Großbrand mit Giftstoffen

Drei Verletzte nach Feuer auf ArcelorMittal-Gelände in Gandrange

Ein Großbrand auf einem Industrieareal in Gandrange nahe Luxemburg hat am Sonntag einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Drei Menschen wurden leicht verletzt.

Aufgrund eines Großbrandes hat die Unterpräfektin von Thionville bis auf Weiteres eine Ausgangssperre verhängt

Aufgrund eines Großbrandes hat die Unterpräfektin von Thionville bis auf Weiteres eine Ausgangssperre verhängt Foto: Editpress/Julien Garroy

Bei einem Großbrand auf dem Gelände von ArcelorMittal im französischen Gandrange nahe der Grenze zu Luxemburg sind am Sonntag drei Personen leicht verletzt worden. Wie der „Républicain Lorrain“ berichtete, brach das Feuer gegen 9.30 Uhr aus, rund 130 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Die Stadt Gandrange habe auf ihrer Website vor „giftigen Stoffen“ gewarnt. Bei den Verletzten handele es sich um zwei Feuerwehrleute sowie eine Mitarbeiterin des Standorts. Kurz vor 15 Uhr habe die Unterpräfektin von Thionville, Hélène Demolombe-Tobie, bei einer Pressekonferenz mitgeteilt, der Brand sei „unter Kontrolle“.

Drei Verletzte nach Feuer auf ArcelorMittal-Gelände in Gandrange
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© Foto: Editpress/Julien Garroy

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Ausgangssperre für mehrere Gemeinden

Die Unterpräfektin von Thionville hatte zuvor eine offizielle Ausgangssperre angeordnet. „Die Einwohner von Gandrange, Vitry-sur-Orne, Amnéville und Clouange müssen sich ab sofort in ihre Häuser zurückziehen und dort bleiben“, teilte die Stadt Gandrange über Facebook mit. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und sich dem Brandgebiet „unter keinen Umständen“ zu nähern. Die Löscharbeiten seien durch die auf dem Gelände vorhandenen Chemikalien erschwert worden.

Der Präfekt des „Département Moselle“ teilte außerdem in einer Pressemitteilung mit, dass ein rund 500 Quadratmeter großes Lagerhaus von dem Brand betroffen sei. Dabei handele es sich um einen sogenannten Seveso-Betrieb der unteren Schwelle. An Seveso-Standorten werden nach Angaben des „Républicain Lorrain“ gefährliche Stoffe gehandhabt oder gelagert.

Auch die Gemeinde Vitry-sur-Orne warnte in den sozialen Medien vor dem Feuer. „Das Vorhandensein von Chemikalien im Lager der Firma SUEZ (Gebiet Mondelange – Amnéville – Gandrange), das derzeit im Industriegebiet in Flammen steht, ist nun bestätigt“, hieß es in einem Beitrag auf Facebook. Aus dem Brand steige dichter schwarzer Rauch auf. Die Bevölkerung solle bis auf Weiteres zu Hause bleiben sowie Fenster und Türen schließen. (les)

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