Weißrussland

Gewalt und Fälschungsvorwürfe bei Präsidentenwahl in Belarus

Bei der Präsidentenwahl in Belarus wird Seiteneinsteigerin Swetlana Tichanowskaja bejubelt. Amtsinhaber Lukaschenko lässt Militärfahrzeuge auffahren – aus Angst vor Massenprotesten.

Alexander Lukaschenko, Präsident von Belarus, gibt seinen Stimmzettel während der Präsidentschaftswahlen in einem Wahllokal ab. Die Belorussen stimmen darüber ab, ob sie ihrem autoritären Präsidenten eine sechste Amtszeit gewähren. 

Alexander Lukaschenko, Präsident von Belarus, gibt seinen Stimmzettel während der Präsidentschaftswahlen in einem Wahllokal ab. Die Belorussen stimmen darüber ab, ob sie ihrem autoritären Präsidenten eine sechste Amtszeit gewähren.  Foto: Sergei Grits/AP/dpa

Unter dem Eindruck beispielloser Fälschungsvorwürfe und massiver Polizeigewalt haben die Menschen in Belarus (Weißrussland) am Sonntag einen Präsidenten gewählt. Zwar erwartet Staatschef Alexander Lukaschenko, der die ehemalige Sowjetrepublik seit mehr als einem Vierteljahrhundert mit harter Hand regiert, einen hohen Sieg. Vor den Wahllokalen bildeten sich aber Schlangen wie noch nie. Die politisch nur wenig erfahrene Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja (37) wurde bejubelt. Viele riefen «Sweta, Sweta!».

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