut hat der Tod von Chamenei für Entsetzen gesorgt.
Im Gedenken an das getötete iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei haben sich in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut Tausende Anhänger der proiranischen Hisbollah versammelt. Einige riefen Parolen wie „Tod Israel“ und „Tod den USA“, wie ein dpa-Reporter berichtete. Über Lautsprecher wurden Lieder abgespielt, die Religionsführer Chamenei und die sogenannte Achse des Widerstands besingen.
Mehrere Teilnehmer trugen Banner, die die USA und Israel verurteilten. Eine Frau hielt ein Schild, auf dem die iranischen Revolutionsgarden dazu aufgefordert wurden, die US-Botschaft im Nordosten Beiruts anzugreifen. Andere Teilnehmerinnen wurden weinend gesehen.
Die Hisbollah im Libanon gilt als wichtigster nicht staatlicher Partner des Irans und als verlängerter Arm Teherans in der Region. Seit dem Krieg mit Israel im Herbst 2024 gilt sie jedoch als deutlich geschwächt. -
14:57 Uhr 01.03.2026
Mindestens acht Tote durch iranischen Raketenangriff auf Israel
Bei einem iranischen Raketenangriff auf Israel sind am Sonntag mindestens acht Menschen getötet worden. Die israelische Polizei erklärte am Sonntag, eine Rakete habe in der westlich von Jerusalem gelegenen Stadt Beit Schemesch ein Gebäude getroffen. Dabei wurden nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom mindestens acht Menschen getötet.
Die Rettungskräfte erklärten, sie hätten zudem 28 Verletzte geborgen, unter ihnen zwei Schwerverletzte. Das Gebäude sei nach dem "direkten Einschlag" der Rakete eingestürzt, erklärte die israelische Polizei. -
14:57 Uhr 01.03.2026
Saudi-Arabien bestellt iranischen Botschafter ein
Als Reaktion auf die israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran attackiert die Islamische Republik ihrerseits Ziele in den Golfstaaten. Wie wollen sie auf die Angriffe reagieren?
Nach iranischen Angriffen auf saudi-arabisches Territorium hat Riad den Botschafter der Islamischen Republik einbestellt. Hintergrund seien „eklatante iranische Angriffe“, die sich gegen das Königreich sowie andere „Bruderstaaten“ gerichtet hätten, teilte das saudische Außenministerium mit.
Bei dem Treffen mit Botschafter Ali Reza Enajati habe der stellvertretende Außenminister Walid bin Abdulkarim Al-Churaidschi die Missbilligung und Verurteilung der Angriffe durch Riad bekräftigt. Saudi-Arabien lehne jegliche Verletzung der staatlichen Souveränität ab.
Das Königreich werde alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um seine Sicherheit zu verteidigen und sein Staatsgebiet zu schützen, hieß es weiter. Eine unmittelbare Stellungnahme aus dem Iran lag zunächst nicht vor. -
13:50 Uhr 01.03.2026
Mindestens neun Tote bei Protesten vor US-Konsulat in Pakistan
Nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran versuchten hunderte Demonstranten, das US-Konsulat in Karachi im Süden Pakistans zu stürmen. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP zufolge dauerten die Zusammenstöße zwischen der Polizei und Demonstranten vor dem Konsulat am Nachmittag (Ortszeit) an.
"Wir brauchen in Pakistan nichts, was mit den USA zu tun hat", sagte Sabir Hussain. "Unsere Regierung und unsere Streitkräfte unterstützen die USA." Die Demonstranten riefen gegen die USA, Israel und ihre Verbündeten gerichtete Parolen.
Zuvor war eine Gruppe junger Menschen über das Haupttor geklettert und hatte sich Zugang zur Zufahrt zum Konsulatsgebäude verschafft und einige Fenster eingeschlagen. Die Polizei setzte Tränengas gegen die Demonstranten ein, um sie zu vertreiben.
In einem Video, das in Onlinenetzwerken verbreitet wurde, war ein Demonstrant zu hören: "Wir setzen das amerikanische Konsulat in Karachi in Brand. So Gott will, rächen wir den Mord an unserem Anführer." -
12:54 Uhr 01.03.2026
Ayatollah Aliresa Arafi in Übergangs-Führungsgremium berufen
Nach dem Tod von Irans oberstem Führer Ali Chamenei ist Ayatollah Aliresa Arafi in das Übergangs-Führungsgremium der Islamischen Republik berufen worden. Der iranische Schlichtungsrat wählte das Mitglied des Wächterrats und des Expertenrats in das Übergangs-Führungsgremium, wie Schlichtungsrat-Sprecher Mohsen Dehnawi am Sonntag im Kurzbotschaftendienst X bekanntgab.
