Aachen

Im Beisein von Großherzog Guillaume und Jean-Claude Juncker: Früherer EZB-Chef Draghi mit Karlspreis geehrt

Der frühere Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, wurde mit dem Karlspreis geehrt. Großherzog Guillaume und Karlspreis-Träger Jean-Claude Juncker wohnten der Zeremonie im Aachener Rathaus bei.

Friedrich Merz hält Festrede bei Veranstaltung mit Mario Draghi, deutscher Bundeskanzler spricht vor Publikum

Mario Draghis Festrede hielt kein anderer als der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz Foto: Thomas Banneyer/dpa

Der frühere Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, ist mit dem Internationalen Karlspreis ausgezeichnet worden. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hob in seiner Festrede am Donnerstag im Krönungssaal des Aachener Rathauses Draghis entschlossenes Handeln während der Euro-Krise hervor. Später habe er in seinem Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit Europas „mit seiner schonungslosen Analyse“ den Weg zu Reformen gewiesen.

Das Karlspreis-Direktorium ehrte den 78-jährigen ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten mit dem Preis für sein Lebenswerk und seine Verdienste um Europa. Es hob dabei insbesondere sein Vorgehen als EZB-Präsident während der Schuldenkrise 2012 hervor. Draghi hatte damals versichert, die Zentralbank werde „alles tun, was nötig ist“, um den Euro zu schützen, und damit die nervösen Finanzmärkte beruhigt.

„Sie haben sich in bedrohlicher Zeit um den Euro gekümmert, und Sie haben den Euro und die Währungszone stabilisiert“, sagte Merz dazu. Draghi habe dies „mit Mitteln, die umstritten waren“, getan. „Das war mutig. Sie haben etwas riskiert. Es hätte scheitern können. Aber es ist gelungen.“ Auch langfristig habe sich dieses Vorgehen ausgezahlt, betonte der Kanzler. Der Euro sei heute als Währung „unangefochten“.

Aus Luxemburg waren Großherzog Guillaume sowie der frühere Staats- und EU-Kommissionschef und Karlspreis-Laureat Jean-Claude Juncker anwesend. Luxemburg wurde 1986 ebenfalls mit dem Karlspreis bedacht.

1 Kommentare
Manfred Reinertz Barriera 15.05.202608:52 Uhr

DEr Mann hat Verdienste, OK, hatte aber auch bei GS gearbeitet, als dort die Zahlen von Griechenland manipuliert worden sind, um den Euro-Eintritt des Landes zu gewährleisten....

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