Norwegen
Gericht lehnt vorzeitige Haftentlassung von Attentäter Breivik ab
Ein norwegisches Gericht hat am Mittwoch den Antrag des rechtsextremen Attentäters Anders Breivik auf vorzeitige Haftentlassung auf Bewährung abgelehnt. Diese Entscheidung komme nicht überraschend, sagte Breiviks Anwalt Oystein Storrvik. Das Gericht habe aber „positive Entwicklungen“ bei seinem Mandanten festgestellt, fügte er hinzu. Breivik werde Berufung gegen die Entscheidung einlegen, sagte der Anwalt. Die norwegische Justiz ist jedoch nicht verpflichtet, diese zu prüfen.
Anders Behring Breivik (M.), der seit 2017 Fjotolf Hansen heißt, sitzt zwischen seinen Anwälten Marte Lindholm (l.) und Øystein Storrvik im Gerichtssaal Foto: AFP
Breivik, der 2012 wegen der Ermordung von 77 Menschen verurteilt worden war, hatte bei einer Anhörung im November erneut beteuert, er lehne Gewalt ab. Bei der Verhandlung hatte der heute 45-jährige Rechtsextremist vor den Kameras mit politischen Botschaften posiert. Unter anderem formte er ein Z, das von Russland verwendete Symbol für den Angriffskrieg gegen die Ukraine. Einem Bericht der norwegischen Zeitung Aftenposten zufolge schätzten die Richter Breiviks Rückfallrisiko genauso hoch ein wie bei der Verurteilung des Attentäters 2012.