Damit steht das Trio, das den Iran nach dem Tod des geistlichen Oberhaupts Chamenei bis zur Wahl eines Nachfolgers vorübergehend führen soll: Ihm gehören neben Arafi der iranische Präsident Massud Peseschkian und Justizchef Gholamhossein Mohseni Edschei an. -
11:51 Uhr 01.03.2026
IAEA setzt Sondersitzung zum Iran am Montag an
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat als Reaktion auf die massiven Angriffe der USA und Israels auf den Iran - die sich auch gegen das Atomprogramm der Islamischen Republik richten - für Montag eine Sondersitzung angesetzt. Die UN-Behörde mit Sitz in Wien teilte am Samstagabend mit, die Sitzung sei auf Antrag Russlands einberufen worden, einem wichtigen Verbündeten Teherans.
Der Iran hatte am Samstag in einem Brief an IAEA-Chef Rafael Grossi ebenfalls eine Sondersitzung zu den Angriffen gefordert, bei denen das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, getötet worden war.
Die IAEA in Wien erklärte, sie halte eine "Sondersitzung des Gouverneursrats zu Angelegenheiten im Zusammenhang mit den Militärangriffen der USA und Israels auf dem Territorium der Islamischen Republik Iran" ab. Sie finde vor einer ohnehin geplanten Sitzung des Gouverneursrates statt, dem 35 Länder angehören.
Mit Blick auf die Militärangriffe erklärte die IAEA, sie verfolge die Entwicklungen im Nahen Osten "genau" und rufe zur Zurückhaltung auf, "um jegliches atomares Sicherheitsrisiko für Menschen in der Region zu vermeiden". -
11:43 Uhr 01.03.2026
Trump droht Iran bei Vergeltungsschlägen mit "nie dagewesener Härte"
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einer "noch nie dagewesenen Härte" gedroht, sollte das Land nach der Tötung des iranischen geistlichen Oberhaupts Ali Chamenei Vergeltungsangriffe gegen die USA und Israel verüben. "Der Iran hat gerade erklärt, dass er heute sehr hart zuschlagen wird, härter als je zuvor", schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social am Sonntag.
"Das sollten sie aber lieber nicht tun. Denn wenn sie das tun, werden wir mit einer noch nie zuvor dagewesenen Härte zuschlagen", fügte Trump hinzu. -
11:41 Uhr 01.03.2026
Netanjahu richtet sich in KI-generierter Ansprache an die Iraner
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Bevölkerung im Iran in einer auf Farsi verbreiteten Videobotschaft zum Sturz der politischen Führung in Teheran aufgerufen. Die Ansprache wurde allem Anschein nach mit Künstlicher Intelligenz (KI) auf Farsi erstellt. „Bürger des Irans, lasst euch diese Gelegenheit nicht entgehen“, sagte Netanjahu dort.
Er rief die Iraner auf, auf die Straße zu gehen, „um die Sache zu vollenden, um das Terrorregime zu stürzen, das euer Leben zur Hölle gemacht hat“. Netanjahu kündigte zudem an, Israel werde in den kommenden Tagen „Tausende Ziele des terroristischen Regimes“ angreifen, um die „Bedingungen für das mutige Volk des Irans zu schaffen, sich von den Ketten der Tyrannei zu befreien“.
Netanjahu hatte bereits am Samstagabend in einer Ansprache auf Hebräisch einen ähnlichen Aufruf an die Iraner gerichtet. „Die Hilfe, auf die ihr gehofft habt. Diese Hilfe ist angekommen“, sagte er in der Videobotschaft weiter. -
11:39 Uhr 01.03.2026
Feuer im Burj Al Arab - Dubai meldet Schäden und Verletzte bei Drohnenabwehr
Im Zuge der Eskalation zwischen Israel, USA und dem Iran stehen auch die Golfstaaten unter Beschuss. Erneut kommt es zu Schäden im Touristen-Hotspot Dubai.
In Dubai in den Vereinigten Arabischen Emirate sind bei der Abwehr von Drohnenangriffen zwei Menschen verletzt worden. Trümmerteile seien in die Höfe von zwei Wohnhäusern gefallen, teilte das Medienbüro von Dubai mit. Explosionsgeräusche in der Stadt seien auf Abfangraketen zurückzuführen, hieß es weiter.
Bereits am Samstag war es im Zuge der aktuellen Eskalation zu einem Feuer am bekannten Luxushotel Burj al Arab gekommen. In Behördenangaben war von einem „kleinen Brand“ die Rede. Ein Video zeigte aber, dass es an der Außenwand des mehr als 300 Meter hohen Wolkenkratzers über mehrere Stockwerke hinweg brannte. -
11:37 Uhr 01.03.2026
Öltanker vor der Küste Omans angegriffen
Ein Fünftel der weltweiten Öltransporte passiert jeden Tag die Straße von Hormus. Jetzt kommt es auch dort zu einem Zwischenfall.
Vor der Küste des Golfstaats Oman ist nach staatlichen Angaben ein Öltanker angegriffen worden. Der Tanker „Skylight“ sei etwa neun Kilometer vor der omanischen Küste bei Musandam attackiert worden, meldete die Nachrichtenagentur Oman News Agency unter Berufung auf das omanische Zentrum für maritime Sicherheit. Dabei seien vier Personen verletzt worden. Die 20-köpfige Besatzung des Schiffs unter der Flagge des pazifischen Inselstaats Palau sei evakuiert worden. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.
