Iran-Krieg

Iran will trotz US-Sanktionen internationale Ziele anfliegen

Ab Mittwoch sollen iranische Airlines nach Worten der US-Regierung internationale Ziele nicht mehr anfliegen können. Die zivile Luftfahrtbehörde in Teheran widerspricht.

Ein Flugzeug der iranischen Fluggesellschaft Mahan Air am Flughafen Teheran-Mehrabad

Ein Flugzeug der iranischen Fluggesellschaft Mahan Air am Flughafen Teheran-Mehrabad Foto: Abedin Taherkenareh/EPA/dpa-Archiv

Trotz weitreichender US-Sanktionen will der Iran Flüge zu internationalen Zielen sicherstellen. „Bislang wurde keiner der Auslandsflüge iranischer Fluggesellschaften gestrichen, und die Flüge werden planmäßig durchgeführt“, sagte Madschid Achawan, Sprecher der iranischen Luftfahrtbehörde, der Nachrichtenagentur Isna. „Über jede Änderung der Flugpläne werden die Passagiere im Voraus informiert.“

Auch die staatliche Fluggesellschaft Iran Air erklärte, es seien keine Anweisungen der zivilen Luftfahrtbehörden der Türkei, des Iraks oder Aserbaidschans eingegangen, wonach Flüge ausgesetzt werden sollen.

US-Finanzminister Bessent kündigt weiteren Druck an

US-Finanzminister Scott Bessent hatte am Montag in einem Interview weiteren Druck auf den iranischen Luftfahrtsektor angekündigt. Seinen Worten nach sollen ab Mittwoch alle iranischen Fluggesellschaften weltweit stillgelegt werden. Dafür würden Drittstaaten unter Druck gesetzt. Er drohte Ländern mit dem Ausschluss aus dem US-Dollarsystem, sollten sie iranische Airlines mit Treibstoff versorgen, Landedienste bereitstellen oder Tickets für sie verkaufen.

Vor zwei Wochen hatten die USA neue und umfassende Sanktionen gegen den iranischen Luftfahrtsektor verhängt, darunter gegen 27 Airlines. Auch ausländischen Unternehmen und Banken drohen Konsequenzen, wenn sie Geschäfte mit den betroffenen Airlines weiterführen. Internationale Fluggesellschaften meiden seit Ausbruch des Iran-Kriegs Ende Februar Verbindungen in den Iran.

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