Analyse von Frank Engel
Generalversammlung der Uneinigen Nationen: Die UNO hat versagt und ist nicht reformierbar
Die Anerkennung Palästinas, die zwei Drittel der UNO-Mitglieder eh schon vollzogen haben, bevor sich diese Woche in New York die Türen öffneten, ist notwendig Foto: AFP/Omar Al-Qattaa
Das Schaulaufen in New York hat noch Glamour. Die UNO-Generalversammlung gleicht einem globalen gesellschaftlichen Event, einer wochenlangen Gala, bei der es allerdings schon lange um nichts Relevantes mehr geht. Zum Beispiel darum, mehr Frieden in der Welt zu schaffen, Entwicklung, menschliches Vorwärtskommen. Darum geht es eben nicht (mehr). Es geht um Symbole und Symbolisches, Anekdotisches, Spektakuläres. Unvergessen ist beispielsweise ein Auftritt von Muammar Gaddafi, als er noch Gröfaz Libyens war und während seiner nicht enden wollenden Rede ein Exemplar der UN-Charte hinter sich warf, in Richtung des Sitzungspräsidenten. Man könnte die UNO-Vollversammlung auch mit einer extrem langen Oper vergleichen. Heuer geben sie das Stück „Wir erkennen den Staat Palästina an“.