Der Vorfall ereignete sich nahe der Straße von Hormus. Die iranische Nachrichtenagentur hatte gestern gemeldet, dass die iranischen Revolutionsgarden den Schiffsverkehr der strategisch wichtigen Meerenge eingeschränkt haben. Demnach erhielten Schiffe wiederholt Funkmeldungen, in denen ihnen die Durchfahrt untersagt wurde. Die Besatzungen würden aufgefordert, die Maschinen zu stoppen und sich auf ein mögliches Entern vorzubereiten, hieß es.
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge. Jede Störung könnte die Energiepreise steigen lassen und die internationalen Märkte verunsichern. -
11:37 Uhr 01.03.2026
Irans Präsident: Tötung Chameneis ist "Kriegserklärung an Muslime"
Irans Präsident Massud Peseschkian hat die Tötung des geistlichen Oberhaupts Ayatollah Ali Chamenei bei US-israelischen Angriffen als eine "Kriegserklärung an die Muslime" bezeichnet. Die "Ermordung" Chameneis werde als "offene Kriegserklärung an die Muslime und insbesondere an die Schiiten überall auf der Welt wahrgenommen", sagte Peseschkian am Sonntag in einer Fernsehansprache. Der Iran betrachte es als "seine legitime Pflicht und sein Recht, sich an den Tätern und Drahtziehern dieses historischen Verbrechens zu rächen", fügte er hinzu.
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11:36 Uhr 01.03.2026
Zivilschutz: Israelisches Heimatfront-Kommando mobilisiert rund 20.000 Reservisten
Angesichts der iranischen Gegenangriffe hat das israelische Heimatfront-Kommando rund 20.000 Reservisten zur Unterstützung der Zivilbevölkerung mobilisiert. Sie hätten sich in den vergangenen 24 Stunden dem Kommando angeschlossen, erklärte das Heimatfront-Kommando am Sonntag. Es ist für den Zivilschutz zuständig.
Israel und die USA hatten am Samstagmorgen eine massive Welle von Luftangriffen gegen den Iran gestartet. Bei einer Attacke in Teheran wurde das geistliche Oberhaupt des Iran, Ali Chamenei, getötet. Als Reaktion führte der Iran Gegenangriffe auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion aus, in Israel wurde am Samstag eine Frau getötet. Am Sonntag kündigten iranische Staatsmedien eine neue Welle von Raketen- und Drohnenangriffen an. -
21:25 Uhr 28.02.2026
Chamenei laut Netanyahu wohl tot
Nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran haben israelische Medien den Tod des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei gemeldet. Das geistliche Oberhaupt der Islamischen Republik sei tot, schrieben die Sender Channel 12 und Kan unter Berufung auf eine "israelische Quelle" am Samstagabend in ihren Laufbändern. Kurz zuvor hatte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu in einer Fernsehansprache von einigen "Anzeichen" für Chameneis Tod gesprochen und gesagt, sein Land habe "hohe Verantwortliche des Ayatollah-Regimes eliminiert".
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16:11 Uhr 28.02.2026
Iranischer Außenminister: Chamenei lebt „soweit ich weiß“
Seit dem Morgen führen Israel und die USA Krieg gegen den Iran. Das iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei soll laut Außenminister die Attacken überlebt haben.
Das iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei hat nach Worten des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi die israelisch-amerikanischen Luftangriffe überlebt. Chamenei sei „soweit ich weiß“ noch am Leben, sagte der Minister im Gespräch mit dem US-Sender NBC News.
Araghtschi zufolge waren bei den Angriffen zwei Kommandeure getötet worden. Hochrangige Funktionäre der Führung in Teheran hätten überlebt. Die Angaben Araghtschis lassen sich nicht unabhängig überprüfen. -
15:44 Uhr 28.02.2026
Iran-Experte: Angriffe verstoßen gegen das Völkerrecht
Der Iran-Experte Ali Vaez hält die Angriffe Israels und der USA für völkerrechtswidrig. „Dies ist ein gewollter Krieg, der gegen das Völkerrecht verstößt und auch nach US-Recht illegal ist“, sagte der Projektleiter für Iran bei der International Crisis Group dem „Spiegel“. US-Präsident Donald Trump habe den Einsatz weder vor dem US-Kongress gerechtfertigt noch genehmigen lassen.
Nach Einschätzung des Politikwissenschaftlers zielen die Angriffe nicht nur auf militärische Infrastruktur, sondern auch auf Führung und Kommandostrukturen der iranischen Revolutionsgarden. Laut Aussagen von Trump und Israels Ministerpräsident Netanjahu „ist das Ziel ein Regimewechsel“, sagte Vaez. Er warnte zugleich vor einer raschen Eskalation: Iran habe sich seit dem Zwölftagekrieg im vergangenen Sommer vorbereitet und sei bereit, „massiv und hart zurückzuschlagen“, sagte er dem Spiegel. „Dies kann sehr schnell weiter eskalieren und zu einem regionalen Flächenbrand führen.“
Zwar seien militärische Erfolge der USA und Israels „sicherlich möglich“, die beiden Länder hätten jedoch in der Vergangenheit gezeigt, dass sie diese „nicht in langfristige strategische Gewinne ummünzen können“, argumentierte Vaez. Der Konflikt könne sich über Tage oder Wochen hinziehen. Die Revolutionsgarden würden ihre Waffen kaum niederlegen.
