EU-Wahlen in Luxemburg

Glücklose Gewinner, zufriedene Verlierer

Es kam, wie es manche befürchtet hatten: Trotz einer „starken Liste“ verpasst die LSAP nur knapp den angestrebten zweiten Sitz im Europäischen Parlament (EP). Stattdessen geht ein Sitz an die ADR, die somit erstmals mit einem Abgeordneten in Straßburg vertreten sein wird. 

Die künftigen luxemburgischen EP-Abgeordneten: (v.l.) Christophe Hansen (CSV), Charles Goerens (DP), Marc Angel (LSAP), Tilly Metz (Grüne), Isabel Wiseler-Lima (CSV), Fernand Kartheiser (ADR)

Die künftigen luxemburgischen EP-Abgeordneten: (v.l.) Christophe Hansen (CSV), Charles Goerens (DP), Marc Angel (LSAP), Tilly Metz (Grüne), Isabel Wiseler-Lima (CSV), Fernand Kartheiser (ADR) Foto: Editpress/Julien Garroy

Mit einer Verschiebung von einem, höchstens zwei Sitzen von sechs konnte vor den Europawahlen in Luxemburg ausgegangen werden. Es blieb nun schließlich bei einem Sitz, der an die Alternative Demokratische Reformpartei (ADR) ging, die nun mit ihrem Spitzenkandidaten Fernand Kartheiser erstmals in ihrer Geschichte im EU-Parlament vertreten sein wird. Damit wird nun erstmals auch aus Luxemburg eine Partei die Reihen der Rechtspopulisten im EU-Parlament stärken. Die ADR gehört der Partei Europäische Konservative und Reformer (EKR) an, die derzeit von der italienischen Postfaschistin und Regierungschefin Giorgia Meloni geführt wird und der bald auch die ungarische Regierungspartei Fidesz angehören könnte, deren Vorsitzender Viktor Orban als ausgesprochener Freund Wladimir Putins gilt.

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