Rumänien

Höchstes Haushaltsdefizit der EU zwingt Bukarest zu harten Einschnitten – trotz verschärfter Spannungen

Rumänien droht ein ungemütlicher Herbst. Gewerkschaftsproteste, der Dauerkrach in der Koalition und das Umfragehoch der oppositionellen Populisten überschatten den zähen Start der Regierung von Premier Ilie Bolojan. Doch das hohe Defizit zwingt ihn zum Festhalten an seinem eisernen Sparkurs.

Nach Monaten politischer Unruhen und angespannter Wahlen, hat das Parlament im Juni eine EU-freundliche Regierung gebilligt

Nach Monaten politischer Unruhen und angespannter Wahlen, hat das Parlament im Juni eine EU-freundliche Regierung gebilligt Foto: AFP/Daniel Mihailescu

Erst knapp drei Monate ist Rumäniens neuer Krisenmanager im Amt – und hat sein erstes Etappenziel bereits verfehlt. Sein Haushaltsdefizit von zuletzt offiziell 9,3 Prozent werde der Karpatenstaat in diesem Jahr trotz aller Sparanstrengungen wohl doch nicht unter die Achtprozentmarke drücken können, bekannte vergangene Woche der konservative Regierungschef Ilie Bolojan (PNL) in einem Interview. Der Grund: Die miserable Haushaltslage, die der Chef einer brüchigen Vierparteienkoalition von seinen Vorgängern geerbt hatte, war offenbar noch kräftig geschönt.

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