Die USA hätten sich in der Vergangenheit als unzuverlässiger Verhandlungspartner erwiesen, weshalb iranische Kräfte kaum auf Zusagen Washingtons vertrauen dürften, sagte Vaez. Ein Zusammenbruch des Irans als Staat könne Radikalisierung, neue Fluchtbewegungen und Instabilität bis nach Europa auslösen, warnte der Experte. (dpa) -
15:42 Uhr 28.02.2026
Zahl der toten Schülerinnen steigt auf 70
Bei einem Raketenangriff im Süden Irans sind nach iranischen Angaben mindestens 70 Schülerinnen ums Leben gekommen. Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, berichteten Staatsmedien. Rund 90 weitere Schülerinnen seien verletzt worden.
„Diese Schule war ein direktes Ziel dieses Angriffs“, hieß es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim. Die Trümmerbeseitigung sowie die Rettungsmaßnahmen für die Schülerinnen seien im Gange. Der Vorfall ereignete sich demnach im Kreis Minab unweit der Küste am Persischen Golf. Rund 170 Schülerinnen sollen sich in der Schule zum Zeitpunkt des Raketenangriffs aufgehalten haben.
In der Provinz Hormusgan liegen mehrere Marinestützpunkte der iranischen Streitkräfte. Weitere Details zu dem Angriff lagen zunächst nicht vor.
Israel und die USA hatten am Samstagmorgen mit Angriffen auf den Iran begonnen. Zu dem im Iran gemeldeten Angriff auf die Mädchenschule gab es von den Ländern zunächst keine Angaben.
Das iranische Außenministerium veröffentlichte ein Foto, das die in Trümmern liegende Schule zeigen soll. „Dies ist ein offenkundiges Verbrechen. Die Welt muss sich dieser großen Ungerechtigkeit entgegenstellen“, sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai laut einer Mitteilung seines Ministeriums. -
15:31 Uhr 28.02.2026
Katar, Oman und Saudi-Arabien fordern Ende der Kämpfe
Nach den US-israelischen Angriffen auf den Iran haben Katar, Saudi-Arabien und der Oman alle Parteien zur Beendigung der Kämpfe aufgefordert. Der Emir von Katar und Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman forderten in einem Telefonat "eine sofortige Beendigung jeglicher Eskalation", wie das Büro des katarischen Herrschers Scheich Tamim bin Hamad al-Thani am Samstag mitteilte. Auch das Außenministerium des Oman rief dazu auf, "die Militäreinsätze unverzüglich einzustellen".
Israel und die USA hatten am Samstagmorgen Luftangriffe gegen den Iran gestartet. Die israelische Armee sprach von Angriffen auf zahlreiche militärische Ziele. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und US-Militärstützpunkte in verschiedenen Staaten der Region.
Der Oman hatte bei den jüngsten indirekten Atomgesprächen zwischen den USA und dem Iran als Vermittler fungiert. Das Außenministerium in Maskat äußerte nun sein "tiefes Bedauern über die von Israel und den Vereinigten Staaten gegen die Islamische Republik Iran eingeleiteten Militäreinsätze" und warnte vor "einer Eskalation des Konflikts mit schwerwiegenden Folgen für die Region". Zudem forderte der Oman, eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats einzuberufen.
"Ich bin bestürzt. Aktive und ernsthafte Verhandlungen wurden erneut untergraben", erklärte der omanische Außenminister Badr Albusaidi, der bei den indirekten Atomgesprächen in Genf dabei gewesen war, im Onlinedienst X. "Ich fordere die Vereinigten Staaten dringend dazu auf, sich nicht weiter hineinziehen zu lassen. Dies ist nicht Ihr Krieg", fügte Albusaidi hinzu.
Vertreter der USA und des Iran hatten zuletzt am Donnerstag in Genf indirekte Atomgespräche unter der Vermittlung von Oman geführt. Nach Angaben des omanischen Außenministers Albusaidi wurden bei den Verhandlungen entscheidende Fortschritte erzielt. Der Iran stimmte demnach zu, auf die Lagerung von angereichertem Uran zu verzichten. US-Präsident Donald Trump hatte sich am Freitag jedoch unzufrieden über den Verhandlungsverlauf geäußert. -
14:55 Uhr 28.02.2026
Israel zielt laut eigenen Angaben auf Versammlungen hochrangiger Iraner
Die israelischen Streitkräfte haben bei ihren Luftangriffen auf den Iran eigenen Angaben zufolge auf Vertreter der iranischen Führungsriege gezielt. Die Armee habe am Samstagmorgen "gleichzeitig mehrere Orten in Teheran angegriffen, an denen sich hochrangige Vertreter der politischen und sicherheitspolitischen Führungsriege des Irans versammelt hatten", erklärte die Armee im Onlinedienst X. Die Folgen der Angriffe würden derzeit ausgewertet.
