Iran-Krieg
Greift Trump über Ostern nach strategisch wichtigen Inseln?
Ehe Donald Trumps jüngstes Ultimatum an den Iran zur Öffnung der Straße von Hormus am Ostermontag abläuft, wägen Militärfachleute auf beiden Seiten des Atlantiks die Chancen eines amerikanischen Einsatzes von Bodentruppen am Persischen Golf ab.
Der Persische Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman in einer undatierten, von der NASA zur Verfügung gestellten, Satellitenaufnahme Foto: The Visible Earth/NASA/dpa
Als Ziel gelten sowohl das Ölterminal auf der Insel Kharg als auch iranische Küstenstreifen entlang der Meerenge sowie mehrere zwischen dem Mullah-Regime und den Vereinigten Arabischen Emiraten umstrittene Inseln. Eine von Großbritannien angeführte internationale Koalition will nächste Woche einen Plan vorlegen, wie die internationale Wasserstraße nach dem Ende des US-israelischen Kriegs wieder frei befahrbar gemacht werden kann.
Anders als zu Beginn der Kampfhandlungen, verfügt das US-Militär inzwischen über Optionen. Dazu gehören Einheiten der als besonders kampfstark geltenden Marines-Infanterie ebenso wie die etwa 2.000 Soldaten umfassende schnelle Eingreiftruppe der 82. Fallschirmjäger-Division. Die rund 2.200 Marines gehören zur 31. Expeditionseinheit (MEU) und haben eine dreiwöchige Reise auf der USS Tripoli sowie zwei Begleitschiffen hinter sich. Auf dem Weg von Kalifornien befindet sich außerdem die 11. MEU. Ein Einsatz dieser Einheiten wäre „wirklich außergewöhnlich“, glaubt der frühere britische Fregattenkapitän Tom Sharpe und weist darauf hin, dass sämtliche zur Diskussion stehenden Inseln nahe am Festland und damit im Bereich iranischer Artillerie liegen, von 100 Kilometer landeinwärts stationierten Raketenwerfern sowie noch weiter entfernten Drohnen-Spots abgesehen.