Gaza
Hilferuf eines britischen Arztes aus Rafah: „Das Leid der Menschen ist unvorstellbar“
James Smith kennt die Arbeit im Gazastreifen. Der britische Arzt ist nicht zum ersten Mal dort. Doch was seit dem Einmarsch der israelischen Armee in die Grenzstadt Rafah geschieht, macht die humanitäre Lage für Hunderttausende Menschen noch bedrohlicher, sagt Smith.
Ein verletzter palästinensischer Junge wartet am 7. Mai in einem Krankenhaus in Rafah auf Hilfe Foto: AFP
Die Drohung hing lange in der Luft. Am Dienstagabend war es so weit. Die israelische Armee ist in die Stadt Rafah im Süden des Gazastreifens eingedrungen. Seitdem besetzt sie dort den Grenzübergang zu Ägypten. Rund 1,4 Millionen Menschen haben nach UN-Schätzungen hier Zuflucht gefunden. Nach Monaten des Kriegs zwischen Israel und der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas sind weite Teile des Gazastreifens zerstört, sichere Gebiete gibt es keine mehr.