Zuvor hatte der Sender Kan unter Berufung auf eine israelische Quelle berichtet, dass die gemeinsamen Angriffe der USA und Israels auch auf das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, sowie Irans Präsident Massud Peseschkian gezielt hatten. Ein Journalist erwähnte in einer Live-Sendung, dass zudem Chameneis Berater Ali Schamchani angegriffen worden sei. -
14:44 Uhr 28.02.2026
US-geführte Koalition fängt Drohnen und Raketen über Erbil im Nordirak ab
Die US-geführte Koalition im Irak hat am Samstag mehrere Drohnen und Raketen über der Stadt Erbil im Norden des Landes abgefangen. Wie kurdische Sicherheitskräfte weiter berichteten, waren die Drohnen mit Sprengstoff beladen. Verletzte oder Schäden gab es nicht.
Zuvor hatten Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichtet, dass in der Nähe des US-Konsulats in Erbil Explosionen zu hören gewesen seien. Auch Rauch stieg demnach auf. Ein Anwohner sagte AFP, in der Gegend um das US-Konsulat in Erbil habe es mindestens drei große Explosionen gegeben.
Israel und die USA hatten am Samstagmorgen den Iran angegriffen. Auch ein Angriff auf einen Stützpunkt pro-iranischer Gruppen im Süden des Irak wurde gemeldet. Dabei seien zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt worden, verlautete aus Kreisen der pro-iranischen paramilitärischen Katajeb Hisbollah. Laut der Gruppe Hasched-al-Schaabi, die die Opferzahl bestätigte, war es unklar, ob es sich um einen Angriff der USA oder Israels handelte.
Hasched-al-Schaabi ist ein vom Iran unterstütztes Netzwerk ehemaliger Paramilitärs, die jetzt der regulären irakischen Armee angehören. Ihr gehören auch die Milizen Katajeb Hisbollah und Harakat al-Nudschaba an.
Katajeb Hisbollah warnte kurz nach dem Angriff auf den Stützpunkt Dschurf al-Saker, der auch Dschurf al-Naser genannt wird, mit unmittelbar bevorstehenden Angriffen auf "amerikanische Stützpunkte als Antwort auf ihre Aggression". Auf dem Stützpunkt sind überwiegend Kräfte von Katajeb Hisbollah stationiert. -
14:00 Uhr 28.02.2026
Iran: Zweite Raketenwelle auf Israel abgefeuert
Seit dem Morgen führen Israel und die USA wieder Krieg gegen den Iran. Der reagiert mit Angriffen mit ballistischen Raketen.
Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben mit einer zweiten Raketenwelle auf Israel begonnen. Erneut seien ballistische Raketen auf die „besetzten Gebiete“ gefeuert worden, berichtete der staatliche Rundfunk. Gemeint ist damit israelisches Staatsgebiet, das der Iran nicht offiziell anerkennt.
Irans reguläre Armee teilte unterdessen mit, Dutzende Kampfdrohnen in Richtung Israel geschickt zu haben. „Diese Operation wird bis zur vollständigen Bestrafung der aggressiven Feinde fortgesetzt werden“, hieß es in der Mitteilung, die iranische Staatsmedien verbreiteten.
Die israelische Armee teilte mit, eine weitere Raketensalve sei vom Iran aus auf Israel abgefeuert worden. Die Bürger seien aufgerufen, den Anweisungen des Zivilschutzes Folge zu leisten und sich bis auf weiteres in Schutzräumen aufzuhalten. Israels Raketenabwehr identifiziere gegenwärtig Bedrohungen und fange diese ab. -
13:23 Uhr 28.02.2026
Luxemburg veröffentlicht Reisewarnung
Das luxemburgische Außenministerium hat kurz nach 13.00 Uhr am Samstag auf X (vormals twitter) eine Reisewarnung für den nahen Osten veröffentlicht. Außenminister Xavier Bettel (DP) schreibt ebenfalls auf X:
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13:17 Uhr 28.02.2026
Internationale Reaktionen: Norwegen und Russland verurteilen Angriff, London warnt vor Eskalation
Norwegen hat die israelischen Luftangriffe auf den Iran als völkerrechtswidrig verurteilt. Israel habe die Angriffe, die am Samstagmorgen gemeinsam mit den USA gestartet wurden, als Präventivschlag bezeichnet, was "jedoch nicht dem Völkerrecht entspricht", erklärte Norwegens Außenminister Espen Barth Eide der Nachrichtenagentur AFP. "Ein Präventivschlag würde das Vorliegen einer unmittelbaren Bedrohung voraussetzen", führte Eide aus.
"Wir rufen alle Parteien dazu auf, Zurückhaltung zu üben und die Möglichkeiten einer diplomatischen Lösung des Konflikts nicht aufzugeben", fügte der norwegische Außenminister hinzu.
Russland hat die US-israelischen Luftangriffe gegen den Iran scharf verurteilt. Das russische Außenministerium in Moskau erklärte am Samstag, Washington und Tel Aviv hätten "wieder einmal ein gefährliches Abenteuer gestartet, das die Region schnell an den Rand einer humanitären, wirtschaftlichen und - das kann nicht ausgeschlossen werden - radiologischen Katastrophe bringt".
