Mit 53 Jahren
„Grey’s Anatomy“-Star Eric Dane gestorben
Eric Dane wurde als Arzt in der Krankenhausserie „Grey‘s Anatomy“ berühmt. 2025 gab er bekannt, an der unheilbaren ALS-Krankheit zu leiden. US-Medien zufolge starb er jetzt mit 53 Jahren.
US-Schauspieler Eric Dane kommt zu einer Werbeveranstaltung für die Serie „Euphoria“ Foto: Jordan Strauss/Invision/AP/dpa
In der Krankenhaus-Serie „Grey’s Anatomy“ hatte er den Spitznamen „McSteamy“ weg. Sechs Jahre lang verkörperte der US-Schauspieler Eric Dane den Chirurgen und Frauenschwarm Dr. Mark Sloan, an der Seite von Patrick Dempsey, der den Arzt Derek „McDreamy“ Shepherd spielte. Die beliebte Ärzte-Serie machte Dane zum Star. Doch die Karriere des Schauspielers nahm krankheitsbedingt ein plötzliches Ende. „Bei mir wurde ALS diagnostiziert“, gab Dane im April 2025 bekannt. Nun ist der Schauspieler mehreren übereinstimmenden Medienberichten zufolge gestorben.
Dane wurde 53 Jahre alt. „Er verbrachte seine letzten Tage im Kreise enger Freunde, seiner geliebten Ehefrau und seiner beiden wundervollen Töchter Billie und Georgia, die sein Ein und Alles waren“, zitierte die „New York Times“ eine Mitteilung von einer Sprecherin Danes, Melissa Bank. Auch die „Washington Post“ zitierte aus der Erklärung und schrieb, Vertreter Danes hätten seine Erkrankung als Todesursache genannt.
Die Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) betrifft das zentrale und periphere Nervensystem. Dabei werden Nerven zerstört, es kommt zu Schluck-, Atmungs- und Sprechstörungen, Muskelschwund und Lähmungen, die schließlich zum Tod führen.
Nicht nur als „McSteamy“ bekannt
Vor „Grey’s Anatomy“ trat der gebürtige Kalifornier ab den 1990er Jahren in Serien wie „California High School“, „Eine schrecklich nette Familie“ oder „Charmed – Zauberhafte Hexen“ auf. Nach sechs Jahren als „McSteamy“ legte er 2012 den Ärztekittel ab und übernahm in der Endzeit-Serie „The Last Ship“ die Hauptrolle eines Navy-Captains. Ab 2019 stand er für die HBO-Produktion „Euphoria“ vor der Kamera. Dane wirkte auch in mehreren Spielfilmen mit, darunter „X-Men: Der letzte Widerstand“, „Marley & Ich“, „Valentinstag“ oder „Bad Boys: Ride or Die“.
Dane machte Diagnose im April öffentlich
Als Dane im Frühjahr 2025 die ALS-Diagnose bekanntgab, sagte er dem US-Magazin „People“: „Ich bin dankbar, dass meine liebevolle Familie an meiner Seite ist, wenn wir dieses nächste Kapitel meistern.“ 2004 hatte er die Schauspielerin Rebecca Gayheart geheiratet, die gemeinsamen Töchter wurden 2010 und 2011 geboren. Nach 14 Jahren Ehe reichte Gayheart die Scheidung ein, zog den Antrag aber später wieder zurück.
Sie seien kein Paar mehr, aber sie würden als Familie zusammenhalten und gemeinsam gegen die Krankheit kämpfen, schrieb Gayheart im Dezember 2025 in einem Beitrag in der New Yorker Zeitschrift „The Cut“. Darin berichtete sie auch, dass Dane inzwischen rund um die Uhr betreut werden müsse.
Im Juni zuvor sprach Dane in einem Interview in der ABC-Sendung „Good Morning America“ über die zunehmenden Beschwerden. Er könne seinen rechten Arm schon nicht mehr bewegen, aber er wolle nicht aufgeben, sagte der Schauspieler. „Ich glaube nicht, dass dies das Ende meiner Geschichte ist.“
Schauspieler setzt sich für ALS-Hilfe ein
Wenige Monate später machte sich Dane in Washington für die Verlängerung eines Gesetzes stark, das Gelder für Forschung und Menschen mit ALS einen besseren Zugang zu Pflege und Behandlung ermöglicht. Im Oktober trat Dane noch einmal vor die Fernsehkamera für eine Gastrolle in der Drama-Serie „Brilliant Minds“. Er spielte einen an ALS erkrankten Feuerwehrmann, der seine Diagnose vor seiner Familie geheim hält.
Im Dezember kündigte er an, seine Memoiren mit dem Titel „Book of Days: A Memoir in Moments“ schreiben zu wollen. „Jeden Morgen beim Aufwachen ist mir sofort klar, dass dies die Realität ist - diese Krankheit, diese Herausforderung - und genau deswegen schreibe ich dieses Buch“, sagte Dane in einer Mitteilung. Er wolle die Leser daran erinnern, jeden Moment aus vollem Herzen zu leben. Zu diesem Zeitpunkt war Dane bereits auf einen Rollstuhl angewiesen.