Nahost

„Frieden für Palästina heißt auch Sicherheit für Israel“ – Bettel begrüßt Trump-Plan

Luxemburgs Außenminister Xavier Bettel begrüßt Trumps Friedensplan für Gaza und sieht darin sogar einen „neuen Moment“. Der Erfolg hänge aber vom Willen Israels ab – und der Reaktion der Hamas. 

Luxemburgs Außenminister Xavier Bettel (DP)

Luxemburgs Außenminister Xavier Bettel (DP) Foto: AFP

US-Präsident Donald Trump hat mit der Vorstellung seines Friedensplans wie schon oft Hoffnungen auf ein Ende des Gaza-Kriegs geweckt. Es sei ein großer Tag gewesen, „vielleicht einer der größten Tage in der Zivilisation“ – das hatte Trump in Washington getönt, wo er mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zusammengekommen war. 

Tatsächlich erfährt der Plan einige Unterstützung aus der Welt. Und auch aus dem Großherzogtum. „Der Plan hat das Ziel, das Ende des Kriegs in Gaza zu erreichen – das ist zu begrüßen“, erklärt der Luxemburger Außenminister Xavier Bettel (DP) am Dienstagmorgen im Gespräch mit dem Tageblatt. „Es ist eine erste Etappe“, sagt er. „Wir haben in den vergangenen Wochen und Monaten gesehen, dass wenig geschehen ist. Wir haben auch in der vergangenen Woche in New York gesehen, dass auf israelischer Seite wenig Willen ist, eine friedliche Lösung zu finden.“ Jetzt gebe es einen „neuen Moment“.

Hamas prüft den Vorschlag

Israel habe grünes Licht gegeben, sagt Bettel – was die Hamas entscheide, sei aber eine andere Sache. Immerhin: Die Islamisten prüfen derzeit den Trump-Vorschlag „verantwortungsbewusst“, wie ein Sprecher des katarischen Außenministeriums in Doha laut Agenturberichten verlauten ließ. Der Luxemburger Außenminister begrüßt, dass andere arabische Länder offenbar in die Vorgänge eingebunden sind. 

Für Bettel ist der Ablauf derweil klar, wenn es mit dem Friedensplan weitergehen sollte: Zuerst müssten die israelischen Geiseln freikommen, dann massive humanitäre Hilfe nach Gaza hineinkommen. Die Hamas müsse entwaffnet werden, eine neue Governance müsse in Gaza gemeinsam aufgebaut werden. Und schließlich auch die Zweistaatenlösung. „Das menschliche Leid muss endlich in Gaza zu einem Ende kommen“, sagt Bettel. „Wir müssen in der Region eine Perspektive von Sicherheit und Frieden schaffen – Frieden für Palästina heißt auch Sicherheit für Israel.“

(Mit Agenturmaterial)

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

Straße von Hormus

Iran und Oman suchen nach Ausweg