Die "Absichten der Aggressoren" seien eindeutig, erklärte das Ministerium: "Die verfassungsmäßige Ordnung und die Regierung eines Landes zu zerstören, das für sie unerwünscht ist und das sich weigert, sich ihrem Diktat der Gewalt und des Hegemonismus zu unterwerfen."
Der russische Ex-Präsident Dmitri Medwedew kritisierte ebenfalls die Regierung von US-Präsident Donald Trump. "Der Friedensstifter hat einmal mehr sein wahres Gesicht gezeigt", schrieb der Vertraute von Kreml-Chef Wladimir Putin im Onlinedienst Telegram. "All die Gespräche mit dem Iran waren nur ein Deckmantel. Daran hat nie jemand gezweifelt."
Niemand sei daran interessiert gewesen, "irgendetwas Konkretes zu verhandeln", schrieb Medwedew, der derzeit Vizevorsitzender des russischen Sicherheitsrats ist.
Nach Beginn der Militärschläge gegen den Iran hat die britische Regierung vor einer Eskalation des Konflikts gewarnt. Premierminister Keir Starmer berief am Vormittag eine Sitzung des nationalen Krisenstabs Cobra ein, wie die britische Nachrichtenagentur PA meldete.
London wolle „keine weitere Eskalation zu einem weiteren regionalen Konflikt sehen“, zitierte PA einen Regierungssprecher. Iran dürfe niemals Atomwaffen entwickeln, deswegen habe man stets Bemühungen um eine Verhandlungslösung unterstützt, so der Sprecher weiter.
Vor dem Hintergrund iranischer Vergeltungsschläge auf US-Verbündete in der Golfregion rief die Regierung in London zudem ihre Staatsbürger dazu auf, Schutz in Gebäuden zu suchen.
„Angesichts von Berichten über Raketenangriffe sollten britische Staatsbürger in Bahrain, Kuwait, Katar und den Vereinigten Arabischen Staaten unverzüglich an ihrem Aufenthaltsort Schutz suchen“, hieß es in einem Aufruf des britischen Außenministeriums auf der Social-Media-Plattform X. „Bleiben Sie in Innenräumen an einem sicheren Ort, vermeiden Sie jegliches Reisen und folgen Sie den Anweisungen der lokalen Behörden“, so die Mitteilung weiter. Auch von Reisen nach Israel und in die Palästinensergebiete rät London derzeit ab. -
13:12 Uhr 28.02.2026
Iran meldet 24 Tote durch israelischen Angriff auf Schule
Bei einem israelischen Angriff auf eine Schule im Iran sind nach Angaben der Behörden 24 Schulkinder getötet worden. Der Angriff habe eine Grundschule in Minab in der südiranischen Provinz Hormosgan nahe der Küste der strategisch wichtigen Straße von Hormus getroffen, sagten Vertreter der Provinzbehörden am Samstag staatlichen iranischen Medien. 24 Schulkinder seien dabei getötet worden.
Israel und die USA hatten am Samstagmorgen nach eigenen Angaben Luftangriffe gegen den Iran gestartet. Die israelische Armee sprach von Angriffen auf zahlreiche militärische Ziele. Israelischen Medienberichten zufolge zielten die Angriffe auch auf das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, und auf Irans Präsident Massud Peseschkian ab. (AFP) -
12:22 Uhr 28.02.2026
Zwischenbericht
Einen ersten Überblick, der brennende Fragen klärt, finden Sie hier beim Tageblatt:
https://www.tageblatt.lu/International/Wie-geht-es-nach-Beginn-eines-neuen-Iran-Kriegs-weiter-Die-wichtigsten-Fragen-und-Antworten-25483.html -
12:03 Uhr 28.02.2026
EU-Kommission fordert alle Seiten zur Zurückhaltung auf
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11:44 Uhr 28.02.2026
Iran greift US-Verbündete in Golfregion an
Nach dem Beginn der jüngsten israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran hat Teheran nach eigenen Angaben vier US-Militärstützpunkte in der Region attackiert.
Das Verteidigungsministerium in Katar teilte mit, man habe eine Reihe von Angriffen auf das eigene Territorium erfolgreich abgewehrt. Die Lage sei unter Kontrolle. Die Menschen wurden aufgerufen, Ruhe zu bewahren. In Katar liegt unter anderem der wichtigste Stützpunkt des US-Militärs im Nahen Osten.
Auch das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate teilte der Staatsagentur WAM zufolge mit, man habe mehrere iranische Raketen abgefangen. Dabei seien Trümmer in einer Wohngegend der Metropole Abu Dhabi niedergegangen, wodurch ein Mensch getötet worden sei. Die Situation sei aber unter Kontrolle. Die Emirate sprachen von einer "gefährlichen Eskalation" und einem "feigen Akt".
Die staatliche Nachrichtenagentur in Bahrain berichtete, ein Versorgungszentrum der US-Marine sei mit Raketen angegriffen worden. Bahrain beherbergt die fünfte Flotte der US-Seestreitkräfte.
