Österreich
FPÖ verliert drei Viertel ihrer Wähler in Wien
Drei Viertel ihrer Wähler hat die FPÖ bei den Wiener Wahlen verloren. Die Ursache für den rechtspopulistischen Super-GAU – Ibiza-Gate-Hauptdarsteller Heinz-Christian Strache – könnte der Politik aber erhalten bleiben.
Der einstige Liebling der Rechtspopulisten und ehemalige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ist als Politiker nicht mehr gefragt, was er bei der Wien-Wahl nun auch von den Wählern bestätigt bekam Foto: AFP/APA/Hans Punz
Schwarzer Tag für die Blauen im roten Wien: Während Bürgermeister Michael Ludwig nach dem SPÖ-Anstieg um zweieinhalb auf gut 42 Prozent aus drei möglichen Koalitionspartnern – Grüne, Neos oder ÖVP – auswählen kann, kam es für die Rechtspopulisten bei den Landtags- und Gemeinderatswahlen am Sonntag noch schlimmer als erwartet. Eine Halbierung hatte FPÖ-Stadtchef Dominik Nepp schon einkalkuliert, tatsächlich aber haben sich fast drei Viertel der FPÖ-Wähler vertschüsst. Die 30,8 Prozent, die Strache 2015 noch für die FPÖ geholt hatte, sind auf 7,7 Prozent geschrumpft.