Serbien

Immer mehr Ärzte fordern die Ablösung des Krisenstabs

Rund ein Zehntel der serbischen Ärzte hat mittlerweile die Petition unterzeichnet, die die Ablösung des nationalen Krisenstabs fordert. Belgrad reagiert angesäuert, Klinikdirektionen mit Strafversetzungen: Erste Sanktionen gegen die unbotmäßigen Ärzte dürften deren Abwanderung noch beschleunigen.

Mediziner in einem Belgrader Krankenhaus

Mediziner in einem Belgrader Krankenhaus Foto: AFP/Oliver Bunic

Serbiens sorgengeplagte Weißkittel wollen nicht mehr länger schweigen. Über 2.600 Ärzte – rund ein Zehntel der Ärzteschaft im Balkanstaat – haben mittlerweile einen Aufruf unterzeichnet, der die Ablösung des Krisenstabs und unabhängige Ermittlungen wegen des Verdachts der vorsätzlichen Vertuschung der Infektionszahlen fordert: „Wir wenden uns an die Öffentlichkeit, weil wir keine andere Lösung für die Gesundheitskatastrophe sehen, in der sich unser Staat befindet.“

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