Iran

Gericht verurteilt Friedensnobelpreisträgerin Mohammadi zu einem Jahr Haft

Ein iranisches Gericht hat die Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi zu einem Jahr Gefängnis wegen „Propaganda gegen den Staat“ verurteilt. Mohammadi müsse wegen „Propaganda gegen das System“ für ein Jahr ins Gefängnis, teilte ihr Anwalt Mostafa Nili am Dienstag im Onlinedienst X mit. Das Urteil sei mit Mohammadis Aufrufen zum Boykott von Parlamentswahlen, Briefen an schwedische und norwegische Abgeordnete und „Kommentaren über Frau Dina Ghalibaf“ begründet worden.

Die Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi spielt eine zentrale Rolle im Kampf für Frauenrechte im Iran

Die Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi spielt eine zentrale Rolle im Kampf für Frauenrechte im Iran Foto: AFP

Die Journalistin und Studentin Dina Ghalibaf war nach Angaben von Menschenrechtsgruppen festgenommen worden, nachdem sie Sicherheitskräften auf Online-Plattformen vorgeworfen hatte, ihr bei einer früheren Festnahme in einer U-Bahn-Station Handschellen angelegt und sie sexuell angegriffen zu haben. Ghalibaf wurde später wieder freigelassen. Die iranischen Justizbehörden erklärten am 22. April auf ihrer Website Misan-Online, Ghalibaf sei „nicht vergewaltigt“ worden und werde wegen „Falschaussage“ angeklagt.

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