„Verschwörung gegen die Öffentlichkeit“
Großbritannien streitet um die Rolle der BBC und politische Einflussnahme
Das Dauerfeuer der Kritik durch rechte Medien und aus der konservativen Regierung des Noch-Premiers Boris Johnson sind die Verantwortlichen der BBC gewohnt. Am Mittwochabend aber bekam die berühmteste öffentlich-rechtliche Anstalt der Welt heftigen Zunder von einem ihrer Ex-Stars.
Die BBC gibt den Herrschenden zu sehr nach: Die Kritik von Journalistin Maitlis traf den Sender hart Foto: Screenshot/YouTube
Allzu häufig gebe die Sender-Spitze der Kritik aus der Downing Street nach, glaubt Emily Maitlis, die vor ihrem Ausscheiden im Frühjahr Jahrzehnte lang führende BBC-Magazine moderiert hatte. Für die vermeintliche Ausgewogenheit sei neuerdings „ein aktiver Agent der konservativen Partei“ zuständig. Die 51-jährige Journalistin warnte ihren Ex-Arbeitgeber auch davor, beim Thema Brexit eine „kauernde Haltung“ einzunehmen: „Das wirkt wie eine Verschwörung gegen die Öffentlichkeit.“