Auch Jordaniens Staatsagentur Petra berichtete unter Berufung auf Militärkreise, dass die Streitkräfte des Landes zwei ballistische Raketen abgefangen hätten. Diese hätten auf jordanisches Gebiet gezielt. Die jordanische Luftabwehr habe beide Raketen erfolgreich abgefangen. (dpa)
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11:32 Uhr 28.02.2026
Israel, Tel Aviv: Menschen sitzen in einem Schutzraum, nachdem Alarm wegen ankommender Raketen aus (Foto: DPA)
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11:31 Uhr 28.02.2026
Israel, Tel Aviv: Menschen sitzen in einem Schutzraum, nachdem Alarm wegen ankommender Raketen aus (Foto: DPA)
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11:16 Uhr 28.02.2026
Luxair-Flug kehrt über Ägypten um
Wegen des Kriegsausbruchs im Nahen Osten hat Luxair am Samstag entschieden, dass der Flug LG9009 nach Dubai vorsorglich nach Luxemburg zurückkehren muss. Das teit die Fluggesellschaft in einer Pressemitteilung mit. Zum Zeitpunkt derr entscheidung war der Flieger über Ägypten. Israel und der Iran haben ihre Lufträume geschlossen. 131 Passagiere sind an Bord. Luxair beobachte die Lage weiter genau; Sicherheit von Passagieren und Crew habe oberste Priorität.
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11:10 Uhr 28.02.2026
Trump richtet sich in Rede an Bevölkerung und fordert Iran zur Kapitulation auf
— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) February 28, 2026
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11:03 Uhr 28.02.2026
Angriffe in Katar, Bahrain, Kuwait und Saudi-Arabien
Nach Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran sind in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad starke Explosionen zu hören gewesen. Das berichteten zwei Journalisten der Nachrichtenagentur AFP am Samstag vor Ort. Sie sprachen von einem lauten Knall und mehreren Explosionen. Der Iran hatte zuvor Vergeltung für die US-israelischen Angriffe angekündigt, in der Folge wurde unter anderem ein US-Stützpunkt in Bahrain getroffen.
Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA vier US-Militärstützpunkte in der Region attackiert. Unter den Zielen war der Militärstützpunkt Al-Udeid in Katar, der Stützpunkt Al-Salem in Kuwait, der Luftwaffenstützpunkt Al-Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie die US-Flotte in Bahrain, wie die Nachrichtenagentur Fars berichtete. (AFP/DPA) -
11:01 Uhr 28.02.2026
Iran fordert internationale Gemeinschaft zum Handeln auf
Der Iran hat die Weltgemeinschaft angesichts der Angriffe der USA und Israels zum Handeln aufgefordert. In einer Mitteilung des Außenministeriums forderte die Regierung in Teheran die Vereinten Nationen und die internationale Staatengemeinschaft dazu auf, die Attacken zu verurteilen und Maßnahmen zu ergreifen. Die Sicherheit der Region und der Welt seien einer beispiellosen Bedrohung ausgesetzt, hieß es.
„Die erneute militärische Aggression der USA und des zionistischen Regimes (Israel) gegen Iran erfolgt unter Bedingungen, in denen sich Iran und die USA inmitten eines diplomatischen Prozesses befanden“, kritisierte das Ministerium. Man sei über den Krieg nicht überrascht. „Wir sind erneut in Verhandlungen eingetreten, um gegenüber (...) der Welt den Beweis der Rechtschaffenheit des iranischen Volkes zu erbringen“, teilte das Außenministerium mit.
„Jetzt ist die Zeit gekommen, das Vaterland zu verteidigen und der militärischen Aggression des Feindes entgegenzutreten“, hieß es in der Erklärung. „So wie wir zu Verhandlungen bereit waren, sind wir mehr denn je bereit, die Existenz Irans zu verteidigen. Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran werden mit Entschlossenheit auf die Aggressoren antworten.“ -
10:41 Uhr 28.02.2026
US-Stützpunkt in Bahrain bei Raketenangriff getroffen
Nach dem Angriff Israels und der USA auf den Iran ist ein US-Stützpunkt in Bahrain bei einem "Raketenangriff" getroffen worden. Dies teilte die Regierung des Golfstaates am Samstagvormittag in einer Erklärung mit. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP hatten kurz zuvor Explosionen in Bahrains Hauptstadt Manama gemeldet.
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10:13 Uhr 28.02.2026
Shah-Sohn geht von baldigem "endgültigen Sieg" über islamische Führung im Iran aus
Angesichts der Angriffe Israels und der USA auf den Iran geht der Sohn des letzten iranischen Schahs, Reza Pahlavi, von einem baldigen Ende der Islamischen Republik aus. "Wir sind nahe an einem endgültigen Sieg", sagte Pahlavi, der in den USA im Exil lebt, am Samstag in einer im Internet veröffentlichten Video-Botschaft.
"Ich möchte so bald wie möglich an Eurer Seite sein, damit wir zusammen uns den Iran zurückholen und wiederaufbauen können", fügte der Schah-Sohn hinzu. Vorerst solle die iranische Bevölkerung aber nicht auf die Straße gehen. "Ich rufe Euch auf, in Euren Häusern zu bleiben und Eure Sicherheit zu schützen", sagte Pahlavi in seiner Ansprache. "Bleibt wachsam und bereit, so dass Ihr zur gegebenen Zeit, die ich Euch genau mitteilen werde, für die endgültige Aktion wieder auf die Straße gehen könnt."
Zuvor hatten am Samstagmorgen Israel und die USA nach eigenen Angaben Luftangriffe gegen den Iran gestartet. Aus Teheran und mehreren anderen Städten des Landes wurden Explosionen gemeldet. US-Präsident Donald Trump sagte, Ziel sei es, die "unmittelbare Bedrohungen durch das iranische Regime" auszuschalten. Die iranische Raketenindustrie solle "dem Erdboden" gleichgemacht und die Marine vernichtet werden. Zugleich rief Trump alle iranischen Soldaten und Sicherheitskräfte auf, sich zu ergeben. Die Bevölkerung des Landes rief er in einer Ansprache auf, die Regierung in Teheran im Anschluss an den Einsatz zu stürzen.
Die Spannungen zwischen Israel und den USA mit dem Iran hatten in den vergangenen Wochen und vor allem seit der blutigen Niederschlagung der regierungskritischen Proteste im Iran im Januar deutlich zugenommen. Bei den damaligen Protesten hatten einige Demonstrierende auch eine Rückkehr zur Monarchie gefordert.
Pahlavi hat sich für eine säkulare Demokratie im Iran ausgesprochen. In jüngster Zeit hatte er US-Präsident Trump wiederholt aufgefordert, im Iran einzuschreiten.
Die iranische Opposition ist gespalten, Teile davon kritisieren Pahlavi wegen seiner Unterstützung für Israel. Zudem distanzierte er sich nie von der autokratischen Herrschaft seines Vaters. -
09:48 Uhr 28.02.2026
Panik in Teheran - Massen flüchten aus der Stadt
Während Israel und die USA den Iran angreifen, herrscht in der Hauptstadt Teheran Panik. Massen versuchen, die Millionenmetropole zu verlassen.
In der Millionenmetropole Teheran bilden sich nach den Angriffen durch Israel und die USA lange Schlangen an den Tankstellen. Massen versuchten, die Hauptstadt zu verlassen, wie Augenzeugen berichteten. Läden waren vielerorts geschlossen. Im Norden der lebendigen Metropole herrschte gespenstische Stille. Teheran ist Ziel mehrerer Angriffswellen. -
09:48 Uhr 28.02.2026
Israel löst Luftalarm aus
Der Iran hat nach israelischen Angaben Raketen auf Israel abgefeuert. Die israelische Armee erklärte am Samstag, sie habe Raketen identifiziert, die aus dem Iran auf Israel abgefeuert worden seien, und in mehreren Regionen des Landes Luftalarm mit Sirenen und Handy-Warnmeldungen ausgelöst. Die Menschen wurden aufgefordert, Schutzräume aufzusuchen. Kurz darauf meldete die Armee eine zweite Angriffswelle auf Israel. Die Menschen sollten bis auf Weiteres in Schutzräumen bleiben. Über Jerusalem waren Explosionen zu hören, wie AFP-Journalisten berichteten.
Israel und die USA hatten am Samstagmorgen gemeinsam Luftangriffe gegen den Iran gestartet. Das israelische Verteidigungsministerium sprach von einem "Präventivschlag" gegen den Iran, US-Präsident Donald Trump verkündete "große Kampfeinsätze" gegen den Iran.
In Jerusalem und im Norden Israels heulten die Sirenen. Die Behörden sprachen von einem "äußerst ernsten" Alarm. Die Stadtverwaltung von Jerusalem schloss Schulen und Arbeitsstätten bis Montagabend. Nur als systemrelevant eingestufte Beschäftigte sollen demnach noch zur Arbeit kommen. Auch alle Veranstaltungen wurden untersagt. In Tel Aviv wurden Patientinnen und Patienten eines Krankenhauses in eine Tiefgarage verlegt. -
09:34 Uhr 28.02.2026
Israel: Iran beginnt Gegenangriff
Tel Aviv (dpa) - Der Iran hat nach Angaben des israelischen Militärs Raketen in Richtung Israel abgefeuert. Die Luftabwehr sei aktiviert, um die Geschosse abzufangen, teilte das Militär mit. Zuvor hatten Israel und die USA mit Angriffen auf den Iran begonnen.
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09:11 Uhr 28.02.2026
Israel und USA greifen den Iran an
Die USA haben nach Worten von US-Präsident Donald Trump "große Kampfeinsätze" gegen den Iran gestartet. Ziel sei es, "unmittelbare Bedrohungen durch das iranische Regime" auszuschalten, sagte Trump in der Nacht auf Samstag (Ortszeit). Den iranischen Streitkräften stellte Trump "Immunität" oder den "sicheren Tod" in Aussicht, der iranischen Bevölkerung versprach er die Chance auf "Freiheit".